Bonnevillefragen allgemein

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Rassel
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Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von Rassel »

Moin,

so, jetzt bin ich zwei Tage hier, war schon früher Mitleser und nun frag ich versprochenerweise mal dumm. Ich suche noch ein Mopped, welches sich in halbwegs aufrechter Sitzposition auch auf längere Strecke entspannt bewegen lässt. Auch mal zu zweit. Habe halb Europa mit einer Guzzi Mille GT bereist und nach deren leichtsinnigen Verkaufs und Abwegen fehlt irgendwie mir da wieder etwas adäquates. Nun ist na logo nichts so geil wie eine Guzzi, versteht Ihr ja sicherlich. ;-)

Ok, wie ist das mit der Bonneville? Lebensumstandsmässig wird es mit der Ostseeumrundung oder ähnlichen derzeit nichts, aber für mittlere Touren sollte es schon was sein. Klassisch, nix Modernes mit Motormanagment, Abs und EPS und diesen sicher allzu sinnvollen Erfindungen der Gegenwart.

T140? Oder T120? Bin nun kein Trommelbremsenfetischist. Und ich bin auch kein Originalfetischist bei dieser Wahl. Kann man eine "alte" fahren, ohne für jeden KM zwei Stunden Schrauberarbeit zu investieren? Bin Alteisen-Guzzischrauber und -fahrer, also keine Angst vor öligen Fingern und einem Kurbelwellentausch am Splügenpass, aber wenn es nicht zwingend sein muss...fahre ich dann auch ganz gerne mal ein paar Meilen.

Und jetzt die aus allen Moppedforen bekannte und beliebte Frage: Worauf ist beim Kauf als Newbie speziell zu achten? (die wollte ich schon immer mal fragen!) Wo sind die echten "Don´ts and Do-it´s"? Wo wird es hinterher problematisch, wenn man vorher beim Kauf gepennt hat? Gibt es besonders gute Jahre/Modelle/ Serien?? Oder ist eine Commando doch die bessere (teurere) Bonneville?

Danke schon mal vorab und: JA, die Suchfunktion habe ich auch schon getestet. Bin aber auf ein paar Zeilen von euch, den Profis der Szene gespannt.

Ciao

Rassel
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Tim
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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von Tim »

Rassel hat geschrieben:Oder ist eine Commando doch die bessere (teurere) Bonneville?
Jetzt haste Öl ins Feuer gegossen, uiuiuiui.... :twisted:

Die Commando hat IMHO gegenüber allen anderen Briteisen einen Riesenvorteil - nämlich die Isloastic-Gummilagerung, die die Vibrationen schön wegschluckt - und einen Riesennachteil - nämlich die Isolastic-Gummilagerung, die das Fahrverhalten abenteurlich macht, wenn sie nicht i.O. ist. :wink: Ernsthaft, das ist einfach nur Geschmackssache, das läuft auf eine Probefahrt hinaus. Allerdings würde ich auch nochmal ein bisschen weiter umschauen, Du hast mit der Commando und der Bonnie die beiden absolut erwartbaren Standardklassiker der Szene erwischt - da gibt es noch soooo viel mehr.


Tim
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windgesichtwaldo
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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von windgesichtwaldo »

Moin Rassel
Meine Meinung ist, dass sowohl T120 als auch T140 absolut Langstreckentauglich sind. Gleiches gilt natürlich auch für Commandos. Ich bin mit meinen Commandos auch schon kreuz und quer durch Europa gedüst, ab und zu auch mit meinem Kumpel und seiner T140.
Wenn die Apparate ordentlich gewartet werden, ist das überhaupt kein Problem. Das bequemste und Reisetauglichste ist in meinen Augen, insbesondere im Zweipersonenbetrieb, eine 850er Interstate. Gutmütiger Motor, grosser Tank.....
Liebe Grüße Waldo
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bosn
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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von bosn »

Bos´n

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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von bosn »

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Tim
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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von Tim »

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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von pug »

T120/140 OiF ist zum Teil noch bezahlbar zu bekommen - auch mit scheibenremsen ;)
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windgesichtwaldo
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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von windgesichtwaldo »

Bezahlbar ist alles, wenn du genug Geld hast :ebiggrin:
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bosn
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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von bosn »

Habe "nur" das TB-Pedant gelesen.
Zumindist ist das ein Überblick.


Ob Commando oder Bonni-sollte jeder auch erstmal selbst probesitzen.
Ich fand die Commando damals etwas unhandlicher von der Haptik.

äh trotzdem würde ich gern eine Besitzen ;-D

Aber wie Tim ja auch schon sagte-es gibt auch ´ne Menge anderer geiler Brit-Twins
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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von pug »

windgesichtwaldo hat geschrieben:Bezahlbar ist alles, wenn du genug Geld hast :ebiggrin:
Tsja - genau das ist der Haken... :cry:
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Tim
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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von Tim »

bos´n hat geschrieben:äh trotzdem würde ich gern eine Besitzen ;-D
Ey, komm' jetzt nicht auf komische Ideen .... :twisted:


Tim
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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von Knolle »

Moin Rassel. Keine Angst, Auch mit englischem Eisen kann man Europa bereisen, ohne mit der Bahn nach Hause zu fahren. Mit meiner Norton Atlas bin ich jetzt weit über 100.000 km ohne Liegenbleiben unterwegs, 2 Mal Schottland, oft nach Schweden, Polen,Tschechien usw. Mit einer BMW allerdings blieb ich früher mal mit Radlagerschaden liegen, abgeschleppt, mit der Norton nie. Allerdings mußt du Auge und Ohr rechtzeitig nutzen, bevor was bricht, d.h. Geräusch hier, Oel da, irgendwas anders als sonst usw. Dem sofort nachgehen, dann klappts ohne Probleme. Und Sensibilität ist angesagt beim Fahren. Brachiales Quälen wird bestraft. Trotz offener Trichter halten Kolben und Zylinder mindesten 70.000 km, die Welle wesentlich länger, bevor was nötig wird, obwohl bei meiner Atlas, wenn sie warm ist, richtig am Hahn gedreht wird.
Zum Komfort: 100 km nach dem Start zu einer großen Fahrt denke ich, wie soll man das aushalten, aber dann wird es immer besser und irgendwann fährt man wie angegossen, Vibrationen registriert man nicht mehr. Ob Commando oder so spielt da , denke ich, keine so große Rolle. Als Alternative für dich: Ne`Norton Dommi 99 oder 99 SS ist wunderbar fahrbar und sehr ausgewogen und haltbar, vor allem schnell genug auf langen Strecken. Eigentlich fehlt mir sowas auch noch.
Gruß von
Knolle aus dem Wendland
Wiener Wilhelm

Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von Wiener Wilhelm »

...und nach einer verhauten Saison sehen wir uns wieder im Guzzi-Forum, gggggggggg

Und keine Angst vor Kurbelwellenwechsel am Splügen, die ersten Jahre wirst das Lehrgeld schon bei der Anreise dorthin zahlen....
Ich sags nicht gerne, mein englisches Herz blutet :heul: , aber das gibt es mit einem Engländer nicht, wie es bei den Guzzen üblich ist: ich fahr mal schnell mit den Kumpels nach Mandello. (Oder, um in der Szene zu bleiben: Nach Birmingham, oder Stafford)

Gottseidank wisst Ihr nicht, wo ich wohne...... :ideadev: :biggthumpup:
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Phil
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Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von Phil »

Wiener Wilhelm hat geschrieben:Gottseidank wisst Ihr nicht, wo ich wohne......
In Wien? :mrgreen:

Nee, ernsthaft, ich sehe das so ähnlich wie Wilhelm, die englischen Damen sind schon etwas pflegebedürftiger und eben anders. Da steckt schon mehr Wartung dahinter. Wobei, einmal richtig aufgebaut und dann regelmäßig gefahren, ist das auch nicht so schlimm. Das Herumstehen macht die Mopeds schlapp. Das Herumstehen, schlechtes Beschrauben seit Generationen und miese Teile.... :twisted:
Zuletzt geändert von Phil am Sonntag 27. Februar 2011, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
Wiener Wilhelm

Re: Bonnevillefragen allgemein

Beitrag von Wiener Wilhelm »

<<<Düsseldorf oder Hamburg.... Je nachdem eben..>>>>

Ah, traust Dich auch nicht schreiben, wo Du wohnst?ggggg

Ich wollte damit ausdrücken, daß man sich einen Engländer anerziehen muss. Einfach kaufen und fahren ist nicht. Und das ist keine Geldfrage, sondern eine Frage, was Du damit machen willst, wie Du fahrst, u.s.w.
Am besten daheim hinstellen, anschauen und sich freuen. hihihi
Bei einer gleichalten Guzzi ist das kein Problem einmal ordentlich durchschauen, und Ruhe ist in der Hütte.

Jaja, die langanhaltene Vermurksung durch aussterbende wissende Mechaniker, die schlechten Ersatzteile, und ausserdem, wenn wir ehrlich sind, sind die Engländer für andere Strassen gebaut. Fahr mit einem Engländer auf die englischen Bundesstrassen, die Kurverln zwischen den Mauern, die Ecke ums Pub herum., über das Schafgitter drüber, man spürt direkt, da fängt er zu leben an, da fühlt er sich wohl.
Nicht auf Autobahnen oder autobahnähnlichen Strassen 1000 km mit gleichbleibender Drehzahl geradeaus fahren, wo Dir jeder Ost-Klein-LKW das Messer ansetzt.
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