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Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 14:33
von bosn
Tja,Jungs : watt soll isch saachen:
In der neuesten Clubzeitschrift des VdH berichtet ein Clubmitglied über die Quali von Norton-Andover.
Zitat:
...als an der NC eine NW kaputt ging,scheute ich keine Kosten und griff in das noch vorhandene Original-ET Lager : die Welle kam im ver-
schweißten Tütchen aus Andover , mit Zertifikat.
Schon nach dem ersten Ölwechsel war klar : die Nocken waren zwar geschliffen aber nicht hart.Das wurmt einen , weil Geld und min. 50
Arbeitsstunden drinstecken. und man wird das schlechte Gefühl nicht los , weil man weiß , dass der Metallabrieb im Motor die Schmierung
nicht verbessert hat.
Dem Fan entflockt dies aber nur ein leidiges Kopfnicken.Es ist halt englisch und wir wissen ja , warum der englische Maschinenbau den
Bach runter ging.
Bei einem MB hört der Spass aber auf . Für eine ET aus dem Hause kann es nur eine Quali geben : Nämlich die der Erstausrüstung oder besser.
Es ist mir nicht egal was das ET kostet,aber egal , was es koste , ein mangelhaftes Produkt darf MB nicht verkaufen. Das Beste oder nichts lautet der Marken-Slogan !......
Der Bericht hing mit einer Stoßstangen-Nachfertigungsaktion zusammen und war unter anderem mit einem Bild einer zerschossenen
Commando-Welle versehen.

Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 16:28
von Martin
Hatte der nun einen Schaden oder was?
Was war denn nach dem ersten Ölwechsel? Konnte er die Metallspäne als AN Nockenwellenmaterial erkennen?
Oder kommen die Späne vielleicht doch woanders her? Mhm...
In jedem Fall ist heutzutage eine nicht gehärtete NW ein Armutszeugnis...
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 19:21
von Phil
Hmmmm.... Es mag an der Härte gelegen haben, vielleicht aber auch am unprofessionellen Zusammenbau, Öl und Anstarten des Motors.
Wénn das Ding eh schon tot und abgelaufen ist, könnte man die Härte ja sogar messen, oder? Ich bin kein Maschinenbauer, glaube mich aber zu erinnern, dass es da eine Art Rückprallhammer zur Härtefeststellung, und sei das nur indiziell, gibt.
Es ist halt immer am einfachsten, auf mangelnde Härte der NoWe und deren Hersteller zu hacken.Insofern sehe ich solche Stories immer etwas kritisch, weil es sein, aber eben nicht so sein muss.
Die Nockenwellen der Mercens waren auch nicht immer nur vom Feinsten, die hatten auch eine Zeitlang ihre liebe Not mit der nicht ausreichenden Härte.
Schöne Grüße
Ph.
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 20:06
von Tim
bos´n hat geschrieben:...als an der NC eine NW kaputt ging,scheute ich keine Kosten und griff in das noch vorhandene Original-ET Lager : die Welle kam im ver-schweißten Tütchen aus Andover , mit Zertifikat.
Das Problem mit dem fehlenden Härte ist eigentlich altbekannt, und in Anbetracht von Joes Tiraden zu dem Thema kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass das wirklich so ist. Bleiben IMHO mehrere Möglichkeiten:
1. Die AN-Qualität ist doch nicht soooo toll, wie Joe es gerne sagt.
2. Das war eine uralte Gurke aus der Zeit, in der die Dinger ab Werk schon zu weich gewesen sein sollen.
3. Kam das Ding wirklich von AN? Ich kann es nicht mehr zu 100% nachvollziehen und werde daher keine Namen nennen, aber ich bin mir recht sicher, dass ich vor einigen Jahren aus anderer Quelle ein Ersatzteil in beschissenster Qualität bekommen habe, bei dem - IIRC! - ein AN-Pappkärtchen dabei war, dass aber laut Joe mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit gar nicht von AN kam. Diese Pappkärtchen sind nicht grade fläschungssichere "Zertifikate".
Wie auch immer, diese defaitistische Haltung "Is' halt englisch" finde ich ehrlich gesagt grenzdebil und unangebracht, was soll das? Wenn Joe oder seine Mannen Shyce liefern, gehört das angeprangert -er schwört ja so auf seine Qualität, da soll er auch für gradestehen.
Tim
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 20:22
von Martin
Nun, eine NW, die sich gleich nach dem ersten Start im Öl wiederfidet hat ganz andere Probleme als einfach nicht gehärtet zu sein.
Triumph hat 69 angefangen die Nockenwellen zu nitrieren. Vorher waren die auch nicht dafür bekannt, dass sich die Nockenwellen auflösen würden.
In diesem Fall hier würd ich eher mal nachforschen wollen, woher dieses ominöse Teil stammt.
Dazu müsste auch noch mal geklärt werden, wann dieser Mensch die NW geordert haben soll. Da es sich ja um einen Vergleich in einem MB Forum handelte (Sinngemäß: Bei einem Engländer ist es ja so, aber wen das jetzt noch bei MB passiert.. Untergang des Abendlandes), kann die Bestellung schon ein paar Tage zurück liegen.
Und ewig hat Joe AN ja noch nicht...
Wird wohl nicht zu klären sein...
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 22:14
von bosn
Also: der Aufhänger war erstmal Streitigkeiten über Quali/MB/Nachfertigungen usw.
Der schreibende Herr also Autor dieses "Leserbriefes" wollte mit der Story wohl vergleichbarkeiten in anderen Szenebereichen
darlegen....???
Naja.
-die Aussagen über englichen Maschbau sind ja mal wieder völlig daneben geraten-und werden sicherlich Armeeen von Olddaimlerschrauben
in Ihrem bisherigen Glauben über Brit-technikbetätigen.
- wenn die Quali - wie auf dem Bild zu sehen- derartig "Kacke" ist-bitte beim Hersteller reklamieren ( oder im Fachspez.Forum..

..
..gibt dann wenigstens richtig Megger und macht etwas mehr Sinn..)-auf jeden Fall ist das soo völlig shyce-da kann ja keiner nutzen
´draus ziehen und ein Hersteller nicht reagieren/verbessern.
-den Ärger kann man verstehen(er wollte doch auch gutes Marerial einbauen?)( Allerdings wissen wir ja jetzt nicht die exakten Fakten rund um den Erwerb...)
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 22:17
von Martin
Absolut bosi.
WObei mich die Zeitschiene tatsächlich interessieren würde und auch die Quele, WO er gekauft hat. AN oder angebliche AN Teile verkaufen ja viele.
Ich bin auch der Meinung, dass man Mängel zurückgeben oder zumindest zurückmelden muss.
Na vielleicht hat er ja sogar seinerzeit den Händler informiert...
Kannst Du das Bild scannen?
Gruß, Martin
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 23:16
von Norton Motors
Weiche Nockenwellen waren tatsächlich ab Werk in Commando 850Mk3 verbaut. Das Problem war das Kernmaterial, nicht die Oberflächenhärte, die aber aufbrach, sobald der zu weiche Kern durch die Spannung der Ventilfedern weggedrückt war.Nockenwellen aus diesem Material waren noch bis Mitte der 80ger Jahre als Originalersatzteile im Vertrieb.
Bei den Wellen der letzten 20 Jahre kenne ich keine Probleme mehr. Allerdings hat vor allem ein englischer Händler, den wir letztes Jahr gefeurt haben, vorgezogen, seine eigenen- weil vermutlich billjeren- Nockerwellen zu vertreiben. Er ist auch bekannt für seine Beipackzettel, die unsere nachäffen ("Genuine Commando Spare Part" etc)
Der gute Daimler-Mähn sollte sich da schon mal detaillierter äußern, sonst kann ich hierauf nicht wirklich antworten.
Joe
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Sonntag 14. April 2013, 23:17
von bosn
Foddoh ?
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Montag 15. April 2013, 13:50
von Norton Motors
Bos'n,
Da frag ich mich ernsthaft, wann & wo der Autor die Nockerlwelle gekauft, und wie lange die vor dem Kauf beim Händler- oder bei ihm selbst- gelegen hat.
Das Schadensbild ist genau das einer übriggebliebenen Originalwelle, d.h. wenn denn das Teil tatsächlich so eingelaufen ist, MUSS es sich um ein Exemplar der seit mindestens zwei Jahrzehnten nicht mehr im Handel befindlichen Welle handeln.
Der Autor ist lt. meiner Kundendatei von Februar 1992 bis Juno 1994, und seitdem wieder seit 2011 aktiv. Mein dringender Verdacht ist, daß die Nockenwelle vor mindestens 21 Jahren gekauft & weggelegt wurde. Leider spiegelt die Seite genau bei dem "Ersatzteillager", wo er die Nockenwelle fand. Ich denke aber, es handelt sich um sein eigenes. Es gibt in Deutschland (Soest) noch ein Teilelager mit Teilen alt wie Methusalem- seit mindestens 20 Jahren nix mehr eingekauft- da könnte das softe Etwas natürlich auch hergestammt haben. Ist aber unwahrscheinlich, der Kunde ist geographisch weit davon weg.
Joe
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Montag 15. April 2013, 16:28
von jan
Hallo bos´n,
ich hab´ noch gar nicht nachgeschaut - hast Du das auch mal im VdH-Forum thematisiert?
Und was ich bei MB in den letzten 10, 15 Jahren für meinen Strich-Acht an so alles Scheiße verkauft bekommen habe - natürlich als Original-MB-Ersatzteil mit Brief & Siegel! -, hat mich mitunter auch verwundert...
Cheers, Jan
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Montag 15. April 2013, 20:16
von Norton
Richter in Soest, gibts den überhaupt noch?
Ich hab noch nie eine schlechte Nocke aus einem Motor rausgebaut. Kenne das nur von Erzählungen und Fotos.
Gruß. Martin.
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Montag 15. April 2013, 20:18
von Martin
Um was für Teile geht es dabei, Jan? Um Zierat oder um wichtige technische Komponenten?
Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Montag 15. April 2013, 20:26
von Martin
Norton hat geschrieben:Richter in Soest, gibts den überhaupt noch?
Ich hab noch nie eine schlechte Nocke aus einem Motor rausgebaut. Kenne das nur von Erzählungen und Fotos.
Gruß. Martin.
Ja den gibts noch.
Mittlerweile inseriert er auch mal wieder Norton und Teile.
Im Laden hat er seit ewigen Zeiten die gelbe Commando, die ne Zeitlang wie an der Wand hängend oben auf nem kleinen Vorsprung stand.
http://www.richter-soest.de/galerie.html
Eigentlich aber ist er mittlerweile wohl mehr Mopedhändler geworden...?
Auf der Webseite schreibt er,erliefere original Norton Factory Parts.Das müssten doch heutzutage AN Teile sein?
Joe, Du schriebst, Richter habe noch ALTE Originalteile? Und? taugt das was?
Ein wenig ernüchternd ist aber die Qualität der (alten) original Nockenwellenschin noch, nicht wahr Norton-Martin? Selbst ohne Spritzbohrungen in Pleueln und Öltaschen an den Nockenwellen hat es SO einen Schaden bei Triumph aber nicht in Reihe gegeben...

Re: Nordhorn and/over vs Mercedes-Benz Quality
Verfasst: Montag 15. April 2013, 21:35
von Norton
Ich hatte schon immer die Ansicht, daß die MK III die am wenigsten erstrebenswerte Commando ist. Manche Dinge waren gut gelöst, aber im ganzen war das kein Fortschritt und schöner waren die Vorgängermodelle sowieso.
Triumph - pfff, hüstel, äämmh.
Pushinpushover, Ölpumpe, Stößelrohre.....
Da bleib ich doch lieber beim ton, ääh Norton.
Gruß. Martin.
