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Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 10:55
von fasthanz
Moin,

bestimmt ein alter Hut für euch:
nach ein paar Testrunden mit meinem 76er Tiger musste ich eine recht entladenen Batterie feststellen...
mal eben Batterie wieder geladen (ging wieder voll, hat Spannung auch schön gehalten).
Nun mal Spannung bei laufendem Motor gemessen und Drehzahl bis auf ca. 3000 erhöht und siehe da- Spannungsabfall auf ca 4,5-6v.
Verbaute Komponenten: 120W Stator (neu! nach Kabelbruch), Rotor ist wahrscheinlich noch der erste..., Podtronics Regler und Boyer Micro MKIII Zündung)
Frage: Welche Komponenten verursachen das erfahrungsgemäß ? Rotor? weil uralt. Regler? Sieht ziemlich angefressen aus.

Sänks vorab.

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 12:47
von jan
Was hast Du denn für eine Spannung bei Leerlaufdrehzahl (bzw. knapp darüber) gemessen - bist Du da im Bereich der 12,xx Volt?
Hast Du auch ein ordentliches (analoges) Messgerät? Nach meiner Erfahrung tun sich die modernen billigen Multimeter bei Spannungsmessungen mit den dynamischen Werten bei laufendem Motor schwer.

Bei der 72er Tiger, die ich mal betreut habe, lagen der Spannungsverlust und die Batterieentladung übrigens ganz profan an einer auseinandergerüttelten Kabelverbindung... Auch dorthin lohnt sich ein prüfender Blick.

Zu den grundsätzlichen elektrischen Dingen kann ich Dir leider nix sagen, da ich ein sog. elektrisches A****loch bin. :oops: :facepalm2: :mrgreen:

Cheers, Jan

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 13:27
von fasthanz
Spannung bei Leerlauf liegt aktuell bei ca. 12,8/9 Volt.
Gemessen mit einem Multimeter von Rothewald(Louis "Glump"...hat bisher ganz gut funktioniert.)
Untersuchung auf Kabelbruch und/oder lose Kontakte fand bereits statt, werd ich aber sicherheitshalber heutabend
wiederholen.

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 14:09
von Rüdi
Als stromlaie käm mir da als erstes das bauteil in den sinn welches den ladestrom regulieren soll, vermutlich die zener-diode, wenn es noch im originalen zustand ist. Das ist diese montröse teil unter der lampe mit nen grossen kühlkörper dran.

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 14:24
von fasthanz
Bub, äch weiss wie ne zener aussieht...
die wurde bereits vor Jahren entfernt und gegen einen podtronics regler(eingangs erwähnt) getauscht.

Re: Spannungsabfall bei Drehzahlerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 15:02
von rivera
Ein ähnliches Phänomen stelle ich auch bei meiner 70ger Commando fest.
Gleiche Konstellation: Rotor aus 1974, 120W Lima und Podtronics/Wassell Regler und Boyerbox.
Ab so 3500-3800 Touren kommt kein Vortrieb mehr, setzt auf einem Zylinder aus.
Super Leerlauf und startet ordentlich, bis eben zu oben genannter Drehzahl, das sind so 80-90 mph auf der Schnellstrasse.
Also die Herren Experten, lasst mal hören!

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 15:03
von Rüdi
Ja dann der podtronics regler vielleicht i. A. ?

Re: Spannungsabfall bei Drehzahlerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 15:37
von fasthanz
rivera hat geschrieben:Ein ähnliches Phänomen stelle ich auch bei meiner 70ger Commando fest.
Gleiche Konstellation: Rotor aus 1974, 120W Lima und Podtronics/Wassell Regler und Boyerbox.
Ab so 3500-3800 Touren kommt kein Vortrieb mehr, setzt auf einem Zylinder aus.
Super Leerlauf und startet ordentlich, bis eben zu oben genannter Drehzahl, das sind so 80-90 mph auf der Schnellstrasse.
Also die Herren Experten, lasst mal hören!
sorry, aber dein "Phänomen" ähnelt nicht meiner Fehlerbeschreibung.
Ich habe/hatte keine drehzahlabhängigen Zündaussetzer. )In deinem Falle würde ich mich nach der Ausschlussmethode durchkämpfen.
1. Kerzencheck (inkl. Abstandsprüfung)
2. Zündkabel tauschen
3. Spulen tauschen

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 16:05
von Thunderbird650
Das "Phänomen" beschreibt genau dasselbe, da die Boyer bei Spannungsabfall unter 10,5 V aussteigt und die beschriebenen Fehlzündungen produziert. Gruss Micha

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 16:29
von Rüdi
Und wenn der spannungsabfall auf 6v tatsächlich vorherrscht dann müsste doch auch das licht deutlich schwächer werden. Ist dem denn so?

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 16:57
von holsteiner
jan hat geschrieben: Hast Du auch ein ordentliches (analoges) Messgerät? Nach meiner Erfahrung tun sich die modernen billigen Multimeter bei Spannungsmessungen mit den dynamischen Werten bei laufendem Motor schwer.
So ist es. Diese Podtronic Regler schalten die Lima quasi an und aus und mit diesen harten Impulsen können die meisten Digitalvoltmeter nicht um.

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 17:51
von strichsieben
fasthanz hat geschrieben: Rotor ist wahrscheinlich noch der erste...,
moin hanz, rotor ca. 40 jahre alt ?? das kann mit dem magnetismuss nicht mehr weit her sein. ein tausch tut nich arg weh und dann mit deinem nagelneuen analogen multimeter nachgemessen.....
beste grüsse, thorsten (kein experte)

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 18:53
von Hans-Jörg
Kann sein dass ein Wackler, welcher bei Drehzahl auftritt die Ursache ist. Prüf mal die Steckverbindungen am Zündschloß, im Scheinwerfer etc..
Kiste anwerfen, gut Gas geben und dann vorne mal alles gut durchrühren, falls sich was tut dann genauer checken.

Hans.

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 19:46
von fasthanz
Neue Situation.
Nachdem ich alle verbindungen getrennt, gereinigt und erneut verbunden habe hab ich nochmal gemessen. (Ich sag jetzt aber nicht mit welchem Multimeter. )
Leerlauf ohne Licht 12,9volt
Leerlauf mit Licht 12,5volt
3000umin ohne Licht 13,5volt
3000umin mit Licht 13volt
Ist jetzt nicht besonders prall, aber immerhin besser als zuvor.
Alte Werte beruhten wohl auf einem unterbrochenen Kontakt und oder Messfehler.
Jetzt die Preisfrage....
Sind die 13,5 Volt bei 3000umin normal für ne 120watt Lima?
Ansonsten tausch ich den Rotor....

Re: Spannungsabfall bei Drehzalerhöhung

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 19:49
von Öko
Spannungsabfall um 4-5V...dann löppt der Motor noch gerade so...bei 4-5V Systemspannung geht schon sehr lange gar nichts mehr...unter 10,5V macht die Box zu, aus die Maus.
Hänge ein voll funktionstüchtigen Akku rein...ggf überbrücken.
Ladespannung muss im LL bei 1000 1/min minimal höher 12V betragen..und bei erhöhter LL also ab 1500 1/min 14 V erreichen.
Ansonsten Rotor Magnetisierung verloren oder Laderegler/Podtronik schadhaft....mal die Bruchstellen und Isolationswiderstände geprüft vorrausgesetzt....ansonsten Multimeter in die Tonne kloppen.

Fahre identische Kombination...mit verringerter LL auf 750 1/min...da kackt die Ladespannung leicht unter 12V kurz nach dem Kaltstart...ansonten stehen 14V an