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Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 08:57
von Tim
jan hat geschrieben:Oh Mann, jetzt geht hier schon wieder so `n Privatgemetzel zwischen Tim und Martin (aus Abenberg, nicht aus Borgholzhausen) los.
Ach komm, sachbezogene Meinungsverschiedenheiten sind nun wirklich kein Privatgemetzel....
Jungs, Ihr seid beide Spitze! So`n Riesen-Knowhow-Fundus!! Norton-Päpste!!!
Einigt Euch doch mal auf eine Version ...
Hey, wir reden über Norton. Da gibt es nicht eine Version, die haben mehr Ausnahmen zusammengepuzzlet als es Regeln gab...
Ernsthaft, wenn man sich alte Fotos anschaut, findet man auch 1969er, die augenscheinlich die neuere Nabe haben. Meine 70er hat diese Nabe und ist ein paar Monate älter als Alexanders. Ich würde einfach davon ausgehen, dass die damals alles in Übergangsphasen nebeneinanderher gebaut haben - und wenn dann ein paar alte Naben zwischendurch verklappt worden sind, würde mich das nicht wundern.
Ausserdem hat Martin vollkommen Recht, die Funktion des Ruckdämpfers ist eher mau, da gibt es bessere.
Tim
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 09:27
von Martin
Ich wage mal zu behaupten, dass hier niemand am Brett nachvollziehen kann, was in einem Motorradleben von schon 40 Jahren alles passiert sein kann. (OK, Ralph mag das an seiner T160 können, er hat sie schließlich neu gekauft) Wie schnell ist mal ein komplettes Hinterrad gewechselt worden weil das alte nicht mehr gut war? Wie oft sind Gebrauchtteile aus anderen Maschinen an allen möglichen Stellen implantiert worden?
Dazu gibt es sicher von den Werken immer wieder mal kurzfristige Umstellungen oder aufbrauchen von Restbeständen.
Das Beispiel unserer Südafrikanischen T100S/C's können herhalten. Da haben die anscheinend (nicht scheinbar!) Teile des Vorjahres verbaut und zwar offiziell.
Also 70? 71? Wer weiß das.
Gleichzeitig bleibt festzuhalten, dass beide Naben sicherlich fahrbar sind.
Gruß, der Martin (aus BHH)
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 09:53
von Tim
Norton hat geschrieben:Die frühen Commandos mit dem Blechdeckel am Motorgehäuse (wo früher das Zündungsläufergehäuse bzw der Magnet saß) hatten alle die alte Nabe. In meinem Bekanntenkreis sind drei solche Commandos (von allen hab ich die Motoren überholt und kenne deshalb die Motorräder) und die haben alle diese Nabe. .
Meine 70er nicht, und ich bezweifle es schwer, dass das Ding nachträglich eingebaut wurde. Meine 68er hat die alte Nabe.
Laut Norton Twin Restoration ....
Das Buch ist alles andere als fehlerfrei, AFAIK. Da sind einige Fehler bekannt, grade was frühe Commandos und deren Ausstattung angeht - z.B. gibt es an, dass es bestimmte Farben nicht gegeben haben soll, und dann melden sich Erstbesitzer, die ihre Commando in exakt dieser Farbe neu gekauft haben. Wann es Combats gab, bekommt er auch nicht richtig hin, da gibt es wieder Ungereimtheiten. Auf accessnorton.com finden sich massig solcher Geschichten. Das Buch ist wohl sehr gut, um einen generellen Überblick zu bekommen, aber im Detail sollte man sich nicht drauf verlassen. Und da es einige Fotos von 69er R-Modellen mit den neuen Naben und Hinweise von Norton auf diese Nabe gibt, glaube ich dem Bacon da nicht wirklich. Ich warte grade noch auf die Parts List für die 68-70er, mal sehen, was da drin steht.
wären die Ruckdämpernaben von 71 bis 74 verbaut worden und die Motorräder mit dieser Nabe haben dann auch andere Merkmale späterer Modelle wie das neuere Motorgehäuse, Gabelbrücken, Scheibenbremse etc...
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es da einen klaren Übergang gab, eher, dass da einiges an Mischmasch gebaut wurde.
Tim
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 12:36
von Tim
Martin hat geschrieben:Ich wage mal zu behaupten, dass hier niemand am Brett nachvollziehen kann, was in einem Motorradleben von schon 40 Jahren alles passiert sein kann.
Klar, insofern kann es auch sein, dass der *zensiert*, *zensiert* und *zensiert* Vorbesitzer tatsächlich ein spätes Rad eingebaut hat. In dem Fall würde es mich sogar ausdrücklich freuen, wenn Martin Recht hat, dann hat der *zensiert*, *zensiert* und *zensiert* Kollege da tatsächlich mal einen Anfall von gesundem Menschenverstand gehabt...naja, oder eher mal einen glücklichen Moment.
Gleichzeitig bleibt festzuhalten, dass beide Naben sicherlich fahrbar sind.
Öhm, neeee, nicht wirklich. Mit der alten Nabe hat man effektiv gar keinen Ruckdämpfer, und wenig überraschenderweise brechen die Hauptwellen ja auch ab und zu mal - die ist eh eine Schwachstelle, und alles, was man tut, um dem Ding das Leben zu erleichtern, ist mit Sicherheit sinnvoll.
Tim
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 12:57
von Martin
Also ich als Nicht Norton Experte habe mal gehört, dass es Hauptwellenbrüche gegeben hat, die man mit einer Überarbeitung der einzelnen Übersetzungen innerhalb des Getriebes in den Griff bekommen hat? Ich meine das mal im Zuge der John Player Geschichte gelesen zu haben. Mag sein, dass ich mich irre (Jan! Bitte registriere: Martin zeigt sich reflektiert und selbstkritisch!)
Gruß, Martin
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 13:10
von Tim
Martin hat geschrieben:Also ich als Nicht Norton Experte habe mal gehört, dass es Hauptwellenbrüche gegeben hat, die man mit einer Überarbeitung der einzelnen Übersetzungen innerhalb des Getriebes in den Griff bekommen hat?
Die späteren Commando-Getriebe hatten einen der mittleren Gänge - k.A. welcher - mit identischer Übersetzung, aber anderen Zähnezahlen etc., das stimmt, aber die Hauptwelle an sich ist nah dran an einer Fehlkonstruktion - okay, besser gesagt, die in den 30ern zeitgemäße Konstruktion für <30PS-Moppeds war dann bei den Combats spätestens eigentlich überlastet. Die Lager-Anordnung für die Hauptwelle ist zu schwach, um die weit draussen rumtaumelnde Kupplung gut abzustützen, das Ganze garniert mit etwas Kerbwirkung durch die Verzahnung - *kronk*. Das Outrigger bearing von Maney, das ich an der Atlas hab, ist mit Sicherheit besser als okinaal, aber auch noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss.
Tim
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 17:47
von Norton
Norton war auch keiner von den großen Motorradherstellern. Wahrscheinlich haben die zum einen das verbaut, was gerade da war und andererseits können auch Unterschiede gemacht worden sein, an welchen Importeur die Motorräder gegangen sind.
Gerade die Vielzahl an Gfk und Blechtanks an den Commandos wirft die Frage auf, warum es eigentlich so viele unterschiedliche Varianten gab.
Das Problem mit abgescherten Getriebewellen scheint ein Commandoproblem zu sein. Von älteren Nortons hab ich sowas noch nicht gehört. Ebenso abgescherte Kurbelwellen. An Commandokurbelwellen sind mir schon öfter die scharfen Radien an den Hubzapfen aufgefallen.
Verstehe das nicht mit dem Privatgemetzel
Gruß. Martin.
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 17:54
von Norton
Unterschiedliche Zähnezahlen an Gangrädern hatte ich noch nicht in der Hand. Nur die alten Getriebe (Upright und Laydown) hatten andere Übersetzungsverhältnisse. Aber es gibt identische Zähnezahlen mit unterschiedlichen Flankenwinkeln und Geometrien, zweiter Gang und vierter Gang. Ist mit dem Auge nicht gleich zu sehen und beim zusammenbauen wollen die Getriebewellen einfach nicht mehr in die Lager passen.
Vor allem vierter Gang. Bei den alten (Domi und frühe Commando) ist das Nebenwellenrad meistens schlecht, das Hauptwellenrad i. O.. Das Hauptwellenrad ist dann auch nichts mehr wert, weil man kein gutes Nebenwellenrad mehr bekommt. Kann man nur noch den ganzen Gang tauschen.
Gruß. Martin.
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 17:54
von Martin
Norton hat geschrieben:Norton war auch keiner von den großen Motorradherstellern. Wahrscheinlich haben die zum einen das verbaut, was gerade da war und andererseits können auch Unterschiede gemacht worden sein, an welchen Importeur die Motorräder gegangen sind.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die bei Norton noch mehr von den Exportmärkten abhängig waren als es BSA und Triumph. Das wird sicher zu einigen Sonderausführungen geführt haben
Das Problem mit abgescherten Getriebewellen scheint ein Commandoproblem zu sein. Von älteren Nortons hab ich sowas noch nicht gehört. Ebenso abgescherte Kurbelwellen. An Commandokurbelwellen sind mir schon öfter die scharfen Radien an den Hubzapfen aufgefallen.
Und mir wollen die Norton Fans immer erzählen, dass Norton ein so edler Hersteller mit ausgereifter und der besten verfügbaren Technik gewesen sein soll... Und dann brechen da die Kurbel- und Getriebewellen...?
Verstehe das nicht mit dem Privatgemetzel
Gruß. Martin.
Manches muss man nicht verstehen und kann es getrost ignorieren.
Hat aber mit eurem Disput um Deine Rückschlagventile und den folgenden Diskussionen zu tun

Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 18:01
von Tim
Norton hat geschrieben:Gerade die Vielzahl an Gfk und Blechtanks an den Commandos wirft die Frage auf, warum es eigentlich so viele unterschiedliche Varianten gab.
Resteverwertung...
Hm, ich muss meine Aussage aber trotzdem zurücknehmen, dass es Fotos von der späteren Nabe schon 69 gab: Das Bild aus dem Duckworth-Buch, dass ich im Kopf hatte, ist nämlich auf der Norton-Homepage:
http://www.andover-norton.co.uk/NCRModel.htm und im Gegensatz zum Duckworth-Buch erkenne ich da doch die drei charakteristischen Deckelchen. Ich werde mir das Buch wohl nachher nochmal sehr genau ansehen müssen.
Dann muss ich den *zensiert...* ja doch mal loben, hat er doch nicht ausschliesslich Schwachfug veranstaltet mit der Kiste.
Das Problem mit abgescherten Getriebewellen scheint ein Commandoproblem zu sein.
Ich hatte es zwar an der Atlas, aber die ist auf Commando-Spec umgerüstet, was Kupplung und damit auch Hauptwelle angeht - und hat wie gesagt keinen Ruckdämpfer. Pure Blödheit wegen einfach nicht dran gedacht.
Verstehe das nicht mit dem Privatgemetzel
Ich auch nicht, aber keine Bange, wir finden schon ein Thema dafür....
Tim
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 18:13
von Tim
Martin hat geschrieben:Und mir wollen die Norton Fans immer erzählen, dass Norton ein so edler Hersteller mit ausgereifter und der besten verfügbaren Technik gewesen sein soll... Und dann brechen da die Kurbel- und Getriebewellen...?
Hey, wir reden hier über die 70er, da ist doch alles den Bach runtergegangen. Bei Norton die Qualität, bei BSA und Umph gleich das ganze Werk...
Tim
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 18:26
von Norton
Ich hab den Eindruck, daß bei Norton mit den Commandos die Qualität ein Stück eingebrochen ist. Die alten scheinen einfach besser gewesen zu sein.
Aber bei Triumph und BSA kommt mir das genauso vor.
Getriebeprobleme und abgescherte Kurbelwellen gabs sogar bei BMW (und nicht mal so selten

)
Gruß. Martin.
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 18:59
von Martin
Atlas750 hat geschrieben:Martin hat geschrieben:Und mir wollen die Norton Fans immer erzählen, dass Norton ein so edler Hersteller mit ausgereifter und der besten verfügbaren Technik gewesen sein soll... Und dann brechen da die Kurbel- und Getriebewellen...?
Hey, wir reden hier über die 70er, da ist doch alles den Bach runtergegangen. Bei Norton die Qualität, bei BSA und Umph gleich das ganze Werk...
Tim
Ja Ne is klar...Wie war das seinerzeit? Da wollten die Saudis Commandos für ihre Polizei und die machen schnell ihre Produktion platt. Wäre nicht Triumph auf die glorreiche Idee gekommen, Tridents dorthin zu liefern (UND NORTON AUFKLEBER

), wie wäre es dann mit Norton geendet? (Ach ja... wahrscheinlich genauso..

)
Triumph hingegen hat furchtlos und unerschrocken (aber ohne Geld zu verdienen

wie edel

) bis 1982 Motorräder gebaut. Und sogar Trendsetter waren sie, jawoll. Tiger Trail sag ich nur

Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 19:52
von Tim
Martin hat geschrieben: Ja Ne is klar..... sag ich nur

I got two words for you: Meriden Sit-In......
Naja, sind irgendwie drei Wörter, aber Du verstehst diesen subtilen Hinweis ja sicherlich.....
Tim
Re: 750 Commando zerlegen
Verfasst: Montag 1. Februar 2010, 20:26
von Martin
Atlas750 hat geschrieben:Martin hat geschrieben: Ja Ne is klar..... sag ich nur

I got two words for you: Meriden Sit-In......
Naja, sind irgendwie drei Wörter, aber Du verstehst diesen subtilen Hinweis ja sicherlich.....
Tim
Die Luschen in der Bracebridge Street haben ja lieber Tee getrunken als sich zu wehren

Wir sollten hier aufhören (nach Deinem nächsten Posting. Du willst ja immer das letzte Wort

). Sonst musst Du noch kleine Brötchen backen
