Hallo zusammen

Nach der Tour ein kleiner Plausch! Wessen Bike läuft schneller, welche Marke is the best? Hitzige Diskussionen erwünscht!
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Rote Ratte

Re: Hallo zusammen

Beitrag von Rote Ratte »

Meine Motorräder vorher verkaufen das ist schon mal sicher.

Alt werden ist keine Schande aber so wie die möchte ich nicht Enden.Ich kenn andere die sich wie Sau Freuen wenn man sie Samstags am Supermarkt trifft und man mal eben ne halbe Stunde über Motorräder erzählt.Mit den ,,Jungs"hab ich vor ewigen Zeiten mein Pausenbrot in der Schlosserei geteilt.Den ich meine der lebt jetzt Dement in seinem Haus mit Pflege.Erkennt mich nicht mal mehr.Innerhalb von 2 Jahren.Denk nicht das ich sowas nicht Sehe.
Die ,,Alten"die ich beschrieben habe sind abgewichste Säcke bis zum Schluss denen das Wort Leichenfledderei noch aus der Jugend geläufig ist.Mittlerweile sind die aber auch Ruhiger geworden weil sie mehr mit dem Auto fahren. Ist ja immer so,der letzte Wagen ist meist ein Kombi :mrgreen:
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Goldstar
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Goldstar »

Hi Stephan,

du hast in weiten Teilen damit recht was du schreibst und ich kann deine " verbitterung " wenn man das so nennen kann auch nachvollziehen.
Ich hab mir früher auch auf Treffen herumgetrieben bekam ein mitleidiges Lächeln weil ich nur ein NSU ZD 201 hatte und von den Alten mußte ich mir anhören das ich als junger Kerl ja sowieso keine Ahnung hätte. Für mich war dann irgendwann Schluß damit ich bin dann nur noch aufs Elefantentreffen gefahren, da wo die harten Kerle sind, die vor nichts zurückscheuen, so war ich dann auch, mal eben in 10 Tagen fast 3000km mit nem 25 /3 Gespann und das nicht nur einmal.
Ich hatte vor 1 1/2 Jahren einen Schlaganfall, jetzt fahre ich wieder Rennen weil ich das früher schon mal gemacht habe aber aus familiären Gründen nicht mehr ging.

In diesem Sinne, geniessen wir was wir aus unserem Leben machen, es kann morgen schon vorbei sein, oder wir sind nicht mehr in der Lage dazu. carpe diem....die Nacht natürlich auch :mrgreen:
If you think, everything is under control, you are not fast enought.
Gerd

Re: Hallo zusammen

Beitrag von Gerd »

mal eben in 10 Tagen fast 3000km mit nem 25 /3 Gespann und das nicht nur einmal.
Die gleiche Kombination hatte ich auch, (km und Gespann), dem trauer ich heute noch nach. Aber was will man machen, die Knochen spielen eben nicht immer mit.
Gerd
Rote Ratte

Re: Hallo zusammen

Beitrag von Rote Ratte »

DU hast mich verstanden.Danke.
Nöh nicht Verbittert.Hat Meine/Unsere ? Generation keinen Grund zu.
Es gibt ja immer Sone und Sone.

1982 in Norden auf nem privaten Engländerhöck gibt dir Ernst L. von sich aus die Hand und Fragt von wo man herkommt.OHNE Einladung.Ein Foto hätt ich gern davon gehabt mich aber nicht getraut.Aus Respekt v. einem Mann der damals schon Geschichte war.So einen Führt man nicht vor. Ein anderer Herr hat mich dann auf Vorschlag seiner Frau mit Heimgenommen weil es da keine Übernachtung gab.Das war auch ein Nortonfahrer,dem hab ich damals noch eine Nortonhupe geschenkt als ich wieder zu Hause war.Ist alles lange her.Bilder v.d Reise und die Doornkatflasche mit Anhänger hab ich noch.
Mann ist das alles lange her........................ :D .

In diesem Sinne gute Gesundheit und Spass
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jan
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von jan »

Rote Ratte hat geschrieben:1982 in Norden auf nem privaten Engländerhöck gibt dir Ernst L. von sich aus die Hand und Fragt von wo man herkommt.OHNE Einladung.Ein Foto hätt ich gern davon gehabt mich aber nicht getraut.Aus Respekt v. einem Mann der damals schon Geschichte war.So einen Führt man nicht vor.
Nach anfänglichen Bedenken wird mir RR immer sympathischer. Endlich mal jemand, der Klacks respektiert (der ja hier im Forum ansonsten nicht so wohlgelitten ist - Eddie, einer der wenigen Punkte, wo wir nicht auf der gleichen Wellenlänge ticken...).

Oh je, jetzt gibt´s gleich Forums-Dresche... !!
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Martin »

Ich finde es schwierig die Frage nach dem richtigen Weg zu beantworten.
Vorab, Toleranz ist keine Einbahnstraße. Klar toleriere ich als Oldtimerfreund interessierte Gäste. Andersherum erwarte ich aber auch eine Toleranz im Hinblick auf einen Wunsch, sich intensiv dem Thema zu widmen, um das es geht. Und das ist doch in diesem Fall die oldtimerei. Das ist wie im richtigen Leben. Empirisch belegt: Jedes System verträgt nur eine bestimmte Anzahl "Fremder". Ist ein Punkt überschritten (den man in diesem Falle definieren müsste), kippt das ganze System.
Mein Dreizylindertreffen als Beispiel: Ich mache ein Treffen mit dem Hintergrund, mit Gleichgesinnten eine Ausfahrt zu machen. Thema sind ALTE britische Dreizylinder. Wir haben um die 20 Gäste mit Triumph/BSA Triples.
Wenn dann Gäste kommen, die interessiert sind, ist es ok. Wenn nun aber beispielsweise mehr Gäste z.B. auf Hinckley Triples angereist kommt und das Verhältnis fast 1:1 ist, dann wird das über kurz oder lang dafür sorgen, dass die, für die das Treffen gedacht ist wahrscheinlich das Interese verlieren bzw. der Anreiz kleiner wird, dort hinzufahren.
Ich mache mir also über die Öffnung im Prinzip Probleme in Hinblick auf die eigentlich angesprochenen Teilnehmer.
Das hat selbstverständlich nichts damit zu tun, dass ich andere Motorräder nicht interessant finde.
Und auch Interessierte, die mit dem Gedanken schwanger gehen ihren CB 400 Caferacer mal auf eine BSA upzugraden sind nicht das Problem. Davon kommen ja auch keine 20 auf einmal.
Wenn aber Klassiktreffen langsam und schleichend zu nomalen Motorradtreffen mutieren, ist doch irgendwas an der Grundidee vorbei gegangen.
Es ist dabei natürlich absolut OK, wenn Clubmitglieder die 600km mit einer Honda zurücklegen, weil es eben auf der B44 kein Spaß ist... An dieser Stelle will ich gar nicht richten.
Allerdings darf ich auch erwarten, dass sich Besucher ein wenig Mühe geben. Der Veranstalter tut es ja auch.

Von Belehrungen über Originalitätszuständen und ignoranz von neuen Leuten, die scheinbar auf dem falschen Motorrad anreisen halte ich persönlich dann auch nichts.
Eine leider allzu oft zu erlebende Eigenschaft gerade einer älteren Generation von "richtigen" Motorradfahrern. Das ist aber nicht nur in der Engländerszene so.

Und @ Jan... :roll: Forumsdresche.. sicher.. wie immer halt #-o
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Martin »

Zu Ernst Leverkus kann ich nicht viel sagen, ich kenne ihn nicht und er war auch vor meiner Zeit.
Allerdings hat er nicht unerheblichen Anteil an dem schlechten Ruf englischer Maschinen in der heutigen Zeit...
Er hatte seinerzeit einen Status der niemals gut ist. Sein (geschriebenes) Wort wurde allzuoft als Wort Gottes angesehen und als gesetzt hingenommen.
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Gerd »

Allerdings hat er nicht unerheblichen Anteil an dem schlechten Ruf englischer Maschinen in der heutigen Zeit...
Er hatte seinerzeit einen Status der niemals gut ist. Sein (geschriebenes) Wort wurde allzuoft als Wort Gottes angesehen und als gesetzt hingenommen.
Wenn es nach dem ginge, würden wir immer noch mit Pferdedecke oder langem Gummimantel rumfahren :mrgreen:
Klacks war mir damals schon ein wenig suspekt, (ab 1965) aber manche hielten ihn wohl auch wirklich für den lieben Gott. Allerdings gab es auch kaum einen im Vergleich zu heute, der Testberichte geschrieben hat. Die einzige Zeitung war eh "das Motorrad" und da hat man eben alles geschluckt was da drin stand. Oder seine Bücher wie man richtig Motorrad fährt :roll:
Das hat sich heute natürlich kompl. geändert, wenn ich nur dran denke, wie er sich drüber aufgeregt hat, wenn einer nicht immer die Knie am Tank hatte.
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ajay01
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von ajay01 »

Martin hat geschrieben:Zu Ernst Leverkus kann ich nicht viel sagen, ich kenne ihn nicht und er war auch vor meiner Zeit.
Allerdings hat er nicht unerheblichen Anteil an dem schlechten Ruf englischer Maschinen in der heutigen Zeit...
Er hatte seinerzeit einen Status der niemals gut ist. Sein (geschriebenes) Wort wurde allzuoft als Wort Gottes angesehen und als gesetzt hingenommen.
Ganz schön provokant die Einlassung! Die Aussage kann nicht unwidersprochen bleiben. Abgesehen von der dir widerfahrenen Gnade der späten Geburt: Hast du jemals einen Testbericht von "Klacks" gelesen, in dem er an einem "schlechten Ruf englischer Maschinen" bastelt? Das gilt jedenfalls nicht für die Marken AJS/Matchless. Insoweit ist der angedichtete "nicht unerhebliche Anteil" wohl eher markenspezifisch zu verstehen und hatte vielleicht seine objektiven Gründe - wohlgemerkt seinerzeit.
Ich weiß, ich weiß, ein gewisser Joe S. qualifiziert ihn gern als "Leberkäs" ab, aber so pauschal lass ich das - für meinen Teil - nicht stehen. Und im Übrigen: Der Ruf englischer Maschinen in der heutigen Zeit dürfte ein anderer sein als "seinerzeit"
Grüsse, Paul

PS: @ Gerd: Die Assoziation Gummimantel (der heißt Marquardt-Mantel) trifft eher auf C.Hertweck zu - der war noch vor Klacks dran. Und die Pferdedecke heißt Giseniahose :mrgreen:
Zuletzt geändert von ajay01 am Freitag 13. August 2010, 10:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Martin »

In der Tat habe ich Testberichte von Klacks gelesen. Und ich meine eine Tendenz dort abgelesen zu haben. OK. Selbstverständlich war meine Aussage in Richtung "englische Maschinen" sehr allgemein und ich muss dann eher über Triumph sprechen.
Ich denke nicht, dass er an einem schlechten Ruf gebastelt hat, er hat aber meines Lesens nach nicht gerade sehr wertschätzend über diese Marke geurteilt.
Klacks Testberichte sind in meinen Augen lesenswert, weil unterhaltsam. Aber so richtig eine Berichterstattung wie ich sie von einem Testbericht eigentlich erwarten möchte ist es nicht. Da empfinde ich das teilweise schon als abgehoben. Übrigens gibt es auch heute noch Tester/Redakteure die das so machen...
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von jan »

Wie Paul schreibt: Für AJS/Matchless hatte er immer hohe Wertschätzung übrig (ich erinnere sowohl einen Bericht [Langstreckentest] über die AJS Model 18 als auch einen solchen [Nordschleifen-Fahrbericht] über die AJS Model 31 CSR) - vielleicht lag/liegt der negative Touch bzgl. Triumph ja doch bei den Produkteigenschaften und nicht bei der Voreingenommenheit des Autors?! :shock: :twisted:

Ich kenne Klacks "bewusst" eigentlich erst seit der Lektüre seiner Bücher über die Motorräder der 50er/60er/70er Jahre. Ich habe ab 1975 (mit 13) das "MOTORRAD" abonniert, da war er wohl noch als Schreiberling aktiv, aber vieles stammte damals schon bzw. noch aus der Feder von Siegfried Rauch, Franz-Josef Schermer, Ilse Reuter und anderen, so dass man nicht mehr von einer "Klacks-Monokultur" sprechen konnte.
Durch die vorgenannten Bücher bin ich eigentlich eher zu der Einsicht gekommen, dass Klacks mit ausgeprägter Unvoreingenommenheit an alles herangegangen ist, was zwei Räder und einen Motor dazwischen hatte - auch an italienische und japanische Motorräder, die ja zu jener Zeit durchaus nicht unumstritten waren. Wenn etwas gut war, gab es Lob - und wenn nicht, dann gab es (konstruktive) Schelte. Und das galt meines Erachtens auch für alle englischen Produkte einschließlich Triumph und BSA.

Dass er dauernd auf der Nordschleife unterwegs war und regelmäßig diese legendären Fernfahrten von Hamburg nach Wien durchführte (wobei allerdings wohl die Trident nicht so glücklich ausgesehen hat... ), ist aus meiner Sicht nicht unehrenhaft; eher könnten sich heutige Tester davon eine Scheibe abschneiden. Und gefahren wurde sommers wie winters.

Auch ein Klacks hat sicherlich mancherlei Blödsinn verzapft. Aber wir waren und sind ja auch erwachsene, kritische Leser, die sich nicht alles vorsetzen lassen, ohne es zu hinterfragen. Vor diesem Hintergrund finde ich es immer ein wenig amüsant-verwunderlich, welche "schwarz-weißen" Reaktionen der Name bzw. die Person Ernst Leverkus auch heute noch hervorzurufen vermag.

Also, ich vote bei der Leberkäs-/Klacks-Abstimmung mit :top:

Cheers, Jan
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