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Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Mittwoch 15. März 2023, 18:32
von Phil
woody63 hat geschrieben:...so dachte ich auch. Wird wohl kaum rauszubekommen sein.

Ist aber auch eine seltsame Konstruktion, kann ja nicht wirklich halten mit dem kleinen Pin einseitig :gruebel: ...
Hoi Holz-Martin,

klaro, raus wirst Du den Pin kaum bekommen.
Du kannst versuchen, den Pin an anderer Stelle zu bohren, um die Anlaufscheibe am Rotieren zu hindern. Ganz so einfach wird das zwar nicht gehen, weil Du da ziemlich tief im Gehäuse bohren musst.
Andererseits könnte das auch verzichtbar sein. Bei den A50/A65-Getrieben ist die Anlaufscheibe der Nebenwelle auch nur aufs Ende des layshaft aufgesteckt und dreht sich mit der Welle mit. Das ist da sogar eine harte Distanzscheibe, die halt am Alu des Gehäuses anläuft. Da passiert auch nichts, das Alugehäuse wird nicht aufgefressen von der Scheibe, es ist auch immer tüchtig Öl dahinter, weil normalerweise der Ölstand oberhalb des Nadellagers sein sollte.

Kurz: das ist jetzt nicht sooooo schlimm IMHO.

Schöne Grüße

Ph.

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Mittwoch 15. März 2023, 19:26
von Leftie
Nur mal eine Idee, keine Ahnung, ob das machbar ist: Gibt es Kleber, mit denen man die Scheibe zur Not an's Gehäuse kleben könnte (Öl-, Hitze, Vibrations-, und sonstiges beständig) :-k ? Wenn sie sich dann am Ende doch wieder löst und mit dreht, wär's ja offenbar nicht direkt der Supergau.

Gruß, Ralph

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Mittwoch 15. März 2023, 21:16
von woody63
Das mitdem Bohren geht schon irgendwie, zur Not komm ich da mit dem juten alten Handbohrer rein, ist ja nur Alu.

Der Innendurchmesser der Anlaufscheibe ist 4 mm größer als der Wellendurchmesser, ohne Fixierung eiert die da hinten fröhlich am Gehäuse rum.
Vermutlich soll durch den großen Spalt mehr Öl ans Nadellager kommen?

Ich hab jetzt mal Scheibe und Pin bestellt und werde sehen wie ich das da reingebastelt bekomme.

Keine Ahnung wer und wofür man sich das so ausgedacht hat :gruebel:

Ein Rätsel ist auch die Gehäusedichtung welche ich in keiner E-Teilliste finde (da war aber eine drin)...hab mal den Joe angeschrieben.

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Mittwoch 15. März 2023, 22:56
von edwardturner
woody63 hat geschrieben: Ein Rätsel ist auch die Gehäusedichtung welche ich in keiner E-Teilliste finde (da war aber eine drin)
Ich bin da eher Martin-Mutti's Meinung daß da eigentlich keine reingehört; gleichwohl gibt es durchaus welche zu kaufen, bloß halt nicht in Germany:

https://www.ebay.co.uk/itm/225078320686

https://www.classicbritishspares.com/pr ... 1a-1957-74

https://www.feked.com/triumph-outer-gea ... twins.html

bei dem finanziellen Aufwand würd ich die aber selber schnitzen, wenn denn schon unbedingt eine rein soll...

Noch was fällt mir auf:
woody63 hat geschrieben: Der Innendurchmesser der Anlaufscheibe ist 4 mm größer als der Wellendurchmesser, ohne Fixierung eiert die da hinten fröhlich am Gehäuse rum.
Die Anlaufscheibe sollte sich eigentlich am Außendurchmesser der Nadelbüchse zentrieren, d.h. die Nadelbüchse sollte nicht bündig mit der Gehäusefläche sein sondern etwas nach innen überstehen (ca 1,9mm) - ist bei Dir also zu weit nach außen gewandert oder von Haus aus schon falsch montiert gewesen. Deshalb ist auch der Pin der Anlaufscheibe abgeschert. Also bitte korrigieren sonst hält der neue Pin wieder nicht.
Irgendwie sieht die Nadelbüchse eh nicht mehr so toll aus - die Nadeln stehen doch ganz schief oder täuscht das Bild? Würd ich auch erneuern wenn Du eh schon dabei bist.

Das Manual hast Du?

https://www.classicbike.biz/Triumph/Rep ... Repair.pdf

Viel Erfolg
Eddie

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Donnerstag 16. März 2023, 07:00
von woody63
Danke Eddie!

Zur Dichtung: Dass auf den äusseren Deckel keine Dichtung gehört ist mir klar, auf den inneren Deckel dachte ich aber schon und da war auch eine (vergammelte). Kann ich natürlich weglassen und mit ein wenig Pampe montieren.

Das Nadellager ist gut sieht nur mit dem Licht so komisch aus. Das mit dem Überstand in´s Gehäuse ist allerdings ein guter Hinweis, es hat zwar einen leichten Überstand, aber sicher keine 1,9mm. Muss ich mal messen und ggf tauschen. Ist sicher nicht ganz einfach das raus zu bekommen!?

Manual hab ich, aber Vielen dank für die Tipps.

Gruß, Woody

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Donnerstag 16. März 2023, 07:54
von Mucks
woody63 hat geschrieben:Kann ich natürlich weglassen und mit ein wenig Pampe montieren.
[carton]
Das habe ich mir abgewöhnt und schneide mir die Dichtungen selber, so wie es etliche Male von den Altmeistern empfohlen wurde. Aber die Erfahrung muss man selber machen :lach:
Große Bögen Dichtpapier gibt es z.B. beim Korrosionsschutzdepot (für Primärdeckel etc.).
woody63 hat geschrieben: Ist sicher nicht ganz einfach das raus zu bekommen!?
Meiner Erinnerung nach steckt das einseitig geschlossene Nadellager in einem Durchgangsloch. Kannst du einfach durchdrücken.
Und von der Konstruktion her finde ich das eigentlich gut gelöst. Es muss halt nur (wie alles andere auch) richtig montiert sein. Festkleben würde ich den Ring auf keinen Fall. Denkt doch mal an die übernächste Generation :lach:

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Donnerstag 16. März 2023, 09:10
von Martin
Ich hab zum Einbau des Nadellagers ein Werkzeug, so dass der Überstand dann passt.
Verzweifle nicht. Der Pin bei mir ging damals raus. Ich weiß aber leider nicht mehr genau wie.
Auf jeden Fall bei leerem Gehäuse und nach dem Backofen...

Gesendet von meinem SM-A505FN mit Tapatalk

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Donnerstag 16. März 2023, 09:58
von Ralph G.Wilhelm
so sieht das Werkzeug für die Triples aus
drift.JPG

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Donnerstag 16. März 2023, 10:19
von Phil
woody63 hat geschrieben:...Nadellager ist gut sieht nur mit dem Licht so komisch aus. Das mit dem Überstand in´s Gehäuse ist allerdings ein guter Hinweis, es hat zwar einen leichten Überstand, aber sicher keine 1,9mm. Muss ich mal messen und ggf tauschen. Ist sicher nicht ganz einfach das raus zu bekommen!?...
Hoi Holz-Martin,

das ist nicht so schwierig, das Nadellager raus zu bekommen. Ich würde aber empfehlen, das bei gewärmtem Gehäuse von außen nach innen auszubauen. Bei den A65 muss dazu das vordere Kettenritzel ab, bei den T100 wird das dem Grunde nach genauso sein.

Der Einbau erfolgt dann ebenfalls bei gewärmtem Gehäuse von innen her. Das mit dem Überstand ist ein toller Hinweis, wenn die Anlaufscheibe sich auf dem Nadellager zentriert. Ob das nun 1,9 mm Überstand sind, oder nur 1,7 mm, das sollte kein Ding sein, einzig die tragende Lagerlänge wäre halt um 2/10 mm kürzer.

Bei den A65 sieht das Setzwerkzeug so aus, einschließlich des Dorns zum Austreiben.

Bild

So ein Ding macht den Einbau easy, wie schon geschrieben bei warmem Gehäuse. Wenn Du eine entsprechende Nut wie in der vom wunderbaren Ralph G. gezeigten Skizze da mit eindrehst bzw. eindrehen lässt, dann sitzt das Lager dann auch gleich richtig von der Höhe her.

Good luck und Grüße

Ph.

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Donnerstag 16. März 2023, 12:23
von Öko
Mit einem passenden Innenaussieher der auch in das Getriebegehäusr passen oder lang genug ist....sollte das Innenlager schnell gezogen sein...oft genug gemacht aus Kurbelwellen und Pkw/Transportergetrieben.
@Ralph...es ist immer wieder hervorragend was du alles abrufbar in deinen Unterlagen hast.
Auf Arbeit verwenden wir abgesetzte Dorne für die Nadellagermontage und ein Tiefenmaß.
Ein speziellen Dorn für die diese Motorradgetriebe sehe ich nicht notwendig...sachte das Lager eintreiben und halt den Überstand mehrfach messen...bis es passt eintreiben.

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Donnerstag 16. März 2023, 19:32
von woody63
Danke Jungs für die vielen Tipps... jetzt hab ich das ganze Gedöns erst mal bestellt.
Wird schon klappen...werde berichten :zustimm:

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Freitag 17. März 2023, 23:00
von Öko
Habe heute meinen 86er Harrisbonniemotor weiter zerlegt.
Nadellagerbuchse nach außen gewandert, Stift noch vorhanden...Nadellager von außen minimal angestoßen...zu locker in der Bohrung...körne ich an und Lagerkleber kommt zusätzlich dazwischen...
Da kammen die Beiträge genau richtig.
Getriebehautlager am Ritzel hat axial wid vertikal Luft...Das Getriebeöl i( Hypoid) st durchgelaufen.
Deswegen die Schaltschwierigleiten und Problemd den Leerlauf einzulegen.
Ich weiß nicht was der gewerbliche schraubende Harleymurkser da noch alles drm armen Bock angetan hat.
Bei mejnem drei anderen 750er Motoren habe ich außen die Bohrung des Nadellagers mit ölbeständigem Silikon abgedichtet...werde nach der Einbaulage des Nadellagerx bei meiner Trident mit noch zerlegtem Getriebe auch nochmals schauen, wid nach dem Hauptlager mit fast Nullspiel...

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Freitag 17. März 2023, 23:00
von Öko
Habe heute meinen 86er Harrisbonniemotor weiter zerlegt.
Nadellagerbuchse nach außen gewandert, Stift noch vorhanden...Nadellager von außen minimal angestoßen...zu locker in der Bohrung...körne ich an und Lagerkleber kommt zusätzlich dazwischen...
Da kammen die Beiträge genau richtig.
Getriebehautlager am Ritzel hat axial wid vertikal Luft...Das Getriebeöl i( Hypoid) st durchgelaufen.
Deswegen die Schaltschwierigleiten und Problemd den Leerlauf einzulegen.
Ich weiß nicht was der gewerbliche schraubende Harleymurkser da noch alles drm armen Bock angetan hat.
Bei mejnem drei anderen 750er Motoren habe ich außen die Bohrung des Nadellagers mit ölbeständigem Silikon abgedichtet...werde nach der Einbaulage des Nadellagerx bei meiner Trident mit noch zerlegtem Getriebe auch nochmals schauen, wid nach dem Hauptlager mit fast Nullspiel...

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Freitag 17. März 2023, 23:23
von woody63
Mucks hat geschrieben:
woody63 hat geschrieben:Kann ich natürlich weglassen und mit ein wenig Pampe montieren.
[carton]
Das habe ich mir abgewöhnt und schneide mir die Dichtungen selber, so wie es etliche Male von den Altmeistern empfohlen wurde. Aber die Erfahrung muss man selber machen :lach:
Das mit der "Pampe" war natürlich nicht ernst gemeint, der Dealer meines Vertrauens hat mir eine Dichtung geschickt :wink:

Re: Daytona..."Projekt" beginnt und immer wieder Fragen.

Verfasst: Samstag 18. März 2023, 10:05
von der dicke Onkel
... schneide mir die Dichtungen selber, ....
....... und genau dafür hat der versierte Mechaniker/"Selbstschrauber" immer einen Bogen Dichtungspapier im Materialschrank liegen. Es gibt ja auch Zeiten bzw. Situationen, wo der freundliche Händler nicht zu erreichen ist. Wochenende, Feiertage ..........
https://www.amazon.de/s?k=elring+dichtu ... 5t1idbs7_e