Seite 1 von 1

Bringt da ein Freihandelsabkommen mit der USA etwas ?

Verfasst: Dienstag 8. April 2014, 11:48
von Gerd M.
Würde man die dann steuerfrei nach Germanien bekommen können (1.000 Doller = ca. 726 €) ???
http://motorcycles.oodle.com/bsa/for-sale/

Re: Bringt da ein Freihandelsabkommen mit der USA etwas ?

Verfasst: Dienstag 8. April 2014, 13:21
von chinakohl
Wenn`s in Kraft ist, denke ich mal ja.
Allerdings wird die Steuer nicht dein größtes Problem sein - ich nehme mal an, das sind eher die Frachtkosten.
Ausserdem weigern sich viele Amis (Privatpersonen), ihre "Kisten" nach Übersee zu verkaufen ( "shipping/ handling only in USA").
Deshalb macht ein guter Bekannter von mir ja so`n gutes Geschäft mit dem Export von US Kraftfahrzeugen - er wohnt in der Nähe von San Diego ( Encinitas ) und hat einen Verwanden in Deutschland, mit dem er das Ding durchzieht.

MfG
Arvid

Re: Bringt da ein Freihandelsabkommen mit der USA etwas ?

Verfasst: Mittwoch 9. April 2014, 07:22
von Öko
Nicht ohne Grund packt ein gewisser Herr hier an Bord pe Kiste zusammen mit viel Schrott...oder parkt Altmetall im zu überführenden Van. :halloatall:

Steuer lässt sich das FA nicht entgehen....bin ich mir sehr sicher.

Re: Bringt da ein Freihandelsabkommen mit der USA etwas ?

Verfasst: Mittwoch 9. April 2014, 08:41
von Martin
Es geht nicht um Steuer und Fracht. Es geht um Zoll.
Und Zoll für Motorradteile lag nun immer so bei rund 3 - 4%
MwSt. bleibt weiterhin fällig, außer bei geringwertigen Sachen.

Ergänzung: Auch auf Fracht wird die MwSt aufgeschlagen. Als FAustformel für Teile aus USA: Kaufpreis + Versand + 25% Steuer und Zoll .
Da wird manches vermeintliche Schnäppchen doch teurer als erhofft.

Re: Bringt da ein Freihandelsabkommen mit der USA etwas ?

Verfasst: Mittwoch 9. April 2014, 10:11
von Goldstar
Martin hat geschrieben:Es geht nicht um Steuer und Fracht. Es geht um Zoll.
Und Zoll für Motorradteile lag nun immer so bei rund 3 - 4%
MwSt. bleibt weiterhin fällig, außer bei geringwertigen Sachen.

Ergänzung: Auch auf Fracht wird die MwSt aufgeschlagen. Als FAustformel für Teile aus USA: Kaufpreis + Versand + 25% Steuer und Zoll .
Da wird manches vermeintliche Schnäppchen doch teurer als erhofft.

Ich hab schon einiges aus den USA gekauft. Manche Sachen sind trotz Fracht, Zoll und Märchensteuer immer noch billiger als zB aus England.

Ach glaube ich kaum das Onkle Sam und der Michel sich hier die Steuern entgehen lassen....wozu auch ???
Es wird viel mehr so sein das schon beim Kauf die Einfuhrsteuer bzw Zoll fällig wird. Gespart hat man dann nur den Weg zum Zoll um sein Paket abzuholen. Es gibt schon Anbieter aus USA, welche auch die Zollformalitäten übernehmen...was auch immer die dort machen :nixweiss:

Re: Bringt da ein Freihandelsabkommen mit der USA etwas ?

Verfasst: Mittwoch 9. April 2014, 10:51
von Martin
JA, auch ich habe schon Sachen in USA gekauft. Aber recht gezielt Dinge, die es hier z.B. nicht gab. UK ist oft exorbitant teuer, vor allem Fracht...

Re: Bringt da ein Freihandelsabkommen mit der USA etwas ?

Verfasst: Mittwoch 9. April 2014, 11:05
von elvis
Einfuhrumsatzsteuer ab ca. 22 Euro Warenwert.
Zoll ab ca 105.- Euro Warenwert.
Gegenstandswert ist inkl. Versand.

Über ebay kann dr Verkäufer auch eine Zollabwicklung in Anspruch nehmen, das erspart die Fahrt zum Dt. Zoll, aufmachen, erklären etc. pp.

Doch Forsicht!
Die Jungs dort sind auf Zack!
Die speichern Angebote der bekannten Plattformen einige Wochen lang, und prüfen auch mal nach. :roll:
Nicht beschixxen werden ist deren Tagesgeschäft. Wir haben mit bescheixxen wollen nur alle paar Monate zu tun.....

Elvis

Re: Bringt da ein Freihandelsabkommen mit der USA etwas ?

Verfasst: Mittwoch 9. April 2014, 11:15
von Tim
Goldstar hat geschrieben:Ach glaube ich kaum das Onkle Sam und der Michel sich hier die Steuern entgehen lassen....wozu auch ???
Naja, warum lassen sich denn die EU-Staaten nach der Logik die Einfuhrumsatzsteuer entgehen? Wenn dadurch anderweitig Abgaben zu holen sind, weil die Beschäftigungsquote steigt, ist das nur eine Frage, was man mit den Steuern steuern will.

Abgesehen davon: Auf Waren von EU-Händler wird MWSt fällig, auf Waren von EU-Privatverkäufern nicht. Der Nicht-EU-Händler kann die MWSt ausweisen, der Nicht-EU-Privatverkäufer nicht, da er sie nicht zahlt. EFUSt zahlt man aber auch für Waren von Nicht-EU-Privatverkäufern. Das wird so dann auch nicht weiter bestehen können, weil es je nach Steuersatz v.a. den EU-Händler benachteiligt.

Abgesehen davon kann ich die Gesamtüberlegung auch nicht ganz nachvollziehen: Am Ende steht ein Brutto-Preis, den kann man ganz gut berechnen. Entweder bin ich bereit, den zu zahlen oder nicht. Wieviel dann davon an welchen Staat, Carrier und schlussendlich an den Verkäufer gehen, ist für mich prinzipiell doch eher egal - außer ich gönne einem oder mehreren der Beteiligten mein Geld nicht. Und ich hab's oft genug erlebt, dass einer der Beteiligten auf seinen Anteil verzichtet - ratet mal wer.... :mrgreen:


Tim

Re: Bringt da ein Freihandelsabkommen mit der USA etwas ?

Verfasst: Donnerstag 10. April 2014, 09:04
von chinakohl
Okay,

bei mir war`s mal so, das ich Ersatzteile für meinen Grand Cherokee brauchte und sie bei "RockAuto.com" in Amiland bestellen wollte. Die haben sogar eine Site auf Deutsch und liefern ausdrücklich weltweit. Der Haken an der Sache war, das sie ausschließlich durch Federal Express versenden und Die eine gepfefferte Frachtrechnung präsentieren (ausserdem liefern Die ohne Verzollung gar nicht erst aus, soll heißen die Sendung wird betriebsintern vorverzollt).
Ich hab`s dann sein lassen und die Teile bei Mike & Frank`s hier in Deutschland bestellt - war zwar vom reinen Warenwert ein wenig teurer, aber die Endbeträge hielten sich dann ungefähr die Waage.

MfG
Arvid

P.s: Die Briten sind bezüglich der Frachtkosten aber auch nicht gerade zurückhaltend ( shipping & handling bis zu 10% vom Warenwert ? )