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Lucas K2F

Verfasst: Dienstag 12. Oktober 2010, 21:51
von István
Hallo!
Heute habe ich meine Lucas K2F zerlegt.Was habe ich gefunden?Eine "slipring" von Bosch!Ist das möglich?In eine Lucas Zündmagnet sitzt eine Bosch Teil.Ich weiss heute das wäre möglich aber in der 50'er ich denke das ist ausschließlich.
Ich denke ,daß jemand hatte irgendwann gebastelt. Was meinten Ihr ?
MfG.:
István

Re: Lucas K2F

Verfasst: Dienstag 12. Oktober 2010, 22:52
von jan
Hallo István,

also, wenn Dein K2F damit gelaufen ist: Respekt!
Ein normaler Slipring vom K2F sieht anders aus, etwa wie eine Keilriemenscheibe beim Auto. Im Inneren des Sliprings ist auf ca. einem Viertel des Umfangs (o je, hoffentlich stimmt das... ) eine metallische Kontaktfläche, die mit dem jeweiligen Pick-Up in Berührung kommt und den Zündfunken durchleitet.

Leider habe ich kein Foto eines originalen Sliprings - aber das, was Du da fotografiert hast, hat mit dem Original nichts zu tun. Es sollte aber bei guten Ersatzteilhändlern noch Slipringe geben - wobei empfohlen wird, nach Möglichkeit einen gut erhaltenen alten Slipring zu verwenden, da der Werkstoff (Bakelit) besser ist als das neumodische Billig-Plastik. Du erkennst gute alte Slipringe an ihrer rötlichen Farbe (die neumodischen sind meistens glänzend schwarz).

Falls Du neue Pick-Ups bzw. Pick-Up-Kohlen einbaust: Auch dort musst Du auf Qualitätsunterschiede achten! Es gibt billige Kohlen aus China- oder Taiwan-Produktion, die stark "schmieren" und innerhalb kürzester Zeit die Kontaktfläche auf dem Slipring verschmutzen. Man kann dies prüfen, indem man mit der Kohle versucht, auf einem Stück Papier zu schreiben. Bei einer guten Kohle sollte das nicht bzw. kaum möglich sein. Mit einer Billig-Kohle kannst Du hingegen schreiben wie mit einem Bleistift - die kannst Du wegschmeißen und brauchst sie gar nicht erst einzubauen!

Viel Glück & cheers, Jan

Re: Lucas K2F

Verfasst: Mittwoch 13. Oktober 2010, 21:07
von István
Hallo !

Vielen Dank für die Antwort. Ich habe nur eine Bild gemacht von eine Richtung ,aber diese alte Slipring ist genau wie Jan hat geschrieben ,sieht so aus wie eine Keilriemenscheibe . Ich habe schon neue (leider repro ) Slipring gekauft ,weil ich sah schon die kleine Riß . Nur die Bosch Anker war überraschend ! Von diese Seite habe ich noch nicht gesehen die Slipring .
Zu der Kohlbürste : ich habe früher ( ca. vor 25. Jahre ) von die 1,5 V kleine Batterie habe ich die mittlere Kohle ausgenommen und davon habe ich ( und noch mehrere Bekannte ) Kohlbürste gemacht . Funktioniert. Damals könnten wir hier von solche Ersatzteilbesorgung nur Traumen ! Ich denke die Bosch Slipring war auch deswegen drin .

MfG.:
István

Re: Lucas K2F

Verfasst: Donnerstag 14. Oktober 2010, 06:49
von Wiener Wilhelm
Guten Morgen,
Gerade Anfang dieser Woche habe ich einen K2F zusammengebaut, natürlich mit neu gewickeltem Anker, Slipring neu (jaja, der neue schwarze) , Simmerring neu, und gottseidank waren die originalen Sternisolierungen - heissen die so? - der Lager verwendbar. (Der heutzutage verkaufte Weichpapierdreck hält ja nur ein paar hundert Kilometer, dann löst er sich auf)
Und - was soll ich sagen, beim Probelauf nur ein oranger butterweicher - naja, Funken kann man das nicht nennen.
Nach tiefgreifender Verfluchung des Wicklers und Anbetung aller Heiligen probierte ich es nochmals mit dem alten Slipring - ein Funken wie ein Junger, ich muss mich bei dem Wickler entschuldigen.
Da muss in dem neuen Slipring, diesem Dreckszeug, dem schmierig-butterweichen, irgendwas nicht in Ordnung sein, das frisst den Funken.
Also Vorsicht mit dem Zeugs, ich werd den schadhaften Slipring mal aufschneiden, vielleicht sieht man, was da danabenging.
Ist aber das erste Mißgeschick seit Jahren mit diesen Ringen, mit den Schmierkohlen hatte ich öfter Probleme.
Das nächste Problem: Der neue Slipring war um 4 Zehntel höher als der alte, bin mit dem Distanzieren nicht hingekommen, musste ihn abdrehen.

Übrigens - beim Erwerb von gebrauchten Sliprings darauf achten, daß es diese Ringe für clockwise und anticlockwise gibt.
So, bevor Ihr auf dem nächsten Flohmarkt zuschlagt, vergewissern, was da angeboten wird.

Re: Lucas K2F

Verfasst: Freitag 29. Oktober 2010, 20:41
von István
Hallo !

Der K2F ist eine Alptraum ! Wer fahrt noch damit ? und wie zuverlassig ist ? Ich kampfe immer noch die selbe problem und schon seit jahren !
Ich habe aus England neue Kondensator ( ganz modern ) bestellt und schon eingebaut,Schleifringe auch . . Vor paar Jahren hat eine Spezialist der Spule neu gewickelt und wieder neu magnetiziert .Statt die Pappsterne habe ich so eine Isolierung aus Bakelit gedreht (ja ich bin beruflich Dreher ) Also habe ich eine ganze menge Arbeit geleistet .Wer hat schon von eine Dommi der Zündmagnet runtergebaut und wieder rauf und dann noch die Zündung eingestellt (auch mit Stroboskoplampe )der kann das vorstellen wovon rede ich .Und bleibt alles die selbe ,oder noch schlimmer geworden .Manchmal geht ganz gut ,aber bei etwas über Leerlauf schon kommt ab und zu Zündaussetzung . Jetzt habe ich wieder die Zündmagnet runtergebaut und alles nachgemessen und kontrolliert mit Multimeter auch . Was habe ich entdeckt ? Die spule sind kaputt ! Füher habe ich auch kontrolliert ,auf der Sekunderseite war 6kOhm . Jetzt weis ich schon daß war damals auch schon zuviel ( 3-5kOhm wäre gut ).Aber in Schraubstock beim Prüfung sieht man immer Kraftige Zündfunke . Sogar schon wenn ich mit Hand drehe funkt sofort .
Ich bin aber schon ein bißchent sauer geworden ! Ich mache seit mehrere Jahren in meine Werksatt Käfer und Co . und jetzt überlege ich ,daß das wie einfacher einmal z.B. die Zündung einstellen . Und die beide System wie Zuverlassig ist ?
Und Wartungfreundlich ? Z.B. eine tausch der Kondensator ? Mein Gott ! Was ist eine Unterschied !
Jetzt habe ich draufgedacht ,daß werde ich alles umbauen auf Akkuzündung . Akku ist sowieso drin .Der Zündmagnet bleibt. Eine Leitung raus von die Zündmagnet und darauf die Kondensator und eine Spule zusammenbauen... und schluß mit der Startprobleme und die Probleme mit der Wärme....
Also jetzt bin ich auf diese Stelle .Das war eine lange Strecke mit sehr viele Arbeit ,Arger usw....
Ich möchte jetzt wissen wie meinten Ihr ? Wer hat so ähnliches gemacht ?
Für die hilfliche Antworten Vielen Dank voraus !
MfG.:
István

Re: Lucas K2F

Verfasst: Montag 1. November 2010, 13:24
von jan
Hallo István,

normalerweise kann ein ordentlich revidierter K2F lange und zuverlässig funktionieren. Es ist aber wichtig, dass er korrekt und mit den passenden Teilen instandgesetzt wird. Ich glaube z.B. nicht, dass man die Papp-Isolierscheiben (die "Sterne") durch Drehteile aus Bakelit ersetzen kann - da ist doch nur ganz wenig Platz, vielleicht im Zehntel-Millimeter-Bereich?!
Besonders wichtig ist auch ein ordentlicher Zusammenbau der rotierenden Armatur, in deren Inneren ja auch der Kondensator eingebaut ist. Hier kommt es besonders auf handwerkliche Qualität an.

Im deutschen Matchless- und AJS-Forum hat ein Clubkamerad über seine Erfahrungen mit dem Umbau von K2F auf eine BTH-Zündung beschrieben, unter diesem Link:
http://65936.homepagemodules.de/t391f7- ... Lucas.html
Vielleicht sind dort für Dich ja auch gute Anregungen zu finden?! Und ansonsten habe ich auch noch den letzten von meinen drei K2F-Magneten anzubieten, Drehrichtung "anti-clockwise" und für automatische Zündverstellung ("auto advance"). Der Magnet ist überholt und prüfstanderprobt. Wenn Du Interesse hast, schreib´ mir eine PN.

Viele Grüße, Jan

Re: Lucas K2F

Verfasst: Montag 1. November 2010, 13:57
von Wiener Wilhelm
Die Sterndichtungen kann man schon ersetzen. Entwedere das Gehäuse ausdrehen oder hauchdünne Distanzen drehen. Geht schon, weiss aber jetzt nicht das Maß. Werden wahrscheinlich Wandstärken von 3/10 sein. Oder die heutig käuflichen Drecks-Sterndistanzen nehmen und mit Loctite oder einen anderen Kleber einpicken, das Papier als Kleberträger verwenden. Dann halten die Papierdichtungen, mit dem Kleber dran.
Mach ich immer so, wenn ich nix anderes habe.
Wichtig ist auch gutes Distanzieren der Lager. Und wenn der Anker gut gewickelt ist, ein guter Kondensator, ein guter Schleifring und die richtigen (harten) Kohlen, hält der Magnet wieder Jahre.

Re: Lucas K2F

Verfasst: Dienstag 2. November 2010, 07:55
von Goldstar
Konstruktiv gesehen sind Bosch, Lucas und alle Magnete bei denen sich die Spule dreht sehr anfällig. Alternativ dazu Joe Hunt Magnete, dort dreht sich der Magnet.

Eine Mischung aus Magnet und Elektronik bietet BTH mit ihren "selfgenerated ignition systhems" man ist nicht abhängig von einer Batterie hat aber keine Kontakte und keine manuelle oder automatische, sondern elektronische Zündverstellung.
Das werde ich auch in meinen neuen Rennmotor einbauen, da es mir doch regelmäßig die Batterie zerschüttelt.

Grüße Klaus