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Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 21:28
von Martin
Herrgott, Jesus und Maria...
Aalso... Damit die Anekdoten nie ausgehen eine Zusammenfassung meines verhexten Schraubertages...

Heute war ich gut drauf. (Schlagermusik an: Ich bin gut drauf und ich schlaf gern lang, mein Spaß fängt erst mit der Panne an.. :Schlagermusik aus)
Also dachte ich: "Hey, heute ist Dein Tag". Ich in die Werkstatt und den Tridenten auf die Hebebühne geschoben.
Heute spielen wir das "Ich ändere meine Übersetzung und denke vorher nicht nach-Spiel"
Also Kettenschutz gelöst, Bremsstange gelöst, Bremsankerstütze gelöst, Auspuff abgeschraubt, Radmuttern gelöst, Kette runter genommen und Rad raus. Oha: Tachoantrieb runter, aber das große schrägverzahnte bleibt auf der Nabe stecken... :shock:
*seufz* Also Tachoantrieb in die Hand genommen und inspiziert. OK. Das kleine Blech mit den vier Nieten...also...die Nieten steckten im Gehäuse, der Rest baumelte loose rum. Kagge! Na ja. Hab ja noch ein paar im Regal, den mach ich später fertig.
Jetzt aber schnell. 47er Kettenblatt runter genommen, welches tu ich drauf? 50? 53? Ok. 53. Fünf 1/4" Bolzen. Drehmomentschlüssel, 7/16AF Aufsatz drauf, 15NM... drei gingen, der vierte... kein Knack...dreh-dreh-dreh... Scheibenundso... Gewinde im Sack. Weder drauf noch runter ging die Mutter. Soll ich nun mit vieren statt fünf Bolzen.. hält bestimmt...ach ne, was soll es?
Bohrmaschine raus, Bolzenkopf angekörnt. 2,5mm - 4mm - 5mm - 6,5mm -raaaatsch... Schraubenkopf hängt am Bohrer, Bohrer will abrutschen, Martin hält dagegen, Blut, Macke im Arm #-o NA ja, zumindest die verflixte Schraube raus.
Neue rein, "neuen" Tachoantrieb (gereinigt und gefettet) drauf und Rad wieder dorthin wo es hin gehört.
Kette drauf...ach ja...Kette... ](*,) Die ist ja jetzt ZU KURZ #-o #-o Na ja. Hatte ich nicht dran gedacht. Also schnell im Motorradzentrum anrufen..."Nein, nicht da, wenn ich bestelle ist sie Freitag hier...." Louis? Haben nur Kettensätze. Polo? Nööö...
*Seufz* Thomas angerufen: Nicht da, auf dem Weg nach Peru. Wusel: Keine Kette. Christine? Nix...
*seufz* OK, Hein Gericke in Osnabrück: "Ja, auf Lager. RK 530, 110 Glieder"
Zack die Bohne hin, zurück, Kette kürzen, Kette drauf, alles fest schrauben, los. Erst alles prima, mit einem Male KLONG-KLONG-KLONG...
Hallo? Schlägt das Kettle am Kettenschutz... Aber nicht wenn man einfach am Rädchen dreht,nein, erst wenn Schwung drauf ist.
*seufz* (wieder mal) Dengel Dengel-bieg-drück... Geht doch.
Voilá: Ein völlig neues Fahrgefühl. Die Trident hängt gierig am Gas, Durchzug auch im fünften Gang. Und VIEL SCHNELLER bei niedrigerer Drehzahl als vorher... Klar, hab ja auch kürzer übersetzt...äh ja...kürzer und so... Aber wieso fahre ich dann 110 mph bei 5000U/min... Und warum fängt mit einem Male der Tacho an zu schlagen bis 90? Und warum steht das Motorrad und der Tacho zeigt trotzdem 30... :-k

Ne, heute hab ich keine Lust mehr. Den Tacho wechsel ich morgen, und dann weiß ich vielleicht auch, wie schnell ich bei 5000 wirklich bin.
Jetzt gibt´s Barre. Prost!

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 21:42
von Tim
Martin hat geschrieben:Jetzt gibt´s Barre. Prost!
Also, ich würd mir an Deiner Stelle eher ein Bier genehmigen! :mrgreen:


Tim

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 21:52
von Alexander
Hää , die RK530 .
Wie oft willst du die denn Nachspannen ?
Ich schätze mal , alle 500 - 600 Km .
Gibt doch echt gute alternativen .
Zb. Die Tsubaki Delta hat mich total überzeugt .
Kein Nachspannen seit ca. 3000Km !!!!
Alexander

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 21:52
von Martin
Atlas750 hat geschrieben:
Martin hat geschrieben:Jetzt gibt´s Barre. Prost!
Also, ich würd mir an Deiner Stelle eher ein Bier genehmigen! :mrgreen:


Tim
Doofkopp :!:

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 21:53
von Martin
Alexander hat geschrieben:Hää , die RK530 .
Wie oft willst du die denn Nachspannen ?
Ich schätze mal , alle 500 - 600 Km .
Gibt doch echt gute alternativen .
Zb. Die Tsubaki Delta hat mich total überzeugt .
Kein Nachspannen seit ca. 3000Km !!!!
Alexander
Ja Ja... Ist ja schon gut. Musste halt nehmen was ich bekommen konnte. :nixweiss:
Die nächste Kette wird eine. Versprochen :wink:

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 22:00
von Alexander
Übrigens , die Tsubaki Deltaline hat der Waldo hier mal bekannt gemacht .
Sein wohl bester Tip hier ! :D
Alexander

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 22:37
von Uli
Prost.
JAA, die Barre-Trinker.
Stundenlang in der Sauna mit Übersetzungsrechnern rumspielen, aber vor lauter Aktionismus nicht dran denken, dass Kettenradzähne auch von Kettengliedern umschmeichelt werden wollen... :mrgreen:

Mein Tag war Montag.

Wer mir verraten kann, warum die LiMa nicht mehr lädt, wenn man die Vergaser-Schwimmerkammern neu abgedichtet hat, darf bei Martins Kuchelbauer-Kasten mittrinken....

Ach ja, Tommy, schau dir bei deinen Vergasern die Gewinde der Schwimmerkammer-Schräublein GENAU an...
Gibts eigentlich Helicoil in BA-Größen? :gruebel:
Gewindeschneiden bei eingebauten Gasern geht, aber ist ´ne Shice-Aktion. :boese:

Ich halt mich heut an Weißwein, Scheurebe aus dem Rheingau.

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 22:41
von Martin
Uli hat geschrieben:
Wer mir verraten kann, warum die LiMa nicht mehr lädt, wenn man die Vergaser-Schwimmerkammern neu abgedichtet hat, darf bei Martins Kuchelbauer-Kasten mittrinken....
He He... Wann lieferst Du denn endlich? :motz:
Gibts eigentlich Helicoil in BA-Größen? :gruebel:

http://www.baercoil.com/de/abmessungen_ba.html

und sooo günstig ;-)

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 22:45
von Uli
Martin hat geschrieben:He He... Wann lieferst Du denn endlich? :motz:
Warte, warte nur ein Weilchen...
Mist. Jetzt hab ich keine Ausrede mehr für ein metrisches Gewinde... ;-D


...Obwohl...
(Copyright: Dr. Wu)

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 22:53
von Ludwig
Martin hat geschrieben:
Uli hat geschrieben:
Wer mir verraten kann, warum die LiMa nicht mehr lädt, wenn man die Vergaser-Schwimmerkammern neu abgedichtet hat, darf bei Martins Kuchelbauer-Kasten mittrinken....
He He... Wann lieferst Du denn endlich? :motz:
Gibts eigentlich Helicoil in BA-Größen? :gruebel:

http://www.baercoil.com/de/abmessungen_ba.html

und sooo günstig ;-)
Habe 2BA in kleineren Mengen über Ebay bekommen:
http://www.ebay.de/itm/310123578708?ssP ... 1438.l2649
Grüße L.

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Mittwoch 25. Juli 2012, 22:54
von Martin
Ludwig hat geschrieben: Habe 2BA in kleineren Mengen über Ebay bekommen:
http://www.ebay.de/itm/310123578708?ssP ... 1438.l2649
Grüße L.
Durchaus interessant! Aber man benötigt doch auch den Oversize Gewindebohrer...? :-k

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Donnerstag 26. Juli 2012, 08:53
von elvis
Hehe, schöne Geschichte.....
Es gibt Tage, da wird man auf harte Proben gestellt.

Man könnt auch sagen, mit einem Reisbrenner wär dir das soooo nicht passiert 8)

Elvis

AW: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Donnerstag 26. Juli 2012, 09:57
von Martin
So. Zum Tachoproblem.
Ist mir gestern nicht aufgefallen. Aber heute. Der Vierkant der Tachowelle geht nicht weit genug in die Tachoschnecke. Also drückt sue oben am Tacho die Mimik. Nicht gut mit einem dünnen Schraubenzieher kontrolliert ist wohl genug Tiefe da im Antrieb. Da wi sich die Welle (Vierkant) verjüngt geht es, dann ist Schluss. Wird wohl der Mitnehmer verbogen sein. Gleuch probiere ich mal den Vierkant weiter rein zu bringen.
Als die Welle aus dem Tacho kam, ging er auch wieder auf Null.

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Donnerstag 26. Juli 2012, 10:17
von jan
Martin hat geschrieben:Herrgott, Jesus und Maria...
Aalso... Damit die Anekdoten nie ausgehen eine Zusammenfassung meines verhexten Schraubertages...

(...)

Ne, heute hab ich keine Lust mehr. (...) Jetzt gibt´s Barre. Prost!
Das nennst Du einen verhexten Schraubertag?!?!?!

Ich wäre froh, wenn´s bei mir in der Werkstatt häufiger so glatt laufen würde... #-o

Re: Warum fasst man eigentlich sein Werkzeug an?

Verfasst: Donnerstag 26. Juli 2012, 10:29
von Gerd
Martin sagte:
Ja Ja... Ist ja schon gut. Musste halt nehmen was ich bekommen konnte. :nixweiss:
Immer oder meistens?
Ich dachte so'ne Kette muss immer bis fast auf die Strasse durchhängen.
(Aber erst seit ich Deine gesehen hatte) :mrgreen: