Hy Gerry,
also du hast da nichts " außergewöhnliches" an Land gezogen.
Bei den meisten Mopeds ist die Antriebseinheit halt über die Jahre verschlissen.
Wenigstens sind die Mitmehmer auf der KW nicht ausgenudelt.
Das KW Spiel wird durch Shims innerhalb des Kurbelgehäuses vorgenommen, d.h.um das auszugleichen muß der Motor auf.
Höhenspiel in der Hauptwelle des Getriebes ist eher unproblematisch.
Wenn die Kette mal gerissen ist, dann kontrollier mal ob die Welle nicht etwa schlägt.
Auf dem Foto ist vielleicht nur sehr schwer zu erkennen ob die Hauptwelle einen Kegel hat.
BSA Getriebe hatten immer einen Kegel.
Bei achsialspiel ist wohl die Mutter die das Kickstart ratchet hält, das ist die Nr 22 67-3163 Mainshaft nut lose.
Aber wenn die lose ist, wird es mit dem Ausdrücken den Kupplung meist nichts mehr.
Mach einfach den aüßeren Getriebedeckel mal ab, das sind vorne beim Schalthebel 2 Schrauben, dann die 4 Muttern und hinten beim Kickstarter ist noch eine. Die außen auf dem Deckel hält nur die Kickstarterfeder die brauchst du nicht abzumachen.
Dann kannst du auch sehen in wie weit das Ratchet augenudelt ist, ein gutes Anzeichen was das Getriebe hinter sich hat.
Ich persönlich würde die weitere Vorgehensweise mal davon abhängig machen, wie das Fahrzeug denn genutzt werden soll.
Wenn du im Jahr mal so 500 bis 1000 km einfach nur als Poser vor der Eisdiele landen willst um standesgemäß ein paar Ölflecken zu verteilen, würde ich mit Kupplung und Getriebe keinen großen Aufriss machen.
Wenn du allerdings das Motorrad wirklich aktiv bewegen willst, so wie ich als Alltagsmaschine (ja auch dazu sind die bestens geeignet) und im Jahr so über 10000 km fahren willst, dann solltest du schon etwas mehr investieren.
Ich habe auf belt drive umgestellt, was einige Vorteile hat. Trockenkupplung, also keine Ölsauerei, einmal einstellen und fertig, kein Nachspannen notwendig. Kupplung trennt immer sauber. Ich habe beim Tourer noch nie eine gerissenen Riemen gehabt auch mit Sozia und vollem Gepäck.
Mein Primärdeckel ist lediglich mit 5 Schrauben fest, den drei dicken vorne am Motor und jeweils eine oben und unten in höhe Fußraste.
Bis auf den Scramblermotor sind alle meine Motoren die ich in den Fingern hatte auf Nadellager umbebeut, einer von SRM und der Rest von Rainer Traupel, den ich nur empfehlen kann.
Wenn man noch ein paar andere Dinge beachtet und konsequent erleichtert und optimiert, dann kann man damit sogar Rennen fahren
Aber soweit würde ich da garnicht gehen, es reicht schon die Kipphebel von unnötigem Material zu befreien.
Auf keinen Fall die Stößelstangen von SRM aufschwätzen lassen, den die sind doppelt so schwer wie die originalen.
Die Enscheidung was du machst liegt ja bei dir.
Gruß Klaus