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lucas stator

Verfasst: Mittwoch 16. April 2008, 23:25
von hansT
Hallo,
bin neu hier, ich fahre eine Triumph T 120 Bj.71. Was ich wissen will: wie hoch ist der Widerstand des Lima Stators, einphasig, gemessen zwischen den beiden Kabeln?
Gruss Hans

Verfasst: Donnerstag 17. April 2008, 00:03
von n.c. Dieter
Bienvenu Hans....

.....ich werd jetzt nich extra zum Nachsehen in die Werkstatt rüberlaufen, viel zu kalt draussen.... :x

gucks Duhier

Die Wicklung sollte sehr niederohmig sein : R< 1 Ohm,
- kontrollier auch auf Masseschluß zum Rahmen -

Verfasst: Donnerstag 17. April 2008, 20:40
von hansT
Hallo,
danke soweit, ich messe 0.4 Ohm und keinen Durchgang zur Masse.
Ich schildere mein Problem mal genauer: Sämtliche Glühbirnen sind durchgebrannt, also denke ich Überspannung klarer Fall hatten wir doch schon mal, da war das Kabel zur Zener Diode ab.
Diesmal soweit alle Kabel dran, will mal die Ladespannung messen. Also Multimeter an Batterie angeklemmt , es zeigt 12.5 Volt. Motor an geschmissen, die Anzeige fängt an lustig zu blinken und zeigt abwechselnd Null oder knapp 1000 an.
Ich klemme so nach und nach alles ab, Gleichrichter, Zener, die komplette Lima, kein Unterschied. Zum Schluss klemme ich sogar eine Messleitung ab, immer noch kein Unterschied, die Anzeige blinkt zwischen Null und tausend.
Ich probier ein anderes Multimeter, gleiches Ergebnis.
Also ich bin absolut ratlos deshalb suche ich hier welchen. Was macht die Lima das sie das Multimeter zum tillen bringt, sobald der Motor läuft?
Gruss Hans

Verfasst: Donnerstag 17. April 2008, 21:39
von n.c. Dieter
Hans,
das klingt nach kaputtem Gleichrichter, die Zenerdiode hat dann sicher auch was abgekrigt.......
Ich nehme an du hast eins von diesen digitalen Multimetern,
schalte mal auf den AC (Wechselspannung) Messbereich.
Wenn du den Lucas in meiner ersten Post öffnen konntest hast du alle Angaben die du zum Prüfen brauchst.


Viel Erfolg

Verfasst: Freitag 18. April 2008, 08:18
von Wiener Wilhelm
.......oder Zündfunke. Nimm mal ein Steinzeitmessgerät. (Das mit dem Zeiger)

Verfasst: Montag 21. April 2008, 17:46
von Volker Koch
Hi,
ich muss Wilhelms Aussage nach Herzenkräften unterstützen. Der Meßdatenmatsch ist ´n Problem dieser Meßgeräte und hat ansonsten nichts zu sagen. Wenn Du irgendwo ´n altes mit Zeiger auftreiben kannst, dann ist das Problem mit den abenteuerlichen Meßdaten weg. Aber wenn Dir ewig die Birnen wegschmelzen und Du logischerweise ´ne 12V-Anlage hast, dann spricht das für ´nen Regler-Ausfall, ergo solltest Du Deinen neuen Stecker an der Zener-Diode nochmal überprüfen, wenn der keinen Anschluss an die Diode bringt, dann steigt die Spannung, bis die Glühlampen verdunsten... Ist der Anschluss ok, dann solltest Du auch nochmal checken, ob die Diode überhaupt noch bei 14,7V durchschaltet. Ich hab´s selbst zwar immer bloß erlebt, dass die Dinger durchschlagen und ´nen Kurzschluss produzieren(mit Kabelbrand und anschließender Dunkelheit), aber Bekannten ist es auch schon passiert, dass so´n Ding einfach nicht mehr an Masse weitergeleitet hat, sprich´s blockiert hat ... ach so, ja! Du kannst ja auch nochmal checken, ob die Z-Diode überhaut richtig fest am Rahmen bzw. Lenkkopf sitzt.
viel Erfolg
Volker

Verfasst: Donnerstag 24. April 2008, 20:11
von hansT
Hallo,
nach euren ganzen Ausführungen wirds wohl der Regler sprich Zener sein. Wenn ich beim Gleichrichter Durchgangsprüfungen mache scheint der in Ordnung zu sein. Lima-output und Zenerdiode kann ich nur bei laufendem Motor testen und genau da hakts. Ein altes Zeigermessgerät habe ich leider nicht mehr zur Hand.
Ich tendiere jetzt eh dazu alles einmal neu zu machen, Stator, Rotor, Reglerbox und zwar von Sparx. Ehrfahrungsberichte zu Sparx sind willkommen, es gibt zwar schon ein paar hier im Forum, aber vielleicht inzwischen noch ein paar mehr?
Hat übrigens jemand mal direkt bei Sparx in England bestellt, das ist ja beim derzeitigen Pfundkurs sehr interessant.
Ich habe vor ein paar Tagen mal dort angefragt wegen Versandkosten hierher zu mir nach Frankreich, bis jetzt noch keine Antwort.
Gruss Hans

Verfasst: Donnerstag 24. April 2008, 21:47
von Wiener Wilhelm
Du kannst ja machen, was und wie Du willst, aber bevor ICH all den Krempel neu kauf und dann ist er vielleicht nicht kaputt, würde ich zuerst mal versuchen, Messungen zu machen, wo der Zündfunke nicht das Messgerät stört.

Erst messen, dann kaufen....

Verfasst: Freitag 25. April 2008, 13:42
von Volker Koch
Hallo Hans,
ganz kurz zwischen Tür und Angel ...
Hör auf Wilhelm und lass ab von solch´törichtem Tun!!!
Oder anders ausgedrückt:
Ich habe das Gefühl, dass Du Dir das alles zu kompliziert vorstellst.
"Think simple, it´s british!!!" hat mir vor Jahren ´mal ´n Kumpel aus Englanf erzählt, als ich nicht weiter kam ... und er hatte recht! Also, think simple! ... !!!
Wenn Dir die Birnen wegschmelzen, dann regelt Deine Z-Diode bei 14,7Volt nicht mehr ab, soll heißen ... sie läßt den Mehr-Saft über 14,7V nicht mehr durch! ... soll weiter heißen - da die Lichtmaschine mit ihrem Dauermagneten, wenn´s sein muss auch noch 70Volt produzieren würde, wenn man sie ließe - dass Du ´ne gehörige Überspannung ins Bordnetz kriegst, die erst die Birnen schlachtet und dann anschließend die Batterie zerkocht. Die Z-Diode kann man recht simpel kontrollieren, sie hat in einer Richtung Durchgang bei gehörigem Widerstand und sperrt in der anderen Richtung. Ist dem nicht mehr so, dann produziert sie ´n Kurzschluss und Du hast Feuer unterm Hintern. Ergo: Funktioniert bei Dir alles, ausser der Abregelung der Überspannung. Ein beeindruckendes Phänomen, denn normalerweise gehen die Probleme anders rum. Check nochmal Deinen Z-Diodenanschluss, den Stecker, das Kabel im Stecker und die Verschraubung der Z-Diode ... naja und die Z-Diode - Durchgang bei amtlichem Widerstand vom Kabelanschluss zum Rahmen/Gabelbrücke, kein Durchgang in der anderen Richtung - Wenn die wider Erwarten gar keinen Durchgang in beiden Richtungen hat, dann hast Du das große Glück, dass Deine Diode kaputt gegangen ist, ohne ´nen Kurzschluss mit Kabelbrand zu verursachen, Glückwunsch - Zeit für´n Bier!!!
Ich muss mich ganz dringend auch was den Kauf von irgendwelchen Sparx-Klamotten angeht, Wilhelm anschließen. Geh´für das Geld lieber ´n Wochenende ein´n drauf machen, da haste mehr von.
Ich hab´ mir letztes Jahr für meine BSA ´n Sparx-Rotor gekauft, der als erstes schonmal nicht auf dei Kurbelwelle gepasst hat, weil er nur ´ne 19mm Bohrung hatte und die Welle 19,05mm stark ist. 0,05mm sind nicht viel? Na, ich sage Dir, wenn Du die mit Schleifleinen rausdrallern willst, dann kannst u Wochenendarbeit einkalkulieren!
Das ist in Deinem Fall bei ´nem intakten Rotor wirklich Quatsch ...
Viel Erfolg beim checkup,
Volker

Verfasst: Freitag 25. April 2008, 15:49
von Wiener Wilhelm
Vielleicht noch als Hilfe zum Messen einer Zenerdiode.
Eine Zenerdiode sperrt den Durchgang bis zu einer gewünschten Spannung, dann lässt sie durch.
Also, solange Deine Lima unter wasweissich 14 Volt liefert, tut die Diode garnix als sinnlos herumsitzen.
Wenn jetzt die Lima in einem Kraftanfall auf einmal über wasweissich 14 Volt erzeugt, wacht die Zenerdiode auf, und lässt alles, was über wasweissich 14 Volt zur Masse durch, weil diese Menge nicht benötigt wird und alles, was über 14 Volt ist, fürchterliche Dinge in der elektrischen Anlage anrichtet. Also fort damit mit dem Überschuss.
Mit den üblichen Messgeräten wird eine Zenerdiode in keiner Richtung Durchgang haben. Du brauchst eine Stromquelle über 15 Volt, dann siehst Du, achja, jetzt lässt die Zenerdiode den überflüssigen Strom durch.

Nicht vergessen, es gibt Zenerdioden für Plus auf Masse und für Minus auf Masse.

Verfasst: Freitag 25. April 2008, 17:59
von Ludwig
Wiener Wilhelm hat geschrieben: Mit den üblichen Messgeräten wird eine Zenerdiode in keiner Richtung Durchgang haben.
Nein, da hat Volker recht. Der Zenereffekt tritt in Sperrrichtung auf, in Durchlassrichtung verhält sie sich wie eine normale Diode mit 0,6 ..0.7 V
Flußspannung, kann also zumindest grob mit dem Multimeter geprüft werden.
Es sei denn, es ist irgendeine Ersatzschaltung aus Leistungstransistor und Diode.
Gruß Ludwig

Verfasst: Freitag 25. April 2008, 20:16
von Volker Koch
Hi,
ich jetz´auch nochmal ... statt auf´m Moped zu sitzen ...
Meine Unterlagen geben als Werte für statische Messungen der Statoren 0,49 - 0,54 Ohm zwischen jeweils zwei Phasen (Dreiphasen-Limas) an, ergo sind die von Dir gemessenen 0,4 Ohm ohne großartigere Komma-Stellen ´n Zeichen für ´n durchaus intaktes System ... what I say ... um Ray Charles zu zitieren!!! ... die Werte jedes einzelnen Phaserichs sollten - fast schon logischerweise - mindestens bei 100 MegaOhms - also gegen Unendlich - gegen Masse liegen, haste auch, richtig?
Ich schätze ´mal, Du wirst am ehesten versehentlich zu wenig Kabelisolation abgemacht haben, als Du den neuen Stecker angebaut hast und dadurch jetzt keine Saftverbindung mehr zur Diode haben ... schätz´ ich ´mal so ... so hab´ich sowas auf jeden Fall auch schonmal hingekriegt ... und was die Messerei bei laufendem Motor anlangt, da tut´s auch ´n modernes Messgerät, das muss nur einen zuschaltbaren Vorwiderstand von 1 Ohm haben, damit die ganzen Streuspannungen, die Du ringsrum hast, nicht mit gemessen werden.
Aber guck´ Dir man erst nochmal die Verkabelung von Deiner Diode an ... mir überhaupt ´n Rätsel ... sei froh, dass Du keine Elektronik-Zündung hast, die stellt sich nämlich bei zuviel Überspannung anfallsweise tot.
So, Massekabelanschluß unter der Z-Diode nicht vergessen und viel Erfolg!
Volker

Verfasst: Samstag 26. April 2008, 06:32
von Wiener Wilhelm
[quote=" Der Zenereffekt tritt in Sperrrichtung auf, in Durchlassrichtung verhält sie sich wie eine normale Diode mit 0,6 ..0.7 V
Flußspannung, kann also zumindest grob mit dem Multimeter geprüft werden.
Es sei denn, es ist irgendeine Ersatzschaltung aus Leistungstransistor und Diode.
Gruß Ludwig[/quote]

Ja, eh, manchmal schreibt man schneller als man hintergründig denkt. (Denken sollte)

Verfasst: Samstag 26. April 2008, 14:47
von Wiener Wilhelm
Ludwig hat geschrieben: Der Zenereffekt tritt in Sperrrichtung auf, in Durchlassrichtung verhält sie sich wie eine normale Diode mit 0,6 ..0.7 V
Flußspannung, kann also zumindest grob mit dem Multimeter geprüft werden.
Ganz versteh ich das aber doch nicht mit der Flußspannung und dem Multimeter.
Bin mit meinem Multimeter, kein Billigprodukt, sondern ehem. Firmenbesitz, über meine Zenerdiode gegangen, konnte aber keinerlei Durchgang messen, in keiner Richtung.
Wie misst man mit dem Multimeter eine Zenerdiode ausser = kein Durchgang?

Verfasst: Montag 28. April 2008, 10:48
von Ludwig
Hallo Wilhelm,
das ist seltsam. Die Multimeter legen normalerweise in Stellung "Diode" eine
Spannung von einem guten Volt (mit Strombegrenzung) auf die Messkabel und zeigen
die an. Wird die Spannung durch eine leitende Diode zu einem Teil kuzgeschlossen
(auf etwa 0.6V) begrenzt, piepst das Gerät. Wenn eine Zenerdiode an der Anode
plus und an der Katode Minus hat, leitet sie wie jede andere Siliziumdiode ab ca. 0,6 V -
das Multimeter müsste piepsen. Wird sie andersrum angschlossen, (Anode an Minus),
fängt sie bei einer definierten Spannung (bei uns eben ca. 14V) zu leiten und der Strom
nimmt bei weiter ansteigender Spannung schlagartig zu. Bei einer "normalen" Gleichrichterdie
passiert das auch, nur ist die "Durchschlagspannung" undefiniert (halt garantiert höher
als die angegebene Sperrspannung) und darf im Betrieb nicht erreicht werden.
Möglicherweise hast Du in Deinem Fall irgend was Modernes, das intern aus mehreren
Komponenten zusammengesetzt ist. Man sieht ja nicht rein. Wenn das heute Standard ist,
war mein Beitrag natürlich Mist. (Bei Camilla war eine Uralt-Lucas Diode dabei und die
verhält sich wie oben beschrieben)
Gruß Ludwig