Hallo zusammen,
ich wollte Rückmeldung geben, was sich in diesem Fall bisher getan hat. Als Erstes habe ich die Karre mehrere Monate mit Mißachtung bestraft und in dieser Zeit eine Honda CBR 600 F durchrepariert (der berühmte "Joghurtbecher"

). Nachdem diese nun erfolgreich die HU und das Oldtimergutachten erhalten hat, ging es wieder der Triumph an den Kragen.
Den Kompressionsverlust am rechten Zylinder konnte ich mir nicht so recht erklären, bis ich eine neue Zylinderkopfdichtung (aus Kupfer, von Karsten Johne) probehalber aufgelegt habe. Da war mir die Dichtfläche doch etwas zu wenig, da der Kopf in der Mitte zwischen den beiden Schrauben eine deutliche Vertiefung hat.
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Ich vermute, daß an der dieser Stelle die Kompression flöten gegangen ist. Also hat mein Freund den Kopf in seinen Fräser eingespannt und die Fläche plangefräst. Das waren immerhin 3/10 mm. Karsten bietet die Kupferdichtung auch in einer Ausführung mit 2mm Stärke an, also habe ich mir die besorgt und verbaut. Nun hatte ich Kompression (nach dem Zusammenbau), erste Schlacht geschlagen.
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Alles zusammengebaut, alles mit Benzin und Spannung versorgt. Trotzdem will die Kiste nicht anspringen, immer wieder Backfire aus dem Vergaser. Da habe ich mich wieder an die Worte von Phil erinnert, der sagte, ich solle die Anschlußkabel der Boyer Zündung überprüfen. Hatte ich ja schon 10mal gemacht, sowohl unten an der Zündplatte als auch am Steuergerät selber. Alles OK. Trotzdem habe ich mal die Kabel vertauscht - also das schwarz / gelbe ans schwarz / weiße und anders herum umgesteckt. Eine reine Verzweiflungstat... aber höchst effektiv, denn sie sprang umgehend an und lief relativ rund. Der Vergaser und die Zündung benötigen Feineinstellung, aber grob haut es hin.
Schönes Erfolgserlebnis und die Mitleser und ich haben wieder etwas Neues gelernt. Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt.
Grüße
Andreas