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Fehlerquelle Stromabnehmer Zündmagnet

Verfasst: Montag 6. August 2012, 11:25
von Ledinger
Hallo!
Möchte Euch kurz eine mögliche Fehlerquelle bei den Zweizylinder-Magnetzündern wie K2F bekanntgeben, auf die man vielleicht nicht gleich kommt.
Hatte bei meiner BSA A10 bei meiner letzten Ausfahrt das Problem, dass sie auf einmal beim stätkeren Beschleunigen zu stottern begann und am nächsten Tag nicht mehr ansprang. Dachte an ein durchgebranntes Einlassventil, da der Kopf noch nicht überholt war. Hatte jetzt den Motor zerlegt, die Zylinder gehont Ventilsitze nachgefräst und neue Ventile verbaut. Motor sprang aber trotzdem nicht an, sondern schoss höchtens ab und zu in den Auspuff, als ob die Kerzenstecker vertauscht wären. Natürlich sämtliche Sachen nachgeprüft aber ohne Erfolg.
Musste ein paarmal darüber schlafen, bis ich auf die Idee kam, dass es nur die neuen Stromabnehmer sein können. Diese hatten innerhalb von nur einigen hundert Kilometern am Schleifring einen so starken Abrieb verursacht, dass beide Kerzen gleichzeitig funkten. War mir nicht gleich aufgefallen, nur kam mir komisch vor, dass die Kerzen bei einmal durchtreten so oft funkten. Schleifring also vom Abrieb befreit und Maschine lief auf den ertsten Kick.
Vielleicht hilft das jemanden weiter, der auch solche Stromabnehmer mit zu weichen Kohlen verbaut hat. Hatte ich vor ca. 3 Jahren gekauft, ob das Problem jetzt noch besteht kann ich leider nicht sagen. Würde mich aber interessieren, ob sonst noch jemand ein solches Problem hatte bzw. ob man die Kohlen alleine in guter Qualität irgenwo bekommen kann.
Schöne Grüße
Ewald

Re: Fehlerquelle Stromabnehmer Zündmagnet

Verfasst: Montag 6. August 2012, 13:03
von jan
Hallo Ewald,

das Problem ist in der Tat bekannt. "Alte Fahrensleute" mit leidvollen Magnet-Erfahrungen haben mich schon oft vor Billig-Pickups gewarnt - das weiche Graphit "schmiert" und setzt den Schleifring zu. Entweder mit den von Dir beschriebenen Folgen oder aber so, dass schlicht gar nichts mehr geht. Testen kann man das wohl höchstens beim Kauf neuer Pickups, indem man mit der Kohle versucht, wie mit einem Bleistift auf einem Papierfetzen o.ä. zu "schreiben" - die weiche Kohle hinterlässt deutliche Spurren, während eine harte (und deswegen besser geeignete) Kohle keine oder nur minimale Spuren hinterlässt.

Generell gelten folgende Empfehlungen:
  • Finger weg von den billigen 3-Pfund-(bzw. 5-Euro-)Pickups, die einem auf den einschlägigen Teilemärkten nachgeworfen werden. Da ist nicht nur das Graphit der Kohle scheiße, sondern auch das Plastik des Gehäuses, das schnell reißt und Kriechströme u.ä. zulässt.
  • Je nach Fahrstrecke mindestens einmal im Jahr die Pickups ziehen und den Schleifring säubern. Ich finde, das geht am besten mit Q-Tips o.ä., die man zuvor mit Bremsenreiniger durchfeuchtet (dazu am besten Kerzen raus und den Motor mit dem Kickstarter durchdrehen, währenddessen das angefeuchtete Wattestäbchen durch die Pickup-Öffnung an den Schleifring drücken). Unglaublich, was da jedes Mal für ein schwarzer Dreck hängenbleibt!
Cheers, Jan

Re: Fehlerquelle Stromabnehmer Zündmagnet

Verfasst: Dienstag 7. August 2012, 18:24
von urowü
Hallo Magnetos,
hatte auch einige Zeit mit den Problem zu kämpfen, bis mir aufgefallen ist, das der Kohlestift von den Boschzündverteilern der oben in der Verteilerkappe sitzt, da super reinpasst.
Die neuen Autos haben sowas leider nicht mehr aber auf dem Schrottplatz oder beim Oldtimermakt gibts die Dinger für kleines Geld.
Ich habe die Stifte seit 6 Jahren drin , Abrieb ist minimal. Wenn mal ein Öltropfen am Zündkabel lang läuft braucht man den Kohlestift nur abwischen
der saugt sich nicht voll und zerbröselt auch nicht.

Immer einen guten Funken wünscht euch UROWÜ