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Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 12. Juli 2015, 10:27
von Martin
Öko hat geschrieben:Hat der Motorenschleifer den Block so rausgegeben?
Die Steine sind wohl arg verschlissen...und das es das 2-5/100 durchhohnen bei oberflächlichen Rostfraß nicht langen mag...sollte von der Fachfrima schon deutlich rüber kommen.
Zylinder und Kolben vorher ausmessen, Laufspiel/Verschleiß halt feststellen.
Wenn schon grenzwertig...kann man sich die Laufzeit fürs Nachhohnen sicher sparen.
Habe drei Zylinderblöcke mit ähnlicher Rostsituation hier stehen.
Beim der Motorenbude das gemittelte Innenmaß auf die jeweiligen Kühlrippen geschrieben
Erleichtert die Teilebestellung und später eben um das Einbauspiel genau einzuhalten...

Mario. Hau nicht immer nur die Fachtheorie raus...
Natürlich wurde der Zylinder nicht nur gehont. Er wurde vermessen, das Laufspiel ermittelt und neue Kolben besorgt. Dann geschliffen um 0,25mm.
Hat leider nicht gereicht.
Viel schlimmer ist, dass der Zylinderschleifer meinte, das würde so wie es ist funktionieren...
Was ich daraus lerne: Wahrscheinlich ist es sinnvoll, bei rostigen Laufbahnen erstmal behutsam so weit zu schleifen, bis die Rostnarben komplett weg sind. Dann erst Maß ermitteln und die richtigen Kolben besorgen und dann auf Maß bringen. Manchmal scheint der größere Aufwand der bessere Weg.
Von meinen Zylindern hat aber zum Glück keiner auch nur Ansatzweise Rost in der Laufbahn...
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 12. Juli 2015, 12:14
von Volker Koch
von Goldstar » Dienstag 5. Mai 2015, 06:38
... Deshalb habe ich umgebaut auf Käfer Ventilfedern mit sämtlichen Vorteilen der leichten Aluventilteller und ner Federstannung von 82kg bei vollem Hub ... Sag mir mal das die Dimensionen der Feder Länge Durchmesser und Einbaumaß sowie das Maß bei voller Öffnung des Ventils.
Vielleicht hätte ich da was passendes für dich.
Moin Klausi,
könntest Du alternativ mal ´n bißchen mehr zu Deinen Käfer-Klamotten erzählen?
-> Einzelfedern? Innen-/Außenmaße? Drahtstärke? Länge demontiert? Länge montiert?
-> Welche Formen und Maße haben die oberen Ventilteller? Ausgelegt für welche Schaftformen - drei Nuten etc.? - Durchmesser und Keilformen?
Wo kann man die Teile schießen???
Los ... sach an, ich such immernoch was für die Connie-Köpfe ...
V.G.
Volker
PS: Mal über die progressiv gewickelten BMW ? ... R75/5-R90S ... ? Einzelfedern meditiert? Die funktionieren recht gut in Triumphs.
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 12. Juli 2015, 12:25
von Öko
Martin...letztlich hat du in deinen letzten Sätzen inhaltlich genau das geschrieben, was ich zuvor tat.
Macht schon Sinn es so zu handhaben, wie ich es geschrieben haben
Habe in paar Jahren meines werkeln unterschiedlichste Motoren, ob verschlissen, nagelneu oder frisch aus der Schleiferei gesehen.
Die Herangehensweise, das Ergebnis und die Aussage das geht schon von der Motorenbude...würde ich n großen Bogen rum machen...hoffentlich nicht Güterloher Motorencenter....da sind Wusel und ich wohl von deutlich ....lassen wir das.
Ihr könnt ja mal die Steghöhe bis zum ersten Kolbenring messen und mit dem Ende der Rostkuhlen vergleichen.
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 12. Juli 2015, 12:52
von Martin
Öko hat geschrieben:Martin...letztlich hat du in deinen letzten Sätzen inhaltlich genau das geschrieben, was ich zuvor tat.
Nein. Hab ich nicht. Ich habe Dir geantwortet, dass es nicht NUR gehont wurde. Das hab ich gemacht. Und Du hast auch nicht geschrieben, dass man so weit schleifen sollte, bis die Rostnarben weg sind.
Aber müssen wir jetzt jeden Satz auf Passigkeit überprüfen?
Sorry Mario. Die Allgemeinaussagen helfen tatsächlich wenig.
Macht schon Sinn es so zu handhaben, wie ich es geschrieben haben
Was hast Du denn besonderes geschrieben? Mario... Das Ding wurde auf das nächste Übermaß gebracht. Der Schleifer war sich sicher, dass es hinhaut. Das ist sein Job, den hat er nicht gut gemacht. Was tatsächlich Sinn macht, wie Du es schriebst ist, dass man das Maß auf die Rippen schreiben sollte...
Und was hat jetzt das Bild des Motorschadens mit dem Thema zu tun?
Übrigens: Nein, es war nicht das Gütersloher Motorencenter. Die würde icha uch nicht nehmen, ist ne Großserien Bude. Da kann man sicher den Ford Fiesta Motor überholen lassen... Wenn ich in der Nähe was machen lasse, dan mittlerweile nur noch bei Westermann in Lintel
Wo Phil war, weiß ich nicht.
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 12. Juli 2015, 15:28
von Goldstar
Martin hat geschrieben: Was tatsächlich Sinn macht, wie Du es schriebst ist, dass man das Maß auf die Rippen schreiben sollte...
Soll ich dir nen wasserfesten Filzer schicken, damit du dir die 3 stellige Zahl auf die Rippen schreiben kannst
Mal abgesehen davon, sieht das Hohnbild wirklich nicht schön aus.
Da wären sicherlich nach den ersten 200km die Kolbenringe hin.
Hand aufs Herz,ich würde dort nicht mehr hingehen und das ganze als Lehrgeld abschreiben.
Gruß Klaus
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 12. Juli 2015, 17:03
von Phil
Goldstar hat geschrieben:...Aber sag mal, sind die Narben schon im Bereich der Kolbenringe, oder liegen sie drüber?...
Moin Klaus,
hehehehe, der war nicht schlecht. Nee, die Ringe kehren um bei 4 mm unter OK barrel, die Korrosion endet bei 12 mm darunter. Die Ringe laufen also definitiv in der Korrosionszone, ergo meine Weissagung, dass das ein Raucher würde. Bei drüber hätte ich zusammengebaut und gut.
Leider ist der Zylinder auf +.020" geschliffen worden, d. h. ca. 0,25 mm auf jeder Seite. Martin schrub daher zart irreführend. Mal schauen, nächste Woche stellt es sich raus, ob ich evtl. einen Satz Hepolite Powermax in +.030" bekommen kann. Alldieweil es mir im Herz weh tut, gleich auf +.040" zu gehen. Daher würde ich es gerne vermeiden.
Merci für die Kommentare.
Beste Grüße
Ph.
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 12. Juli 2015, 17:19
von Phil
Martin hat geschrieben:..... Was ich daraus lerne: Wahrscheinlich ist es sinnvoll, bei rostigen Laufbahnen erstmal behutsam so weit zu schleifen, bis die Rostnarben komplett weg sind. Dann erst Maß ermitteln und die richtigen Kolben besorgen und dann auf Maß bringen. Manchmal scheint der größere Aufwand der bessere Weg....
Jepp, deshalb hatte ich das ja hier gepostet, auf dass man vorsichtig sein möge und wirklich erstmal schauen, ob es denn reicht mit einem Übermaß.
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Samstag 3. Oktober 2015, 23:55
von Phil
Alsooooo, Leute... Es geht zart voran.
Das Gehäuse mit der neuen Buchse ist da und nun superduper-sauber innen, alle Ölkanäle gespült, die frisch verzinkten Stehbolzen sind drin. Die neuen Getriebelager im Kurbelhaus sitzen, Simmerringe drin.
Die Kurbelwelle ist nitriert und auch supersauber jetzt. Ich habe mich 2 h an der sludgetrap verlustiert, alles picobello. Der neue Sechskantstopfen ist verschraubt, die Pleuel sind poliert und dran und drehen sich wunderbar. Kurz: das Ding hat das Potential zum Motor der Freude.
So ich denn morgen was tun möchte, dann kümmere ich mich mal um das Getriebe, neue Lager, die fehlende selector fork spindle rein, die kicker ratchet-Mimik, die halblebigen plungers im Schaltautomaten tauschen und die Nebenwelle ausdistanzieren. Das Distanzieren geht leichter wenn man nur die rechte KH-Hälfte zum Fummeln hat.
Den Kopp muss ich noch saubermachen, dann kann ich ihn auch zusammenbauen, der Zylinder ist lackiert und einbaufertig, nur die beim Ausbau ziemlich vermackten Stehbolzen muss ich noch auf Anraten eines gewissen Ralph V. aus W. mit der Lötlampe und Altöl kalt brünieren.
Photos mache ich noch ein paar und stelle sie dann ein.
Schöne Grüße
Ph.
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 4. Oktober 2015, 10:15
von Martin
Nockenwelle wird Dienstag nach Wuppital geliefert!
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 4. Oktober 2015, 11:51
von jan
Phil hat geschrieben:(...) nur die beim Ausbau ziemlich vermackten Stehbolzen muss ich noch auf Anraten eines gewissen Ralph V. aus W. mit der Lötlampe und Altöl kalt brünieren.
Was soll das denn für eine Methode sein?
Ist das seriös/ernst gemeint oder Jux? (Sorry, ich bin ja nicht nur ein elektrischer, sondern auch ein metallurgischer Flachw****er).
Cheers, Jan
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 4. Oktober 2015, 12:02
von Tim
jan hat geschrieben:Was soll das denn für eine Methode sein?
Brünieren ist vielleicht ein etwas großes Wort, aber so als Rostschutz funktioniert die Methode besser als kein Rostschutz.
Tim
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 4. Oktober 2015, 12:40
von Martin
Also heißflämmen und dann in Öl tunken?
Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 4. Oktober 2015, 13:55
von Moppedmessi
Genau.
Schön erhitzen und anschließend in schöne, alte, schwarze und stinkige Altölbrühe tauchen.
Wie Tim schon erwähnte, kein toller Rostschutz aber besser als (wie

) ohne Rostschutz.
Aber Vorsicht, das qualmt wie verrückt

Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 4. Oktober 2015, 14:01
von Uli
Moppedmessi hat geschrieben:Schön erhitzen und anschließend in schöne, alte, schwarze und stinkige Brühe tauchen.
Jetzt weiß ich endlich, wofür du die Flaschen mit dieser schwarzen Brühe mitgebracht hast.
Zum Trinken kanns ja nicht gedacht gewesen sein...

Re: Der A 65-Motor der Freude
Verfasst: Sonntag 4. Oktober 2015, 17:10
von Klaus Thoms
Machen Büchsenmacher auch so , am besten nach dem tauchen kurz rausholen , damit das Öl auf der Oberfläche abbrennt , und dann nochmal den Vorgang ohne abbrennen, hält genauso gut wie chem. schwarz verrosten , genannt brüniert .