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Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Donnerstag 3. Februar 2022, 17:51
von woody63
Apropos Gabel...Glaubensfrage: Lenkkopf Kugellager oder Kegelrollenlager? Joe hat beides am Lager, bin mir unsicher....
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Donnerstag 3. Februar 2022, 19:55
von Öko
Kugellager haben weniger Kontaktfläche, somit weniger Reibungswiderstand
Kegelrollenlager bieten eine bessere Führung der Gabel, halten bei guter Wartung auch länger, einfachere Montage.
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Donnerstag 3. Februar 2022, 20:03
von Phil
woody63 hat geschrieben:...Lenkkopf Kugellager oder Kegelrollenlager?...
Hoi Holz-Martin,
wenn ich Du wäre, der ich nicht bin, dann würde ich Kegelrollenlager nehmen. Die halten länger und sind leichter einzubauen.
Good luck bei der Entscheidung und Grüße
Ph.
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Donnerstag 3. Februar 2022, 20:28
von Norton
Das ist alle wiederum abhängig, wie rund der Lagersitz ist.
Kugellager kommen mit einem unrunden Sitz besser zurecht, als Kegelrollenlager.
Wobei beides suboptimal ist.
Im Ducati-Lager gibts deswegen Leute, die schleifen die Lageraussenringe auf Wurfpassung und kleben die Ringe dann in den Lagersitz, um sicherzustellen, daß auch kein ovalgedrücktes Lager einen harten Punkt im Lenkausschlag erzeugt.
Gruß. Martin.
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Freitag 4. Februar 2022, 06:50
von Martin
Ich hab das mit Kegelrollen auch schon hinter mir und habe mich hinterher gefragt, was eigentlich der PRAKTISCHE Vorteil eines Umbaus ist. Kurz gesagt: Weiß ich immer noch nicht. Funktioniert beides. Sehr gut.
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Freitag 4. Februar 2022, 08:16
von woody63
Danke euch für die Antworten....ja, einiges für und wieder.
Das mit dem unrunden Lagersitz ist ein guter Punkt, vielleicht sollte ich erst mal messen.
Danke Euch, ich werde berichten.
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Freitag 4. Februar 2022, 12:21
von Wuselwahnwitz
Martin hat geschrieben:Ich hab das mit Kegelrollen auch schon hinter mir und habe mich hinterher gefragt, was eigentlich der PRAKTISCHE Vorteil eines Umbaus ist. Kurz gesagt: Weiß ich immer noch nicht. Funktioniert beides. Sehr gut.
Der praktische Vorteil bei Kegelrollenlagern ist einfach die Montage....JEDESMAL fall die losen Kugeln runter, ob mit "Klebe"Fett oder ohne, ich hab' davon die Schanuse voll.
Andererseits muss man bei Kegelrollenlagerumbau halt unter Umständen einiges vorbereiten: Distanzringe drehen, dann passen die Lager nicht so gerne auf den Lenkkopfpin...usw...
Aber die Funktion ist bei beiden ohne Nachteil....
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Freitag 4. Februar 2022, 13:32
von Phil
Ich bin mit den Kugellagern ziemlich durch, zumindest bei den A65. Ich hatte mal vor 20 Jahren oder so einen Satz Kugellager (IIRC war das bei Herby Gubba) gekauft und verbaut.
Leider leider leider waren die Lagerschalen wohl nicht hart und geschliffen, sondern gedreht.

2.000 km später waren die hin.
Zumindest bei SRM sind die Kegelrollenlager okay, auch wenn die Durchmesser der Schalen innen und außen schwanken. Die letzten, die ich verbaut hab' im Winter, musste ich kleben, sowohl auf dem Lenkdorn als auch die Schalen im Rahmen.
Und am Bastard hatte ich zuerst welche von SRM die stramm rein gingen. Dann hatte ich das eine Lager verdorben und musste Ersatz einbauen. Tobi hatte mir freundlicherweise mit einem Satz aus seinem Fundus ausgeholfen. Da hatte ich auch geklebt, weil die Schalen rein fielen.
Ein Hoch auf eine funktionierende QC!
Das kann einen schon runter ziehen, wenn Händler, wobei SRM sogar eher als Produzenten als denn als Händler auftreten, doch signifikante Schwankungen in Sachen Maßhaltigkeit ihrer Sachen haben. Richtig enthusiasmieren tut mich das nicht.
Schöne Grüße
Ph.
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Sonntag 6. Februar 2022, 14:42
von pixie
hi Woody,
tja, hatte die Teile verchromt in Erinnerung, sind aber auch schwarz.
ich werde Die trotzdem mal verkaufen, jetzt wo die Dinger mir wieder unter die Augen gekommen sind.
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Sonntag 6. Februar 2022, 15:14
von woody63
Schade, aber ist halt so, trotzdem danke fürs nachsehen!
Wenn man bei Tante Gugel die Bildersuche bemüht sieht ma relativ viele Daytonas mit verchromten Lampenhaltern. Vermute die hat es schon mal in Chrom gegeben, vielleicht wurden auch die US-Modelle so ausgeliefert oder es gab sie überm Teich als Zubehör?
Kann mir kaum vorstellen, dass die alle nachverchromt sind, das wäre ja doch relativ viel Aufwand für ein wenig BlingBling.
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Sonntag 6. Februar 2022, 19:55
von Martin
woody63 hat geschrieben:Schade, aber ist halt so, trotzdem danke fürs nachsehen!
Wenn man bei Tante Gugel die Bildersuche bemüht sieht ma relativ viele Daytonas mit verchromten Lampenhaltern. Vermute die hat es schon mal in Chrom gegeben, vielleicht wurden auch die US-Modelle so ausgeliefert oder es gab sie überm Teich als Zubehör?
Kann mir kaum vorstellen, dass die alle nachverchromt sind, das wäre ja doch relativ viel Aufwand für ein wenig BlingBling.
Damals war verchromen nicht so n Werk wie heute. Umwelt? Who cares...
73er hatten was verchromtes, allerdings waren die Halter dann anders ausgeführt.
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Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Samstag 9. April 2022, 12:07
von woody63
Bin nicht viel weiter gekommen die letzten Wochen...zu viel Arbeit.
Aber wenigstens ist die Gabel mal fertig, war doch eine Total-OP, Standrohre und komplettes Innenleben alles neu.
20220407_195153.jpg
Jetzt hab ich gerade das Vorderrad im Schraubstock und gesehen, daß da was geschweißt wurde. Gehe mal davon aus, daß das nicht "ab Werk" so war?
20220409_115639.jpg
Gruß, Woody
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Samstag 9. April 2022, 14:27
von Öko
Wird mal einen Anstoß an der Stelle bekomnen haben, offensichtlich vernüftig geschweißt...nachschleifen...abfahren.
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Samstag 9. April 2022, 19:19
von Phil
woody63 hat geschrieben:...Jetzt hab ich gerade das Vorderrad im Schraubstock und gesehen, daß da was geschweißt wurde. Gehe mal davon aus, daß das nicht "ab Werk" so war?...
Nope, Martin. Das war in der Tat nicht ab Werk so.
Die Platte war halt mal ausgebrochen am Widerlager. Sooo schlecht sieht die Schweißerei nicht aus auf den ersten Blick.
Was Du machen kannst bei der Re-Montage ist, die Mutter auf der Achse richtig fest zu ziehen, dann kannst Du auch ggf. den Schlitz in der Ankerplatte zu dem Dorn im Tauchrohr auf der vorderen Seite shimmen/unterlegen, wenn da Luft sein sollte. Wenn Du das nicht tust, dann kann sich die Platte beim Rückwärtsbremsen beim Rangieren oder so verdrehen. Dann bekäme sie Weg, um den Widerlagerdorn mit Schwung anzulaufen. Das mag weder der Dorn, noch willst Du, dass Deine Platte wieder ausschlägt.
Und die Achse in den Tauchrohren halt auch anständig fest schrauben, aber das versteht sich auch von selber. Zuerst auf der rechten Seite, dann das Moped mit gezogener Bremse ein paar Mal durchfedern, dann erst links. Das senkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Radel die Gabel verspannt.
Aber das kennst Du ja eh schon, wie man einer Gabel nach der Montage das Durchfedern beibringt und man die Verschraubungen von oben nach unten fest macht. Die letzte Verschraubung, die Du anziehst, ist halt die linke Klemmfaust.
Good luck und Grüße
Ph.
Re: Daytona..."Projekt" beginnt und viele Fragen.
Verfasst: Sonntag 10. April 2022, 11:56
von woody63
Ja, die Schweißnaht sieht ziemlich gut aus. Die Ankerplatte ist jetzt ab ( die Mutter war schon ziemich verwürgt wie im Bild zu sehen) und an der Innenseite ist an der Schweißstelle nichts zu sehen, kein Riss oder Ähnliches.
Also nur eine weitere von vielen mehr oder weniger großen Kampfspuren der letzten 50 Jahre.
Den "entspannten" Einbau der Gabel werde ich natürlich berücksichtigen.
Danke, Gruß und schönen Sonntag noch!