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Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 15. Februar 2011, 21:03
von Walter Arndt
Hallo Klassiker-Freunde,
was ist bei einem Motorrad-Kauf in GB zu beachten?
Gebrauchtkauf, z.B. Moped der 70er Jahre.
Fallen Zoll od. sonst. Steuern bei der Ausfuhr an?
Fahrzeugpapiere vom Verkäufer sind sicherlich hilfreich für die Anmeldung in D.
Wer hat sowas schon mal gemacht, worauf ist zu achten?
Danke vorab,
Walter
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 15. Februar 2011, 21:30
von pug
Hi,
was ist bei einem Motorrad-Kauf in GB zu beachten?
Gebrauchtkauf, z.B. Moped der 70er Jahre.
Fallen Zoll od. sonst. Steuern bei der Ausfuhr an?
Nein. Für gebrauchtfahrzeuge fällt da nix an (zumindest innerhalb der EU
Fahrzeugpapiere vom Verkäufer sind sicherlich hilfreich für die Anmeldung in D.
Würde einiges leichter machen...
Ansonsten musst Du den Scheinwerfer umrüsten (auf Rechtsverkehr) und eine Vollabnahme durchführen lassen.
Gemacht habe ich das noch nicht - aber hatte mich mal informiert gehabt

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 15. Februar 2011, 23:45
von Tim
Walter Arndt hat geschrieben:Fallen Zoll od. sonst. Steuern bei der Ausfuhr an?
Nein wg. EU, aber es gibt (angeblich) derzeit keine legale Möglichkeit, ein in GB gekauftes Fahrzeug auf eigener Achse zu überführen, aus Versicherungsgründen - mit dem Verkauf ist das Fahrzeug anscheinend nicht mehr versichert, und als Ausländer kann man derzeit keine Ausfuhrkennzeichen bekommen (wenn sich das nicht inzwischen geändert hat). Die britische Rennleitung und der grenznahe Gehilfen wissen das, und das kann wohl böse ins Auge gehen. Meine Infos dazu sind aber schon ein, zwei Jahre alt. Mit Hänger aus dem Rheinland nach Birmingham inkl. Tunnel und zwei Übernachtungen sind €500 und gefühlte 48h Autobahn.
Fahrzeugpapiere vom Verkäufer sind sicherlich hilfreich für die Anmeldung in D.
Minimum ist ein Kaufvertrag mit eidesstattlicher Erklärung (wenn es nach angelsächsischem Recht geht, müsste die eigentlichanders als hierzulande vor einem Solicitor - so eine Art Notar light - abgelegt werden) zwecks Eigentumsnachweis, aber dann bleibt immer noch der Nachteil, dass das EZ-Datum meist nicht nachvollziehbar ist. Wenn man an ein verständiges StVA gerät, wird dann gerne mal der 1.7. des ermittelten Baujahres genommen. Mit Kaufvertrag und Brief(Title, V5, Carnet etc.) ist es in jedem Fall einfacher.
Tim
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Mittwoch 16. Februar 2011, 00:19
von pug
Naja - angeblich verliert man "nur" den versicherungsschutz. Soll heissen, dass man, falls die raod tax noch gültig ist, mit einer deutschen versicherung überführen kann.
Diese Versicherung gibt es (angeblich) beim ADAC und anderen versicherungen.
Prblem ist, dass man dafür schon die Papiere braucht. Und, wie schon oben erwähnt, eine gültige "road Tax" da sein muss.
Ich glaube dieses Versicherung gilt dann sogar 4 Wochen.
Halblegal ist das überführen mit einem deutschen kurzzeitkennzeichen. Ist zwar offiziell nur für deutsche fahrzeuge legal - aber zur not hatte man es in deutschland gekauft

Wie man dann nach GB kommt? Da muss man sich was einfallen lassen.
eduldet wird dieses Kennzeichen in den meisten EU-Ländern (ich meine auch in GB?!)
Alles ohne Gewähr
Tim: Mein Moped hat als erstzulassung 1.1.68

Ich denke auch in USA kann man am 1.1. nichts zulassen ?! dürfte genau das Problem mit der NAchvollziehbarkeit der Zulassung sein?!
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Montag 21. Februar 2011, 21:18
von Michael
Hallo
es gibt keinerlei Probleme mit der Einfuhr aus GB .
Nötig wird eine Vollabnahme beim TÜV oder ähnliches , mit den jeweiligen Umbauten für Deutschland z.b.
Blinker nach EZ 6/61 , Scheinwerfer , am besten vorher beim Ingenör mal nachfragen .
Bei der Zulassung gibt's dann den neuen Brief , eventuell wird eine Bescheinigung
aus Flensburg verlangt . Der Originale Brief , falls vorhanden , wird dann Eingezogen , aber man hat dann
die Erstzulassung in den neuen Papieren .
Ansonsten kein Zoll oder Mehrwertsteuer .
Habe vor Zwei Jahren ein Motorrad in GB bei einem Oldtimer Händler gekauft . Der hat mir es dann mit einer
Motorrad Spedition
http://www.chasmortimer.co.uk geschickt . Der nahm für den Transport bis vor die Haustür
300€ Cash , aber mit Lieferschein . War alles prima ohne Beschädigungen oder Stress abgegangen . Dauerte ca.15 Tage
die Lieferung , aber wenn's denn auch gut klappt , ist das OK .
Grüße Michael
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 09:41
von speedtwin
Atlas750 hat geschrieben:Walter Arndt hat geschrieben:Fallen Zoll od. sonst. Steuern bei der Ausfuhr an?
Nein wg. EU, aber es gibt (angeblich) derzeit keine legale Möglichkeit, ein in GB gekauftes Fahrzeug auf eigener Achse zu überführen, aus Versicherungsgründen - mit dem Verkauf ist das Fahrzeug anscheinend nicht mehr versichert,
Tim
Es sei denn, man versichert das Bike selbst in England. Das wiederum ist nicht so einfach, wenn man keinen Wohnsitz dort hat. Ich hatte seinerzeit einen Wohnsitz dort, und das Bike ganz normal versichert. Später dann auf eigener Achse überführt, hier Vollabnahme gemacht und angemeldet. Seinerzeit musste man noch ein "Certificate of permanent export" von der DVLA haben. Allerdings ist das ca. 10 Jahre her, möglicherweise ist das heute anders.
Gruß, Wolfram
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 09:45
von speedtwin
Michael hat geschrieben: Der hat mir es dann mit einer
Motorrad Spedition
http://www.chasmortimer.co.uk geschickt . Der nahm für den Transport bis vor die Haustür
300€ Cash , aber mit Lieferschein . War alles prima ohne Beschädigungen oder Stress abgegangen . Dauerte ca.15 Tage
die Lieferung , aber wenn's denn auch gut klappt , ist das OK .
Grüße Michael
Wie war das Bike verpackt ? 300 EUR hört sich gut an.
Gruß, Wolfram
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 16:06
von Michael
Bei mir kam das Motorrad in einem Sprinter an , was ich auch in Ordnung finde .
Wie gesagt der Preis war vor zwei Jahren .
Grüße Michael
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 16:41
von pug
Wie es genau transportiert wird ist ja egal - hauptsache es bekommt keine Kratzer, Dellen oder sonst irgendwelche Schäden.
Das einfachste wäre sicherlich es transportieren zu lassen. Zumal man ja nicht weiss was für Defekte auftreten können. Nachher steht das Motorrad irgendwo in der Pampa und man muß doch abholen lassen.
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 16:56
von Tim
pug hat geschrieben:Wie es genau transportiert wird ist ja egal - hauptsache es bekommt keine Kratzer, Dellen oder sonst irgendwelche Schäden.
In dem Zustand, in dem ich meine Moppeds kaufe, fallen Kratzer, Dellen oder sonst irgendwelche Schäden durch Transport zwischen den vorhandenen Kratzern, Dellen oder sonst irgendwelchen Schäden nicht weiter auf. Aber ich bin da auch pathologisch ....
Tim
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 17:02
von pug
Klar , wenn du nur 170 Kilo Altmetall kaufst ist es egal wie es komplett transportiert wird

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 19:21
von speedtwin
pug hat geschrieben:Wie es genau transportiert wird ist ja egal - hauptsache es bekommt keine Kratzer, Dellen oder sonst irgendwelche Schäden.
Deshalb ist es eben nicht egal, wie es transportiert wird.
pug hat geschrieben:Das einfachste wäre sicherlich es transportieren zu lassen. Zumal man ja nicht weiss was für Defekte auftreten können. Nachher steht das Motorrad irgendwo in der Pampa und man muß doch abholen lassen.
Ääh...

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 20:12
von Mineiro
Walter Arndt hat geschrieben:Hallo Klassiker-Freunde,
was ist bei einem Motorrad-Kauf in GB zu beachten?
Gebrauchtkauf, z.B. Moped der 70er Jahre.
Fallen Zoll od. sonst. Steuern bei der Ausfuhr an?
Fahrzeugpapiere vom Verkäufer sind sicherlich hilfreich für die Anmeldung in D.
Wer hat sowas schon mal gemacht, worauf ist zu achten?
Danke vorab,
Walter
Hallo Walter,
also ich habe am Wochenende mit meinem Bruder eine Triton in der Nähe von Blackpool geholt. Waren mit gemietetem Viano unterwegs. Ging ohne Probleme da innerhalb der EU ja kein Zoll oder sonstwas anfällt.
Was ich persönlich darauf achten würde ist, dass Du saubere Papiere und einen Herkunftsnachweis zu dem Teil hast. Also ne V5 oder UK registration certificate. Ebenso einen Kaufvertrag (contract of sale) in dem der Verkäufer erklärt das er der rechtmässige Besitzer ist.
Habe mir auf dem Rückweg noch in der Nähe von London ein "rolling Chassis" von ner 1970 Triumph angesehen. Das war ein bisschen wie bei den Luddolfs auf dem Schrottplatz und Papiere gabs auch keine zu dem Teil. Warum ich das schreibe ... in Dover hat uns der lokale Zoll oder was das auch immer war wegen dem Motorrad gründlich gefilzt. Wollte V5 und Kaufvertrag sehen. Blöd wäre auch wenn Du bei der Zulassung in Deutschland erfähren würdest das das Motorrad u.U. in UK gestohlen wurde.
Viel Erfolg
Mineiro
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 20:29
von speedtwin
Mineiro hat geschrieben:Walter Arndt hat geschrieben:
Habe mir auf dem Rückweg noch in der Nähe von London ein "rolling Chassis" von ner 1970 Triumph angesehen. Das war ein bisschen wie bei den Luddolfs auf dem Schrottplatz und Papiere gabs auch keine zu dem Teil. Warum ich das schreibe ... in Dover hat uns der lokale Zoll oder was das auch immer war wegen dem Motorrad gründlich gefilzt. Wollte V5 und Kaufvertrag sehen. Blöd wäre auch wenn Du bei der Zulassung in Deutschland erfähren würdest das das Motorrad u.U. in UK gestohlen wurde.
Mineiro
Nur zum Verständnis: hast Du das rolling chassis gekauft, oder haben Sie euch wegen dem eigentlichen Bike aus Blackpool gefilzt ?
Gruß, Wolfram
Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?
Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 21:47
von Mineiro
speedtwin hat geschrieben:Mineiro hat geschrieben:Walter Arndt hat geschrieben:
Habe mir auf dem Rückweg noch in der Nähe von London ein "rolling Chassis" von ner 1970 Triumph angesehen. Das war ein bisschen wie bei den Luddolfs auf dem Schrottplatz und Papiere gabs auch keine zu dem Teil. Warum ich das schreibe ... in Dover hat uns der lokale Zoll oder was das auch immer war wegen dem Motorrad gründlich gefilzt. Wollte V5 und Kaufvertrag sehen. Blöd wäre auch wenn Du bei der Zulassung in Deutschland erfähren würdest das das Motorrad u.U. in UK gestohlen wurde.
Mineiro
Nur zum Verständnis: hast Du das rolling chassis gekauft, oder haben Sie euch wegen dem eigentlichen Bike aus Blackpool gefilzt ?
Gruß, Wolfram
Hallo Wolfram,
das "rolling chassis" haben wir nicht gekauft, nur für einen Freund geprüft ob Preis- / Leistung in Ordnung ist. Gefilzt haben uns die Briten in Dover wegen der Triton! Wahrscheinlich hatten die Angst wir schaffen illegal Kulturgüter ausser Landes!

Aber die Papiere waren o.k. und dann konnten wir weiter fahren. Dover ist ja sowas wie die EU Außengrenze und dann haben es die Zöllner schon etwas wichtiger wie z. B. von Belgien nach Niederlande. Da war nichts zu sehen vom Zoll! So wie wir das halt gewöhnt sind
Grüße
Mineiro