Ist das `ne gute Idee - oder zum Scheitern verurteilt?
Verfasst: Sonntag 7. Oktober 2012, 00:52
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich meinen schwarzen Twin nach Getrieberevision und (kurzer) Probefahrt monatelang habe stehenlassen. Ich erinnerte mich dunkel, dass die LiMa keine Ladung mehr abgab und es zwischen Primärtrieb und Getriebe fürchterlich heraussuppte.
Heute, endlich, habe ich den geliebten Bastard mal wieder auf die Bühne geschoben - ich konnte die rote G 12 CSR einfach nicht mehr dort sehen. Ein kurzer Probelauf ergab tatsächlich: keine Ladespannung (darum kümmere ich mich später) und massiven Ölaustritt an besagter Stelle. Allerdings Motor-, kein Getriebeöl, und daher eindeutig aus dem Kettenkasten stammend.
Nach kurzem Zögern habe ich den Primärtrieb komplett runtergerissen und die nachfolgend abgebildete, sehr offensichtliche Ursache gefunden:
Warum dieser Spalt dort ist und womit er vor der Demontage verschlossen war, ist mir einigermaßen schleierhaft - ich weiß nur, dass ich dort zuvor keinen Ölaustritt hatte. Nach meinem Kenntnisstand sitzt da eigentlich `ne Filzdichtung o.ä., aber ich habe weder am Sleeve-Gear noch am Primärkettenkasten irgendwas verändert. (Und Teile hatte ich nach dem Zusammenbau auch keine übrig.)
Als Nicht-Ingenieur und Pragmatiker habe ich mir überlegt, das Ganze jetzt einfach mit passenden O-Ringen abzudichten - zwei direkt auf das Sleeve-gear aufgeschoben, einen von innen, dazwischen sitzt der Kettenkasten. Wie das aussehen soll, geht aus den nachfolgenden Bildern hervor: Kann das klappen oder ist das ein Irrweg, zum Scheitern verurteilt?
Der in den Kettenkasten ragende Stummel des Sleeve-gear ist gerade breit genug, dass der O-Ring bequem draufpasst, ohne dass die Kupplung (clutch centre) ihn gegen den Kettenkasten quetscht. Theoretisch könnte er sich also auf dem Sleeve gear mitdrehen, ohne sich wegen Hitze, Druck o.ä. aufzureiben. Dass die Konstruktion nicht 100-%ig öldicht wird, nehme ich in Kauf - ein paar Tropfen stören mich nicht.
Die beiden anderen O-Ringe zwischen Sekundärritzel und Kettenkasten werden sicherlich keine nennenswerte Dichtungsfunktion erfüllen - die betrachte ich eher als Abstandshalter.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass diese Quick-and-dirty-Lösung funktionieren könnte - oder begehe ich mal wieder einen schweren gedanklichen Fehler?
Danke & Gruß, Jan
Heute, endlich, habe ich den geliebten Bastard mal wieder auf die Bühne geschoben - ich konnte die rote G 12 CSR einfach nicht mehr dort sehen. Ein kurzer Probelauf ergab tatsächlich: keine Ladespannung (darum kümmere ich mich später) und massiven Ölaustritt an besagter Stelle. Allerdings Motor-, kein Getriebeöl, und daher eindeutig aus dem Kettenkasten stammend.
Nach kurzem Zögern habe ich den Primärtrieb komplett runtergerissen und die nachfolgend abgebildete, sehr offensichtliche Ursache gefunden:
Warum dieser Spalt dort ist und womit er vor der Demontage verschlossen war, ist mir einigermaßen schleierhaft - ich weiß nur, dass ich dort zuvor keinen Ölaustritt hatte. Nach meinem Kenntnisstand sitzt da eigentlich `ne Filzdichtung o.ä., aber ich habe weder am Sleeve-Gear noch am Primärkettenkasten irgendwas verändert. (Und Teile hatte ich nach dem Zusammenbau auch keine übrig.)
Als Nicht-Ingenieur und Pragmatiker habe ich mir überlegt, das Ganze jetzt einfach mit passenden O-Ringen abzudichten - zwei direkt auf das Sleeve-gear aufgeschoben, einen von innen, dazwischen sitzt der Kettenkasten. Wie das aussehen soll, geht aus den nachfolgenden Bildern hervor: Kann das klappen oder ist das ein Irrweg, zum Scheitern verurteilt?
Der in den Kettenkasten ragende Stummel des Sleeve-gear ist gerade breit genug, dass der O-Ring bequem draufpasst, ohne dass die Kupplung (clutch centre) ihn gegen den Kettenkasten quetscht. Theoretisch könnte er sich also auf dem Sleeve gear mitdrehen, ohne sich wegen Hitze, Druck o.ä. aufzureiben. Dass die Konstruktion nicht 100-%ig öldicht wird, nehme ich in Kauf - ein paar Tropfen stören mich nicht.
Die beiden anderen O-Ringe zwischen Sekundärritzel und Kettenkasten werden sicherlich keine nennenswerte Dichtungsfunktion erfüllen - die betrachte ich eher als Abstandshalter.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass diese Quick-and-dirty-Lösung funktionieren könnte - oder begehe ich mal wieder einen schweren gedanklichen Fehler?
Danke & Gruß, Jan