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Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Sonntag 29. Dezember 2013, 20:17
von Martin
Ich hab ein kleines(?) Problem mit meinen Anhänger-Bremsen. (BPW 2005-7)
Ich habe die Bremsbacken gewechselt und auch die Rücksteller erneuert. Zuerst ging das mit dem Rücksteller ohne dass die Trommel montiert war gut.
Nach aufschieben der Trommel habe ich die Nachsteller wie vorgesehen so fest gezogen, bis sich die Trommel nicht mehr drehen ließ.
Allerdings drehte sich der Rücksteller nicht mehr zurück, um wieder Freigang zu erhalten, sondern er blockiert direkt. Nach rütteln, klopfen, anpusten und bitten knackte es einmal und der Rückstellbolzen dreht nun frei in alle Richtungen. Ich fürchte, die Fortsätz die in die Zähne greifen sind Murks. Die alten sahen auch ähnlich besch... aus.
Jetzt bekomme ich die Trommel natürlich nicht mehr runter, weil die Backen anliegen und der Grat am äußeren Rand nicht über die Backen geht.
Was tu ich jetzt?
Zu den Nachstellern.. Ich mag die Dinger eh nicht, kann man die einfach weglassen und das "alte" System mittels Schraubendreher den Zahnkranz verdrehen nutzen? Man könnte die Bohrung ja etwas vergrößern, so dass man besser an den Zahnkranz kommt.
Irgendwer eine Idee? Vor allem wie ich die scheiß Trommel zerstörungsfrei wieder runter bekomme...
Danke und Gruß, Martin
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Sonntag 29. Dezember 2013, 20:47
von Öko
Man dreht die Nachsteller bis ran und dann um ein definiertes Stück gleichmäßig zurück auf alle vier Räder...Bremszüge sollten dabei alle synchron frei funktionieren...hintere n my eher...Auflaufbremse auch frei beweglich und vorn gut gefettet....Auflaufdämpfer/Sperrharken in Ordnung
Einige Bremsen haben auch ne Freilauffunktion bei Rückwärtsfahrt.
Ist der Versteller (Ziehkeil von außen mit nem 16/17er Schlüsselweite zu verstellen?
Bekomme das Datenblatt der BPW Achse gerade nicht auf gemacht...Rechner klemmt.
Habe ich mit Sicherheit schon mehrfach repariert....nix wildes.
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Sonntag 29. Dezember 2013, 20:59
von Martin
Der Nachsteller ist ein Witz
Hier:
Hat nen 8er Kopf.
Ich hab ja nen neuen Nachstellbolzen eingesetzt. Den zylindrischen mit Zahnkranz hab ich leichtgängig gemacht
Mein Problem ist auch weniger der Nachsteller, als vielmehr wie ich die Trommel wieder runter bekomme...
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Sonntag 29. Dezember 2013, 21:05
von Öko
Radbolzen raus drehen und mit nem Schraubendreher und ner Stablampe den Versteller zurück drehen.
Bei der Montage fest ran drehen und drei Raststellungen zurück drehen...dann sollte es passen.
Entweder ist dir eine Backenhaltefeder aus dem Bremsschild gerutscht oder ne Backe vom Wiederlager verrutscht.
Wenn es mit dem zurück drehen noch klemmt...sachte mit dem Hammer dengeln....
Das ist Bremsentechnik von vor hundert Jahren...
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Sonntag 29. Dezember 2013, 21:18
von Martin
Oh. Durch die Gewindelöcher mit nem Schraubendreher. Cool, könnte klappen. Darauf bin ich nicht gekommen.
Das probier ich mal aus
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Sonntag 29. Dezember 2013, 22:11
von Phil
Martin hat geschrieben:Oh. Durch die Gewindelöcher mit nem Schraubendreher. Cool, könnte klappen. Darauf bin ich nicht gekommen.
Das probier ich mal aus
Hey, Du Mädchen... Noch nicht darauf gekommen? Haste noch nie an einem Deiner Mercen die Feststellbremse nachgestellt?

Re: AW: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Sonntag 29. Dezember 2013, 22:43
von Martin
Phil hat geschrieben:
Hey, Du Mädchen... Noch nicht darauf gekommen? Haste noch nie an einem Deiner Mercen die Feststellbremse nachgestellt?

Nö. Warum?
Herzliche Grüße, Martina
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Sonntag 29. Dezember 2013, 23:06
von Phil
Tja, liebe Martina...
Weil das eben Standard ist beim Feststellbremse einstellen. Hattest Du mich nicht mal angerufen, weil Du an den Federn der Feststellbacken verzweifelt warst und Zuspruch gebraucht hattest? Mich dünkt, dem sei so gewesen....?
Ich denke, dass die ganzen minimalinvasiven OP-Methoden, die heute in der Medizintechnik gang und gäbe sind, ihren Ursprung bei Leuten haben, die bei den Mercens die unseligen Bremsen einstellen mussten. Das sind die wahren Erfinder aller Schlüssellochtechnik.
Es ist ein Graus, ich tu' mich da auch schwer dabei...
Seufzende Grüße
Ph.
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Sonntag 29. Dezember 2013, 23:22
von Ralph G.Wilhelm
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Montag 30. Dezember 2013, 06:58
von Öko
Re: AW: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Montag 30. Dezember 2013, 09:29
von Martin
Danke Phil.
Du hast Recht. Da ging es um den Einbau der Backen, wo ich krümel vorgefunden hatte. Aber nachstellen musste ich lediglich unter dem Rücksitz, wie ich meine mich zu erinnern.
Ralph und Öko. Die Seiten kenn ich und die Einbaugeschichte ist kein Problem. So was kann ich wohl.
Der NACHSTELLER ist kaputt und die Trommel geht nicht runter. Nur das ist das Problem.
Ökos Tip vorher hilft schon mal sehr.
Ich berichte
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Montag 30. Dezember 2013, 12:27
von Phil
Moin Martin,
Du hast das große Los gezogen mit der Bremse, hä? Der einzige Weg, der mir einfällt, ist alles versuchen zu lösen und dann die Trommel mit Klopfen und unter Zuhilfenahme eines (Trommel-)Abziehers runterzuwürgen.
Trommelabzieher.jpg
Wenn die Trommel aber schon eingelaufen ist und einen Grat hat, dann wird das extrem schwierig bis unmöglich werden.
Zurück zu den Mercens: es ist eigentlich so, dass Du unter der Rückbank nur die automatische Nachstellung der Backen lösen bzw. in Nullstellung setzen kannst. Damit wird der Verschleiß der Backen kompensiert.
Die Grundeinstellung der Backen findet aber, wie gesagt, durch die Gewindebohrung der Radbolzen statt. Wenn Deine Bremse dann gleichmäßig zog, dann war das das pure Glück (des Tüchtigen?).
Good luck und beste Grüße
Ph.
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Montag 30. Dezember 2013, 12:49
von Martin
Na ja. Die Trommel ging ja relativ gut drauf. Die Rückstellung war in Nullstellung.
Mein Problem bislang ist ja, dass ich den Rücksteller nicht zurück bekam, nachdem ich dis Backe auf Druck gebracht hatte. Ich muss jetzt ja eigentlich nur etwas zurück drehen.
Sollte das durch das Gewindeloch funktionieren, ist es ja prima.
Kann ich aber erst morgen probieren.
Dann könnte ich ja die Trommel theoretisch wieder runter bekommen.
Wenn das nicht geht, fahr ich so (neue Backen sind ja drin) und fahre den Belag einfach ab.

Irgendwann wird dann ja genug Platz sein für die Demontage.
Ich hab ja lediglich das Problem des Nachstellers. Also halb so wild. Oder?
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Montag 30. Dezember 2013, 13:33
von Öko
Du kannst außen am Bremsschild den Aufnehmer fürs Bremsseil aushängen.
Des weiteren lassen sich bei einigen Anhängerbremsen das Widerlager von außen(Achszapfenseite) abschrauben.
Beides verschafft dir den nötigen Platz.
Dein Versteller wird lediglich verrutscht sein bzw. von den Backen runter und sich so blockiert haben.
Das wird alles noch mal etwas aufwändiger, wenn die Anhänger richtig verwarzt sind und lange gestanden haben.
Re: Mal was komplett anderes... Anhängerbremse
Verfasst: Montag 30. Dezember 2013, 14:31
von Martin
Von hinten ist da gar nichts verschraubt. Blechplatte ist auf dem Stummel geschweißt. Und darauf sitzt das Widerlager mit Rückfahrautomatik und Verstellmechanismus.
Auf der gegenüberliegenden Seite sitzt nur das frei schwimmende Spreizschloss.
Der Versteller ist sicher nicht wirklich verrutscht, aber dieser "Nachstellbolzen" mit den vier angeschrägten Nasen geht nur einen Hauch in die Verzahnung. Irgendwas läuft nicht rund, dann verhakt es und dreht nicht mehr.
Dann mit Kraft - 8er SW - und das hält doch nichts mehr.
Ärgerlich billig gemacht. Soll eine Erleichteung sein, birgt aber eben Risiko durch meiner Meinung nach zu geringer Dimensionierung.Die haben einfach das alte System,wo man von hinten mit dem Schraubendreher durch ein Bohrung in der Bremsplatte den Zahnkranz hoch bzw. runter verdreht.
Es muss ja noch einen Hauch komfortabler sein und man bastelt da dann so nen suspekten Minibolzen rein, der im Neuzustand auch funktioniert.
Der Versteller kann eigentlich nicht von der Back rutschen, da es bauartbedingt gar nicht genug Platz hat für ein runterrutschen.
Die Bremsbacke sitzt in dem Bolzen,der in dem Versteller steckt in einer ausreichend großen Nut.
Ich weiß nicht was genau passiert ist, aber ich weiß, dass an drei von vier Bremsen die Versteller nicht mehr funktionieren. Deshalb hatte ich ja nach der Demontage neue bestellt.
Mario, Du hast mir schon geholfen. Danke.
Ich hab alle Bremsen demontiert. Trommeln ab, Züge ausgehangen.
So sieht das nach Bremstrommeldemontage aus.
So von hinten. Den Nachstellbolzen kann man gut erkennen
Alles billiger Scheißdreck