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russian summer 2015

Verfasst: Donnerstag 18. Juni 2015, 21:24
von OMR
Das Leben ist eine Wundertüte...
Ich hätte niemals gedacht, 37 Stunden am Stück autofahren zu können, mal abgesehen von Tankpausen und guten 30 Minuten für eine Mahlzeit.
Aber es ging problemlos. Wäre ich nur ansatzweise müde geworden, ich hätte sofort eine Pause eingelegt aber es war nicht nötig. Alles verlief reibungslos - na ja, FAST alles. So ca. 20 Kilometer vor meinem Ziel hat mich ein Schlagloch böse erwischt. Ich spreche hier von einem Schlagloch und darunter versteht man in Russia etwas anderes als in Deutschland. Zuhause reagiere ich manchmal etwas unwirsch, wenn sich jemand über unsere schlechten Strassen mokiert oder wenn ich sehe, das ein "S.U.V." einen Schlenker auf die andere Strassenseite macht um einer Unebenheit von 2-3cm auszuweichen...
Hier beginnt das Thema "Schlagloch" frühestens dann, wenn eine Hutschachtel aufrecht stehend nicht mehr zu sehen ist. Meines war noch ein bißchen größer.
Jedenfalls hat es ordentlich gekracht und seitdem ist "vorausschauendes Fahren" noch etwas wichtiger geworden. Hier muß man eben Abstriche machen und der Schweißer in S.Peter wirds schon richten.

Nach "einer Mütze Schlaf" erst einmal zu den Nachbarn, die schon auf der Veranda auf mich gewartet haben. Ein riesiges "Hallo" und Wiedersehensfreude auf beiden Seiten und ich habe mich zuerst einmal bedankt für die Arbeiten, die sie in meiner Abwesenheit gemacht bzw. organisiert haben, als da sind: einen neuen Brunnen graben, eine neue Toilette bauen und ein zu reparierendes Dach erneuern. Das wir meine Ankunft und die erledigten Aufgaben bis in die frühen Morgenstunden mit Bier und "russischer Medizin" gebührend gefeiert haben muß ich ja nicht besonders erwähnen...

Ich besuche Russia ja seit mehr als 10 Jahren regelmäßig aber den Kontakt zu den Menschen auf dem Land habe ich erst seit 5 Jahren und ich muß sagen: das war für mich eine neue Dimension. Noch nie auch nur ein einziges böses Wort, stattdessen aber Hilfsbereitschaft und Anerkennung in einem Ausmaß,
das mich zumindest verblüfft, wenn nicht sogar beschämt...

Jetzt werde ich mich wieder der Renovierung meiner Datscha widmen. Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Re: russian summer 2015

Verfasst: Donnerstag 18. Juni 2015, 21:30
von Oliver
Schön zu lesen, daß du nach dieser Mammut Tour wohlbehalten angekommen bist. :halloatall: Wie lange bleibst du?

Re: AW: russian summer 2015

Verfasst: Donnerstag 18. Juni 2015, 21:30
von Moppedmessi
Hallo Manfred,
es freut mich positive Dinge zu lesen. Ich hoffe das wichtige Anliegen wird auch zu deiner zufriedenheit gelöst.
LG
Ralph

Re: russian summer 2015

Verfasst: Donnerstag 18. Juni 2015, 21:44
von Goldstar
Hi Manfred,
auc h ich drücke dir kräftig die Daumen, das alles so klappt wie du dir das wünschst.

Zeig mal paar Bilder von deiner Datschja.

Gruß Klaus

Re: AW: russian summer 2015

Verfasst: Donnerstag 18. Juni 2015, 21:45
von speedtwin
Forumstreffen im Ost-Osten.... 2016 :-k :pfeiffen: Manfred, lass Dich nicht unterkriegen :halloatall:

Bis bald,
Wolfram

PS: nächstes Mal leihst Du dir von Arvid seinen Hobel.. :ebiggrin:

Re: russian summer 2015

Verfasst: Donnerstag 18. Juni 2015, 22:30
von chinakohl
Hey Manni,

den osteuropäischen Begriff "Schlaglöcher" weiß ich ungefähr zu deuten: Aus Erfahrung in meiner Zeit als Berufskraftfahrer kurz nach Öffnung des eisernen Vorhangs habe ich solches (in der Größe einer mittleren Kinderbadewanne) des öfteren beim transport von Spiralrohren von Weißrussland nach Europa kennengelernt - die mittlere Halbwertszeit einer MB 1842 oder einer MAN 19.422 Sattelzugmaschine war ungefähr 5 Jahre (danach sind die Karren aus allen Nieten geplatzt). Ich wundere mich nach wie vor, wie solche "Wellblechhütten" wie MAZ, Jelcz oder Kamaz sowas überstanden haben.
Trotzdem viel Erfolg und gutes gelingen.......

MfG
Arvid

Re: russian summer 2015

Verfasst: Donnerstag 18. Juni 2015, 22:32
von Martin
chinakohl hat geschrieben:Hey Manni,

den osteuropäischen Begriff "Schlaglöcher" weiß ich ungefähr zu deuten: Aus Erfahrung in meiner Zeit als Berufskraftfahrer kurz nach Öffnung des eisernen Vorhangs habe ich solches (in der Größe einer mittleren Kinderbadewanne) des öfteren beim transport von Spiralrohren von Weißrussland nach Europa kennengelernt - die mittlere Halbwertszeit einer MB 1842 oder einer MAN 19.422 Sattelzugmaschine war ungefähr 5 Jahre (danach sind die Karren aus allen Nieten geplatzt). Ich wundere mich nach wie vor, wie solche "Wellblechhütten" wie MAZ, Jelcz oder Kamaz sowas überstanden haben.
Trotzdem viel Erfolg und gutes gelingen.......

MfG
Arvid
Aha... da hat sich wahrscheinlich auch Dein "ich - wir - Zentrum" kaputtgewackelt :twisted:

Re: russian summer 2015

Verfasst: Donnerstag 18. Juni 2015, 22:38
von chinakohl
......... möglicherweise............ ;-)

Re: russian summer 2015

Verfasst: Freitag 19. Juni 2015, 06:41
von Öko
Habe auch nen Kunden, der in Russland ne schicke Perle hat...das sein Fünfer achstechnisch kein Mangel hatte...nunja.

Hut ab, vor dem Marathonritt

Re: russian summer 2015

Verfasst: Freitag 26. Juni 2015, 18:27
von OMR
okay, Internet funzt wieder.

Danke, Leute!

Habe jetzt ein neues Lenkgetriebe, alles im Lack.
Diese Art "Schlaglöcher" haben hier einen Namen:

Entrance to Metro...

Ansonsten: ich bin am Ball und werde niemals aufgeben.
Ich wünsche euch eine knitterfrei Saison, habt Spaß!

See you in September,
Manfred

Re: russian summer 2015

Verfasst: Samstag 27. Juni 2015, 06:54
von Moppedmessi
:gut: