Lucas feldwicklung

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Wiener Wilhelm

Lucas feldwicklung

Beitrag von Wiener Wilhelm »

Hallo Lucas-Geschädigte:
E3L-Lima, die Feldwicklung soll lt. Liste ca. 2,8 Ohm Widerstand haben.
Jetzt hab ich da eine neue Feldwicklung,(eigentlich zwei Stück, sollten für 6 Volt sein), die aber 4,9 Ohm Widerstand hat.
Da es aber auch Feldwicklungen für 12 Volt -Conversions gibt, war das vielleicht eine Fehllieferung?

Ich möchte nicht eine gute Lima ausbauen und zerreissen, um einen Probeeinbau zu vollziehen.

Meine Frage: Hat wer von Euch eine auf 12 Volt umgerüstete Lucas-Lima E3L, der mir eine Vergleichsmessung machen könnte?
Das könnte man ja messen, ohne die Lima auszubauen.
Mein Dank würde Euch ewig verfolgen.

Andere Frage: Was passiert, wenn ich diese Feldwicklung in eine normale 6 Volt-Lima einbaue? Kann sich das wer vorstellen, eventuell fachmännischen Kommentar abgeben?
Helmut

Re: Lucas feldwicklung

Beitrag von Helmut »

Hallo Wilhelm,

habe alle meine EL3M's auf 12V umgerüstet. Die 12V-Feldwicklung hat einen Widerstand von 4,6 Ohm bis 5,2 Ohm. Wenn Du diese Feldwicklung in einen Generator mit 6V Rotor einbaust und ihn auf 6V bzw. 7,5V regelst, dann wird der Strom durch die Feldwicklung etwa halb so groß sein, wie bei einer '6V-Feldspule'. Daher wird die Feldstärke des Erregerfeldes in dem sich der Rotor dreht ebenfalls etwa die halbe Feldstärke besitzen und dementsprechend wird die Lima erst bei einer höheren Drehzahl als normal die 7.5V erreichen, also erst bei höherer Drehzahl zu laden beginnen. Da die Feldwicklungen in jeder Variante für wenig Geld überall zu bekommen sind, empfehle ich Dir, eine '6V-Wicklung' zu kaufen und einzubauen, oder alles (Rotor, Regler, Beleuchtung) auf 12V umzubauen, wofür es auch gute Gründe gibt.

Cheers Helmut
Wiener Wilhelm

Re: Lucas feldwicklung

Beitrag von Wiener Wilhelm »

Besten Dank für Deine lichtvolle Erklärung. Ist mir jetzt einiges klarer, wie das zusammenhängt.
Ich hab ja normale 6-Volt-Feldwicklungen, habe dermalen bei meinem Händler in England ein Sonderangebot an billigen Feldwicklungen probiert, damit ich sehe, was der mir für Graffelzeugs schickt zum halben Preis der normalen Feldwicklungen.
Werde also demnächst mal eine E3L auf 6 Volt zusammenbauen, wenn mein Prüfstand wieder funktioniert und dann schauen, wie sich die Lima mit Regler bei verschiedenenen Drehzahlen verhält.
Oder ich bestell mir einen 12 Volt-Anker dazu und schau dann.
Werden sehen, dank Deiner Hilfe und Erklärung.
Ludwig
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Re: Lucas feldwicklung

Beitrag von Ludwig »

Helmut hat geschrieben: Wenn Du diese Feldwicklung in einen Generator mit 6V Rotor einbaust und ihn auf 6V bzw. 7,5V regelst, dann wird der Strom durch die Feldwicklung etwa halb so groß sein, wie bei einer '6V-Feldspule'. Daher wird die Feldstärke des Erregerfeldes in dem sich der Rotor dreht ebenfalls etwa die halbe Feldstärke besitzen und dementsprechend wird die Lima erst bei einer höheren Drehzahl als normal die 7.5V erreichen, also erst bei höherer Drehzahl zu laden beginnen.
Hallo Helmut, gute Erklärung.
Was die Verhältnisse wohl noch etwas günstiger für eine "missbrauchte" Spule macht, ist die
Tatsache, dass der höhere Widerstand nicht nur durch dünneren Draht, sondern auch durch mehr
Windungen (bei gleicher Ausnutzung des vorhanden Raums) zustandekommt.
Daurch wird das Feld bei gleichem Strom wieder etwas stärker.
Gruß Ludwig
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