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Antreten Hauptständer

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2026, 19:55
von Andy
Hallo,
habe irgendwo mal gelesen, dass der Rahmen verzogen sein kann,
wenn die Maschine regelmäßig angetreten wird, während sie auf dem Hauptständer steht.
Ist das so, oder muss man sich da keine Sorgen machen?
Ohne sie vorher aufzubocken geht es halt doch ziemlich schwer. :-k

Gruß
Andreas

Re: Antreten Hauptständer

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2026, 20:12
von Henrik
Hi Andreas,

falls dein Moped auf dem Hauptständer stabil steht, würde ich mir beim Ankicken hierüber keine Gedanken machen.

Korrektur 23.02.:
Die wenigen Male, die ich bisher mein Moped auf dem Haupständer angekickt habe, empfand ich als eher unbedeklich.
Nun scheint es wohl hier einhellige Meinung zu sein, das Motorrad lieber nicht auf dem Haupständer stehend anzukicken.
Ergo möchte ich mit meinem ersten Geschreibsel nicht dazu beitragen, dass sich ein Leser hierdurch den Rahmen ruiniert.

P.S.: Ich kicke zu 99,9% der Fälle über dem Moped stehend an, mit eingeklapptem Hauptständer. mit ein bisschen Technik hat das, meiner Meinung nach, nicht wirklich viel mit Kraft zu tun.

LG
Henrik

Re: Antreten Hauptständer

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2026, 20:48
von Alexander
Hi Andy
Wenn du die frühe Variante von 68-70 hast , der kurze Hauptständer ist hier direkt an die unteren Rahmenunterzüge gelagert , dann ist das sicher möglich .
Da verbiegen sich die filigranen Rohre bereits beim Aufbocken . Geschweige denn beim auch noch Ankicken .
Deshalb wurde das geändert und ein etwas längerer Hauptständer wurde dann am stabilem Getriebe Hilfsrahmen gelagert . Da wird dann höchstens der Hauptständer und seine Lagerpunkte darunter leiden .
Gruß Alexander

Re: Antreten Hauptständer

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2026, 22:15
von jan
...und es macht einen Riesenunterschied, ob Du das Moped zwar aufgebockt hast, aber beim Antreten daneben stehst - oder ob Du auch noch mit Deiner eigenen Körpermasse auf den Fußrasten rumhampelst. Letzteres ist nicht nur wegen des zusätzlichen Gewichts, sondern auch wegen der gleichzeitigen Kräftedynamik ein ziemlicher Overkill mindestens für die Befestigungsaugen des Ständers, oft aber auch für deren Counterparts am Rahmen.

Re: Antreten Hauptständer

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2026, 23:18
von Norton
Das "amerikanische" Problem.
In der Commando-Bibel sind so die verschiedenen, teilweise länderspezifischen, Probleme beschrieben.
In den USA traten die Probleme mit zerstörten Hauptständern reihenweise auf, weil sie nicht in der Lage waren ihre Motorräder stehend anzukicken.
Gibt ja auch von den späten Hauptständern zwei Versionen.

Gruß. Martin.

Re: Antreten Hauptständer

Verfasst: Montag 23. Februar 2026, 06:10
von Öko
Das Problem wird wie so oft vom Benutzer verursacht, was sich nicht nur auf Norton bechränkt.
Wer sein Motorrad nicht halten und dabei angekickt sollte vielleicht eine Stulle mehr essen und oder sich Gedanken über ein leichteres Motorrad mit weniger Kompression oder mit dem Mädchenknopf betätigtem Anlasser machen.
Mein Kumpel von der Küste, 157cm groß kickt seine 1200er Shovel auch lieber( Kickerumrüstung) als er den Knopf drückt.
Hat sehr oft was mit Vorgehensweise beim Kicken zu tun.

Re: Antreten Hauptständer

Verfasst: Montag 23. Februar 2026, 07:14
von Phil
Na ja, so deutlich wie Mario würde ich das nicht sagen.

Aber ein Hauptständer ist dafür da, um ein nicht in Betrieb befindliches Moped abzustellen/zu parken.

Zum Antreten gehört so ein Moped auf die Räder gestellt, zumindest solange man dazu körperlich in der Lage ist. Ansonsten verdirbt man die Aufnahmen des Ständers. :schlaumeier:

Schöne Grüße

Ph.

Re: Antreten Hauptständer

Verfasst: Montag 23. Februar 2026, 14:13
von Martin
Die Königsdisziplin bleibt zweifelsohne das Ankicken auf dem Seitenständer :-)

Re: Antreten Hauptständer

Verfasst: Montag 23. Februar 2026, 19:50
von Tim
Öko hat geschrieben: Montag 23. Februar 2026, 06:10 Mein Kumpel von der Küste, 157cm groß kickt seine 1200er Shovel auch lieber( Kickerumrüstung) als er den Knopf drückt.
Harleys kann man auf dem Seitenständer antreten, der ist genau dafür gedacht, entsprechend konstruiert und hält das aus (wenn man sich nicht Repromüll vom Grabbeltisch aufschwatzen lässt). Wenn die Kiste kalt ist, wird's auch durchaus anstrengend. Mit dem linken Fuß auf dem Boden und ohne Ständer hab ich meine Shovel nur ein, zwei mal angetreten, als sie an der Ampel mal ausgegangen ist.

Bei Norton ist das meiner Meinung nach ein Affront gegen die Mechanik; wenn man sich bei den meisten früheren Rahmen ansieht, wie die Hauptständeraufnahme auf die Unterzüge wirkt, ist auch klar, dass man die sich auf Dauer so krummhampelt. Außerdem sind die Dinger ja nach heutigen Maßstäben doch eher zierlich, da geht es eigentlich ganz gut über dem Mopped stehend. Ich würde es daher auch nicht bei der späteren Variante machen, bei der der Hauptständer am Cradle angedockt ist. Okay, bei meinen Kisten stellt sich die Frage mangels Hauptständer nicht, ich kann den Dinger eh nix abgewinnen. Seitenständer reicht.


Tim