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Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Dienstag 7. Dezember 2010, 13:02
von EPEP
Hallo, bei meiner Commando 750 habe ich das Problem, dass ab mittlerer Drehzahl der Vergaser zurückdrückt. Halte ich im meine Hand vor den Ansaugtrichter, wird diese richtig nass, wenn ich über den mittleren Drehzahlbereich herausdrehe. Das Moped springt super an und läuft auch einigermaßen bis zum mittleren Drehzahlbereich. Darüber hinaus wird nur noch gerukkelt und geknallt.
Ventilfedern habe ich gewechselt, da ich geglaubt habe, dass die zu schwach oder gebrochen waren. Eine Mikuni Vergaser habe ich auch schon erfolglos probiert.
Hat jemand eine Idee was das sein könnte und was ich noch probieren sollte??
Schönen Gruß aus dem Sauerland
Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Dienstag 7. Dezember 2010, 20:38
von Uli
Hallo erstmal!
Wie dürfen wir dich denn ansprechen (-schreiben)?
Epep ist ja (wie Pipi) kein Name und hört sich auch irgendwie blöd an.....
Zu deinem Problem:
Ist das nur bei einem oder bei beiden Zylindern?
Zündung? Korrekt eingestellt? Verstellt sie auch auf volle Frühzündung? Was hast du eigentlich für eine Zündung verbaut?
Weiter: Auslassventil macht ganz auf? Nocken/Tappet eingelaufen? Stößelstange krumm?
Passen die Steuerzeiten?
Auslass irgendwie beengt? Ist was im Krümmer/Muffler? Ich hatte es schon mal, dass bei einem doppelwandigen Krümmer
das innere Rohr eine Beule schob und 3/4 des Durchlasses blockierte.
War zwar kein Engländer, aber die Symptome waren wie bei dir.
Der komplette Motor war schon 2 x auseinander und wieder zusammen, bis wir das gefunden haben.
Good luck und auch schöne Grüße aus dem Bayern- ins Sauerland.
Uli
Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Dienstag 7. Dezember 2010, 21:55
von EPEP
Hallo und vielen Dank für schnelle Reaktion.
Pedi ist mein werter Name. Pedi aus dem Sauerland.
Ich vermute dass der es nur der linke Zylinder ist der drückt. Ich habe geglaubt, dass der Vergaser ausgeschlagen ist und habe deshal den Mickumy versucht!
Zündung schein zu stimmen und scheint sauber eingestellt zu sein. Verbaut ist eine Boyer Zündung.
Ventile sind sauber eingestellt. Ventile habe ich einschleifen lassen. Stößel hatte ich beim wiederaufbau kontrolliert.
Steuerzeit? Wie überprüfe ich die am besten? Hast du da einen Tipp?
Optisch kann ich nichts erkenne, was auf eine Verengung hinweißt. Was meinst du? Einfach mal ohne Krümmer versuchen? Hier auf dem Land meckert so schnell keiner wenns laut wird.
Ich versuche das einfach mal!
Schönen Gruß aus dem verschneitem Sauerland
Pedi
Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Dienstag 7. Dezember 2010, 23:14
von Martin
Also ich hätte auch erst die Zündung gecheckt. Hast Du Boyer, hast Du manchmal Probleme. Schon mal gecheckt ob es eine Vibrationsbruchstelle auf der Kontaktplatte gibt? Nicht so unüblich bei die Nortons...
Die Steuerzeiten werden es eher nicht sein, wenn Du nicht an Steuerkette und Zahnrädern was gemacht hast.
Was ich schon mal hatte war eine aus der Pfanne gesprungene Stößelstange. Das macht ähnliche Effekte im Vergaser, von sauberem Motorlauf kann da aber keine Rede sein...
Da ich zu Norton aber wenig beitragen kann...
Aber hey.. aus welchem Sauerland kommst Du denn? Ich meine... ich so als eingeborener Sauerländer und lediglich Exil-Ostwestfale hab da wohl ein Recht drauf zu wissen wo die Sauerländer hier her kommen... Jawoll.
Ich kannte mal einen Pedi aus Ihmert, aber der wird wohl heute mit Motorrädern nichts mehr zu tun haben. Der fuhr CB750KZ...
Also: Autonomes Sauerland jetzt!
Und an den Rest: Helft diesem Mann

Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Mittwoch 8. Dezember 2010, 07:58
von Uli
EPEP hat geschrieben:Hallo und vielen Dank für schnelle Reaktion.
Pedi ist mein werter Name. Pedi aus dem Sauerland.
Na also ! Guten morgen, Pedi!
Ich vermute dass der es nur der linke Zylinder ist der drückt. Ich habe geglaubt, dass der Vergaser ausgeschlagen ist und habe deshal den Mickumy versucht!
Zündung schein zu stimmen und scheint sauber eingestellt zu sein. Verbaut ist eine Boyer Zündung.
Die Boyers neigen dazu, unterhalb einer Betriebsspannung von 12 Volt (manche sagen 11 V, manche funzen nichtmal bei 12,4 V...) Aussetzer zu produzieren. Klemm mal eine tiptop geladene AUTO-Batterie an, und prüfe die Spannung während des Betriebes.
Mit Strobo abblitzen, ob die Verstellung auf Früh tadellos passt!
Ventile sind sauber eingestellt. Ventile habe ich einschleifen lassen. Stößel hatte ich beim wiederaufbau kontrolliert.
Steuerzeit? Wie überprüfe ich die am besten? Hast du da einen Tipp?
Hast Du kein Workshop-Manual? Gradscheibe drauf und prüfen, ob die Ventile zu den ihnen zugedachten Winkelgraden öffnen, bzw. schließen.
Ist diese Knallerei plötzlich aufgetreten oder gleich nach der Motorüberholung?
Optisch kann ich nichts erkenne, was auf eine Verengung hinweißt. Was meinst du? Einfach mal ohne Krümmer versuchen?
Hier auf dem Land meckert so schnell keiner wenns laut wird.
Ich versuche das einfach mal!
Jo, mach das mal.
Schönen Gruß aus dem verschneitem Sauerland
Pedi
Viel Erfolg!
Uli
Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Mittwoch 8. Dezember 2010, 09:24
von Tim
Moin!
Das sind ein wenig wenig Infos, ehrlich gesagt. Z.B. wär es interessant zu erfahren ob die die Kiste vorher bei Dir schonmal problemlos lief oder ob Du sie so kürzlich erst gekauft hast? Offensichtlich ist es nur ein Versager, ergo nicht serienmäßig - was ist denn sonst noch verändert und wann? Laufleistung? Werden die Krümmer gleichmäßig warm oder kühlt einer bei höheren Drehzahlen ab (Pyrometer bis 800°C gibt es schon für um die €50,-, und die Dinger müssen nicht sonderlich exakt sein, weil man nur eine Differenz erkennen können muss)? Kommt Sprit auch hinten aus den Dämpfern raus? Dann ist die Kiste obenrum wahrscheinlich nur höllisch fett, also wäre die Bedüsung interessant. Wenn Du Öl aus dem Kurbelgehäuse abläßt, kannst Du da deutlich Sprit im Öl erkennen? Etc....
EPEP hat geschrieben:Ich vermute dass der es nur der linke Zylinder ist der drückt.
Woran meinst Du, das zu erkennen? Wie sehen denn die Kerzen im Vergleich aus, und was für welche sind drin?
Ich habe geglaubt, dass der Vergaser ausgeschlagen ist und habe deshal den Mickumy versucht!
Welcher Versager ist denn derzeit montiert? Welche Düsen sind drin (wenn Du nix völlig exotisch hast, bekommen wir das schon raus...)?
Zündung schein zu stimmen und scheint sauber eingestellt zu sein.
Abgeblitzt? Wenn ja, bis zu welcher Drehzahl?
Steuerzeit? Wie überprüfe ich die am besten? Hast du da einen Tipp?
Guxdu Google .... Ist keine Geheimwissenschaft und mit ein wenig angewandtem gesunden Menschenverstand hinzubekommen.
Seit wann hast der Motor denn diese Symptome? Hast Du beim Ventilfederwechsel irgendwie am Bottom end rumgefummelt und die Zuordnung KW-NW gestört? Wenn nicht und die Symptome sind irgendwann aufgetreten, kannst Du Dir das Nachmessen der Steuerzeiten auch sparen.
Optisch kann ich nichts erkenne, was auf eine Verengung hinweißt. Was meinst du? Einfach mal ohne Krümmer versuchen?
Die einzige Erkenntnis davon wird sein, dass ein Motor ohne Krümmer richtig sch**se läuft. Was hast Du denn für Dämpfer drauf? Peashooter, Bean cans oder was ganz anderes? Wenn Du den Motor "frei" laufen lassen willst, lass auf jeden Fall die Krümmer dran (vorher mal durchgucken ist okay, aber dann bitte wieder dranschrauben), sonst bringt Dir das genau nix.
Ich würde als erste Ursache mal vermuten, dass die Kiste obenrum zu fett abgestimmt ist, was den schlechteren Motorlauf schon ausreichend erklären könnte - den Sprit hinter dem Versager besorgt dann das Schwingen der Gassäule vor den Ventilen, da muss nicht mal was mechanisch im Argen liegen. Die nächste übliche Verdächtige wäre dann die Boyer und dann erst würde ich nach anderen Ursachen fahnden.
Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Mittwoch 8. Dezember 2010, 09:28
von Martin
Atlas750 hat geschrieben:Ich würde als erste Ursache mal vermuten, dass die Kiste obenrum zu fett abgestimmt ist, was den schlechteren Motorlauf schon ausreichend erklären könnte - den Sprit hinter dem Versager besorgt dann das Schwingen der Gassäule vor den Ventilen, da muss nicht mal was mechanisch im Argen liegen. Die nächste übliche Verdächtige wäre dann die Boyer und dann erst würde ich nach anderen Ursachen fahnden.
Nachvollziehbar. Allerdings schrob der Kollege ja auch, dass ein Vergaserwechsel auf einen Mikuni nichts veränderte...?
Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Mittwoch 8. Dezember 2010, 10:17
von Tim
Martin hat geschrieben:Nachvollziehbar. Allerdings schrob der Kollege ja auch, dass ein Vergaserwechsel auf einen Mikuni nichts veränderte...?
Dass ich Dir mal recht geben muss und ich das auch schon dachte....
Nee ernsthaft, dann lautet die Frage eben, wer dann den Mikuniversager (was für einer überhaupt) aufgrund welcher Vorgaben abgestimmt hat. Es fehlen halt einige Infos, um nicht blind im Spritnebel rumstochern zu müssen.
Tim
Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Mittwoch 8. Dezember 2010, 10:20
von Martin
Atlas750 hat geschrieben:Martin hat geschrieben:Nachvollziehbar. Allerdings schrob der Kollege ja auch, dass ein Vergaserwechsel auf einen Mikuni nichts veränderte...?
Das ich Dir mal recht geben muss und ich das auch schon dachte....
Nee ernsthaft, dann lautet die Frage eben, wer dann den Mikuniversager (was für einer überhaupt) aufgrund welcher Vorgaben abgestimmt hat. Es fehlen halt einige Infos, um nicht blind im Spritnebel rumstochern zu müssen.
Tim
Triumphmotor einbauen und Ruhe haben

Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Mittwoch 8. Dezember 2010, 17:23
von Uli
Martin hat geschrieben:
Triumphmotor einbauen und Ruhe haben

.....weil der nicht läuft ??

Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Mittwoch 8. Dezember 2010, 21:07
von Klaus Thoms
Erklärung für das zurückdrücken wäre aus meiner Sicht : Einlassventil ist undicht , wo sonst sonst der Druck herkommen , wenn es die Zündung wäre ( also gezündet wird bevor das Einlassventil dicht ist , (das wäre ja ohnehin eine unglaubliche Frühzündung) kämen ja wohl Flammen raus , und Steuerzeiten verstellen sich wohl auch nicht von selbst , oder ??
Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Mittwoch 8. Dezember 2010, 21:53
von Tim
Klaus Thoms hat geschrieben:.... wo sonst sonst der Druck herkommen ....
Durch die schwingende Gassäule, wenn es grade (nicht) passt hinsichtlich der Rohrlängen, könnte die auch Sprit aus dem Wandfilm in die flasche Richtung befördern. Bei einer Einvergaseranlage mit dem siamesischen Rohr gehen vermutlich ganz abstruse Strömungsprozesse ab.
Tim
Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Donnerstag 9. Dezember 2010, 09:31
von Klaus Thoms
Pedi !!
War das schon immer so ?
Ist das schlagartig gekommen ?
Hast du kurz davor irgendwas gemacht ?
Ist vielleicht die Hauptdüse aus dem Düsenstock gefallen ?
Sag mal was
@ Tim :
ja , das weiss ich schon , gehe aber davon aus , das das Phänomen plötzlich aufgetreten ist , aber solange wir obige Antworten nicht haben , stell ich das hier erst mal ein

Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Samstag 11. Dezember 2010, 13:27
von Nörtn ut stall
Martin hat geschrieben:
Triumphmotor einbauen und Ruhe haben
.....weil der nicht läuft ??

Um nicht zu sagen: 0 db
Anders als bei so mancher Sechs Zylinder Norton .... Garantiert !

Re: Vergaser drückt bei meiner Commando zurück
Verfasst: Samstag 11. Dezember 2010, 14:44
von Higgins
Moin !
und Steuerzeiten verstellen sich wohl auch nicht von selbst , oder ??
Rein hypothetisch könnte es die Steuerkette bzw. der -spanner sein.
Ansonsten schließe ich mich meinen Vorschreibern an.
Brauchen mehr Infos
Matthias