Commando Kupplung
Verfasst: Montag 6. Juni 2022, 22:06
Guten Abend Zusammen,
Hier mal etwas für die Theoretiker zum Nachdenken. Ich hab mir schon den Kopf zerbrochen. Bitte schaut einmal.
Meine Kupplung ist weitgehend Standard Commando Mit 4 Sinterbronze Reibscheiben und ebenso 4 Stahl- Lamellen.
Weil mir die Handkraft wegen einer OP an meiner Kupplungshand zu hoch war, hatte an meiner Kupplung was geändert: Ich habe ihr eine weitere Stahl- Lamelle gegönnt und damit die Höhe des Lamellen- Pakets vergrößert. Die Handkraft war danach in der Tat geringer.
Die Tellerfedern unserer Commando- Kupplungen haben eine etwas andere Kennlinie als „normale“ Schraubenfedern. Zunächst steigt die Federkraft mit zunehmendem Federweg an (ob linear oder exponential sei hier mal dahingestellt).
Wichtig dabei ist, dass sie am Ende ihres Federweges wieder „weicher“ werden, sprich, die Federkraft (FA= Axialkraft) nimmt ab. Ich hab‘ meine sehr weit ans Ende gespannt und somit wurde die Federkraft immer weicher. Jim Comstock in den USA empfiehlt eine Vorspannung bis die Tellerfeder fast plan ist. Bei dem Drehmoment meines Motors scheint aber die Federkraft so nicht mehr auszureichen. Sprich, die Kupplung rutscht.
Meine Idee ist nun:
Ohne die Federkraft zu erhöhen, will ich das übertragbare Drehmoment erhöhen. Dazu nun die Skizze und die Beschreibung.
Hat einer ne Idee? Könnte das klappen? Dazu noch etwas. Vergleiche einmal rm (mittlerer Reibring- Radius) von modernen japanischen Kupplungen. Die Reib- „Ringe“ der Kupplungen sind extrem schmal. Übertragen die deswegen so viel Drehmoment, trotz verhältnismäßig geringer Handkraft?
Ich behaupte: „Ja“.
Hier zunächst eine Prinzip- Skizze:
FR = FA · µ · z
Reibkraft = Kupplungs- Federkraft x Reibwert x Anzahl der Reibflächen
rm = (ra+ ri)/2
mittlerer Radius = (großer Radius + kleiner Radius) /2
MR = FA · rm · µ · z
Übertragbares Drehmoment = Kupplungs- Federkraft x mittlerer Radius der Reibflächen x Reibwert x Anzahl der Reibflächen
Wenn ich diese mathematisch/ physikalischen Gegebenheiten richtig verstehe, ist das übertragbare Drehmoment einer Kupplung größer, mit der Vergrößerung des mittleren Durchmessers der Reib- scheiben.
Heißt in unserem Fall:
Wenn ich den Innendurchmesser vergrößere, vergrößere ich auch gleichzeitig den mittleren Durchmesser der Reibscheiben.
Folgende Faktoren bleiben konstant:
1.) FA, da ich die wegen meiner etwas begrenzten Handkraft nicht erhöhen kann
2.) µ, Reib- Beiwert zwischen den Reibscheiben und den Stahl- Lamellen.
3.) z, Anzahl der Reibflächen, klar das Paket würde zu dick werden.
Ich warte auf Kommentare.
Gruß
Klaus
Hier mal etwas für die Theoretiker zum Nachdenken. Ich hab mir schon den Kopf zerbrochen. Bitte schaut einmal.
Meine Kupplung ist weitgehend Standard Commando Mit 4 Sinterbronze Reibscheiben und ebenso 4 Stahl- Lamellen.
Weil mir die Handkraft wegen einer OP an meiner Kupplungshand zu hoch war, hatte an meiner Kupplung was geändert: Ich habe ihr eine weitere Stahl- Lamelle gegönnt und damit die Höhe des Lamellen- Pakets vergrößert. Die Handkraft war danach in der Tat geringer.
Die Tellerfedern unserer Commando- Kupplungen haben eine etwas andere Kennlinie als „normale“ Schraubenfedern. Zunächst steigt die Federkraft mit zunehmendem Federweg an (ob linear oder exponential sei hier mal dahingestellt).
Wichtig dabei ist, dass sie am Ende ihres Federweges wieder „weicher“ werden, sprich, die Federkraft (FA= Axialkraft) nimmt ab. Ich hab‘ meine sehr weit ans Ende gespannt und somit wurde die Federkraft immer weicher. Jim Comstock in den USA empfiehlt eine Vorspannung bis die Tellerfeder fast plan ist. Bei dem Drehmoment meines Motors scheint aber die Federkraft so nicht mehr auszureichen. Sprich, die Kupplung rutscht.
Meine Idee ist nun:
Ohne die Federkraft zu erhöhen, will ich das übertragbare Drehmoment erhöhen. Dazu nun die Skizze und die Beschreibung.
Hat einer ne Idee? Könnte das klappen? Dazu noch etwas. Vergleiche einmal rm (mittlerer Reibring- Radius) von modernen japanischen Kupplungen. Die Reib- „Ringe“ der Kupplungen sind extrem schmal. Übertragen die deswegen so viel Drehmoment, trotz verhältnismäßig geringer Handkraft?
Ich behaupte: „Ja“.
Hier zunächst eine Prinzip- Skizze:
FR = FA · µ · z
Reibkraft = Kupplungs- Federkraft x Reibwert x Anzahl der Reibflächen
rm = (ra+ ri)/2
mittlerer Radius = (großer Radius + kleiner Radius) /2
MR = FA · rm · µ · z
Übertragbares Drehmoment = Kupplungs- Federkraft x mittlerer Radius der Reibflächen x Reibwert x Anzahl der Reibflächen
Wenn ich diese mathematisch/ physikalischen Gegebenheiten richtig verstehe, ist das übertragbare Drehmoment einer Kupplung größer, mit der Vergrößerung des mittleren Durchmessers der Reib- scheiben.
Heißt in unserem Fall:
Wenn ich den Innendurchmesser vergrößere, vergrößere ich auch gleichzeitig den mittleren Durchmesser der Reibscheiben.
Folgende Faktoren bleiben konstant:
1.) FA, da ich die wegen meiner etwas begrenzten Handkraft nicht erhöhen kann
2.) µ, Reib- Beiwert zwischen den Reibscheiben und den Stahl- Lamellen.
3.) z, Anzahl der Reibflächen, klar das Paket würde zu dick werden.
Ich warte auf Kommentare.
Gruß
Klaus