So Eddie, das ist ja prima. Ich will aber trotzdem noch mal anmerken, dass es eben nicht feinste englische Art ist, so auf eine Frage zu antworten (ich weiß was aber lass euch zappeln). Zumal die Info, die abgefragt wurde, schon etwas außergewöhnlich war. Wenn ich Dir vertrauen

kann, habe auch ich etwas gelernt.
Bei allem Spaß lebt so ein Forum aber von Ernsthaftigkeit. Ich hab leider zu viele "zerschossene" Foren erlebt, die genau aus solchen Gründen an Attraktivität verloren haben. Sei es drum.
Zum Topic:
Also die Geschichte hört sich erstmal schlüssig an. Und natürlich platzten damals eine Menge Motoren, denn es wurden auch eine Menge produziert. Heute laufen viele Motoren auch unter völlig anderen Bedingungen, die Besitzer sind vorsichtiger etc. Also tauscht die Corporation den Motor.
Was allerdings das Prozedre betrifft, wirft es mal wieder Fragezeichen auf, wie es um den Gemütszustand unserer Firmenmanager bestellt war.
Motornummer: Ich weiß nicht wie die Rechtslagen in anderen Ländern waren/sind. In Deutschland ist die Rahmen- bzw. FG-Nr. ja entscheidend. War es in den USA dann die Motornummer?
Wenn das so war, wie kann die Firma einen Motor raus schicken, ohne es zu überprüfen. Ich erinnere mich an das Service Department, die zumindest in England solche Fälle abgewickelt haben. Kann es ernsthaft sein, dass die so blöd waren?
Wie wurde denn der Garantiefall festgestellt? Erst sicher durch den Dealer vor Ort. Also ich geh jetzt mit meinem Moped (so wie in Volkers Avatar und auf Bos' T-Shirt) in den Laden und sag "Hey guy I sent my engine to heaven. Please give me a new one, because of the warranty!" Dann hat doch der Dealer eigentlich bei Tri-Cor oder bei JoMo einen neuen bestellt, den die ja sowieso auf Lager hatten, für den Fall der Fälle. Die müssen den doch dann dem Händler in "Desert-County" per Peterbilt geschickt haben und Tausch und aus. Was Du beschreibst hört sich ja eher so an.
Unser stolzer Triumph Besitzer eiert freudig durch die Wüste und ist fern von Garantiefällen glücklich mit seiner modernen Konstruktion. Lässt reihenweise Harley Parkinsons am Straßenrand zerkochen und alles ist gut. Er ist ein ausgewogener Mensch, macht seiner Frau Komplimente und viele Kinder, muss deshalb mehr arbeiten und hat so keine Zeit mehr mit der Triumph in die Wüste zu fahren. Der Dealer denkt sich dann "Oh wow, he'll never send his engine to heaven and that's my chance. I'll write to the bloody JoMo corp. and tell them a fantastic story, that my client rode through the desert and then the engine exploded. Poah, a lot of dust and parts in the sand, so I cannot deliver the old engine back to them" Gesagt getan und er bekam dann tatsächlich einen neuen Motor geliefert? Und dann? Hat er dann wie einst Schlemil einen Trenchcoat getragen und vor der Eisdiele, wo die angehenden Rennfahrer so rumlungerten hat er dann seine Sonnenbrille gelüftet und geflüstert "Wollen Motor kaufen"?
Wenn es so ähnlich war, dann ist das noch mal ein Mosaiksteinchen auf dem Weg in den Ruin...
Und wenn dann später gestempelt wurde am vorderen Auge, was machte das für einen Unterschied? Ich meine, die juristische Seite wäre bedient, aber wäre es nicht ebenso gewesen, wenn die Austausch Motornummer des angeblich geplatzten Motors an der richtigen Stelle eingeschlagen worden wäre? Klar hätte man das rausschleifen können, aber das könnte man bei neuen anderen Motoren auch und bedürfte krimineller Energie.
Seien wir mal mit dieser Aussage zufrieden. Aber dann mal so nebenbei fällt mir auf, dass meine T100S/C auch was komisches hat. Im Rahmen ist direkt hinter der Motornummer T100SCH5xxxx noch ein F gestempelt. Hat das was zu bedeuten? Abgesehen davon, dass sie als US Modell trotzdem offiziell nach Südafrika exportiert worden ist. Ebenso meine T100R, die ging auch nach SFA. Obwohl sie dort eigentlich eine T100T hätte werden müssen.. komich komich