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Zündkondensator?
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:28
von Beitrag aus altem Forum
01 Jun. 2005 15:47
Hallo Zusammen, hab da ein Problem... bitte helft mir.
Ich fahr mit der "Badewanne" -Triumph-, Batterie Zünd. Bj. 6‘2 (6T Motor) so ca. ne halbe bis dreiviertel Std. dann setzt ein seltsamer Drehzahlbegrenzer ein, d.h. kann die Gänge nicht mehr ausfahren (Zündaussetzer ab 4000 Revs) nach einer weiteren halben Std. geht die kleine einfach aus. Eine gute viertel Std. warten und sie springt tadellos wieder an.
Dann wieder 2o min. fahren und geht wieder aus... springt aber nach gleicher Pause wieder an... kanns am Kondensator liegen???
Wenn ja wo sitzt der und wie tausch ich den?
Andere Tipps, Fehlermöglichkeiten?
MfG
Björn
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:28
von Beitrag aus altem Forum
Hallo Björn!
Sag mal ein paar Details.
Du redest vom Kondensator für die Kontaktzündung, nicht über den, der als "ET" Zündung seltener verbaut wurde, nehme ich an. Also die Kondensatoren sind Pfennigartikel, die würd ich im Zweifel erstmal tauschen. Aber das hört sich wieder mal komisch an...
Es kann an den Zündspulen liegen, die überhitzen und dann nicht mehr funktionieren. Nach abkühlung gehen sie wieder. Also wenn Du neue Zündspulen hast bzw. Dir welche ausborgen kannst, dann probier das.
Dann noch ine Frage: Was für eine Batterie fährst Du? Wenn Du eine Gelbatterei bzw. Trockenbatterie fährst kann es an der liegen.
Gruß, Martin
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:28
von Beitrag aus altem Forum
Eine neue Zündspule ist eingebaut.
Batterie ist ein Handelsübliche Säure Batterie.
(Allerdings ist mir bei der aufgefallen das sie oben an den Schraubdeckeln ein wenig genäßt hat...??? -hängt das evtl. damit zusammen das die LiMa grad neu magnetisiert wurde und nun zuviel Leistung liefert... bin ohne Licht gefahren... -vor der Magnetisierung war die Batterie bei Lichtfahrten schnell leer und somit die kleine immer ausgegangen. Muß ich nun peinlich darauf achten immer mit Verbrauchern "AN" zufahren?
Ich werd‘ nun erstmal den Kondensator tauschen und weiter hoffen das es das war.
Wo in Hamburg kann ich denn solche Ersatzteile am besten kaufen? (habt ihr da ne gute Adresse?)
schonmal Danke für die Antwort,
bis denne
Björn
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:28
von Beitrag aus altem Forum
Moin Björn,
Elektrik is echt ekelig...
ich schließe mich aber im Grundsatz Martin an. Nach meinen Erfahrungen gehen Kondensatoren oder nicht. Wenn sie sich abmelden, dann geht das meist sehr schnell. Soll heißen, erst gibt´s kurz Husten - soll heißen Zündaussetzer - und dann Ende der Fahrt, weil der Konderser durchgeschmurgelt ist und ´nen Kurzschluss verursacht hat. Angeblich soll man auch noch mit ´nem schadhaften Kondensator rumgurken können - was dann abgebrannte Kontakte und neckisches Kontaktfeuer verursacht - ich hab das aber nie hingekriegt, entweder geht´s gewöhnlich oder eben nicht.
An Kondensatoren kannst Du im Prinzip so gut wie alles verbauen, was es auf dem Markt gibt, wenn Du nicht grade sowas wie ´nen 4 CA-Unterbrecher hast, bei dem die Kontaktfeder auf den Kondensator geschraubt wird. Von Bosch gibt´s z.B.´nen niedlichen mit kleiner Befestigungsschelle, da solltest Du einfach ´mal bei ´nem zuverlässigen Autoteilehändler in ´nen entsprechenden Katalog gucken. Ich hab´ne Zeit lang einen von ´ner Ente verbaut. Das Ding hat super funktioniert und hielt ewig. Ansonsten, wie gesagt, schließ ich mich Martin an. Was Du da beschreibst, das klingt wirklich mehr nach ´ner abgängigen Zündspule. Du kannst nächstens, wenn Du ´mal wieder stehen geblieben bist, ja ´mal checken, wie heiss Deine Zündspule geworden ist. Wenn Sie kurz vor´m durchglühen ist, dann liegt´s an ihr. Wenn Du ´ne neue brauchst und nicht unbedingt ´nen Vermögen ausgeben willst, dann kannst Du auch 6V-Spulen von den 2T-MZ´s nehmen. Die gab´s bis vor kurzem neu für ´nen sehr schmalen Kurs.
Andererseits kann´s aber auch an Deiner Lima liegen. Hat der Stromkreislauf irgendwas, das als Stromhöhenregler dient? Wenn nicht, dann kann´s nämlich auch passieren, dass der Saft ohne Verbraucher in astronomische Höhen steigt und Husten produziert, gewöhnlich verkocht dabei dann auch noch die Bakterie und sudelt alles mit Säure voll. Eigentlich sollte sowas aber nicht passieren, wenn alles richtig angeklemmt ist, weil bei den alten Kisten durch den Lichtschalter die Saftabnahme geregelt wird ... aber who knows... Ich kenn´ diesen Effekt von meiner Mopete mit 6V-Lima auf der Kurbelwelle und ´ner Überbrückungsschaltung, mit der man noch bei leerer Batterie starten kann. Wenn man dann in dieser Schlüsselstellung richtig Späne macht, dann ist der Traum gewöhnlich auch irgendwann mit kochenden Elektrikbauteilen vorbei, gewöhnlich verabschiedet sich dann als erstes bei der Möhre der Gleichrichter...evtl. Z-Schloß falsch angeschlossen? Wenn nicht anders frag´doch einfach nochmal meinen Namensvetter?! Ansonsten viel Erfolg und ... hoffentlich sehen wir Dich mit der Kiste bald auch ´mal auf ´nem Treffen???!!!
Viele Grüße
Volker
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:29
von Beitrag aus altem Forum
Moin und erstmal vielen Dank Volker für die Umfangreiche Antwort...
hat mir ja nicht richtig Mut gemacht *g*
aber mal sehen wird schon werden, ich meld mich wieder wenns was neues gibt.
kann mir jemand vom Forum hier die Firma S&S in Hamburg in der Lutherot Straße empfehlen? (als Teilehändler und "gute" Ratschlägegeber)
da war ich vorhin die haben aber erst Nachmittags auf... :-/
MfG
Björn
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:29
von Beitrag aus altem Forum
S&S kenne ich als äußerst gut sortierten und hilfsbereiten Händler. Sehr zu empfehlen,
Gruß, Murphy
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:29
von Beitrag aus altem Forum
Hi,
Deine Beschreibung ist doch ganz klassisch die leer werdende Batterie.Erst die hohen Drehzahlen wegen der raschen Zündfolge, dann ganz aus.Nach Erholung der Batterie Weiterfahrt
möglich.Für mich eindeutig die Batterie.
Also prüfen ob die Lima richtig lädt und der Gleichrichter gleichrichtet, der Saft also an der Batterie ankommt.
Einen Kondensator hab ich in 25 Jahren Bonny fahren nie getauscht.Batterien und Gleichrichter öfter
Die Zenerdiode im Luftfilterkasten bzw. unter der Lampe, je nach Bj. kann durch einen Defekt die Batterie leerziehen.
Grüße,
Jürgen (Elektrik is einfach....wenn man Elektriker ist)
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:30
von Beitrag aus altem Forum
OOOOHHH WIE SCHÖÖÖN !!! EINE NEUE MÖGLICHE FEHLERURSACHE!
... hört sich ja auch plausiebel an... Das dumme an der Sache ist nur.
1:Die Batterie ist NEU, (kein halbes Jahr)
2:Die Lima wurde auf Leistung und ähnliches, geprüft, neu magnetisiert und ihr schleifen behoben. Das alles allerdings nicht von mir sondern von einem der vorgibt Ahnung davon zuhaben.
Nun hab ich diesen öddeligen Kondesator schon in der Tasche und bin morgen abend frühestens bei der kleinen Lady (sie steht in der nähe von Ebstorf/Uelzen und ich bin in Hamburg und muß immer hin und her) und werde ihn dann tauschen. (hoffe ich)
Wo dieser Gleichrichter sitzt, geschweige denn ob er auch gleichrichtet und wie er aussieht weiß noch gar nicht.
Das nächste Problem ist, beim nächsten Termin wo ich sie weiter "behandeln" kann, z.B. den defekten Gleichrichter tauschen könnte, ist bereits das Wochenende an dem ich mit Ihr die ADAC-Niedersachsen-Motorrad-Classic 2005 (17.6-19.6.05) bestreiten wollte.
(PANIK)
Also... nächste Woche wieder Herrn W. Jaschinski beglücken/besuchen, Gleichrichter und Bat. mitnehmen, am Fr. den17ten alles reinfriemeln, nach Unterlüß zuckeln und hoffen das das das jetzt auch war.
Hoffe auf viele gedrückte Daumen und Unterstützung *zwinker*
in diesem Sinne: die Hoffnung stirbt zuletzt
Björn
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:30
von Beitrag aus altem Forum
Moin moin,
ich nochmal...
Jürgen, kannst Du Dir evtl. vorstellen, dass es auch ´mal Motorräder mit 6Volt und ohne Zenerdiode gegeben hat? ... und dass diese Motorräder ´ne völlig andere Elektrik als Deine 1977/´78er Bonnie hatten? Björns 6T hat mit unseren Kisten aus den siebzigern noch nicht so sehr viel zu tun...
Ansonsten saß der Gleichrichter als wildes Plattenkonstrukt (lauter kleine Blechplatten sind ca 3cm hochgetürmt, vier Kabelanschlüsse, zwei Kabel am einen Anschluss waren gewöhnlich rot- + Masse -) mit einer Schraube zusammengeschraubt auf ´m hinteren Schutzblech festpappt. Moderne Gleichrichter sind ca 10mm hohe und ca 35mm breite Metall-/Vergusswürfel mit vier Kabelanschlüssen für die alten Lichtanlagen. Es gibt diese Silizium-Brückengleichrichter für sehr schmales Geld im Elektronik-Fachhandel z.B. bei Conrad, Björn. Du solltest nur drauf achten, wenn Du einen kaufst, dass er für vermeindlich sehr hohe Dauerströme ausgelegt ist, das mindeste sollten 17Amp sein, besser ist was um die 25 Amp (OHNE Kühlblech)in Verbindung mit ´ner fliegenden Sicherung um 17Amp´s. Wenn Deine Elektrik dann ´mal wieder richtig Saft abdrückt (Birne schmurgelt durch o.ä.), dann knallt Dir die Sicherung und nicht der Gleichrichter durch, das ist sehr hilfreich ... besonders nachts im Dunkeln... Ansonsten denk´nochmal an die Z-Spulen (korrekt angeschlossen?)Mir klingt das nach wie vor nach den Spulen? Messgerät zur Hand? Mal Innenwiderstände messen? Sollten beide weitestgehend gleich sein ... Wo kommt wieviel Saft von was an?
Alles Gute und viel Erfolg
Yours
Volker
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:30
von Beitrag aus altem Forum
Moin nochmal, es war scheinbar wirklich die Z.Spule, die hat sich gelockert und gegen Masse gerüttelt (denke ich) Ich hab auf jedenfall den Konens. getauscht und Probefahrt gemacht ...hab natürlich n Regenguss ab bekommen :-/) aber sie lief recht ordentlich. Zwar noch mit den dubiosen Zündaussetzern, aber ich denke das hab ich mit der wieder festgeschraubten Z.Spule wieer im Griff.
Also nochmals vielen Dank an alle die sich Gedanken zu meinen, meißt selbstgebauten, Problemen gemacht haben!
hoffe man sieht sich mal.
Björn
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:31
von Beitrag aus altem Forum
@ Volker: Ja,das kann ich mir vorstellen,da ich seit 26 Jahren Bonnies fahre.Den von dir beschriebenen Gleichrichter findet man auch in Bonnies Bj. 77 auch wenn du dir das evtl. nicht vorstellen kannst.
Grüsse,
Jürgen
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:31
von Beitrag aus altem Forum
Hallo Björn,
möchte auch noch 1 bisschen Senf dazugeben.
a) Zündung
Scheinbar hat sich ja der Kondensator als Übeltäter rausgestellt. Der Problemschilderung nach war das auch die wahrscheinlichste Schadenursache, Zündaussetzer bis hin zum totalen Stillstand bei Erreichen der (hohen) Betriebstemperatur sind ein geradezu klassisches Kondensatorphänomen.
2.) Elektrik allgemein
Widme Dein Augenmerk noch mal Deiner LiMa nebst Peripherie! Was macht denn Dein Regler? Wenn man alle Verbraucher einschalten muss, um die Spannung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, ist das mit Sicherheit nur der fünftbeste Weg. Die Spannung einer gut geladenen, neuwertigen Batterie sollte bei stehendem Motor nicht höher als 13,2 - 13,5 Volt liegen (auch 12,8 V gehen noch in Ordnung), der Ladestrom bei laufendem Motor nicht höher als max. 14,4 Volt (für 6-Volt-Anlagen kannst Du die genannten Werte halbieren). Anderenfalls himmelst Du in schöner Regelmäßigkeit Deine Batterie und strapazierst Dein Bordnetz (von der überlaufenden Säure und der einher gehenden Sauerei mal ganz abgesehen). Merke: eine überholte LiMa bewahrt einen nicht vor einem defekten Regler! Und noch ärgerlicher wird´s dann, wenn sich die schöne-teure-neue LiMa aufgrund permanent zu hoher Spannung wieder auslötet oder durchbrennt. Also - Regler checken - hopp hopp!
Allerdings wirkt sich zu hohe Bordnetzspannung nicht unmittelbar auf Deinen Zündstrom aus, da die Zündspulen ja mit zweierlei (Primär- und Sekundär-)Strömen arbeiten; aus dieser Ecke dürften Deine Probleme also nicht gekommen sein. Auf Dauer können die Spulen aber natürlich eine zu hohe Spannung genausowenig ab wie alle anderen Verbraucher auch.
Ich glaube übrigens auch nicht, dass die gelockerten Zündspulen in Verbindung mit unzulässigem Massekontakt zu Deinen Zündaussetzern geführt haben - unwahrscheinlich, da müssten schon Klemme 1 und Klemme 15 und überhaupt alles gleichzeitig Massekontakt gehabt haben... Investiere lieber noch drei-Mark-fuffzich und wechsle auch die Spulen noch aus, dann bist Du auf Nummer Sicher.
Best wishes von einem vielfach Zündungsgeschädigten (scheißegal, ob Magnet oder Spule... ), viel Erfolg und Gruß - Jan
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:31
von Beitrag aus altem Forum
moin moin... SIE HAT DAS WOCHENENDE DURCHGEHALTEN ! sie lief tadellos. Haben zwar kein Blumenpott errungen, aber egal, war sowieso eher eine für meine Begriffe fragwürdige Veranstaltung. Lag wohl am Veranstalter und deren Kliente.
Ihr habt mir wirklich viel geholfen, Danke
Der Geschichte mit dem Regler müßt ich wohl trotzdem noch mal auf den Grund gehen OK, wird gemacht,
aber sonst bin ich erstmal glücklich und werd so weiter machen (I try to)
Ihr hört von mir,
MfG
Björn
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 00:31
von Beitrag aus altem Forum
Moin, ich nochmal,
das Baujahr von Björns 6T hat noch 6 Volt und einen Gleichrichter, der in der Tat so wie an den Triumphs aus den siebzigern aussieht, aber original KEINEN REGLER !!!Geht nich? Gibt´s nich!!! Geht doch, indem über den Lichtschalter abnehmerbezogen je nach Verbraucher zwei Lichtmaschinenspulenweise Saft von der Lima abgefordert wird... Wenn die Lima jetzt neu gewickelt worden ist oder was auch immer und jemand ´n bißchen zu großzügig mit ´m Draht war, dann kann es durchaus passieren, dass alle Verbraucher aus sind - die ja quasi fast ihren eigenen Stromkreislauf haben - und das Bordnetz trotzdem abkocht, weil die neuen beiden Wicklungen sich einfach mit ´n bißchen zu viel Spannung für das bißchen mehr Kabel bedanken. Ich habe nahezu das gleiche System in meiner Enfield und fahre nur wenn die Karre lange gestanden hat ´mal kurz ohne Licht, ansonsten eigentlich immer mit allen Verbrauchern eingeschaltet, ohne Probleme zu haben und ohne ´nen Regler zu besitzen.
Also denk´lieber an die Z-Spule.
Viel Glück
Volker