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Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Samstag 14. Mai 2011, 11:32
von Simon
Tacho zusammen,
Wie es aussieht hat meine Boyer MKIII den Geist aufgegeben, bzw. Steigt bei Erwärmung immer für eine Stunde aus. Jetzt steht also leider ne neue an, nur welche?
Die Sachse scheint ja toll zu sein (wie auch der Preis) kommt mir aber mit all den Kennkurven ein bisschen wie ein technisches Spielzeug für Freaks vor. Ich will ja nur fahren (und das ging auch mit der ollen MKIII) und nicht dauern absteigen und ne neue Kurve waehlen. Macht die Sachse für den Otto-normal-Fahrer wirklich Sinn? oder reicht auch z.b. ne Boyer Digital? Das hätte natürlich auch den Vorteil das ich nur ne neue Box anstoepseln müsste und nicht das ganze Geber-Geraffelt tauschen und neu einstellen müsste. Ist die Boyer-Digital eigentlich auch so Spannungsfeldempfindlich wie die MKIII ?
Freue mich schon auf Tipps in der Hoffnung bald wieder on the Road sein zu können!
Gruesse an alle, Simon :halloatall:

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Samstag 14. Mai 2011, 21:58
von pug
Die Boyer Digital soll ab ~8V gehen.
Ich würde fast di Sachse nehmen - nicht wegen den verschiedenen Kurven sondern weil sie wohl "bessere" Kurven hat. Umstellen wirst Du die ja eh höchstens am Anfang.

Was es noch gibt ist die Sparx und Pazzon - Sollen auch bessere Verstellkurven haben als die Boyer.

Ich habe aber Keine Vergleiche. Ist nur das, was ich hier und auf diversen Webseiten gelesen und gehört habe.

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Samstag 14. Mai 2011, 23:40
von Phil
Hmmmm, Simon....
Du kriegst eine Boyer-Zündbox einzeln... Die kostet weniger als ein Drittel der Sachse.
Volker Sachse ist echt nett und pfiffig, aber der benefit der hundert verschiedenen Kurven erschließt sich mir nicht. Die aktuelle Boyer MK IV soll auch weniger Spannung abkönnen als die MK III, bevor sie aussteigt.
Aber mal ehrlich: Wenn das Moped nicht wenigstens 12 V an der Batterie hat, ist eh was im Eimer, das man reparieren sollte.
Die schwarzen (analogen) Boxen sind IME okay, unkompliziert, wenn man sie einmal richtig angeschlossen und verdrahtet hat. Was richtig Scheiße an der Boyer ist: die halblebigen Billigst-Kabelverbinder, die Ernie da aufpresst. Die sind echt ein schlechter Witz an einem guten Produkt.
Die Pazon hat einen guten Ruf, und ist preislich ungefähr gleich mit der Boyer. Martin Ehrkamp hatte sie vor einigen Wochen für 106,- Mäuse ausgezeichnet.
Mir fehlt der Drang zum Neuen, ich lasse die analoge Boyer drin.

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 00:08
von pug
Aber Theoretisch müsste doch auch eine Zündbox von Pazzon, Sparx Sachse... an den schon vorhandenen Zündgeber und Spulen passen - oder?
Die meisten arbeiten ja auch mit den normalen Zündspulen, die auch bei der MKIII benötigt werden.

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 00:15
von Phil
pug hat geschrieben:Aber Theoretisch müsste doch auch eine Zündbox von Pazzon, Sparx Sachse... an den schon vorhandenen Zündgeber und Spulen passen - oder?
Die meisten arbeiten ja auch mit den normalen Zündspulen, die auch bei der MKIII benötigt werden.
Hmmmm, Nima....
Die Zündspulen sollten gehen, wenn der Primärwiderstand passt.
Aber der Rest? Wie kommst Du drauf, dass eine Pazon oder Sachse die Signale einer Boyer-Pickup-Mimik verarbeiten sollte?

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 00:32
von pug
Weil es alles ganz einfache 2-Draht Pickups sind. Gut - Ich weiss nicht wie viele verschiedene typen es gibt und ob die Firmen ihre eigenen herstellen. Aber es war auch eher als Frage gemeint. Aber die Vermutung liegt, dass die Pickupplatinen nahezu identisch sind.
Wenn jemand verschiedene Systeme hat könnte er es ja mal nachmessen.

Aber das einfachste wäre es schon eine Boyer MKIII oder MKIV Zündbox zu nehmen. Das passt auf alle Fälle.

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 01:47
von speedtwin
pug hat geschrieben:Weil es alles ganz einfache 2-Draht Pickups sind. Gut - Ich weiss nicht wie viele verschiedene typen es gibt und ob die Firmen ihre eigenen herstellen. Aber es war auch eher als Frage gemeint. Aber die Vermutung liegt, dass die Pickupplatinen nahezu identisch sind.
Wenn jemand verschiedene Systeme hat könnte er es ja mal nachmessen.

Aber das einfachste wäre es schon eine Boyer MKIII oder MKIV Zündbox zu nehmen. Das passt auf alle Fälle.
Naja, da dreht sich ein Magnet zwischen Spulen, und das gibt ein Signal. Das ist ein bißchen so wie beim Plattenspieler (wenn den noch jemand kennt, obwohl sich da manchmal auch eine Spule zwischen Magneten drehte). Die Stärke dieses Signals hängt von der Auslegung der beteiligten Komponenten ab. Aus der Tatsache, das da am Ende nur zwei Drähte rauskommen abzuleiten, dass das schon irgendwie passt, ist hochgradig optimistisch, würde ich sagen :zwinker: Klar, könnte sein, würde ich aber dann für eher einen glücklichen Zufall halten. :-k

Gruß, Wolfram

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 08:21
von Martin
speedtwin hat geschrieben:Aus der Tatsache, das da am Ende nur zwei Drähte rauskommen abzuleiten, dass das schon irgendwie passt, ist hochgradig optimistisch, würde ich sagen
Tja, so isser der Nima... :lol:

Der Vollständigkeit sei hier noch die Tri-Spark genannt, die in Dreizylinder-Kreisen höchste, allerhöchste Wertschätzung erfährt, aber auch für Twins verfügbar ist...

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 10:51
von Simon
Danke für den Support Leute,
Tatsächlich kommen aus dem Zündgeber der Sachse-Zuendung drei Kabel raus, passt also nicht für Boyer oder umgekehrt. Der Sachse-Zündgeber arbeitet mit 5V, der Boyer Zündgeber generiert seine Spannung selbst. Sachse ist halt High-Tech gegen Boyer, wuerd' ich sagen. Aber halt auch im Preis. mein momentanes Problem ist, wie Martin sagt, den Benefit zu erkennen, wobei ich schon zu "Made in Germany" tendiere und für einen passenderen Funken auch etwas mehr ausgebe (ist ja hoffentlich das letzte Mal). Gerade weil ich in letzter Zeit Fahrten machte, wo die Mühle mal am Gas hin, dass ich dachte die will gar nicht mehr unter 4000 Drehzahlen kommen und andere Fahrten wo sie gut lief, aber nicht diese Wildheit zeigte. Eventuell waren das schon Einschränkungen durch die Zündung. wenn ja würde ich alles tun wollen um sie "wild" zu kriegen :-p
Habe schon Mail-Kontakt mit Herrn Sachse gehabt. Er würde mir das Teil sogar quasi leihen (Rückgaberecht bei Nichtgefallen) um es auszuprobieren. Auf meinen Einwand, dass ich den Zündgeber aber montieren muesste, er also bei einer Rückgabe nicht mehr unbedingt niegelnagelneu wäre, antwortete er "wenn ich den Geber nicht gerade mechanisch misshandeln würde" ginge das schon i.O. ! das ist halt Sachse, ob es das bei Boyer und Co auch gibt ?
Vielleicht hat ja noch jemand bei dem heutigen Wetter Lust mich über seine Erfahrungen mit der Sachse in der Fahrpraxis aufzuklären ?! Waere echt dankbar.... :kuss:
Simon

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 12:05
von Martin
Simon hat geschrieben:mein momentanes Problem ist, wie Martin sagt, den Benefit zu erkennen,
Hab ich nichts mit zu tun! Das hat Phil gesagt.

Das mit den 7,8 oder 9 Zündkurven ist ein Extra. Ist technisch einfach möglich und dann ist es halt drin.
Interessant ist es ja, wenn man z.B. Rennsport betreibt. Es ist ja gar nicht dafür gedacht, sich täglich ne neue Kurve auszusuchen.
Ich habe eine Sachse und ich habe zwei Kurven ausprobiert. Es gab einen kleinen Unterschied und die bessere hab ich behalten (4?) Seitdem fahre ich damit und hab meine Zündung fast vergessen. Der Vorteil ist bei meiner Trident, dass der Leerlauf tiefer und ruhiger ist und sie tatäsächlich noch besser anspringt als mit der Boyer. Die Sachse kann man reparieren lassen, die Boyer nicht.
Ob sie das mehr an Geld wert ist, muss sich jeder selbst beantworten. Ich hatte mit der Boyer regelmäßig kleinere Probleme, einmal sprang der Haufen nicht an wegen einer abvibrierten Lötstelle. Und über die Qualität vom Ernie hat ja auch Phil schon was geschrieben.

Ich bin recht zufrieden mit der Sachse, bin nicht der Einzige und so ist gut.

Die Tri Spark ist preislich in der Mitte. Schau Dir das mal an.

Martin

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 14:30
von Higgins
Moin !
Ich schliesse mich hinsichtlich der Sachse-Zündung Martin auf voller Linie an.

Die schwarze Boyer ist relativ stabil, benötigt aber verhältnismässig viel Strom.

Mit dem Umbau (alte Pickup der schwarzen black box und rote digitale black box) hatte ich massive Probleme. Wenn sie lief, dann ging es richtig zur Sache. Ich hatte seinerzeit 3 von diesen roten Boxen verschlissen. Die kaputten habe ich zu Boyer geschickt und habe jeweils eine neue black box wiederbekommen. Nach dem 3. Mal wurde Ernie Brandson allmählich ungnädig. Ist auch nachvollziehbar.

Den eigentlich Fehler habe ich nie gefunden. Bin auch kein Fein-Elektroniker.

Dann habe ich die Sparx-Zündung ausprobiert und festgestellt, daß die Boyer-Pickup mit der Sparx-Blackbox gut läuft.
Habe ich immer als Reserve auf Reisen dabei.

Ansonsten schau mal, warum Deine Blackbox abgekackt ist. Was nützt Dir eine neue Zündanlage, die dann wieder den sudden death erfährt.

Halt uns auf dem Laufenden.

Gruß

Matthias

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 22:46
von pug
speedtwin hat geschrieben:
pug hat geschrieben:Weil es alles ganz einfache 2-Draht Pickups sind. Gut - Ich weiss nicht wie viele verschiedene typen es gibt und ob die Firmen ihre eigenen herstellen. Aber es war auch eher als Frage gemeint. Aber die Vermutung liegt, dass die Pickupplatinen nahezu identisch sind.
Wenn jemand verschiedene Systeme hat könnte er es ja mal nachmessen.

Aber das einfachste wäre es schon eine Boyer MKIII oder MKIV Zündbox zu nehmen. Das passt auf alle Fälle.
Naja, da dreht sich ein Magnet zwischen Spulen, und das gibt ein Signal. Das ist ein bißchen so wie beim Plattenspieler (wenn den noch jemand kennt, obwohl sich da manchmal auch eine Spule zwischen Magneten drehte). Die Stärke dieses Signals hängt von der Auslegung der beteiligten Komponenten ab. Aus der Tatsache, das da am Ende nur zwei Drähte rauskommen abzuleiten, dass das schon irgendwie passt, ist hochgradig optimistisch, würde ich sagen :zwinker: Klar, könnte sein, würde ich aber dann für eher einen glücklichen Zufall halten. :-k

Gruß, Wolfram
Naja - wass da passiert ist doch nur, dass der Magnet, der vorbeiläuft, einen Impuls auslöst. Dieser Impuls ist nur eine induzierte Spannung. (Wie auch beim Plattenspieler. Dieser Trigger-Impuls wird dann von der Zündbox verarbeitet.
Jetzt ändert sich mit der Drehzahl nicht nur die Frequenz sondern auch die Spannung. Deswegen ist es relativ egal ob es bei z.b. 2000rpm 10V oder 12V sind.
Wenn die Spulen natürlich komplett anders ausfallen könnte da, je nacdem wie fehlertollerant entwickelt wurde, was kaputt gehen.
Mit einem Oszi kann man das ja leicht testen wenn man eins hat und auch die verschiedenen Zündgeber;)
Ich würde es sogar probieren wenn die Spulen ähnlich dimensioniert sind. Aber ich bin da auch etwas risikobereiter als der Durchschnitt :) (Habe dafür aber auch schon viel zerstört)
Sicherer ist jedenfalls die zugehörige Paltte zu nehmen - ist ja eh nicht viel teurer im Set. Dann passt es auf alle Fälle.

Wenn die Sachse einen 3-Poligen Pickup hat geht es sowieso nicht. Die funkionieren anders.

Nochmal - wenn die Sachse zu teuer is nimm die MKIII oder MKIV Box. Ansonsten hört sich das ja guit an, dass man sie "ausleihen" kann. Ich denke aber Du wirst sie auch nehmen wenn sie eingebaut ist. :)

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 23:08
von pug
Martin,
Ist die Tri-Spark Zündanlage eine Magnetzündung? Hat sie eine Zündkurve? Oder zündet sie, wie auch die Joe Hunt, immer mit maximale Frühzündung?

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Montag 16. Mai 2011, 17:50
von Simon
pug hat geschrieben: Nochmal - wenn die Sachse zu teuer is nimm die MKIII oder MKIV Box. Ansonsten hört sich das ja guit an, dass man sie "ausleihen" kann. Ich denke aber Du wirst sie auch nehmen wenn sie eingebaut ist. :)
Wie geschrieben: Für eine wilde Bonnie tu ich alles. Habe die Sachse jetzt geordert, bekomme auch noch 10% Rabatt, wohl weil ich vor zwei Wochen schon das Komplett-Relais für 150Mücken gekauft habe. Langsam reichts zwar mit den Kosten, aber auch das Relais hat sich voll und ganz rentiert. Wenn es mit der :flehan: Zündung genauso ist...
Werde auf alle Fälle berichten wenn ich sie drinnen habe.
Simon

Re: Boyer, Sachse oder was?

Verfasst: Montag 16. Mai 2011, 20:03
von Phil
Simon,

herzlichen Glückwunsch zum Kauf.

Wenn ich Dir noch einen Tipp geben dürfte: Blitz die Zündung ab, wenn Du sie eingebaut hast. Die Grundeinstellung im OT hat ihre Tücken, und Du solltest die voll verstellte Zündung prüfen. Ich habe mal eine eingebaut und lag deutlich daneben, obwohl ich mir mit der statischen OT-Einstellung mit der LED echt einen abgefummelt hatte.

Schöne Grüße

Ph.