Am Sonntag findet wieder mal ein Wertunglauf auf dem Nürburgring statt, der Erste im Jahr im Rahmen der DHM.
Am Freitag den 13ten April hatten wir Gelegenheit unsere Renner auf den Hockenheimring zu testen. Diverse Arbeiten über den Winter standen an und wurden auch erledigt. Die A10 lief wie am Schnürchen und es war ein tolles Gefühl zu wissen das man nun durch eine optimale Vergaserabstimmung 3 Ps mehr hat. Da es recht frisch war bin ich eher nur um den Kurs gerollt. Beim ersten Lauf mit der Goldstar ging mir in der ersten Kurve gleich das Hinterrad weg, es gab auch eine leichte Ölspur, die ich wohl genau erwischt hatte. Ok, da war das herz schon mal in die Hose gerutscht und ich hab mich nicht wirklich getraut flott in die kurven zu gehen. Auf der Graden hab ich dann schön aufgeleiert und so nach der 3ten Runde wollte ich vor einer Kurve das Gas weg nehmen. Das ging auch, aber einen Wimpernschlag später als normal.
Es ist bei diesen Turn nur einmal passiert, trotzdem habe ich sofort den Zug kontrolliert ob nicht eine Seele aufgesplissen ist. Den Zug ausgebaut und rein garnichts außergewöhnliches. Hab ich mich verrückt gemacht, bilde ich mir das nur ein
Es ist mir noch zweimal passiert das das Gas etwas länger stehenblieb, ich konnte mir aber keinen Reim drauf machen.
Mein Gaszug ist sehr kurz geraten und hat so gut wie kein Spiel, alle Einstellmöglichkeiten sind ganz rein gedreht, sodaß ich auch kein größeres Spiel einstellen kann.
Da ich morgen gen Nürburgring fahre hab ich noch mal schnell nach den Mopeds geschaut und da ist mir wieder der spielfreie Zug in den Sinn gekommen.
Man könnte ja sagen, na das hat ja schon zig Rennen so funktioniert, das tut es auch weiterhin
Seit dem ich diese Wettbewerbe fahre habe ich eines gelernt: Die Rennstrecke verzeit keine Nachlässigkeiten
Alsomachen wir mal vorsichtshalber den Ersatzzug rein, der hat genugt Länge um etwas Spiel einzustellen.
Ist ja auch in ein paar Minuten gemacht. Also Tank ab drei Schrauben am vergaser los, den Schieber raus, Zug ausgehängt und den anderen gleich eingehängt, der Drehgriff kommt später dran. Den Schieber in den Vergaser rein und noch gedacht, mensch das flutscht aber gleich rein. Den Hebel für die Beschleunigerpumpe eingefädelt und die zwei Schrauben für den Deckel festgedreht. Damit auch alles schön geht ziehe ich einfach am Kabel und schaue von hinten in den Vergaser.
Beim Hochziehen des Schiebers sehe ich wie dieser sich im Vergaser dreht. Das sollte nicht sein, denn im Schieber gibt es eine Führungsnut.
Alles nochmal ausbauen und schauen was denn da nicht in Ordnung ist.
Der Vergaser hat seitlich im Gehäuse eine kleine Führungsschiene und die hatte sich doch mal eben nach außen gedrückt und war in ihrer Halterung lose.
Das war mit Sicherheit der Grund warum der Schieber kurz geklemmt hat. Nicht auszudenken wenn der Schieber bei Vollgas wirklich nicht runtergegangen wäre.
Ich hab dann die Führung wieder in ihrer vorgesehenen Possition mit gezielten Körnerschlägen fixiert.
Nicht ohne Grund habe ich einen Killschalter.