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Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Dienstag 23. August 2016, 13:25
von rivera
Der Kabelbaum passt auch für die S, ist eigentlich für ´ne frühe Fastback gedacht.
Die hatte noch den Gleichrichter vorne links am Seitendeckel.
Die Kabel dafür sind aber obsolet , wenn Du die Powerbox reinhängst.
Dann sind der Rectalfrier ( Gleichrichter), Zeneridiode und Capacitor eben überflüssig.
Ich habe das hier drin: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 1712104035
Einwandfrei.
Wichtiger als der Stator ist aber bei der Lima der Rotor, da ist ein Baujahr eingeprägt.
Frühe Rotoren neigen dazu, sich innerlich vom Stahlkern zu lösen. Und/oder nicht mehr ausreichend Mangetkraft zu haben.
Letzteres hat sich bei meiner 70ger "S", mit Aussetzern ab 3500 u/min ausgewirkt. Neuer Rotor- Ruhe im Karton.
Die Primärkette ist doch eine Triplexkette im Primärkasten. Sonst für hinten Joe´s Empfehlung.
Es geht das ziemlich eng zu am vorderen Ritzel.

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Dienstag 23. August 2016, 16:47
von Phil
schnalzer hat geschrieben:.... Jetzt würde ich beide gerne ersetzen und frage mich, ob die Kabelbäume und Statoren von Lucas was taugen.
Lucas neu in der grünen Schachtel ist Wassell... Die haben die Rechte am Markennamen Lucas in dem Alteisenbereich. Ich habe in der BSA Rotor und Stator von Wassell, unauffällig seit Jahren.
schnalzer hat geschrieben:.... Boyer gelegen haben, die auch noch rausfliegen wird.
Frevler, elendiger...
schnalzer hat geschrieben:Außerdem würde ich gerne die Zener-Diode und den Rectifier gegen einen Regler ersetzen. Braucht es da etwas spezielles oder kann man da eine simple Powerbox verwenden?
Ich habe an meiner Nemesis so ein No-Name-Ding, wahrscheinlich Wassell. Keine Probleme, zumindest nicht am Regler.
An der A 65 habe ich seit fast 15 Jahren einen richtigen PODtronics-Regler. Funzt genauso, und er ist nicht aus China. Jo vertickt die PODtronics-Dingers auch, sein Kurs ist IMHO in Ordnung.

Schöne Grüße

Ph.

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Dienstag 23. August 2016, 18:49
von rivera
Nochmal zum Kabelbaum: Blinkerkabel sind da keine bei, musse selber legen.

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Mittwoch 24. August 2016, 08:31
von schnalzer
Wo wir gerade beim Kabelbaum sind: wie wird bei der 'S' eigentlich das Licht geschaltet? Am Zündschloss?
Bei mir sind nämlich aktuell 2 Schalter am Scheinwerfer verbaut: einer mit 3 Stellungen für 'nix-Standlicht-Abblend/Fernlicht' und einer mit 2 Stellungen für 'Abblend-Fernlicht'. Das ganze sieht aber recht provisorisch aus und ich glaube nicht, dass ursprünglich so war.

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Mittwoch 24. August 2016, 08:58
von Tim
schnalzer hat geschrieben:Wo wir gerade beim Kabelbaum sind: wie wird bei der 'S' eigentlich das Licht geschaltet? Am Zündschloss?
Hast Du das passende WHB (06-3062)? Der Schaltplan da beantwortet Dir die Frage, das Zündschloss hat nur zwei Kontakte, und das Kabel fürs Licht geht direkt (ungeschaltet...) weiter zu dem Kippschalter in der Lampenschüssel. Für Ablend-/Fernlicht gab es eigentlich einen Wipac-Duocon am Lenker.
Bei mir sind nämlich aktuell 2 Schalter am Scheinwerfer verbaut: einer mit 3 Stellungen für 'nix-Standlicht-Abblend/Fernlicht' und einer mit 2 Stellungen für 'Abblend-Fernlicht'. Das ganze sieht aber recht provisorisch aus und ich glaube nicht, dass ursprünglich so war.
Der mit drei Stellungen ist der serienmäßige. Der andere ist wohl anstelle des Wipac reingepfuscht worden.


Tim

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Mittwoch 24. August 2016, 09:57
von rivera
So sieht das im Original aus:
IMG_20150410_190237560.jpg
3-Stellungslichtschalter und eine Kontrollleuchte für das Fernlicht.

Meine Variante:
IMG_20150430_150930024_HDR.jpg
Zwei Leuchten für Blinker (grün) und Fernlicht (rot)

Das ist der original Wipac TRICONSUL-Schalter:
IMG_20150430_173356516.jpg
Schwarz: Hupe
Kippschalter: Fernlicht-Abblendlicht
braun: Lichthupe, der Knopf sollte eigentlich grün sein.

Die TRICON-Nachbauten mit dem roten Knopf sind anders geschaltet, der rote Knopf ist der Killschalter
bei Magnetzündnung.

Wenn´s nahe am Original sein soll hol Dir einen DUCON-Schalter Hupe, Fern-Abblendlicht.
Lichthupe ist kein Muss beim Tüv.

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Mittwoch 24. August 2016, 10:04
von rivera
Hier noch ein paar Bilder einer original 1969 "S" aus USA importiert.
Fast unverbastelt.
IMG_20160813_174246723 (800x449).jpg
IMG_20160813_174302531 (800x449).jpg
IMG_20160813_174328163 (800x449).jpg
IMG_20160813_174344440_HDR (800x449).jpg
IMG_20160813_174616316_HDR (800x449).jpg

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Mittwoch 24. August 2016, 10:26
von schnalzer
Super, besten Dank!
Meine Lampenschüssel hat eigentlich nur Platz für eine Kontrolllampe (da steckt aktuell der Fernlichtschalter drin). Wozu wären die Kontrolllampen normalerweise?

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Mittwoch 24. August 2016, 11:15
von Tim
schnalzer hat geschrieben:Meine Lampenschüssel hat eigentlich nur Platz für eine Kontrolllampe ...
...was für eine 1969er korrekt ist. Da gehört die Fernlicht-Kontrollleuchte rein, die ist okinaal "amber". Wie gesagt, besorg Dir den Schaltplan.


Tim

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Mittwoch 24. August 2016, 11:48
von rivera
Die Schaltpläne:
Pre-1971 Wiring Diagram all models Access Norton.jpg
j09.gif

Die Kontrolllampe:
http://www.ebay.de/itm/Genuine-Lucas-He ... 2049212079

Hoffe, das Loch dafür in der Lampe wurde nicht aufgebohrt.

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Donnerstag 1. September 2016, 12:06
von schnalzer
Phil hat geschrieben:An der A 65 habe ich seit fast 15 Jahren einen richtigen PODtronics-Regler. Funzt genauso, und er ist nicht aus China. Jo vertickt die PODtronics-Dingers auch, sein Kurs ist IMHO in Ordnung.
Die sind mittlerweile auch aus Taiwan, wie ich gerade feststellen musste :?

Wat anderes: Am Kupplungskorb hat sich die Backplatte gelöst. Ich hab scheinbar noch die alte Variante mit den 2 Popel-Spannstiften, die natürlich abgeschert sind. Nun würde ich gerne die Backplate mit 5-6 Senkkopfschrauben von innen mit dem Korb verschrauben. Die Wandstärke des Korbes sollte dafür ja eigentlich ausreichen. Spricht außer der redutzierten Reibfläche irgendetwas dagegen?

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Donnerstag 1. September 2016, 15:34
von Tim
schnalzer hat geschrieben:Die sind mittlerweile auch aus Taiwan, wie ich gerade feststellen musste :?
Ist doch fein, dann sind das höchstwahrscheinlich taugliche Teile. Gut, auch in hochentwickelten Industriestaaten wie Taiwan gibt es vereinzelt schwarze Schafe, aber grundsätzlich können die da was. :mrgreen:
Nun würde ich gerne die Backplate mit 5-6 Senkkopfschrauben von innen mit dem Korb verschrauben.
Ist bei meiner Atlas (auf Commando-Kupplung umgebaut) so gemacht, tut's unauffällig - im Gegensatz zum Rest der Shyce-Belt-Konstruktion.



Tim

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Freitag 2. September 2016, 13:00
von Martin
Schade dass es "Made in Hong-Kong" nicht mehr gibt :mrgreen:
Vertrauenserhöhend ist ja, wenn anstelle "Made in China" auf dem Etikett steht: "Made in p.r.c" :rofl:

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Mittwoch 12. Oktober 2016, 13:46
von schnalzer
So, ich hab mal den Primärtrieb entfernt und festgestellt, dass das Antriebskettenritzel mehr oder weniger schwimmend auf der Getriebeausgangswelle sitzt. Das Sicherungsblech und die Zentralmutter sitzen allerdings fest. Ist das so gewollt oder fehlt da was?
Dann hab ich auch mal den Steuerdeckel entfernt, um die beiden Simmerringe und den Gummikonus der Ölumpe zu erneuern. Die Steuerkette wollte ich auch gleich noch spannen. Gibts sonst noch etwas, was man unbedingt tun könnte, wenn der Deckel schonmal ab ist?
Merci und Gruss!

Re: 1968er Norton Commando 750S (?)

Verfasst: Mittwoch 12. Oktober 2016, 17:19
von rivera
schnalzer hat geschrieben:So, ich hab mal den Primärtrieb entfernt und festgestellt, dass das Antriebskettenritzel mehr oder weniger schwimmend auf der Getriebeausgangswelle sitzt. Das Sicherungsblech und die Zentralmutter sitzen allerdings fest. Ist das so gewollt oder fehlt da was?
Öhhm, denke mal ja. Da sollte eigentlich eine gewisse Festigkeit herrschen. :-k
Verschiebt ich nur das Ritzel oder die gesamte Welle?
Könnte das Getriebeausgangslager sein, oder die Buchsen vom sleeve gear, auf dem das Ritzel sitzt.