Motorgehäuse gerissen
Verfasst: Sonntag 3. November 2013, 17:54
Hallo zusammen,
Dieses ist ein Thema, das möglicherweise jeden von uns einmal treffen könnte. Mein Motorrad, eine Commando MkII war endlich fertig, die ersten Kilometer machten richtig Spaß und auch Leistung war da. Klar, mit 870cm³, 10,9:1 Verdichtung und 42/38mm Ventilen. Von Anfang an hatte ich aber ein Problem, dass ich von meiner Seeley (also von meinem Renner) nicht kannte. Sie war inkontinent. Nun würde mir ein Tröpfchen Öl nicht viel ausmachen aber das dumme Geschwätz "ist halt ein Engländer" ging mir zunehmend auf den Wecker. Da ich wegen eines anderen Fehlers im Kopf (der Kerl hatte wohl einen Stein angesaugt) eh' den Kopf runter hatte und die Saison eh' zu Ende war, wollte ich mich auch des Problems der Ölsauerei annehmen. Der Fehler war schnell gefunden:
Ich habe einen Haarriss im Gehäuse. Der ist im hinteren Bereich direkt unter dem Zylinderflansch ist ein etwa 20mm lnger Riss, ganz dünn. Ich wollte die Stelle zunächst kleben aber nachdem ich immer wieder Bremsenreiniger aufgesprüht hatte sah zunächst alles ganz sauber aus. Aber jedes Mal sickerte von innen immer wieder Öl nach (Kapilarwirkung). Kurz und gut, Schweißen ist angesagt (WIG- Schweißen selbstverständlich).
Nun ist der Motor wieder zerlegt, die Hauptlager sind draußen, es kann geschweißt werden. Ich stelle mir das so vor:
1.) Motorgehäuse reinigen
2.) Beide Gehäusehälften zusammenschrauben
3.) Zylinder mit dem Gehäuse verschrauben
Nr. 2 und 3 deswegen um den Verzug des Gehäuses so gering wie möglich zu halten.
Nr. 1.) scheint das Problem zu sein. Wie bekomme ich das Gehäuse sauber, das heißt Fettfrei? Muss ich den Riss komplett bis ins innere des Gehäuses durchfräsen? Hat jemand eine Idee oder Erfahrungen mit einem solchen Problem?
Wäre über Tips dankbar.
Gruß
Klaus
Ich muss anfügen, dass ich das Gehäuse (ein MkIII- Gehäuse irgendwann mal im EBAY aus den USA ersteigert hatte. Es ist an dieser Stelle schon einmal geschweißt worden, allerdings sehr stümperhaft (MIG-MAG- geschweißt). Ich werde einmal einige Fotos von der Geschicht anfügen.
Dieses ist ein Thema, das möglicherweise jeden von uns einmal treffen könnte. Mein Motorrad, eine Commando MkII war endlich fertig, die ersten Kilometer machten richtig Spaß und auch Leistung war da. Klar, mit 870cm³, 10,9:1 Verdichtung und 42/38mm Ventilen. Von Anfang an hatte ich aber ein Problem, dass ich von meiner Seeley (also von meinem Renner) nicht kannte. Sie war inkontinent. Nun würde mir ein Tröpfchen Öl nicht viel ausmachen aber das dumme Geschwätz "ist halt ein Engländer" ging mir zunehmend auf den Wecker. Da ich wegen eines anderen Fehlers im Kopf (der Kerl hatte wohl einen Stein angesaugt) eh' den Kopf runter hatte und die Saison eh' zu Ende war, wollte ich mich auch des Problems der Ölsauerei annehmen. Der Fehler war schnell gefunden:
Ich habe einen Haarriss im Gehäuse. Der ist im hinteren Bereich direkt unter dem Zylinderflansch ist ein etwa 20mm lnger Riss, ganz dünn. Ich wollte die Stelle zunächst kleben aber nachdem ich immer wieder Bremsenreiniger aufgesprüht hatte sah zunächst alles ganz sauber aus. Aber jedes Mal sickerte von innen immer wieder Öl nach (Kapilarwirkung). Kurz und gut, Schweißen ist angesagt (WIG- Schweißen selbstverständlich).
Nun ist der Motor wieder zerlegt, die Hauptlager sind draußen, es kann geschweißt werden. Ich stelle mir das so vor:
1.) Motorgehäuse reinigen
2.) Beide Gehäusehälften zusammenschrauben
3.) Zylinder mit dem Gehäuse verschrauben
Nr. 2 und 3 deswegen um den Verzug des Gehäuses so gering wie möglich zu halten.
Nr. 1.) scheint das Problem zu sein. Wie bekomme ich das Gehäuse sauber, das heißt Fettfrei? Muss ich den Riss komplett bis ins innere des Gehäuses durchfräsen? Hat jemand eine Idee oder Erfahrungen mit einem solchen Problem?
Wäre über Tips dankbar.
Gruß
Klaus
Ich muss anfügen, dass ich das Gehäuse (ein MkIII- Gehäuse irgendwann mal im EBAY aus den USA ersteigert hatte. Es ist an dieser Stelle schon einmal geschweißt worden, allerdings sehr stümperhaft (MIG-MAG- geschweißt). Ich werde einmal einige Fotos von der Geschicht anfügen.