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Backfire in einem Zylinder

Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2009, 09:41
von Fast Franz
Hallo Zusammen

Ich hab da ein Problem mit meiner Commano MKIII. :oops:
Nach der Vergaserüberholung (Sleeven) in den Niederlanden wurde es echt merkwürdig :( . Die Norton läßt sich mühelos ankicken, läuft aber unrund im Leerlauf, patscht und Knallt aus einem Auspuff über den gesamten Drehzahlbereich. Eine Kerze ist schwarz, die andere (die mit dem Knallen) Weiß. Super denk ich, da zieht sich jemand Falschluft.
Also Geraffel abgebaut und neu montiert, Schieber und Luftschieber laufen exakt gleichmäßig hoch. Auspuff knallt immer noch. Düsenstock (260/106) getauscht. Auspuff knallt immer noch.
Komplette Schwimmerkammer getauscht.Auspuff knallt immer noch. Vergaser mit Bremsenreiniger abgeduscht (Minimales Luftloch zwischen Vergsaser und Ansaugstutzen gefunden), neu mit neuem Ring + Kurill montiert. Auspuff knallt immer noch.
Zündzeitpunkt (Boyerzündung 28° bei 3000 1/min) bestätigt.Kerze neu NGK BP7ES.Auspuff knallt immer noch.
Wenn ich das Standgas im betreffenden Vergaser stark hochsetzte hört das Knallen auf.
Jetzt das Beste: Läuft der Motor nur auf dem kranken Zylinder, ist alles Gut. Schön rund und ohne über den gesamten Drehzahlbereich.

Das Problem werden vielleicht schon mehrere gehabt haben. Kann mir jemand helfen. Ist die Boyer auf einmal kaputt? Oder kann man die Zylinder einzeln einstellen(Eine Feste Drehscheibe)?
:?: :?:

Re: Backfire in einem Zylinder

Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2009, 13:18
von Tim
Fast Franz hat geschrieben: Nach der Vergaserüberholung (Sleeven) in den Niederlanden wurde es echt merkwürdig :( .
Okay, ich vermute mal, Du hast Concentrics sleeven lassen....;-)

Alles, was Du so schreibst, hört sich für mich weniger nach Versager als eher nach Zündung an.

Zum Versager: Wenn mich grad nicht alles täuscht, kannst Du doch evtl. RH und LH tauschen, kommst dann halt nicht an den Tickler dran (kann auch sein, dass die sich dann in die Quere kommen)? Dann könntest Du ausschliessen, dass es einer der Versager ist. Ich hatte meine 930er Concentrics seit Jahren nicht mehr am Bock, weiss grad nicht, ob das machbar wäre....
Zündzeitpunkt (Boyerzündung 28° bei 3000 1/min) bestätigt.Kerze neu NGK BP7ES.Auspuff knallt immer noch. Wenn ich das Standgas im betreffenden Vergaser stark hochsetzte hört das Knallen auf.
Das ist etwas mistverständlich: Setzt Du das Standgas nun hoch oder drehst Du einfach an der "krankseitigen" Schraube und bei gleicher Drehzahl wird es besser? Ich vermute mal ersteres, und das würde ja auch mehr Saft von der LiMa bedeuten - und wenn ich bei der Boyer etwas gelernt habe, dann, dass die ein furchtbares Sensibelchen mit der Bordspannung ist. Unter 11.99999V hatte meine keinen Bock.
Jetzt das Beste: Läuft der Motor nur auf dem kranken Zylinder, ist alles Gut. Schön rund und ohne über den gesamten Drehzahlbereich.
Was machst Du denn, um ihn einseitig laufen zu lassen? Ich vermute mal, dass Du den Zündstecker abziehst, oder? Läßt Du den dann ggf. rumbaumeln oder funkt der noch gegen Masse?

Hast Du mal die Zündkabel vertauscht? Bleibt das Problem auf dem einen Zylinder oder wandert es mit?
Das Problem werden vielleicht schon mehrere gehabt haben. Kann mir jemand helfen. Ist die Boyer auf einmal kaputt?
Würde mich zwar nicht überraschen, aber ich würde erstmal auf den blauen Kondensator tippen, wenn Du den noch drin hast, sonst auf die Powerbox oder die Batterie. Alles halt, was dafür sorgen kann, dass die Spannung nicht hoch genug ist im LL.

Oder kann man die Zylinder einzeln einstellen(Eine Feste Drehscheibe)?
:?: :?:
Zylinder einzeln verstellen geht nicht. Sowohl die Gebermagnete als auch PickUps sind fix zueinander.


Tim

Re: Backfire in einem Zylinder

Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 15:25
von Fast Franz
erst mal Danke für die vielen scchnellen Tipps =D>

Klar der Vergaser ist ein Concentric 632
Also Standgas hochfahren auf dem kaputten Zylinder heißt bei mir die Anschlagschraube hereindrehen. Der Auspuff knallt dann nicht mehr im Standgas, läuft aber trotzdem unrund.Bei Teil und Volllsat fängt es dann wieder an. Ich tue mich auch schwer damit ,die Vergaser asymetrisch (Düse, Nadel,Schieber) Einzustellen. Ist das vieleicht sogar normal?. :?:
ICh werde die Batterie mal aufladen und wie vorgeschlagen die Zündkabel vertauschen . [-o<
Blauer Condensator ? wie Testen? wiewiel Strom muß der speichern?

Wie gesagt vor der Vergaserüberholung trat dieser Fehler nicht auf.
Wenn der Motor auf dem defekten Zylinder sauber über den gesamten Drehzahlbereich sauber läuft baumelte der Kerzenstecker des "gesunden"Zylinders frei herum (Ich weiß ersollte eigentlich geerdet sein) :oops:

Den Vergasertausch halte ich mir noch mal als letzte Option offen,

Re: Backfire in einem Zylinder

Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 18:11
von Martin
Ist denn der Vergaseranschluss dicht? Also mal den O-Ring kontrollieren und/oder mit Bremsenreiniger mal versuchen ob sich die Drehzal ändert. Vielleicht zieht er ja an einer seite Nebenluft..

Re: Backfire in einem Zylinder

Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 19:19
von nortonracer
Hallo,

Ich habe eine gleiches problem gehabt mit ein Norton Dommi, (fahr auch mit Boyer), wenn die sachen die vorher beschrieben sien , nagelaufen sind, mus du mal kuckennach die Ventilführung von der cilinder der die probleme verursacht.
Nachdem ich alles versucht hatte an meine machine, war das woll das letzte wo ich an gedacht hatte, aber nachdem ich die neue Ventilführung herein gemacht hate , kein problem mehr.
So kuck mal ob die nicht zuviel spielang haben.

Re: Backfire in einem Zylinder

Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 20:24
von Nörtn ut stall
Moinsen,
das Problem hatte ich bei meiner Atlas auch. Alles versucht und gecheckt. Nichts half.
Ich hatte die Versager zum Reinigen auseinander und die LL Schraubä vertauscht (wohl wegen eingelaufen).
Das wars im wesentlichen.- Guck auch nach den Düsen ob sie ganz drin sind.
Weiss nicht wie das beim Conc. ist. Bei den 389 er Amals müssen die Düsen (LL) richtig drin sitzen, sonst funzt es nicht nur untenrum.

Die LL Düse hat auch Auswirkungen bei höherem Gas; jedenfalls beim 389 er.

Vertausch mal die LL Schraubä.

gruss

Nörtn

8)

Re: Backfire in einem Zylinder

Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 21:16
von Tim
Fast Franz hat geschrieben:Also Standgas hochfahren auf dem kaputten Zylinder heißt bei mir die Anschlagschraube hereindrehen.
Du hast ja noch die Pilot-Schraube, die das LL-Gemisch regelt:

http://www.oldbritts.com/amal_tun.html

Wie reagiert der Motor denn da drauf?
Der Auspuff knallt dann nicht mehr im Standgas, läuft aber trotzdem unrund.
Im Zweifelsfall dann ja einfach schon deswegen, weil der Zylinder dann eben zu viel Luft und gar kein zündfähiges Gemisch mehr bekommt ...
Blauer Condensator ? wie Testen?
Gar nicht, austauschen. Die Dinger sind inzwischen allesamt hundealt: http://cbbc.sysz.de/forum/viewtopic.php ... 414#p12414
wiewiel Strom muß der speichern?
Ich hab mal die gepfuscht befestigte Batterie in der Fahrt verloren, da hat - damals noch mit Powerbox - die Kiste exakt so reagiert, wie Du's beschrieben hast - und der Kondensator ist wohl auch dazu da, Spannungsspitzen zu verhindern. Das ist der Hauptgrund, daß ich auf Zündung tippe.
Wie gesagt vor der Vergaserüberholung trat dieser Fehler nicht auf.
...was allerdings zugegebenermaßen dagegen spricht...;-)
Wenn der Motor auf dem defekten Zylinder sauber über den gesamten Drehzahlbereich sauber läuft baumelte der Kerzenstecker des "gesunden"Zylinders frei herum (Ich weiß ersollte eigentlich geerdet sein) :oops:
Da würde ich einfach drauf tippen, dass der dann einfach eine bessere Verbrennung hinbekommt, weil er mehr Last hat (Schleppverluste vom anderen Zylinder) und dadurch das Gemisch sich quasi automatisch wieder in Richtung fett verstellt. Das würde dann drauf hinweisen, dass wie Nörtn schrub die LL-Einstellung flasch ist. Dreh' halt mal nicht am Anschlag, sondern am Gemisch, wenn Du das noch nicht getan hast.


Tim

Re: Backfire in einem Zylinder

Verfasst: Montag 7. Dezember 2009, 09:39
von Fast Franz
Besten Dank erst mal

Ventile habe ich gerade neu eingeschliffen, Führung nicht mehr neu aber aber ich meine noch gut brauchbar;bei meheren Kompressionstest immer 9bar.

Pilotdüse ist und wahr in beiden Vergasern nicht vorhanden. Das Luftloch ist auch verschlossen.

Ich bersorg mir est mal nen neuen Condensator

Gruß

Re: Backfire in einem Zylinder

Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 21:42
von Fast Franz
Hallo erst mal

Nun wurde es zumindest mal so warm daß man länger als 1 Stunde in der Garage Schrauben konnte.

Also das Problem scheint gelöst. Der Vergaser wurde im Ultraschallbad gereinigt und siehe da, kein Backfire mehr auf dem Zylinder.
Also falls jemand auch mal so ein Problem hat und überhaupt nicht fündig werden kann, könnte eine Verstopfte Luftleitung für den Leerlauf durchaus eine Option sein (Zu doof daß man bei den ollen Amals das nie so genau orten kann). Besten dank für alle Tipps. =D>