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Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 22:09
von pug
speedtwin hat geschrieben:
pug hat geschrieben:Das einfachste wäre sicherlich es transportieren zu lassen. Zumal man ja nicht weiss was für Defekte auftreten können. Nachher steht das Motorrad irgendwo in der Pampa und man muß doch abholen lassen.
Ääh... :?: :?: :-k
Falls man mit dem Motorrad fährt - Das meinte ich. Nachher bleibt man mit dem Motorrad (dessen technischer Zustand unbekannt ist) stehen und man braucht doch einen Transport - und dann noch unter Zeitdruck und aus der Pampa.

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 22:11
von Martin
Zum besseren Verständnis vielleicht eine Aussage der Engländer auf unserem Triple Run.
Die haben alle dicke Schlösser dabei (dickSTe...)
Sie sprachen davon, dass Diebstahl klassischer Motorräder dort drüben Methode habe und nicht selten sei...
Möglicherweise sind da die Simme geschärft.
Die Tommies sind nicht dem Schengener Abkommen beigetreten, nicht wahr? Dort gibt es also grundsätzlich noch Grenzkontrollen, während man von Portugal über Spanien über Frankreich über Belgien über NL quasi unbehelligt nach D einreisen könnte. ;-)

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Dienstag 22. Februar 2011, 22:17
von Tim
Mineiro hat geschrieben: Dover ist ja sowas wie die EU Außengrenze und dann haben es die Zöllner schon etwas wichtiger wie z. B. von Belgien nach Niederlande.
Ist aber auch eher Zufall, würde ich sagen, meine teilweise unter erheiternden Umständen erfolgten Grenzübertritte in den letzten zehn Jahren haben bei denen auch nur ein müdes Grinsen erzeugt:

2002 und 2004 mit einem Formula Student-Rennerle in einem Anhänger mit Behördenkennzeichen und einem von einem großen süddeutschen OEM geliehenen Zugfahrzeug mit Versuchs-Fahrzeugschein (null Eintragungen außer Halter und unten im Fließtext die Durchwahl für Nachfragen - saukuhl) und "studentypischer Verpflegung" - blöderweise hat uns keine Sau kontrolliert, ich war schon ganz heiß drauf, die Reaktionen zu sehen.

2006 die Karosse vom Lotus, schräg in einen geschlossenen Ducato-Hochlang geschoben: Zöllnerin: "Any goods to declare?" - Ich: " A Lotus body shell." - Sie: " 8) Sure. And where?" *hecktüröffnen* Sie:" :roll: Germans...."

2007 das Fahrgestell des Lotus und der Hausstand einer Freundin, die aus London zurückkam: Zöllner: "Any goods to declare?" - Ich:"A Lotus chassis in pieces and some private relocation stuff" - Zöllner: " :roll: German efficiency strikes again...."

2009 die drei Rotten Commandos, in strömendem Regen übern Zoll: Zöllner aus dem trockenen Häuschen: "Any goods to declare?" - Ich: "Three Norton project bikes and some Lotus spare parts!" - Zöllner: "Bicycles or motor bikes?" - Ich: "Errr? Motor bikes (wie jetzt, Engländer kennt keine Norton?)" - Er: "And you bought them new from the factory?" - Ich: " Häh :?: Err, no, its projects like in restoration project!" - Er: "You do that for a living?" - Ich: "No, hobby!" - Er: " :roll: Germans...." Hat dann nochmal in den Regen geschaut und kopfschüttelnd beschlossen, dass so ein Bekloppter es nicht wert ist,rauszukommen...*durchwink*

Das dreimal augenrollende gestöhnte "Germans!" ist kein Scherz, das ist wirklich so passiert - abgesehen von Aktion mit den Commandos hätte ich sogar Zeugen ..... :mrgreen:


Tim

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 02:15
von Motard
pug hat geschrieben:Naja - angeblich verliert man "nur" den versicherungsschutz. Soll heissen, dass man, falls die raod tax noch gültig ist, mit einer deutschen versicherung überführen kann.
Diese Versicherung gibt es (angeblich) beim ADAC und anderen versicherungen.
Prblem ist, dass man dafür schon die Papiere braucht. Und, wie schon oben erwähnt, eine gültige "road Tax" da sein muss.Ich glaube dieses Versicherung gilt dann sogar 4 Wochen.
Zur Information: Gemäss Hinweis auf der Web Site von Norvil ist ein Auto oder Motorrad mit Produktionsdatum vor dem 1.1.1973 Strassensteuer befreit auf Britischen Strassen.

Original Text "Cars & Bike produced before 01/01/1973 are exempt from vehicle excise duty (road tax) when used on British roads."

Motard

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 08:33
von Tim
Motard hat geschrieben:Zur Information: Gemäss Hinweis auf der Web Site von Norvil ist ein Auto oder Motorrad mit Produktionsdatum vor dem 1.1.1973 Strassensteuer befreit auf Britischen Strassen.
Schön fürs Inselvölkchen, aber was soll die Info einem Nicht-UK-Resident bringen? Ich seh' den Zusammenhang nicht...



Tim

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 08:42
von speedtwin
Motard hat geschrieben:
pug hat geschrieben:Naja - angeblich verliert man "nur" den versicherungsschutz. Soll heissen, dass man, falls die raod tax noch gültig ist, mit einer deutschen versicherung überführen kann.
Diese Versicherung gibt es (angeblich) beim ADAC und anderen versicherungen.
Prblem ist, dass man dafür schon die Papiere braucht. Und, wie schon oben erwähnt, eine gültige "road Tax" da sein muss.Ich glaube dieses Versicherung gilt dann sogar 4 Wochen.
Zur Information: Gemäss Hinweis auf der Web Site von Norvil ist ein Auto oder Motorrad mit Produktionsdatum vor dem 1.1.1973 Strassensteuer befreit auf Britischen Strassen.

Original Text "Cars & Bike produced before 01/01/1973 are exempt from vehicle excise duty (road tax) when used on British roads."

Motard

Also: wenn das Teil noch fahrbereit ist, müsste es im Grunde ja eine road tax disc haben. Wenn es fahrbereit ist, aber keine road tax disc hat, kauft man eine. Gibt es im Postamt für schmales Geld je nach Gültigkeitsdauer, soweit ich mich erinnere, braucht man die Papiere dazu nicht.

Wenn das Teil nicht mehr fährt, ist die road tax eh egal.

Wolfram

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 09:30
von Tim
speedtwin hat geschrieben:Wenn das Teil nicht mehr fährt, ist die road tax eh egal.
Wenn man keinen Wohnsitz im UK hat und die Kiste nach dem Kauf nicht merh versichert ist, aber auch. Und AFAIK (ich hab mich wie gesagt vor ein, zwei Jahren mal damit beschäftigt) gilt die erwähnte ADAC-Versicherung nicht in GB - aber pro ADAC-Kundenberater gibt es dazu wohl auch ca. 1,3 Meinungen. Ich würde jedenfalls - wenn es nicht in der Police selbst steht - explizit um die schriftliche Stellungnahme bitten, dass die Versicherung für den Fall gültig ist.


Tim

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 09:32
von Mineiro
Atlas750 hat geschrieben:
Mineiro hat geschrieben: Dover ist ja sowas wie die EU Außengrenze und dann haben es die Zöllner schon etwas wichtiger wie z. B. von Belgien nach Niederlande.
Ist aber auch eher Zufall, würde ich sagen, meine teilweise unter erheiternden Umständen erfolgten Grenzübertritte in den letzten zehn Jahren haben bei denen auch nur ein müdes Grinsen erzeugt:

2002 und 2004 mit einem Formula Student-Rennerle in einem Anhänger mit Behördenkennzeichen und einem von einem großen süddeutschen OEM geliehenen Zugfahrzeug mit Versuchs-Fahrzeugschein (null Eintragungen außer Halter und unten im Fließtext die Durchwahl für Nachfragen - saukuhl) und "studentypischer Verpflegung" - blöderweise hat uns keine Sau kontrolliert, ich war schon ganz heiß drauf, die Reaktionen zu sehen.

2006 die Karosse vom Lotus, schräg in einen geschlossenen Ducato-Hochlang geschoben: Zöllnerin: "Any goods to declare?" - Ich: " A Lotus body shell." - Sie: " 8) Sure. And where?" *hecktüröffnen* Sie:" :roll: Germans...."

2007 das Fahrgestell des Lotus und der Hausstand einer Freundin, die aus London zurückkam: Zöllner: "Any goods to declare?" - Ich:"A Lotus chassis in pieces and some private relocation stuff" - Zöllner: " :roll: German efficiency strikes again...."

2009 die drei Rotten Commandos, in strömendem Regen übern Zoll: Zöllner aus dem trockenen Häuschen: "Any goods to declare?" - Ich: "Three Norton project bikes and some Lotus spare parts!" - Zöllner: "Bicycles or motor bikes?" - Ich: "Errr? Motor bikes (wie jetzt, Engländer kennt keine Norton?)" - Er: "And you bought them new from the factory?" - Ich: " Häh :?: Err, no, its projects like in restoration project!" - Er: "You do that for a living?" - Ich: "No, hobby!" - Er: " :roll: Germans...." Hat dann nochmal in den Regen geschaut und kopfschüttelnd beschlossen, dass so ein Bekloppter es nicht wert ist,rauszukommen...*durchwink*

Das dreimal augenrollende gestöhnte "Germans!" ist kein Scherz, das ist wirklich so passiert - abgesehen von Aktion mit den Commandos hätte ich sogar Zeugen ..... :mrgreen:


Tim

Moin Tim,

Das Kompliment ... Germans... :rolleyes: kann man gerne an die Briten zurück geben. Was hat mir mal jemand gesagt ..."alles was Du bei Asterix über die Briten gelesen hast stimmt!" :esmile:

Grüße
Mineiro

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 09:49
von speedtwin
Atlas750 hat geschrieben:
speedtwin hat geschrieben:Wenn das Teil nicht mehr fährt, ist die road tax eh egal.
Wenn man keinen Wohnsitz im UK hat und die Kiste nach dem Kauf nicht merh versichert ist, aber auch.

Tim
Das stimmt, was die englische Versicherung betrifft, da diese soweit ich mich erinnere nicht Fahrzeug-, sondern Haltergebunden ist. Deshalb ist es als Ausländer etwas schwierig, überhaupt eine Versicherung in UK zu finden, die einen zu einem halbwegs realistischen Kurs versichert.

Aber kann man nicht einfach ganz normal eine deutsche Versicherung abschließen, also wie früher grüne Doppelkarte (bzw. heute Zahlencode) und gut ist? :gruebel:

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 09:54
von Martin
Ich weiß es nicht genau, aber ist nicht in England die Versicherungspflicht aufgehoben? Ich meine mich an eine Diskussion im Triplesforum zu erinnern...
Hilft natürlich nicht für uns, da wir ja durch Holland/Belgien/Frankreich müssen...

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 11:30
von Motard
Atlas750 hat geschrieben:
Motard hat geschrieben:Zur Information: Gemäss Hinweis auf der Web Site von Norvil ist ein Auto oder Motorrad mit Produktionsdatum vor dem 1.1.1973 Strassensteuer befreit auf Britischen Strassen.
Schön fürs Inselvölkchen, aber was soll die Info einem Nicht-UK-Resident bringen? Ich seh' den Zusammenhang nicht...

Tim
Mein Beitrag ist leicht aus dem Kontext gerissen worden. Ich habe lediglich den Beitrag von pug, bezüglich Road Tax, mit der Ausnahme, welche die Regel bestätigt, ergänzt.

Motard

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 12:15
von Tim
Motard hat geschrieben:Ich habe lediglich den Beitrag von pug, bezüglich Road Tax, mit der Ausnahme, welche die Regel bestätigt, ergänzt.
Ja, schon klar, aber die Road tax ist zum einen das kleinere Problem, zum anderen kann ich mir nicht vorstellen, dass es relevant für Nicht-UK-Residents ist, ob die Kisten nun ausgenommen sind oder nicht. Wenn man eine Kiste gar nicht auf seinen Namen zugelassen bekommt, wie soll man dann Road Tax zahlen bzw. davon ausgenommen werden?

Aber das führt zu nix, es sind halt zwei Punkte, die man beachten muss: Ist die Kiste von welchem Staat auch immer irgendwie legitimiert, auf öffentlichen Strassen fahren zu dürfen und falls das gegeben ist, versichert das irgendwer. Mein letzter Stand ist für UK-Importe, dass beides nicht gegeben ist, aber drauf wetten würde ich nicht. Entweder klrät es hier noch jemand auf, der es weiß und belegt, oder es muss jeder für sich ausbaldowern.


Tim

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 12:38
von speedtwin
Atlas750 hat geschrieben:
Wenn man eine Kiste gar nicht auf seinen Namen zugelassen bekommt, wie soll man dann Road Tax zahlen bzw. davon ausgenommen werden?Tim
Wie gesagt, die road tax disc kann man wie eine Briefmarke im Postamt kaufen, die hat mit der eigentlichen Zulassung nix zu tun.
Atlas750 hat geschrieben: versichert das irgendwer.
Tim
Ich habe mal bei meiner Versicherung angerufen, warte auf deren Rückruf. Mehr später.

Gruß, Wolfram

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 12:43
von Tim
speedtwin hat geschrieben:Wie gesagt, die road tax disc kann man wie eine Briefmarke im Postamt kaufen, die hat mit der eigentlichen Zulassung nix zu tun.
Dass sie gerne Dein Geld nehmen, ist mir klar, aber ob das mit irgendeinem Gegenwert einhergeht? :mrgreen:


Tim

Re: Motorrad-Kauf in GB, was ist zu beachten?

Verfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 13:05
von speedtwin
Atlas750 hat geschrieben:
speedtwin hat geschrieben:Wie gesagt, die road tax disc kann man wie eine Briefmarke im Postamt kaufen, die hat mit der eigentlichen Zulassung nix zu tun.
Dass sie gerne Dein Geld nehmen, ist mir klar, aber ob das mit irgendeinem Gegenwert einhergeht? :mrgreen:


Tim
Die Frage kann man sich wohl bei allen Steuern stellen. :-k