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Verfasst: Montag 21. April 2008, 08:06
von Heckerjap
Hallo,
grundsätzlich funktioniert das mit den sogenannten LRK Motore, aber ich denke nur mit einer Zenerdiode als Laderegler wir das wohl nicht lange funkionieren. Die Motore sind sog, permanent Magnet Motore die sich selbst erregen, und nicht die üblichen Gleichstromnebenschluß Generatoren wie Lucas oder Bosch sie verwendet.
Und es sind dann auch drei Phasen Wechselstrommotore wenn ich mich richtig erinnere die mit einem B6 Gleichrichter erst gleichgerichtet werden muss um auf Gleichspannung zu kommen.
Du brauchst dann noch ein getaktetes Netzteil mit einem wahnsinnigen breiten Spannungseingang. ich schätze bis ca 50Volt und mehr. Und diese Dinger sind nur sehr schwer von Hobbyisten zu bauen. Und sind leider auch nicht so weit ich weiss kaufbar.
Gruß Mathes
http://www.wtp-garage.de
Verfasst: Montag 21. April 2008, 23:00
von eby_at
hy mathes!
nu wenn die kubota brüder das hinkriegen ( sh
http://www.cbbc.de/forum/viewtopic.php?t=800) inkl link zu sauer flugmotorenbau ( und bei den fliegern kann man es sich gaaaaaaaaaaaaanz sicherlich nicht leisten, wenn mal so während des fluges die LiMa die die zunge herausstreckt).
die kubota lima ist ein hundsordinärer aussenläufer, der eine reglerbox nachgeschaltet hat und so auf seine 14v kommt.
mehr will ich ja auch nicht
ausser, dass es mich stört, dass die chose eimem dm von ca 90mm hat - und das ist eindeutig zu viel!!!
eberhard
Verfasst: Dienstag 22. April 2008, 07:10
von Wiener Wilhelm
Da wird immer von Regler gesprochen.
Was wird denn da geregelt? Ein Regler muß Eingriffsmöglichkeiten auf den Stromlieferanten haben. (Laienmässig ausgedrückt, so wie bei der Lima des Herrn Lucas z.B.)
Aber ein nach so einem vergewaltigten Elektromotor geschalteter Regler regelt nicht, sondern er vernichtet nur zuviel gelieferten Strom.
Odrr?
Sieht man ja auch bei den Alternatoren des Herrn Lucas. Der "regelt" ja auch nur mit komplizierten Schaltungen, eine Windung dazu, eine weg, zwei andere zusammen, u.s.w(Matchless, AJS). Und wo er keine Wicklungen hin- und herschaltet, hat er eine Zenerdiode.(Norton)
Andere mit solchen Limas haben ihre Zenerdioden (o.Ä.) in einem Gußteil versteckt, gemeinsam mit Gleichrichterdioden. Nix anderes ist das, bin ich überzeugt.(Saprisa?)
Verfasst: Dienstag 22. April 2008, 08:36
von Heckerjap
Hi,
machbar ist das schom, aber der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Du musst ja erst einmal die Wicklung anpassen damit du eine Vernünftigen Spannungsverlauf in Abhängigkeit zur Motor Drehzahl hast.
Und dann kommt noch der Laderegler dazu....
Und ein Schaltnetzteil vernichtet keine Energie wie die Lösung mit der Z-Diode, sondern macht aus z.B. 24V/2A annährend 12V/4A, sogenannte Step-Down Regler.
Verfasst: Dienstag 22. April 2008, 10:11
von Wiener Wilhelm
War ja nur eine Frage, weil ich versteh es nicht ganz.
Eine passende Wicklung past ja wahrscheinlich nur in einem ganz schmalen Drehzahlband.
Und nochmal die Frage: Was macht der Laderegler, was regelt der, wie greift der in die Lima ein?
Dieser Step-Down Regler, kann der das stufenlos, so von 1400 Motortouren bis wasweissich 6000 Touren und sich daraus ergebender Stromausbeute?
Also verhältnismässig stufenlos transformieren?
Ist das rationell?
Weitere Frage:
Jetzt macht der Step-Downregler aus 24 Volt 12 Volt, aus 31 Volt vermutlich auch, mit passender Amperezahl, und was ist dann, wenn die Batterie voll und kein Licht aufgedreht, was macht der "Regler" dann?
Die Frage nur zum Verständnis.
Verfasst: Dienstag 22. April 2008, 12:22
von Ludwig
Hallo zusammen,
Wilhelm, ein Schaltregler nimmt im Wesentlichen nur die Leistng auf, die er auch abgeben muss. D. h. wenn die Last z. B. bei 12 V 5 A ist, nimmt der Regler 5 A auf, wenn er mit 12 V versorgt wird. Wird er mit 60V versorgt, nimmt er nur noch 1 A auf und gibt weiter 5 A an 12 V ab (12*5 = 60 * 1). Gute Regler haben Wirkungsgrade um die 90%, da wird fast nichts verheizt.
Was bei Eurer ganzen Diskussion aber bisher übersehen wurde:
Von der Phyisk her ist die indzuierte Spannung proportionalzurÄnderungsgeschwindigkeit des Magnetfelds, d. h. dem Produkt aus Drehzahl und Feldstärke. Wenn wir uns mal auf die
ganzen Generatoren mit Permanentmagneten beschränken (Alternaotor, Polradgeneatoren, Fahrraddynamos und eben auch die LRK-Aussenläufer) also nur zur Drehzahl.
Wenn der Generator unbelastet ist und so ausgelegt, dass er z. B. 1V / 100U/min liefert, bringt er bei 1500 U/min 15 V, bei 7000 U/min 70 V.
Dieser idealen Spannungsquelle sind in der Realität zwei Widerstände in Serie geschaltet:
der Drahtwiderstand selber (den man mit dem Ohmmeter misst) und der induktive Widerstand der Wicklung. Der ohmsche Widerstand (ei der RM15 in 12-V Beschaltung etwa 0,2Ohm) verbrät die Leistung nur: P=I²R = 0,2 * 6*6 W = 7,2 W bei 6 A Abgabe.
Der induktive Widerstandsanteil hat aber eine segensreiche Wirkung: er ist nämlich frequenzabhängig, d. h. er steigt mit ansteigender Drehzahl und würde, wenn er alleine da wäre, den gelieferten Strom auf einen konstanten Wert (und das ohne Verluste - er verschiebt lediglich die
Phasenlage von Strom zur Spannung und senkt damit die aufgenommene Wirkleistung) begrenzen.
Diesen Effekt machen sich die ganzen Polradgeneratoren, Fahraddynamos und auch der Alternator zunutze.
Wenn die Mindestspannung mal erreicht ist, steigt die Spannung bei konstanter Last auch nicht in den Himmel sondern bleibt bei dem Wert stehen, der sich bei dem entnommenen Strom einstellt. Und solange keine Birne durchbrennt, ist der im Betrieb gleichbleibend.
Die Zenerdiode bei den Alternatoren verbrät also nur die Leistung, die gegenüber einer optimalen Anpassung nicht abgenommen wird, d. h. wenn man ohne Licht oder nur mit Standlicht fährt. Und wenn der Generator überdimensioniert ist, wird auch bei voller Nutzlast etwas verbraten. Die RM15 mit ihren 80W passt bei 12V-Betrieb ziemlich optimal auf H4 + Rücklicht, da wir fast nichts in der Zenerdiode verheizt.
Die im Flugmodellbau eingesetzten LRK-Aussenläufer habe minimal etwa 600 U/min/V, d, h. sie liefern als Generator erst bei ca. 7000 U/min eine brauchabre Spannung.
Bei Innenläufern ist das noch wesentlich ungünstiger.
Um ein Umwickeln wird man wohl nicht herumkommen.
Gruß Ludwig
Verfasst: Dienstag 22. April 2008, 12:40
von Heckerjap
Hi,
perfekte Erklärung !
Das Umwicklen bedeutet wirklich einen sehr hohen Zeitaufwand, und die Art und Weise der Verschaltung Stern- oder Dreickeschaltung, jeder Zahn bewickelt oder jeder zweite Zahn bedeutet auch viel Aufwand die ganze Anpassung funkioniert fast nur experimental.
Dafür brauchst du auch einen Prüfstand, ich nehme dafür meine Drehbank mit Frequenzumrichter bis 3500rpm oder den Schnellläufer der Fräsmaschine 4-stufig bis 5500rpm.
Verfasst: Dienstag 22. April 2008, 14:36
von Wiener Wilhelm
Tja, so wie mir das erklärt wurde, scheint es doch kein gangbarer Weg zu sein, vom Aufwand her. Da bist vielleicht mit einer E3L, umgewickelt auf 12 Volt, besser dran.
Beste..
Verfasst: Dienstag 22. April 2008, 15:06
von Ludwig
Hallo,
ich denke schon, dass sich Versuche lohnen, wenn man seine Zeit nicht rechnen muss. Die Antriebsmechanik (das soll ja jahrelang halten) halte ich für das größte Problem
Unter
http://www.powercroco.de/navigation.htm
findet man eigentlich die wichtigsten Hinweise über die Verschaltung,
das müsste auch für den Generatorbetrieb nützlich sein.
Am billigsten kommt man sicher weg, wenn man sich einen chinesischen
Brushlessmotor der ein-paar-100W-Klasse besorgt, die Teile dafür kosten
ein Mehrfaches. Falls die Leistung dann zu hoch ist, kann man den Strom
mit Serieninduktivitäten anpassen und braucht keinen Regler.
Hoffe, dass ich durch meine Beiträge endlich mal den 2-Stroker wegbekomme.
Frohes Wickeln und viel Erfolg
Gruß Ludwig
Verfasst: Dienstag 22. April 2008, 23:00
von jan
Hallo Ludwig,
für Deine Ausführungen hast Du mindestens den Four Stroker verdient!
Fünftakter gibt es ja leider nicht, aber vielleicht lässt Martin sich ja erweichen, Dir den "Prince Charles ehrenhalber" zu verleihen?!?! (Ich meine ja nur mal so, wegen Lady C.)
Cheers, Jan
Verfasst: Dienstag 22. April 2008, 23:48
von ajay01
Ludwig hat geschrieben:
Frohes Wickeln...
Gruß Ludwig
...vielleicht kann unser Tri-Dentist ja Assoziationen entdecken und dich hastdunichtgesehen upgraden

Verfasst: Mittwoch 23. April 2008, 07:19
von T140E
Martin denkt beim Wickeln mehr an was anderes.
Zumindest noch die beiden nächsten Jahre...
Sicher feilt er noch an einem passenden "Two-Stroker-Ersatz".
Gell, Martin ?!
Verfasst: Mittwoch 23. April 2008, 09:22
von Martin
ajay01 hat geschrieben:Ludwig hat geschrieben:
Frohes Wickeln...
Gruß Ludwig
...vielleicht kann unser Tri-Dentist ja Assoziationen entdecken und dich hastdunichtgesehen upgraden

Ich habe gerade eine akute Assoziation zwischen Deinem Account und der Löschtaste...
Gleichzeitig bin ich sehr gespannt, wie dieser Trööt weiter geht. Das Thema ist irre spannend, wie ich finde.
Es gibt da jemanden den ich mal auf der British Nostalgica kennen gelernt hatte. Erwin Molter aus der Gegend ums Siegerland herum. Der hat eine A10, in die mit Riemenantrieb eine Baumaschinen Lichtmaschine angebaut war.
Vor Urzeiten hatte er mir mal ein Bild davon geschickt.
Ich schau mal was sich machen lässt und werde ihn mal kontaktieren.
Edit: Was ich in Ermangelung an grauen Zelen wohl verpeilt habe: Die LiMa der Baumaschine dürfte eine Wechsel- bzw. Drehstrommaschine sein...

Verfasst: Mittwoch 23. April 2008, 20:14
von T140E
... ähm ...

"who sits on Camillas back"
dachte immer, das sei der Charles mit seinen Segelohren beim sonntäglichen Auslauf über die Wiesen bei Schloss Windsor ...

Verfasst: Mittwoch 23. April 2008, 21:49
von Ludwig
T140E hat geschrieben:... ähm ...

"who sits on Camillas back"
dachte immer, das sei der Charles mit seinen Segelohren beim sonntäglichen Auslauf über die Wiesen bei Schloss Windsor ...

Na, ich natürlich.
Habe meine Matchless im Sommer 05 in Cornwall abgeholt, kurz nach der königlichen Hochzeit. Seither heißt sie "Rusty Camilla, Princess of Cornwall".
Jan weiß das natürlich, deshalb sein Vorschlag.
Die passenden Ohren habe ich übrigens auch.
Gruß Ludwig