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anstehendes Vollgutachten...

Verfasst: Freitag 9. November 2012, 09:17
von Tiger'67
mein letztes ist schon lange her... was hat sich denn über die Jahre geändert? Hab im Forum gelesen, dass Briefkopien für Einträge nichts mehr bringen (?)... bei mir ist es das gleiche Mopped, das ich schon vor Jahren begutachtern ließ, es gibt jetzt einige Änderungen am Mopped, die ja eigentlich schon immer so hätten gewesen sein können... neue Motorhalteplatten aus Alu, neuer Öltank, neu eingespeichte Doppelduplex, gewechselte Rasten von John Tickle... hab ich was zu befürchten :buhu: ?
Welcher TÜV erscheint euch denn als geeignet... ? Ich bin mir nicht sicher ob der volle Durchsteiger oder eher der Wald und Wiesen Begutachter geeignet ist. Dank euch schon mal... Jo aus Stuttgart

Re: anstehendes Vollgutachten...

Verfasst: Freitag 9. November 2012, 10:22
von Mineiro
Moin Jo,

ich habe gute Erfahrungen mit der GTÜ in Wildberg gemacht. Peter Deuschle ist dort der Oldtimerexperte und ein Mann mit Augemaß. Was nicht heißt das du den verar***** kannst ... aber so Diskussionen wie "Kleber auf dem Meilentacho anbringen" usw. die stellen sich mit ihm nicht.
Habe mit ihm gute Erfahrungen bei meiner umgebauten T120R, der Ducati MHR (Eintragung offene Conti Auspuffanlage) und Oldtimergutachten an meiner Triton gemacht. Musste aber mal anfragen ob die Vollgutachten auch machen.

http://www.gtue-pruefstelle-wildberg.de/

Grüße
André

Re: anstehendes Vollgutachten...

Verfasst: Freitag 9. November 2012, 10:55
von Towner
Hallo,

ich verstehe eigentlich überhaupt nicht, wo da immer das Problem ist. Wenn das Motorrad noch nie in Deutschland zugelassen war, dann benötigt man die entsprechenden Papiere aus dem Ausland. Wenn es ein Fahrzeug aus der EU ist, ist dann ist es relativ einfach. In jedem Fall ist es wichtig, dass man eine Urkunde hat. So etwas wie einen Brief sollte es überall geben. Da sollte dann auch die Rahmennummer und die Erstzulassung drinstehen.
Wenn man das alles nicht hat, dann wird es schon schwieriger (ist doch logisch). Da benötigt man einen Herkunftsnachweis. Wichtig ist immer der Tag der ersten Zulassung oder das Baujahr. Das muss ja irgendwie dokumentiert werden. Ein Kaufvertrag kann da schon hilfreich sein. Möglicherweise braucht man auch ein Dokument, dass das Fahrzeug nicht als gestohlen gemeldet ist. Für die Erstzulassung kann ein vertrauenswürdiges Dokument mit Rahmennummern und Baujahren reichen. Dann muss man erstmal nachweisen, um welches Modell es sich handelt. Oft helfen Fotos oder alte Prospekte. Wenn das Fahrzeug dann offensichtlich komplett umgebaut ist und völlig vom Foto abweicht, wird es natürlich zum Problem. Du kannst natürlich dann selbst als Hersteller auftreten und das Fahrzeug komplett neu abnehmen lassen. Das wird aber dann unbezahlbar.
Wenn es schonmal in Deutschland zugelassen war, ist es doch überhaupt kein großes Problem mehr. Dann ist doch ein Brief vorhanden. Die Fahrgestellnummer ist dann doch registriert. Nicht eingetragene Umbauten können natürlich immer zum Problem werden (auch bei der normalen HU), wenn das auffällt und keine Gutachten dafür verfügbar sind.

Also , dass "Ich hab hier irgendwie einen Rahmen bekommen, da hab ich dann Triumph drangeschrieben" nicht zieht, brauchen wir hier nicht zu diskutieren oder ?

Gruß
Ralf

Re: anstehendes Vollgutachten...

Verfasst: Freitag 9. November 2012, 11:19
von Tiger'67
die Triumph war in Deutschland zugelassen, Brief ist da, darum geht es nicht zwingend. Ich mach mir hauptsächlich sorgen um den Öltank... der ist ja weder bei der ersten Zulassung noch sonst irgendwo dokumentiert... die Idee: "das war schon immer so..." bei der Bremse und den Motorhalteplatten und der authentischen Rastenanlage sehe ich kaum ein Problem, weiß ja kein Schwein, wie das damals zugelassen war...
zieht das oder kann ich das vergessen?

Re: anstehendes Vollgutachten...

Verfasst: Freitag 9. November 2012, 11:38
von Mineiro
Tiger'67 hat geschrieben:die Triumph war in Deutschland zugelassen, Brief ist da, darum geht es nicht zwingend. Ich mach mir hauptsächlich sorgen um den Öltank... der ist ja weder bei der ersten Zulassung noch sonst irgendwo dokumentiert... die Idee: "das war schon immer so..." bei der Bremse und den Motorhalteplatten und der authentischen Rastenanlage sehe ich kaum ein Problem, weiß ja kein Schwein, wie das damals zugelassen war...
zieht das oder kann ich das vergessen?
Hallo Jo,

also ich denke Ehrlichkeit wäre hier der beste Weg, denn die TÜVler sind ja auch nicht blöd und wir wären wieder bei dem Punkt verarschen. "Weiß ja kein Schwein wie das damals zugelassen war..." würde ich heute nicht mehr ganz so locker sehen. Es gibt auch für dein Motorrad mit Sicherheit eine originale Spezifikation und Fotos wie das damals ausgesehen hat. Abweichungen davon müssen ja im Brief eingetragen sein. Also kann ein Internet affiner Prüfer mit etwas Ehrgeiz doch locker rauskriegen das Du ihm da was unterjubeln willst.

Ich würde mit dem Mopped einfach mal hinfahren und Punkte die der Prüfer moniert auch ehrlich beantworten. Damit bin ich bisher immer gut gefahren.

André

Re: anstehendes Vollgutachten...

Verfasst: Freitag 9. November 2012, 11:44
von jan
Tiger'67 hat geschrieben:Brief ist da, darum geht es nicht zwingend. Ich mach mir hauptsächlich sorgen um den Öltank...
Da schließe ich mich mal Ralf an - eine solche Befürchtung geht doch meilenweit an der Realität vorbei! Wer hat sich denn schon jemals Gedanken um die Beschaffenheit eines Öltanks gemacht?!! Der taucht in keinem Datenblatt, keiner ABE (oder sonstigen Betriebserlaubnis, EU-Konformitätsbescheinigung oder sonstwas... ) auf; und wenn er handwerklich nicht gerade völlig offenkundig gepfuscht ist, wird da niemand auch nur einen überflüssigen Blick drauf verschwenden.
Dann schon eher die abgewandelten Fußrasten... falls die überhaupt ein Prüfer als nachgerüstet und nicht-original identifiziert.
Tiger'67 hat geschrieben:der ist ja weder bei der ersten Zulassung noch sonst irgendwo dokumentiert...
Eben!!

Also: Mut zur Lücke - hin zum TÜV - wird schon schiefgehen!

Re: anstehendes Vollgutachten...

Verfasst: Freitag 9. November 2012, 12:59
von Towner
Hi,

wie Jan schon sagte, so Dinge wie Fußrastenanlage, Auspuff, Luftfilter, Beleuchtung, Seitenständer, etc. schaut sich der TÜV schon genauer an. Das machen die aber bei jeder HU. Die sind ja nicht doof. Wenn die viel zu laut ist oder eine zurückgelegte Fußrastenanlage hat - das ist doch ein alter Hut. Da kannst Du bei jeder HU die Originalanage montieren, wenn Du kein Gutachetn hast.

Gruß
Ralf

Re: anstehendes Vollgutachten...

Verfasst: Freitag 9. November 2012, 20:19
von Öko
Wichtig ist das der Öltank nach außen öldicht ist und keine scharfen Kanten nach außen hat...der Rest ist Bockwurst.

Re: anstehendes Vollgutachten...

Verfasst: Freitag 9. November 2012, 21:02
von ol5
Wenn dein Mopped bereits in Deutschland zugelassen war, brauchst du kein Vollgutachten mehr sondern einen ganz normalen TÜV!
Das ist schon einige Zeit so. Es gibt jedoch die Möglichkeit bei abgemeldeten Maschinen (glaub mind 7 Jahre, jedoch nicht sicher) diese nach §21 zu TÜVen. Hier hast du den Vorteil so viele Änderungen wie du willst für zwischen 120-150€ zu TÜVen.
Im übrigen, ich gehe immer zur DEKRA, sind billiger als der TÜV und in Berlin dürfen beide nach §21 abnehmen.
In meiner letzten Abnahme hatte ich 13 Eintragungen, einige davon waren Eigenbau (Tank, Fussrasten....) durch die Lange Abmeldung (12 Jahre) hatte ich die Möglichkeit nach §21 Prüfen zu lassen....hat 150,-€ gekostet bei der DEKRA. Der TÜV wollte mir 230,-€ berechnen :buhu:

Re: anstehendes Vollgutachten...

Verfasst: Montag 12. November 2012, 09:51
von Tiger'67
das klingt ja alles recht vielversprechend, danke Jungs...