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Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Dienstag 25. Oktober 2011, 23:04
von uwmich
Bei meiner Norton ist eine 4 Ah-Bleigel-Batterie verbaut. Die Maschine hatte 3 Jahre im Verkaufsraum gestanden und die Batterie war wohl ab und zu tiefentladen. Wenn ich sie auflade meckert mein elektronisches Ladegerät nicht, was es bei defekten Akkus sonst durchaus macht. Aber wenn ich mit der voll geladenen Batterie mit Licht in die Stadt fahre, ist sie nach einer halben Stunde tot. Beim Blinken stirbt der Motor ab. Die Lima (120W) lädt, wenn ich das Licht ausschalte, ist alles wieder gut. Ist das normal? Oder ist der Akku im Eimer? Die Norton hat übrigens eine elektronische Zündung.

Gruß Uwe

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Dienstag 25. Oktober 2011, 23:08
von Martin
uwmich hat geschrieben:Bei meiner Norton ist eine 4 Ah-Bleigel-Batterie verbaut. Die Maschine hatte 3 Jahre im Verkaufsroom gestanden und die Batterie war wohl ab und zu tiefentladen. Wenn ich sie auflade meckert mein elektronisches Ladegerät nicht, was es bei defekten Akkus sonst durchaus macht. Aber wenn ich mit der voll geladenen Batterie mit Licht in die Stadt fahre, ist sie nach einer halben Stunde tot. Beim Blinken stirbt der Motor ab. Die Lima (120W) lädt, wenn ich das Licht ausschalte, ist alles wieder gut. Ist das normal? Oder ist der Akku im Eimer? Die Norton hat übrigens eine elektronische Zündung.

Gruß Uwe
Die Batterie würd ich mal tauschen. Aber auch der Ladestrom ist mit der 120W LiMa nicht so pralle bei den Niedertourern in der Stadt.
Hier macht eine elektronische Reglung Sinn, besser eine größere LiMa.180 Watt oder 220 Watt sind im Angebot.
Ist in meinen Augen gut investiert.
Die Boyer benötigt eine relativ hohe Mindest-Bordspannung. Schwache Baterie + Dauerlicht + Stadtverkehr = nixgut!

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 07:20
von Öko
Schau dir mal die Ladespannung beim fahren an...die wird bis 2000 Umdrehungen die 12,5 Volt kaum übersteigen.
Wenn dazu noch die Kapaziität des Accus im Keller ist...von wo soll da Energie herkommen?
Bei solcher Standzeit mit Befüllung hätte ich den Akku erst gar nicht gekauft, da können die Verkäufer das goldene vom Himmel erzählen, was für ein prima Accu das ist. Einfache Pysik erklärt, das das mit heutiger Technologie schwer machbar ist.
Ich fahre mit ner 5Ah Standart Yuasa...die jetzt drei Jahre drin ist....im Stand geht die Ladespannung zum Teil um 11V mit diversen Zündaussetzern nach zwei bis drei Wochen Standzeit dazwischen.
Wenn die Kiste fünf Minuten gelaufen ist fällt die Leerlaufspannung nicht unter 12,3V.

Müder oder leerer Accu zieht die Betriebs/Ladespannung in den Keller und kann den Regler und deren Leitungen durch verhältnismäßig hohen Strom zum Accu abschießen. Abgebrannte Regler/Kabel sowie gesprengte Batterien sind dann die Steigerung dessen.

Durchmessen und nen neuen nicht zu kleinen Accu rein.
Ps. Bleigelaccu brauchen dazu noch eine Ladespannungsbegrenzug...ab 14,4V kann es sehr kritisch für den Typ werden....den Strom begrenzt der Accu von allein.

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 08:37
von elvis
Mein alter Accu war auch tot. Ladegerät meckerte nicht, zeigte voll an.
Doch das Licht sah aus wie ne 10W Wolframbirne aus dem 1WK.
Gemessen, und keine 11,5V lagen mehr an.
Ein defekter Accu bricht zusammen sobald man im Leistung abverlangt. Oft kommt man da gar nicht drauf.

Also eine neue gekauft (14 AH Blei-Säure Batterie) für günstige 35.-
Gefüllt, geladen und nun ist alles wieder gut.
Wusste nicht ob die 14 AH zu viel sind (schwer ist se jedenfalls), habe auch im Forum keine Hinweise gefunden ob eine kleinere auch ausreichend wäre.

Ein Freund meinte lieber eine Gel Batterie zu wählen, wg. zuviel schütteln, überkochen, auslaufen etc.
Naja, die kostet in der Größe schon mal das doppelte.

Elvis

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 09:13
von Martin
Öko hat geschrieben: Wenn die Kiste fünf Minuten gelaufen ist fällt die Leerlaufspannung nicht unter 12,3V.

Müder oder leerer Accu zieht die Betriebs/Ladespannung in den Keller und kann den Regler und deren Leitungen durch verhältnismäßig hohen Strom zum Accu abschießen. Abgebrannte Regler/Kabel sowie gesprengte Batterien sind dann die Steigerung dessen.
Bitte bedenke, dass es nicht wirklich vergleichbar ist, da Du eine 650er Triumph hast. Die dreht bei gleichen Geschwindigkeiten auch immer etwas höher als die Commando, die ja schon mal mehr Hubraum hat.
Mit ner 500er Tri, die ein Kurzhuber ist, gibt es diese Probleme mit der kleinen LiMa nicht so häufig.
Trotzdem rate ich immer zur Dreiphasen LiMa für heutige Verhältnisse. Damals hatte man die Kontaktzündung und machte das Licht an, wenn es dunkel wird. Dazu blinkte waren auch Blinker global gesehen eher die Ausnahme.
Heute fährst Du mit Licht, womöglich H4 den ganzen Tag. Da gibt es keine wirkliche Speicherung mehr mit 120W, sondern konstanten Verbrauch....
Gruß, Martin

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 09:27
von pug
Martin hat geschrieben:
Öko hat geschrieben: Wenn die Kiste fünf Minuten gelaufen ist fällt die Leerlaufspannung nicht unter 12,3V.

Müder oder leerer Accu zieht die Betriebs/Ladespannung in den Keller und kann den Regler und deren Leitungen durch verhältnismäßig hohen Strom zum Accu abschießen. Abgebrannte Regler/Kabel sowie gesprengte Batterien sind dann die Steigerung dessen.
Bitte bedenke, dass es nicht wirklich vergleichbar ist, da Du eine 650er Triumph hast. Die dreht bei gleichen Geschwindigkeiten auch immer etwas höher als die Commando, die ja schon mal mehr Hubraum hat.
Mit ner 500er Tri, die ein Kurzhuber ist, gibt es diese Probleme mit der kleinen LiMa nicht so häufig.
Trotzdem rate ich immer zur Dreiphasen LiMa für heutige Verhältnisse. Damals hatte man die Kontaktzündung und machte das Licht an, wenn es dunkel wird. Dazu blinkte waren auch Blinker global gesehen eher die Ausnahme.
Heute fährst Du mit Licht, womöglich H4 den ganzen Tag. Da gibt es keine wirkliche Speicherung mehr mit 120W, sondern konstanten Verbrauch....
Gruß, Martin
...deswegen schalte ich in der Stadt nicht immer das Licht an. Bzw. an den Ampeln ofters mal aus.
Gerade wenn es kalt ist und das Motorrad vielleicht etwas länger stand und dann gleich im Stadtverkehr bewegt wird bekommt man zum Teil Probleme.
Bei mir äußert sich das dann so: 1-2 Km im Stadtverkehr geschwommen, Dann an die Ampel. Das Amperemeter steht bei ~1100rpm schön im Minus. Dann nach 1 Minute rot springt die ampel auf Grün und der Motor ist beim Gasgeben vor dem Gangeinlegen aus :(
Ich nehme an, dass der Funken zu schwach werden?!
Jedenfalls passiert das nicht, wenn das Licht aus ist und das A-Meter damit auch an der Ampel leicht im Plus ist.

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 10:43
von elvis
Schließt ihr eure Batterie in der Gagare nicht an einen "Akkujogger"?

Mann könnte an der Ampel auch den "Heinz" machen und die Maschine nicht unter 2.000 U/min laufen lassen :pfeiffen:

Elvis

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 13:03
von Tim
elvis hat geschrieben:Schließt ihr eure Batterie in der Gagare nicht an einen "Akkujogger"?
Nö, wozu, die 1.2Ah-Batterieattrappe in der Atlas hat die LiMa außerorts ruckzuck wieder voll - innerorts braucht's aber auch nur ein paar Minuten, um die Boyer zu ärgern. Ich käm allerdings auch nie auf die Idee, mit der Kiste länger als unbedingt notwendig in der Stadt rumzugondeln, das ist nicht artgerechte Haltung.


Tim

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 13:53
von pug
Atlas750 hat geschrieben:
elvis hat geschrieben:Schließt ihr eure Batterie in der Gagare nicht an einen "Akkujogger"?
Nö, wozu, die 1.2Ah-Batterieattrappe in der Atlas hat die LiMa außerorts ruckzuck wieder voll - innerorts braucht's aber auch nur ein paar Minuten, um die Boyer zu ärgern. Ich käm allerdings auch nie auf die Idee, mit der Kiste länger als unbedingt notwendig in der Stadt rumzugondeln, das ist nicht artgerechte Haltung.


Tim
Naja - oft bin ich damit nicht in der Stadt - aber Spass macht's dort auch!
Vor allem dem kleinen Mann(Sohn) hinten drauf....

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 13:59
von elvis
Stadt ist generell Sheyze.
Außer früh Morgends oder spät Abends, wenn leer ist.

Mit der Mopette musst du um dein Leben bangen weil dich jeder übersehen will, und die Kisten ruckeln, zuckeln sich so von einem Meter auf den anderen. Und willst du mal ab durch die Mitte droht wieder Ärger und man ist kurz davor Beulen in Türen zu treten.... :pfeiffen:

Wohl dem, der auf dem Land wohnt \:D/

Die Atlas hat also so kleine Batterien?
Doch dann mit 6V oder?

Wie messe ich bei ner Mopette den Strombedarf?
An der Lima?

Elvis

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 14:07
von Tim
elvis hat geschrieben:Die Atlas hat also so kleine Batterien?
Meine Atlas hat, was okinaal war, weiss ich gar nicht, ist ja ein Kaffeeraser mit "geringfügigen Modifikationen [tm]".
Wie messe ich bei ner Mopette den Strombedarf?
Ampermeter zwischen Batterie und Rest vom Kabelbaum.


Tim

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 14:51
von uwmich
Ich werde mir dann mal ne neue Batterie eine Nummer größer gönnen, aber erst im Frühjahr. Sie wird jetzt sowieso abgemeldet, sobald das erste Salz auf den Straßen ist.

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 19:19
von Öko
Martin hat geschrieben:
Öko hat geschrieben: Wenn die Kiste fünf Minuten gelaufen ist fällt die Leerlaufspannung nicht unter 12,3V.

Müder oder leerer Accu zieht die Betriebs/Ladespannung in den Keller und kann den Regler und deren Leitungen durch verhältnismäßig hohen Strom zum Accu abschießen. Abgebrannte Regler/Kabel sowie gesprengte Batterien sind dann die Steigerung dessen.
Bitte bedenke, dass es nicht wirklich vergleichbar ist, da Du eine 650er Triumph hast. Die dreht bei gleichen Geschwindigkeiten auch immer etwas höher als die Commando, die ja schon mal mehr Hubraum hat.
Mit ner 500er Tri, die ein Kurzhuber ist, gibt es diese Probleme mit der kleinen LiMa nicht so häufig.
Trotzdem rate ich immer zur Dreiphasen LiMa für heutige Verhältnisse. Damals hatte man die Kontaktzündung und machte das Licht an, wenn es dunkel wird. Dazu blinkte waren auch Blinker global gesehen eher die Ausnahme.
Heute fährst Du mit Licht, womöglich H4 den ganzen Tag. Da gibt es keine wirkliche Speicherung mehr mit 120W, sondern konstanten Verbrauch....
Gruß, Martin
Wie geschrieben, tritt nur kurzzeitig nach ner Standzeit ab zwei bis drei Wochen auf. Ladespannung kann ich super am Chronograf auf´s Zehntel Volt ablesen. Es ist bei der Bonnie die Zweiphasen 120W Lima verbaut, die auch bei Verwendung einer H4, elektronischer Boyer, elektronischen Tacho, Stand/Rück sowie Kennzeichenbeleuchtung völlig ausreicht und zum Regler noch ne Z-Diode braucht um die Ladespannung zwischen 14 und 14,4V nach längerer Strecke zu begrenzen.
Blinker habe ich komplett entfernt...wegen der Gewichts(Sicht)erleichterung am Lenker. ;-D
Meine Tiger hat die Dreiphasen 180W Lima verbaut

Man bedenke, geringe Bordspannung, kleinere Zündfunken, sich zunehmend verrußende Kerzen, weniger zündwilliges Gemisch im Leerlauf...irgendwann mag der Motor nicht mehr.

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 21:32
von uwmich
Was muss ich für eine Aufrüstung alles haben und quanta kosta? Stator und Regler oder noch mehr (Rotor?).

Gruß Uwe

Re: Batterie zu klein oder defekt??

Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2011, 21:34
von Martin
uwmich hat geschrieben:Was muss ich für eine Aufrüstung alles haben und quanta kosta? Stator und Regler oder noch mehr (Rotor?).

Gruß Uwe
Stator und Regler. Si!
Kosten..? Google mal.