Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
- holsteiner
- Manxman
- Beiträge: 2940
- Registriert: Freitag 6. Juni 2014, 18:58
- Wohnort: 24819 Schläfrig-Holzbein
Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Ich habe mal wieder eine oder mehrere Fragen ans wissende Forum:
Bei meiner 1958er Domi 88 ist mit im Fahrbetrieb aufgefallen, dass der Motor ab einer gewissen Drehzahl nicht mehr höher drehen will. Nach Tacho geht sie 70 MPH, dann ist Schluss. Nicht, dass ich mit der alten Dame unbedingt schneller fahren will, eigentlich genügt mir das, aber trotzdem sollte da mehr gehen.
Der "Ist" Zustand:
Vergaser ist nahezu neu, die Hauptdüse habe ich sowohl nach Handbuch als auch nach "Gefühl" ausprobiert, da komme ich nicht weiter.
Der Zündkontakt ist ok, Verteilerfinger und -Deckel sind neu, ebenso Kerzen und Kerzenstecker sowie Kabel.
Den Kondensator habe ich durch Einbau einer Helotronik ersetzt, was zudem noch einen kräftigen Zündfunken schon im Leerlauf bringt.
Der Motor läuft im Leerlauf sehr stabil und mit gleichmäßiger Drehzahl.
Aber: Ich bin mit der Zündeinstellung durch verdrehen des Verteilergehäuses am Anschlag, das letzte Quäntchen Frühzündung muss ich über den Kontaktabstand einstellen.
Deswegen habe ich jetzt mal den rechten Motordeckel abgenommen um die Kette zum Verteiler ggf umzuhängen um nach den Markierungen der Zahnräder und Ritzel zu schauen, vielleicht liegt dort auch der Hund der begrenzten Höchstgeschwindigkeit begraben.
Hier mal ein Foto der Gesamtsituation:
Bei der Markierung des Zwischenradzahnrades habe ich die beiden Nachbarzähne mit Farbe markiert, das scheint so ok zu sein:
Nun zum Nockenwellenritzel, hier befindet sich die Markierung nicht senkrecht nach oben, sondern im rechten Winkel zu der Flucht der Antriebsräder, ist das OK?
Und noch ne Frage zum Ritzel auf der Zündverteilerwelle: Um das Ritzel abzuziehen, müsste ich diesen Bolzen aus der Achse bekommen. Auf der einen Seite sieht das aus, als wenn da ein Schraubenkopf abgedreht wäre. Möglicherweise ist das aber nur ein eingetriebener Splint. Wie ist das Ritzel befestigt?
Fragen über Fragen...
Bei meiner 1958er Domi 88 ist mit im Fahrbetrieb aufgefallen, dass der Motor ab einer gewissen Drehzahl nicht mehr höher drehen will. Nach Tacho geht sie 70 MPH, dann ist Schluss. Nicht, dass ich mit der alten Dame unbedingt schneller fahren will, eigentlich genügt mir das, aber trotzdem sollte da mehr gehen.
Der "Ist" Zustand:
Vergaser ist nahezu neu, die Hauptdüse habe ich sowohl nach Handbuch als auch nach "Gefühl" ausprobiert, da komme ich nicht weiter.
Der Zündkontakt ist ok, Verteilerfinger und -Deckel sind neu, ebenso Kerzen und Kerzenstecker sowie Kabel.
Den Kondensator habe ich durch Einbau einer Helotronik ersetzt, was zudem noch einen kräftigen Zündfunken schon im Leerlauf bringt.
Der Motor läuft im Leerlauf sehr stabil und mit gleichmäßiger Drehzahl.
Aber: Ich bin mit der Zündeinstellung durch verdrehen des Verteilergehäuses am Anschlag, das letzte Quäntchen Frühzündung muss ich über den Kontaktabstand einstellen.
Deswegen habe ich jetzt mal den rechten Motordeckel abgenommen um die Kette zum Verteiler ggf umzuhängen um nach den Markierungen der Zahnräder und Ritzel zu schauen, vielleicht liegt dort auch der Hund der begrenzten Höchstgeschwindigkeit begraben.
Hier mal ein Foto der Gesamtsituation:
Bei der Markierung des Zwischenradzahnrades habe ich die beiden Nachbarzähne mit Farbe markiert, das scheint so ok zu sein:
Nun zum Nockenwellenritzel, hier befindet sich die Markierung nicht senkrecht nach oben, sondern im rechten Winkel zu der Flucht der Antriebsräder, ist das OK?
Und noch ne Frage zum Ritzel auf der Zündverteilerwelle: Um das Ritzel abzuziehen, müsste ich diesen Bolzen aus der Achse bekommen. Auf der einen Seite sieht das aus, als wenn da ein Schraubenkopf abgedreht wäre. Möglicherweise ist das aber nur ein eingetriebener Splint. Wie ist das Ritzel befestigt?
Fragen über Fragen...
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Grüße, Detlev
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
- Tim
- Commando Resterampe
- Beiträge: 8935
- Registriert: Dienstag 12. Mai 2009, 20:35
- Wohnort: Das Dorf an der Düssel in der Nähe von Suppental
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Zehn Roller zwischen den Markierungen, alles gut.holsteiner hat geschrieben:Nun zum Nockenwellenritzel, hier befindet sich die Markierung nicht senkrecht nach oben, sondern im rechten Winkel zu der Flucht der Antriebsräder, ist das OK?
Tim
1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!
- holsteiner
- Manxman
- Beiträge: 2940
- Registriert: Freitag 6. Juni 2014, 18:58
- Wohnort: 24819 Schläfrig-Holzbein
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Prima, danke.Tim hat geschrieben:
Zehn Roller zwischen den Markierungen, alles gut.
Tim
Kannst Du auch was zur Verteilerwelle sagen?
Grüße, Detlev
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
- Tim
- Commando Resterampe
- Beiträge: 8935
- Registriert: Dienstag 12. Mai 2009, 20:35
- Wohnort: Das Dorf an der Düssel in der Nähe von Suppental
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Nee, leider nicht - ich kenne da nur den Lucas-Konus, das ist es offensichtlich nicht. Keine Ahnung, wie das da en detail aussieht.
Tim
Tim
1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!
-
Domi-650SS
- Manxman
- Beiträge: 1403
- Registriert: Samstag 19. November 2011, 19:03
- Wohnort: Zug, Schweiz
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Hast Du zwischen dem ersten und dem letzten Bild etwas verändert?holsteiner hat geschrieben:…Und noch ne Frage zum Ritzel auf der Zündverteilerwelle: Um das Ritzel abzuziehen, müsste ich diesen Bolzen aus der Achse bekommen. Auf der einen Seite sieht das aus, als wenn da ein Schraubenkopf abgedreht wäre. Möglicherweise ist das aber nur ein eingetriebener Splint. Wie ist das Ritzel befestigt?…
Könnte es sein dass Du den Bolzen austreiben kannst? Eine Zwinge bauen, weil vom Rausschlagen rate ich ab.
Fritz
- holsteiner
- Manxman
- Beiträge: 2940
- Registriert: Freitag 6. Juni 2014, 18:58
- Wohnort: 24819 Schläfrig-Holzbein
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Nö, gar nix, außer dem Blickwinkel der Kamera natürlich.Domi-650SS hat geschrieben: Hast Du zwischen dem ersten und dem letzten Bild etwas verändert?
Ich schrecke da auch vor Gewalt zurück, die Lagerung der Welle kann das bestimmt nicht ab.
Grüße, Detlev
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
- OMR
- Manxman
- Beiträge: 536
- Registriert: Freitag 19. Oktober 2012, 09:14
- Wohnort: 51647 Gummersbach OT. Berghausen
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
aus dem Bauch heraus würde ich hier den Pferdefuß vermuten. "Das letzte Quäntchen Frühzündung muss ich über den Kontaktabstand einstellen"holsteiner hat geschrieben:Ich bin mit der Zündeinstellung durch verdrehen des Verteilergehäuses am Anschlag, das letzte Quäntchen Frühzündung muss ich über den Kontaktabstand einstellen.
macht mich stutzig.
...der frühe Vogel kann mich mal...
-
Norton
- Jehooova!!!
- Beiträge: 4093
- Registriert: Freitag 13. Juli 2007, 01:35
- Wohnort: Ammerndorf
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Das Antriebsrad des Zündverteiler (ist doch ein Verteilergehäuse?) ist normalerweise mit einem Kerbspannstift auf der Welle befestigt. Den Spannstift treibt man ein, oder aus, nicht weiter ein Problem. So könntest Du das Zahnrad ein Stück in der Kette drehen und kämest wieder in einen vernünftigen Einstellbereich.
An den Magneten stellt man die Zündung normalerweise bei voll geöffnetem Fliehkraftregler (mit einer Schraube aufstemmen) auf den vollverstellten Zündzeitpunkt. Wo sitzt denn hier ein Fliehkraftregler? Hat die überhaupt einen, oder Handverstellung?
Deine Steuerzeiten stimmen jedenfalls so. Ich würde die Steuerkettenspannschiene noch gegen die von der MK III Commando ersetzen. Die hat eine Gummiauflage und somit hat man keinen metallischen Abrieb mehr im Motor. Der Joe hat (oder wollte?) auch welche mit Gummiauflage für die alten Motoren machen. Bei der Spannschiene für die MK III muß man etwas wegfeilen, paßt sonst nicht. Frag mal den Joe.
Es ist halt auch die Frage, was für eine Nocke in dem Motor drin ist. Ich hab in meinem Fundus eine Domi-Nocke die auf den ersten Blick gleich zu den SS-Nocken (wie Atlas und Commando) aussieht, aber einen größeren Grundkreisdurchmesser hat. Die hat weniger Ventilhub. Dann hatten die Domis Stößel mit einem großen Radius. Bei gleicher Nocke ergeben sich damit schon 8° (Kurbelwinkel) kürzere Steuerzeiten (4° nach jeder Seite). Wenn nun so eine Nocke mit kleinem Ventilhub und die Stößel mit dem Radius drin sind, dann tut der sich wohl schon recht schwer, anständig zu "atmen". Bei den alten Domis sind auch Ventile mit fast gleichem Durchmesser (Ein- und Auslaß) drin. So um 35,5 mm beim Einlaß und 34mm beim Auslaß. Bei moderner ausgelegten Motoren ist ja das Ein- immer deutlich größer, als das Auslaßventil. Bei meinem 600er bin ich da quasi auf Commando-Standart. Also Nocke, Stößel und Ventilfedern. Noch einige Arbeit in den Kopf gesteckt. Auslaßseitig einen kleineren Ventilsitz reingemacht, damit man das 33mm Auslaßventil von der Commando reinpaßt und E
einlaßseitig den originalen Ventilsitz größer gefräßt was ging und ein Commando-Einlaßventil etwas kleiner gemacht, da bin ich dann bei so 37mm rausgekommen. Kanäle noch angepaßt.....
Wie hoch der dann verdichtet ist, ist die nächste Frage? Meinen 600er hab ich auf 9:1 verdichtet. Wenn es nicht zu heiß ist, läuft der mit 95 Oktan Super. Ist es richtig heiß kriegt er Super Plus.
Der marschiert richtig los! Schneller als 140 bin ich damit aber auch noch nicht gefahren. War mir einfach immer schnell genug. Da macht der aber auch noch keinen gequälten Eindruck.
Es gab ja schließlich noch den 88SS. Da war aber schon eine ganze Menge anders. Komplett andrer Kopf, zwei Vergaser, SS-Nocke, hohe Kolben..... das ganze Programm. Die hatten dann aber auch Leistung.
Gruß. Martin.
An den Magneten stellt man die Zündung normalerweise bei voll geöffnetem Fliehkraftregler (mit einer Schraube aufstemmen) auf den vollverstellten Zündzeitpunkt. Wo sitzt denn hier ein Fliehkraftregler? Hat die überhaupt einen, oder Handverstellung?
Deine Steuerzeiten stimmen jedenfalls so. Ich würde die Steuerkettenspannschiene noch gegen die von der MK III Commando ersetzen. Die hat eine Gummiauflage und somit hat man keinen metallischen Abrieb mehr im Motor. Der Joe hat (oder wollte?) auch welche mit Gummiauflage für die alten Motoren machen. Bei der Spannschiene für die MK III muß man etwas wegfeilen, paßt sonst nicht. Frag mal den Joe.
Es ist halt auch die Frage, was für eine Nocke in dem Motor drin ist. Ich hab in meinem Fundus eine Domi-Nocke die auf den ersten Blick gleich zu den SS-Nocken (wie Atlas und Commando) aussieht, aber einen größeren Grundkreisdurchmesser hat. Die hat weniger Ventilhub. Dann hatten die Domis Stößel mit einem großen Radius. Bei gleicher Nocke ergeben sich damit schon 8° (Kurbelwinkel) kürzere Steuerzeiten (4° nach jeder Seite). Wenn nun so eine Nocke mit kleinem Ventilhub und die Stößel mit dem Radius drin sind, dann tut der sich wohl schon recht schwer, anständig zu "atmen". Bei den alten Domis sind auch Ventile mit fast gleichem Durchmesser (Ein- und Auslaß) drin. So um 35,5 mm beim Einlaß und 34mm beim Auslaß. Bei moderner ausgelegten Motoren ist ja das Ein- immer deutlich größer, als das Auslaßventil. Bei meinem 600er bin ich da quasi auf Commando-Standart. Also Nocke, Stößel und Ventilfedern. Noch einige Arbeit in den Kopf gesteckt. Auslaßseitig einen kleineren Ventilsitz reingemacht, damit man das 33mm Auslaßventil von der Commando reinpaßt und E
einlaßseitig den originalen Ventilsitz größer gefräßt was ging und ein Commando-Einlaßventil etwas kleiner gemacht, da bin ich dann bei so 37mm rausgekommen. Kanäle noch angepaßt.....
Wie hoch der dann verdichtet ist, ist die nächste Frage? Meinen 600er hab ich auf 9:1 verdichtet. Wenn es nicht zu heiß ist, läuft der mit 95 Oktan Super. Ist es richtig heiß kriegt er Super Plus.
Der marschiert richtig los! Schneller als 140 bin ich damit aber auch noch nicht gefahren. War mir einfach immer schnell genug. Da macht der aber auch noch keinen gequälten Eindruck.
Es gab ja schließlich noch den 88SS. Da war aber schon eine ganze Menge anders. Komplett andrer Kopf, zwei Vergaser, SS-Nocke, hohe Kolben..... das ganze Programm. Die hatten dann aber auch Leistung.
Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
- holsteiner
- Manxman
- Beiträge: 2940
- Registriert: Freitag 6. Juni 2014, 18:58
- Wohnort: 24819 Schläfrig-Holzbein
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Danke für die Ausführungen, Martin.
Das wollte ich hören/lesen.
Da die Kette zum Distributor ziemlich verschlissen ist, will ich sowieso beide neu machen. Dann kann der Kettenspanner auch gleich drankommen.
Ein Fliehkraftregler scheint innerhalb des Verteilers zu sitzen, auf jeden Fall funktioniert die automatische Verstellung, ich habs mal abgeblitzt.
Mehr Leistung muss, wie oben geschrieben, nicht sein, ich wollte mich nur vergewissern, dass alles soweit ok ist.
Mit Deinen und Tims Ausführungen bin ich nun beruhigt.
Der Motor läuft sehr angenehm und auch mechanisch sehr leise und ist dabei auch beim Ölverbrauch ziemlich zurückhaltend.
Einzig der Blechprimär hat nach anfänglicher Freude meinerseits, nach Einbau einer neuen Gummidichtung, doch irgendwann wieder angefangen zu kleckern.
Mal sehen, wie ich das Teil etwas dichter bekomme. Vielleicht den Dichtring auf den inneren Primärkasten aufkleben und außen zum Deckel hin ne Silikonwurst legen?
Hat da jemand ein erfolgversprechendes Rezept?
Das wollte ich hören/lesen.
Da die Kette zum Distributor ziemlich verschlissen ist, will ich sowieso beide neu machen. Dann kann der Kettenspanner auch gleich drankommen.
Ein Fliehkraftregler scheint innerhalb des Verteilers zu sitzen, auf jeden Fall funktioniert die automatische Verstellung, ich habs mal abgeblitzt.
Mehr Leistung muss, wie oben geschrieben, nicht sein, ich wollte mich nur vergewissern, dass alles soweit ok ist.
Mit Deinen und Tims Ausführungen bin ich nun beruhigt.
Der Motor läuft sehr angenehm und auch mechanisch sehr leise und ist dabei auch beim Ölverbrauch ziemlich zurückhaltend.
Einzig der Blechprimär hat nach anfänglicher Freude meinerseits, nach Einbau einer neuen Gummidichtung, doch irgendwann wieder angefangen zu kleckern.
Mal sehen, wie ich das Teil etwas dichter bekomme. Vielleicht den Dichtring auf den inneren Primärkasten aufkleben und außen zum Deckel hin ne Silikonwurst legen?
Hat da jemand ein erfolgversprechendes Rezept?
Grüße, Detlev
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
-
Norton
- Jehooova!!!
- Beiträge: 4093
- Registriert: Freitag 13. Juli 2007, 01:35
- Wohnort: Ammerndorf
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß die Kette zum Zündungsläufer verschlissen ist. Wovon? Immer im Öl.
Die Steuerketten zur Nocke haben oftmals blöd eingelaufene Spannschienen und entsprechend sehen dann aussen die Kettenglieder aus. Schön gratig. Und eine hatte ich mal mit einer abgeplatzten Rolle.
Mit dem Primärkasten: Schiebestück wie erwähnt. Aber die Silikonwurst im Deckel brauchts eigentlich nicht. Mit dem richtigen Gummi, richtig schön eingefettet (Deckelfalz und Gummi), damit der Deckel schön drauf rutscht. Meine wurden immer dicht, bis auf den originalen Deckel von meinem Domi. Der wollte nicht so richtig. Nach einigem probieren bin ich dann drauf gekommen, daß der schon so oft überlackiert worden ist, auch innen, daß der Blechfalz so auf dem Gummi spannt, daß der gar nicht bis zur Dichtlippe rutschen kann. Ich muß den einfach mal entlacken und dünn lackieren, dann wird der sicherlich auch dicht. Ich hab halt dann einen späteren verchromten Deckel aus den 60ern drauf gemacht. Wichtig ist wirklich ein neuer Gummi, mit der kleinen Lippe an der Kante. So nach 5 -6 Jahren sind die dann so gesetzt, daß man sie u. U. wirklich nicht mehr dicht bekommt, dann braucht man halt mal wieder einen neuen. Kann man in der Zeit aber auch immer und immer wieder verwenden.
An der Durchführung für die Fußraste ist doch so ein Blechdom. Da gehört ein Filzring rein. Da hab ich in einem Motorrad noch ein altes Originalteil drin, im andren einen selbst angefertigten aus einem etwa 10mm dicken Feinfilz. Die Ringe, die der Joe da vertreibt sind zu dünn.
Ich hab an dem Domi richtig viel Freude. Super Motorrad, so schön ausgeglichen und ein klasse Gesamtpaket.
Gruß. Martin.
Die Steuerketten zur Nocke haben oftmals blöd eingelaufene Spannschienen und entsprechend sehen dann aussen die Kettenglieder aus. Schön gratig. Und eine hatte ich mal mit einer abgeplatzten Rolle.
Mit dem Primärkasten: Schiebestück wie erwähnt. Aber die Silikonwurst im Deckel brauchts eigentlich nicht. Mit dem richtigen Gummi, richtig schön eingefettet (Deckelfalz und Gummi), damit der Deckel schön drauf rutscht. Meine wurden immer dicht, bis auf den originalen Deckel von meinem Domi. Der wollte nicht so richtig. Nach einigem probieren bin ich dann drauf gekommen, daß der schon so oft überlackiert worden ist, auch innen, daß der Blechfalz so auf dem Gummi spannt, daß der gar nicht bis zur Dichtlippe rutschen kann. Ich muß den einfach mal entlacken und dünn lackieren, dann wird der sicherlich auch dicht. Ich hab halt dann einen späteren verchromten Deckel aus den 60ern drauf gemacht. Wichtig ist wirklich ein neuer Gummi, mit der kleinen Lippe an der Kante. So nach 5 -6 Jahren sind die dann so gesetzt, daß man sie u. U. wirklich nicht mehr dicht bekommt, dann braucht man halt mal wieder einen neuen. Kann man in der Zeit aber auch immer und immer wieder verwenden.
An der Durchführung für die Fußraste ist doch so ein Blechdom. Da gehört ein Filzring rein. Da hab ich in einem Motorrad noch ein altes Originalteil drin, im andren einen selbst angefertigten aus einem etwa 10mm dicken Feinfilz. Die Ringe, die der Joe da vertreibt sind zu dünn.
Ich hab an dem Domi richtig viel Freude. Super Motorrad, so schön ausgeglichen und ein klasse Gesamtpaket.
Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
- holsteiner
- Manxman
- Beiträge: 2940
- Registriert: Freitag 6. Juni 2014, 18:58
- Wohnort: 24819 Schläfrig-Holzbein
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Na, wenn Du meine Zündungskette sehen würdest, tätest Du sie auch tauschen. Die ist wirklich am Ende.
Zum Primär: Das Schiebestück ist neu und (mit Filz) dicht, ebenso die Fußrastendurchführung (mit Filz).
Es kleckert tatsächlich im Ruhezustand unten aus dem Kasten.
Der Gummiring ist dieses Jahr neu, da sollte er eigentlich... tut er aber nicht.
Naja, es ist Winter, ich habe also Zeit und werde mir das mal in aller Ruhe ansehen.
Zum Primär: Das Schiebestück ist neu und (mit Filz) dicht, ebenso die Fußrastendurchführung (mit Filz).
Es kleckert tatsächlich im Ruhezustand unten aus dem Kasten.
Der Gummiring ist dieses Jahr neu, da sollte er eigentlich... tut er aber nicht.
Naja, es ist Winter, ich habe also Zeit und werde mir das mal in aller Ruhe ansehen.
Grüße, Detlev
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
-
Domi-650SS
- Manxman
- Beiträge: 1403
- Registriert: Samstag 19. November 2011, 19:03
- Wohnort: Zug, Schweiz
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Ich hatte einen Neuen, originalen, gekauft und dann doch wieder den Alten montiert. Der Alte ist an der vorderen Kante abgerundet, der Neue nicht.holsteiner hat geschrieben:…Der Gummiring ist dieses Jahr neu…
Fritz
-
Norton
- Jehooova!!!
- Beiträge: 4093
- Registriert: Freitag 13. Juli 2007, 01:35
- Wohnort: Ammerndorf
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Die funktionierenden Dichtungsgummis haben einen rechteckigen Querschnitt und stirnseitig aussen einen kleine Dichtlippe. Die dichtet im Falz des Deckels. Auf der gegenüberliegenden Seite ist auf der Stirnseite ein kleiner Wulst. Der dichtet gegen den Steg des Kastens. Aber beides funktioniert nur, wenn der Deckel auch auf dem Gummi und der Gummi gegen den Steg des Kastens rutschen kann. Dafür das Fett. Dichtungsmasse in igendeiner Form verhindert das. Und wie will man den Deckel irgendwann mal wieder runter bekommen?
Gruß. Martin.
Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
-
erik
- Manxman
- Beiträge: 303
- Registriert: Dienstag 28. April 2015, 14:42
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
wenn man den zündverteiler vom verteilerfinger her ansiht dann kann man unter dem finger die befestigung rausmachen.die ist mit einer schraube in eien konus reingezogen.dafür braucht man eine abdrückschraube,die man sich relativ einfach herstellen kann.in dem dann sichtbaren konus kannst du den fingerträger beliebig festschrauben.wenn man das kettenrad locker hat dann am besten die drei schrauben mal rausdrehen und das ganze teil mal in ruhe aus der nähe inspizieren.
- holsteiner
- Manxman
- Beiträge: 2940
- Registriert: Freitag 6. Juni 2014, 18:58
- Wohnort: 24819 Schläfrig-Holzbein
Re: Steuerzeiteinstellung 58er Dominator 88
Danke, das werde ich mir ansehen.
Hat noch jemand Tipps zum Blechprimär?
Hat noch jemand Tipps zum Blechprimär?
Grüße, Detlev
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...