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Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Mittwoch 10. September 2014, 22:05
von Tim
bos´n hat geschrieben:Allerdings zählen Z-Fußmuttern sicherlich nicht zur Kateroigie "sicherheitsrelevante Schraubverbindung" .
Lass den alten Krapfen mal asthmatische 100bar Verbrennungsdruck auf den Kolben wuchten, dann ziehen bei der 750er knapp über 40kN - grob übern Daumen also vier Tönnchen - an den Dingern, immer schön links und rechts, und den albernen handelsüblichen 1.4301-Wald-und-Wiesen-VA-Pretiosen ist auch nicht ganz kalt.... :wink:


Tim

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Mittwoch 10. September 2014, 22:31
von bosn
Ich weiß jetzt nicht aus welchem Material Stainless Classics "meine" Muttern geformt hat.
Aber 1.4301 ist natürlich dafür eher ungeeignet.
Ist ja nichteinmal ordentlich spanbar-von daher würde ich es nicht wählen.
Die 8x3/8 Muttern halten bei der Trumpf mal locker-ohne nachziehen oder ähnliches.
Aber gegen den gr000ßen Commandobums? :badgrin:
Vielleicht hast du recht...vielleicht :mrgreen:

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Mittwoch 10. September 2014, 22:31
von Klaus Thoms
1.4301 bzw X5CrNi18/10 erreicht nicht mal die Werte von Knachwurststahlschrauben auf denen 5.6 steht , sowas täte ich nicht am Zylfuß einsetzen , damit kannst du deine Sitzbank anschrauben oder so etwas .
Die originale Dinger aus hochfestem Stahl könnten wirklich aus Edelstahl sein , das ist nämlich nur eine Qualitätsklassifizierung des Stahls und sagt aus (grob) der ist besonders rein und ohne Stahlschädlinge wie Phosphor oder Schwefel erschmolzen und die Legierungselemente sind homogen verteilt , die Bezeichnung hat nichts mit der Stahlsorte zu tun .
Werkzeugstähle und Nitrierstähle z.B. sind Edelstähle .
Das was meist im "Volksmund" Edelstahl genannt wird , ist nichts weiteres als Rost u.o Säurebeständiger Stahl , und die sind halt weich wie Torte .
Das nur der guten Ordnung halber .
Es gibt natürlich 1.4301 auch in der Qualität "Edelstahl" , kostet aber Faktor 2,5 mehr und wird für Chirugische Instrumente und so etwas verwendet , aber bestimmt nicht für Schrauben .

Schrauben/ Muttern 10.x oder 12.x wären da angebracht .

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Mittwoch 10. September 2014, 22:37
von bosn
Aha.
Und deswegen wird die Gegenseite (das Crankcase) in hoooooochfester Aluminium-Knetlegierung gegossen ? :surpris:

Also,in Nordhorn ist man sowas von Qualitätsmäßig ´drauf gewesen =D> =D> =D>

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 07:34
von Tim
bos´n hat geschrieben:Aber 1.4301 ist natürlich dafür eher ungeeignet.
Ist ja nichteinmal ordentlich spanbar-von daher würde ich es nicht wählen.
Dann lass es von mir aus 1.4305 sein, macht es auch nicht besser.


Tim

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 07:46
von Klaus Thoms
Ausserdem was soll das mit nichtrostenden Stählen , so wie die Karren mit Öl rumschmeissen , kann da eh nichts rosten .... :gaga: :lach:

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 07:51
von Tim
Klaus Thoms hat geschrieben:Es gibt natürlich 1.4301 auch in der Qualität "Edelstahl" , kostet aber Faktor 2,5 mehr und wird für Chirugische Instrumente und so etwas verwendet , aber bestimmt nicht für Schrauben .
:-k Care to explain?

Tim

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 07:51
von Tim
bos´n hat geschrieben:Und deswegen wird die Gegenseite (das Crankcase) in hoooooochfester Aluminium-Knetlegierung gegossen ? :surpris:
Loctite regelt. :mrgreen:


Tim

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 10:17
von Klaus Thoms
Tim hat geschrieben:
Klaus Thoms hat geschrieben:Es gibt natürlich 1.4301 auch in der Qualität "Edelstahl" , kostet aber Faktor 2,5 mehr und wird für Chirugische Instrumente und so etwas verwendet , aber bestimmt nicht für Schrauben .
:-k Care to explain?

Tim
Ja , klar.
Du kennst bestimmt das seltsame Verhalten von sogenannten Edelstahlteilen so punktförmige Fressstellen aufzuweisen , gerne an Auspuffanlagen/Krümmern , aber auch so simpel Teilen wie billig Kochtöpfen etc..
Das ist der Beleg dafür das an den Stellen halt kein oder nur zu wenig Chrom u.o. Nickel ist , also die Lergierungselemente eben nicht homogen verteilt sind , oder gar Schwefel oder Phosphor da ist , weshalb die Korrosion da gandenlos zuschlägt , also die Standardsorte verwendet wurde , eben kein Edelstahl .
Die reinheitsstufe Edelstahl herzustellen kostet , und da seltener gefertigt kostet es noch mal :-&
Ach so vergessen : Bei diesen wirklichen Edelstählen ist auch noch eine Chargenverfolgung notwendig , weil daraus z.B. Bauteile für Kernkraftanlagen aber auch Turbinenschaufeln gefertigt werden , und da wären Materialfehler ziemlich unangenehm.
Und das kostet auch....
3x saure Linsensuppe im billig Kochtopf zubereitet , und der sieht innen ganz merkwürdig aus .... :sauer:
1x an die Nordsee am Strand , und so eine V2A Anlage sieht an den Krümmerbögen ganz eigenartig aus . :shock:

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 10:37
von Tim
Klaus Thoms hat geschrieben:....... also die Standardsorte verwendet wurde , eben kein Edelstahl .
Naja, das liegt dann aber daran, dass die handelsübliche "Standardsorte" dem eigentlichen Standard nicht entspricht, aber das ist dann eher eine semantische Diskussion. Sobald man einen Werkstoff mit zertifizierten Eigenschaften will, wird es immer teurer, selbst wenn der Werkstoff an sich gar nix mehr kann. Versuch mal, 2-300 dicke 7075-Platten zu bekommen, die über die gesamte Dicke auch 7075 sind.


Tim

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 13:52
von Klaus Thoms
Tim , wir schweifen ab , lass es gut sein ..... :halloatall:

Re: AW: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 14:13
von Moppedmessi
Tim hat geschrieben:Versuch mal, 2-300 dicke 7075-Platten zu bekommen, die über die gesamte Dicke auch 7075 sind.


Tim
Ich glaube Certal von Gleich, bin mir aber nicht sicher.

Re: AW: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 15:14
von Tim
Moppedmessi hat geschrieben:Ich glaube Certal von Gleich, bin mir aber nicht sicher.
Das sind dann 7075er-Platten mit einem Zertifikat, aber deswegen noch lange keine homogenen 7075er-Platten. Und andere Legierungen sind noch schlimmer. :wink:


Tim

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 15:33
von bosn
Ihr Poser!

Euer ganzes Volldiplomgeschwaller ändert nix an der Tatsache das die Gegenseite der Bolzen in Leichtmetallguss verschraubt sind.

Punkt.

Macht den Kopp zu :facepalm2: :lach: :lach: :lach:

Mein Lieblingsspruch ?

"Während die Schlauen diskutieren-Stürmen die Dummen die Festung"

:pfeiffen: :mrgreen:

Re: Muttern am Zylinderfuss

Verfasst: Donnerstag 11. September 2014, 15:46
von Tim
bos´n hat geschrieben:Euer ganzes Volldiplomgeschwaller ändert nix an der Tatsache das die Gegenseite der Bolzen in Leichtmetallguss verschraubt sind.
Ja, aber das sind Stehbolzen und die werden auch als solche behandelt, also schön sattes Anzugsmoment gegen Grund oder Fase und - heutzutage - dazu auch noch Loctite. Um die würde ich mir relativ wenig Sorgen machen. WuW-Edelstahl auf der anderen Seite setzt sich nunmal einfach wesentlich mehr.

Ist die Frage, was Du für Anforderungen an "sicherheitsrelevant" hast. Wenn die Dinger versagen, wird das in der Form von mildem Ölgesabber geschehen - das ist was anderes als eine abscherende Verschraubung an tragenden Teilen, geschenkt. Sinnlos ist es dennoch.



Tim