Ich habe letztes Wochenende endlich am Motor meines W 114 (MB 250 C, Strich-Acht, Bj. 1971) mal die Ölwannen (Plural) abgenommen, um mir die Hauptlager und die Big ends anzusehen und die Wellendichtringe zu erneuern.
In der unteren Ölwanne - der blechernen, in die auch der Ansaugschnuddel von der Ölpumpe hineinragt - fand ich wider Erwarten eine erkleckliche Menge an zähflüssiger, dicker Ölpampe. Sicherlich volumenmäßig ein guter Liter. Das Zeug hatte sich auch schon durch das Drahtsieb der Ölpumpe hindurchgeschafft. Das Zeug ist so zäh, dass es noch nicht mal komplett aus der Ölschüssel rausläuft - über Tage hinweg! -, wenn ich diese senkrecht übers Altölfass postiere.
Nun frage ich mich, ob das einfach daran liegen mag, dass der Motor seit 5 Jahren ausgebaut und unbeachtet in der Werkstattecke stand. Oder ob sich dieser Schmodder schon gebildet hat, als ich das Auto noch regelmäßig fuhr.
Zur Vervollständigung der Info: Motorrevision im Winter 1994/95, seither damit ca. 170.000 km gefahren, im Jahr 2010 stillgelegt. Ich habe in dem Motor immer 20W-50 von Liqui-Moly gefahren, Ölwechsel alle 5.000 - 8.000 km, immer mit Ölfilterwechsel.
Danke für ein paar Grundlagenkenntnisse, wilde Vermutungen und sonstige Belehrungen!
(Schließlich seid Ihr ja alle Ölfachleute hier.)
Cheers, Jan
P. S.: Nein!!! - auch wenn es sehr geeignet aussieht, aber ich werde aus dem Zeug KEINE Schwarze Sau anrühren!!!