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bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 10:02
von însane
Hallo Zusammen,

ich weiß, das Beste ist eigentlich immer das was man selbst hat, aber mich würde einfach mal interessieren, welches eurer Meinung nach wirklich gut ist oder perfekt oder...? :D
Welches ist vielleicht das Robusteste?
...das Unkomplizierteste?
Welches ist einfach nicht kaputtzukriegen?
...oder wirklich pflegeleicht?
...oder am durchdachtesten?
...?

Gedanken darüber wird sich der eine oder andere ja sicher mal gemacht haben?! ;)

Grüße, Max

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 11:31
von Tim
însane hat geschrieben:Welches ist vielleicht das Robusteste?
...das Unkomplizierteste?
Welches ist einfach nicht kaputtzukriegen?
...oder wirklich pflegeleicht?
...oder am durchdachtesten?
...?
Boah, nee, meinst Du das ernst: Fehlt nur noch "Bei welchem kann man bedenkenlos mit dem Kärcher draufhalten?" :twisted: Bei dem Ansatz würde ich sagen, sowas hier:

Bild


Tim

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 11:35
von însane
sicher mein ich das ernst! :D

...ich soll mich mit meinem englischen "alteisen" ja auch immer den joghurtbechern gegenüber erklären, warum ich mir das "antue"...
...ich bin mit meiner bonnie eigentlich recht zufrieden...2 schrauben verloren bisher...sonst kein problem...^^

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 11:41
von Higgins
Welches ist vielleicht das Robusteste?
...das Unkomplizierteste?
Welches ist einfach nicht kaputtzukriegen?
...oder wirklich pflegeleicht?
...oder am durchdachtesten?
...?
Na, die Antwort liegt doch auf der Hand:

NORTON COMMANDO

:laola:


Matthias :mrgreen:

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 12:07
von Martin
Matthias hat geschrieben:
Welches ist vielleicht das Robusteste?
...das Unkomplizierteste?
Welches ist einfach nicht kaputtzukriegen?
...oder wirklich pflegeleicht?
...oder am durchdachtesten?
...?
Na, die Antwort liegt doch auf der Hand:

NORTON COMMANDO

:laola:


Matthias :mrgreen:
Und jetzt bitte ernsthaft.... :twisted:

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 12:35
von Mineiro
Atlas750 hat geschrieben:
însane hat geschrieben:Welches ist vielleicht das Robusteste?
...das Unkomplizierteste?
Welches ist einfach nicht kaputtzukriegen?
...oder wirklich pflegeleicht?
...oder am durchdachtesten?
...?
Boah, nee, meinst Du das ernst: Fehlt nur noch "Bei welchem kann man bedenkenlos mit dem Kärcher draufhalten?" :twisted: Bei dem Ansatz würde ich sagen, sowas hier:

Bild

Tim
Hi Tim,
sag bloss Du fährst neben her noch ein echtes Pashley bike aus Stratford ... respect das hat Stil :bindafür:

Grüße
André

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 13:01
von Tim
însane hat geschrieben:...ich soll mich mit meinem englischen "alteisen" ja auch immer den joghurtbechern gegenüber erklären, warum ich mir das "antue"...
Bei mir ist es immer umgekehrt, ich frag die Joghurtbecherfraktion, wie man so wenig Selbstachtung haben kann .... :twisted:

Das beste Britbike ist IMHO weder robust noch unkompliziert (schraub mal den Kopf auf eine Zweizylinder-Norton oder bau einen Trident-Motor zusammen.... :wink: ) man braucht es nicht kaputtzukriegen, das macht's irgendwann schon von selbst, wenn man nicht aufpasst, wär's pflegeleicht, wär's langweilig, und durchdacht - naja, für die 40er und 50er Jahre sind die Teile bemerkenswert durchdacht. Heute fragt man sich eher, wieso man Motoren so designt, dass sie nur mit Drehbänken zu bearbeiten sind - steht doch an jeder Ecke eine Fünfachs rum und wartet nur.

Es gibt bei vielen, wenn nicht allen alten Kisten einige Stellen, bei denen ich als Konstrukteur heute die Hände überm Kopf zusammenschlage, wie man sowas machen kann. Als Schrauber freu ich mir 'n Loch in den Bauch über die Kisten, und fahren tut die Atlas ziemlich modern, finde ich.


Tim

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 13:08
von Tim
Mineiro hat geschrieben:sag bloss Du fährst neben her noch ein echtes Pashley bike aus Stratford ... respect das hat Stil :bindafür:
Nein, das Bild ist aus dem Netz geklaut und ein Raleigh - aber mein Stadtrad ist dem tatsächlich ziemlich ähnlich. Was unmotorisierte Zweiräder angeht, fahr ich hauptsächlich Erlanger Spezialitäten, aber nich' erschrecken.... :twisted:


Tim

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 13:46
von însane
Atlas750 hat geschrieben:
însane hat geschrieben:...ich soll mich mit meinem englischen "alteisen" ja auch immer den joghurtbechern gegenüber erklären, warum ich mir das "antue"...
Bei mir ist es immer umgekehrt, ich frag die Joghurtbecherfraktion, wie man so wenig Selbstachtung haben kann .... :twisted:
stimmt auch wieder...außerdem würds die 4-zylinderfahrer ja sofort runtervibrieren von meiner lady... :D

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 13:51
von Martin
So.. Jetzt will ich mich der Frage mal ernsthaft widmen.
Ich glaube, man muss erst mal Kriterien haben, was "besser" oder "schlechter" bedeutet.
Sind es die Fahrleistungen? der Verbrauch? Die Standfestigkeit? Die Wendigkeit?
Ich kann die Frage nicht beantworten, schließe die Commando für mich als "bestes" Brit Bike aus.
Warum?
Eine Commando lässt sich sicher sehr komfortabel bewegen. Und nach heutigem standard ist sie wohl tatsächlich mit das "fahrbarste" (im Sinn von häufiger Nutzung) englische Motorrad.
Die Isolastik ist ein schöner Kunstgriff und sie funktioniert. (bevor hier jemand wieder spottet: Ja, ich bin schon mehrere Commandos gefahren. 750er, 850er, Combat...Gutes Handling und Vibrationen tatsächlich im Vergleich zu ner 750er Bonnie moderat.
Allerdings ist genau das der Makel, warum ich die Commando da nicht gewinnen lassen würde. Der Kunstgriff "Isolastik" behebt kein Problem, es kaschiert eins. Auch der Norton-Motor wurde ausgereizt bis zum geht nicht mehr. Eine notwendige Neukonstruktion eines ganzen Motors wäre hier aber genauso notwendig gewesen wie bei Triumph oder BSA. Der Motor schüttelt ähnlich der einer Atlas und hat einfach keine Zukunft gehabt. Die Leute wollten ja was Anderes. (warum auch immer)
Also ne Commando als letzte Evolutionsstufe des Norton Twins ist gut gelungen, aber eben nicht perfekt (oder nahe dran)

Triumph Unit 650er waren auch schon Schüttelmonster. Klar war es irgendwie erträglich. Es sind schöne wendige Maschinen (auch die OiF´s)
Aber auch hier gilt, dass einfach nicht weiter konstruiert wurde. Der 750er war ein aufgeblasener und verstärkter 650er. Er hält. Er ist fahrbar. Er ist zuverlässig (gemessen an der damaligen Zeit)
Man hat aber deutlich Ärger mit Vibrationen und eine Triumph Big Twin muss vom Fahrer erstmal individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. z.B. indem man da Nummernschild in Gummi lagert, die Schutzblechaufnahmen dafür versteift und verstärkt etc... um nicht ständig Risse zu bekommen.

Triumph 350 und 500 unit kommen dem perfekten für mcih schon näher. Sie sind durch ihre 69 Bohrung mal 65,5 Hub ein Kuzhuber (500er) oder 58 x 65,5 zwar ein Langhuber aber das in sehr sanften leitsungsstufen, was sich bei den Vibrationen deutlich bemerkbar macht. Sie sind in meinen Augen die bessseren Triumph Twins. Absteigend von T90 (350cc) die mit Sicherheit der sanfteste Motor der Reihe ist, über späte Einvergaser T100 und zuletzt die Daytona, die durch andere Nockenwelle und Vergaser doch dann wieder ein rauher Geselle wird. Turner bezeichnete die 350er wohl mal als den besten Triumph Twin aller Zeiten.
Aber reicht das aus,um als bestes Motorrad britischer Herkunft zu gelten? Reicht das aus, einen Dauerläufer wie die M20 von BSA auf einen hinteren Rang zu verweisen?
Oder eine Matchless Twin, die zumindest mal versucht haben, eine mittlere Lagerung zu bauen?
Oder die Royal Enfield Constellation, die zumindest durch britische Magazine als der beste britische Twin aller Zeiten gefeiert wurde?

Also BSA M20/21 etc. sind sicher ganz vorne dabei. Das sind Motorräder, die nahezu unverwüstlich sind. Leistung? Fehlanzeige. Modelle kann ich nicht beurteilen. Die B40 (später unit Single) mit moderaten 18 PS läuft übrigens auch schön und leistungsarm. Aber der Motor hat so seine Tücken, z.B. Pleuellagerung.

Wer jetzt fragt: Hey, die trident? Bei aller Liebe: DIESE Konstruktion kann niemals bester britischer Hobel sein. Also sie kann bei entsprechender Pflege tatsächlich glücklich machen. Es ist vibrationstechnisch ien Quantensprung gegenüber Twins. Auch eine Isolastik braucht hier niemand (obwohl mal mit der Trisolastik experimentiert wurde).
Die Fahrleistungen sind auch heute noch absolut ausreichend. Das Fahrwerk unterdimensioniert, dafür aber ehrlich.
Nur der Preis, wie das erkauft wurde. EIne Motorkonstruktion die auch auf dem Twin basierte (erst mangels Interesse und mangels Geld, danach mangels Zeit)
iinen Motor aus so vielen Gehäuseteilen zu basteln, mit so vielen technischen Kompromissen. Das war nicht wirklich ein Glückstreffer.
Die Vorteile einer Trident sind aber wohl der starke Motor und die Möglichkeit, auch mal ordentlich auf der Autobahn mitzuschwimmenohne Angst vor dem zerplatzten Motor haben zu müssen.

Jetzt bin ich mal gespannt was noch so kommt...

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 15:57
von Mineiro
Atlas750 hat geschrieben:
Mineiro hat geschrieben:sag bloss Du fährst neben her noch ein echtes Pashley bike aus Stratford ... respect das hat Stil :bindafür:
Nein, das Bild ist aus dem Netz geklaut und ein Raleigh - aber mein Stadtrad ist dem tatsächlich ziemlich ähnlich. Was unmotorisierte Zweiräder angeht, fahr ich hauptsächlich Erlanger Spezialitäten, aber nich' erschrecken.... :twisted:


Tim
Huch ... gut das Du mich vorgewarnt hast :lach: Tja das ist schon was sehr spezielles und ich dachte immer der Liegeradfahrer ist ein reines Phantasieprodukt. Zumindest in Stuttgart habe ich noch keinen gesehen. Allerdings sind die ja so flach das die hinter all den Autos verschwinden. Aber jetzt kenne ich einen persönlich. Aber Du weist ja:

Der echte Mann der fährt mit seinem Hollandrad die Einbahnstraße in verkehrter Richtung entlang, einhändig, weil er mit der anderen Hand den Kasten Bier auf dem Gepäckträger festhalten muß. Wenn er überhaupt einen Helm trägt, dann einen mit Hörnern. :lol:

Grüße
André

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 16:11
von Mineiro
Hi Martin,

sehr interressant Deine Ausführungen. Vor allem für mich als Brit-Bike Einsteiger. Aber ist die Frage nach dem besten Britischen Bike nicht rein phylosophischer Natur? Da kannste doch gleich fragen was die besste Automarke ist oder vor allem "die beste Ehefrau von Allen" ? Gott sei Dank hat da jeder seinen eigenen Geschmack sonst wäre die Welt voller Harley oder Kawa Jüngern ;-D Also ich mag meine beiden Bikes mit all ihren Fehlern und Macken.

@ insane: Du musst doch einen Grund gehabt haben dir ne Bonnie zu kaufen oder nicht? Das ist ja nun mal kein Motorrad das man so im vorbeigehen kauft. Dann streng doch mal die grauen Zellen an und speicher hier aus warum du das Mopped gekauft hast. Zufrieden damit biste ja ... das hast Du zumindest geschrieben. Dann haste neben deiner Erklärung "ich bin damit zufrieden" auch noch den Rest. Vor allem würde ich aufhören mich gegenüber der Reiskocherfraktion zu rechtfertigen. Ein Mopped aus Überzeugung und Spaß zu fahren muss doch als Erklärung reichen. Auf der technischen Ebene kommste da eh nicht weit. Also lass es gut sein. Steh zu Deiner Entscheidung ;-)

Grüße
André

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 16:36
von însane
die bonnie ist mir aba wirklich kwasi reingerannt...zufällig bei ebay(!) gesehen...angerufen...probegefahren und gekauft...
...eigentlich wollte ich mir eine Bullet 500 zulegen...beim "Dr. Sommer" war ich damals auch schon...und dann kam die Bonnie dazwischen...:D
das war eine reine bauchgeschichte...ich hab mich erst danach mal intensiv damit auseinandergesetzt, welche "diva" ich da nun habe oder nicht...^^

mir taugt "alteisen" schon immer...die bikes sehen auch durch die bank viel besser aus als die platikbomber die heute hergestellt werden...

und das mit dem rechtfertigen ist nicht ganz so schlimm, wie du vielleicht annimmst...nur in meinem bekanntenkreis bin ich der einzige mit einem bike, dass älter als 10 jahre ist...meine ist ja sogar 41...:D
...und die beste rechtfertigung ist sowieso ein kick und das anschließende bollern von 2 offenen vergasern... ;)
alleine der sound der lady macht süchtig... :ebiggrin:
perfekt für mich wäre sie mit starrheck, 16er hinterrad mit breiterem reifen und sattel...nur leider nicht in AT typisierbar... :(

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 17:39
von Nörtn ut stall
Ich mach die Panther M 120 wohl leiden. Da kann man schon was draus machen.Feiner Motor auch. In Puls aufm Teilemarkt war ich mal ganz nah dran.Ansonsten ist die Atlas ja wohl das beste Brit Bike ! - Nörtn 8)
Bild

Re: bestes Brit-Bike?

Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2011, 19:32
von Keks
Der schwarze Schatten. :yau: , obwohl sie alle schön sind!