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Welche Kabel 1930?
Verfasst: Freitag 30. Oktober 2009, 14:59
von Wiener Wilhelm
hALLO;
AJS R 6, also 1930, stellt mich vor Probleme. Maschine ist verhältnismässig unverschraubt, läuft schön, aber Elektrik unter dem Hund. Dreibürstenlima und Scheinwerfer mit Schalter hinten im Scheinwerfer machen einstweilen noch keine Probleme, aber die Kabel.
Aus dem Schalter heraus teilweise stoffummantelte Kabel, teilweise Kunststoffkabel, aber die Farben stimmen, die Anschlüsse im Schalter schauen bei beiden Kabeln original aus, die haben so runde Zinnpatzen am Ende, sodaß man sie nur mit Brachialgewalt und Zerstörung aus den Messinganschlüssen rauskriegt.
Alle diese Lucas-Rundstecker sind da, schaut alles original aus. (Aber so alt und beschädigt, daß man es nicht lassen kann)
So, was nehm ich? Was ist richtiger? Kunststoff oder umsponnen?
Bitte weiss das wer?
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Freitag 30. Oktober 2009, 22:23
von bosn
..hm,auf der Veterama is immer so´n Vogel mit solchem Material.
Vielleicht hat ja einer hier die Kontaktdaten?
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Samstag 31. Oktober 2009, 00:05
von Phil
Wilhelm,
kuxtu
Das ist der einzige, den ich in solchen Altkabeln kenne, und zu Deinem Glück ist er auch noch aus Baden, also eine ehrliche Haut, grundanständig, katholisch und was-weiß-ich-noch alles...
Ich hoffe, Dir geholfen zu haben.
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Samstag 31. Oktober 2009, 00:23
von jan
...und wieder mal muss ich Werbung für
http://www.medidenta-schramm.de machen. Die meint wohl auch bos´n, weil Jochen und sein Bruder Robert und manchmal auch deren gemeinsamer Vater lungern eigentlich auf jeder Veterama rum. Ich sach nur: Feuerwehrauto. Jedenfalls, stoffummanteltes Kabel haben die en masse.
Aber, Wilhelm - was hast Du denn da wieder für ein geiles Bike an Land gezogen??!!!!! Oder ist das wieder nur eine Deiner trostlosen Auftragsarbeiten für doppelt-linkshändige "Freunde"? (Und haben die überhaupt solche Moppeds verdient?!!)
Cheers, Jan
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Samstag 31. Oktober 2009, 06:48
von Wiener Wilhelm
Meine Herren, meine Herren:
Erstens ist das wieder eine von diesen trostlosen......hat mir ein guter Freund ein Loch in den Bauch geredet... was sollst machen, das wird ja sonst nie mehr was. Und die Fräse muß ja auch wieder mal auskühlen, gggg
Ausserdem kenne ich die Spezialisten, die sowas verkaufen, aber was gehört? Ich habe beide Arten auf dem Radl gefunden, schauen beide aus, als wären sie original.
Also was? Stoffumsponnen oder normale KFZ-Kabel? Oder beides gemischt?
1930 kommt mir fast ein bisserl spät vor für umsponnene Kabel. Oder was meint Ihr?
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Samstag 31. Oktober 2009, 19:45
von jan
Wiener Wilhelm hat geschrieben:..., aber was gehört? Ich habe beide Arten auf dem Radl gefunden, schauen beide aus, als wären sie original.
Also was? Stoffumsponnen oder normale KFZ-Kabel? Oder beides gemischt?
1930 kommt mir fast ein bisserl spät vor für umsponnene Kabel. Oder was meint Ihr?
Du kannst natürlich auch die Gehäkelten nehmen.
Aber, mal im Ernst: ruf mal bei den Schramm-Brüdern an, die verhökern das Zeug nämlich nicht nur, die sind auch recht firm in der historischen Zuordnung. (Sag´ halt einen schönen Gruß von mir.)
Cheers, Jan
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Sonntag 1. November 2009, 06:47
von Wiener Wilhelm
Ja danke, gute Idee, muß sowieso bei denen noch die Bowdenzüge (gehäkelt

) bestellen.
Na, dann wirds ja was, ---bis auf das Verstehen des Schaltplanes der Dreibürstenlima in Verbindung mit einem 4-stufigen Lucas-Schalter im Scheinwerfer mit eingebautem Draht-Widerstand, der zu- und weggeschaltet wird mittels zweier Nocken.
Püh..... Probüren geht über Studüren.
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Montag 2. November 2009, 23:09
von Goldstar
Wiener Wilhelm hat geschrieben:Ja danke, gute Idee, muß sowieso bei denen noch die Bowdenzüge (gehäkelt

) bestellen.
Na, dann wirds ja was, ---bis auf das Verstehen des Schaltplanes der Dreibürstenlima in Verbindung mit einem 4-stufigen Lucas-Schalter im Scheinwerfer mit eingebautem Draht-Widerstand, der zu- und weggeschaltet wird mittels zweier Nocken.
Püh..... Probüren geht über Studüren.
Hi Wilhelm,
Das mit den drei Kohlen Lichtmaschinen ist ne einfache Sache. Dachte immer nur die Franzosen hätten so was verbaut
Diese Lichtmaschinen sind Stromgeregelt, haben also nur einen Rückstromschalter und keinen Spannungsregler.
Von daher also elektrisch sehr einfach anzuschließen von Batterie über Ampereemeter Rückstromschalter auf Lichtmaschine, das ist alles.
Der einzige Nachteil bei dieser art Lichtmaschine besteht darin
volle Batterie hoher Ladestrom
leere Batterie kein Ladestrom oder schwacher.
Durch drehen der 3. Kohle kann man etwas den Ladestrom Regeln ( Sommer Winter Einstellung)
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Dienstag 3. November 2009, 07:03
von Wiener Wilhelm
Servus Goldstar,
Da Du anscheinend ein Wissender bist, bleiben Dir inquisitorische Befragungen meinerseits NICHT erspart.
Hab da den passenden Schaltplan, etwas deutlicher gezeichnet, sollte soweit auch funktionieren, (bin noch nicht im Probierstadium)
Könntest mir vieleicht die Funktion dieses verdammten Rückstromschalters einzeichnen, bei verschiedenenen Schaltstellungen, in Verbindung mit dem Widerstand und den zwei Nockenkontakten im 4-stufigen Schalter?
Der Schalter hat die Stellungen1) AUS, 2) C=dürfte Charge bedeuten, 3) H =Headlight?, 4) L =Low?, da brennt Stadtlicht.
Schaut mir so aus, als wenn das eine Messingplatterl des zweiteiligen Nockenschalters irgendwie verbogen wäre oder die Nocke teilweise abgenützt. Wann muß der Nock.... wo und warum öffnen?
Hab jahrelang gekämpft, die Gleichstromloma von Lucas und Bosch (feldeingang - oder masseregelnd) zu verstehen, kaum hab ichs, kommt der Dreibürstenschmarrn.
Ein Jammer.
Also, solltest Du Dein Wissen ohne grössere Aufwände transferieren wollen oder können, gerne auch per PM
Vorauseilender Dank aller Werkstattkumpel, die mich heuer zufällig alle mit Dreibürsten überschwemmen.
Und ich bin halt der, der sich bei der Elektrik haaalbwegs auskennt, jetzt raunzens mich nieder.

Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Dienstag 3. November 2009, 07:20
von Wiener Wilhelm
So, natürlich ist das mit dem Link-Mitschicken in die Hose gegangen. ist viel zu klein und undeutlich.
Solltest Du helfen können, kann ich selbstverständlich Besseres senden.
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Dienstag 3. November 2009, 14:08
von jan
Vielleicht geht es so?!
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Dienstag 3. November 2009, 14:08
von jan
Nö...
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Dienstag 3. November 2009, 15:32
von Goldstar
jan hat geschrieben:Vielleicht geht es so?!
Ah Ha
So Wilhelm ich hab mich mal ganz schlau gemacht
Also die Engländer haben es wie immer mal ganz kompliziert gemacht
Bei den Franzosen ist mal nix mit Multifunktionsschalter, da gibts ein Schalter fürs Licht und aus die Maus.
So erst mal was Grundsätzliches zu den stromregelden Lichtmaschinen.
Den großen Nachteil hab ich dir ja schon beschrieben. Leere Bat kaum Ladestrom volle Bat hoher Ladestrom.
Deshalb eine groß dimensionierte Batterie verwenden die gegenüber kochen unempfindlicher ist.
Die lichtmaschienenspannung wird durch die 3. Kohle geregelt ( Hilfsbürste)
Verschieben entgegen der Drehrichtung verringert die Maschinenleistung.
Und jetzt kommts mit dienem Wiederstand
Uffgebasst:
Mitunter wird auch der Erregerwicklung bei Tagfahrt ein Widerstand vorgeschaltet, der für eine zusätzliche Belastung der Maschine sorgt. Bei Nachtfahrt, wenn eine höhere Stromabnahme durch die Scheinwerfer erfolgt, wird der Wiederstand überbrückt.
Auch die englischen Lucas Maschinen sind so geschaltet, das die Hilfsbürste an Masse liegt und die Feldspule an der Plusbürste und über einen Wiederstand oder direckt an Masse angeschlossen ist.
Alles klar
Also mach dich mal nicht so verrückt, da man ja eh auch heutzutage bei Tag mit Licht fahren muß und auch sollte, vergiss einfach den Widerstand in der Lampe.
Nach deinem Schaltbild sitzt der Rückstromschalter auf der Lichtmaschine und ist auch eingezeichnet. Ist im Prinzip nix anderes wie ein halber F Regler. Solange die Batteriespannung höher ist wird die Lichtmaschine nicht zugeschaltet. Sobald die Maschinenspannung höher ist wird praktisch über einen Magnetschalter die Batt zugeklemmt.
Das verhindert auch das bei Stillstand die Batt sich über die Lima entläd.
Das kann man aber schön am Ammeter sehen, der kurz ins minus geht und dann auf null.Wenn dann wieder Gas gegeben wird springt der Zeiger, er geht also nicht langsam ins plus. In dem Moment hat der Rückstromschalter zu gemacht d.h. Batt mit Lima verbunden.
Es kann sein das nach langer Standzeit es wie bei den anderen Limas der Restmagnetismus zum Erregen zu schwach ist.
Dann Lima laufen lassen und einfach den Rückstromschalter mal mit der Hand zumachen, in der Regel bleibt er dann auch zu, muß aber bei Stillstand der Lima wieder auf gehen, dh trennen.
So Wilhelm und auch Jan (der das ganze hier gebannt verfolgt

)
ich hoffe ich hab dir damit etwas geholfen, auch wenn ich deinem Schaltplan selbst mit Brille ( ja auch ich komme in das Alter

) nicht lesen kommte.
Grüße Klaus
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Dienstag 3. November 2009, 19:41
von Wiener Wilhelm
Besten Dank für die Erklärung. Auch wenn ich sie heute, nach einer Lasagne mit Rotwein, nicht mehr zu 100% nachvollziehen kann, habe ich mir die Erklärung ausgedruckt, zweimal, weil einmal find ich sie sicher nicht, dann abgespeichert, und werde sie vor dem lebenden Objekt (AJS 1930) nachvollziehen.
Ja, Wissen ist Macht....
Danke nochmals.
Re: Welche Kabel 1930?
Verfasst: Dienstag 3. November 2009, 22:16
von Martin
Diie Auflösung leidet... ich hoffe, es geht trotzdem

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