Die Verkaufszahlen von Triumph- und auch BSA- hatten ganz nebenbei was mit den Produktionszahlen zu tun. Triumph wurde im Krieg ein neues Werk in Meriden gebaut, das für Großserienfertigung ausgelegt war. Norton wurstelte im Äquivalent eines Einfamilienhauses seit den 20ger bis in die frühen 60ger Jahre rum, und das Geld, das für den logischen Umzug von Norton in eine vernünftige Fabrik über Jahre in den 50ger beiseite geschafft worden war, wurde von den ach so tollen AJS/Matschlos Hanseln eingesackt, und Norton mußte stattdessen in die Wurstbude in London mit einziehen, wo es sozusagen das dumme Familienmitglied wurde, das den unfähigen anderen Familienmitgliedern noch eine Weile das Überleben ermöglichen mußte.
So konnte Norton bis zur Rettung durch Dennis Poore nix werden und vor allem keine vernünftigen Stückzahlen bauen.
Auch danach baute Norton zwar halbwegs sinnvolle Stückzahlen der Commando, aber
von 1967-77 gerade so viele, wie Triumph in seiner großen Zeit IM JAHR produziert hatte, also ca.50.000 Stück.
Um viel zu verkaufen, muß ich viel haben- Motorräder, Geld, und ein Händlernetz. Unverkäuflich rumstehen war bei Norton unbekannt; bei Triumph und BSA allerdings ein bekanntes Phänomen, vor allem bei Triumph- frühe OiF, dann Ende der 70er Jahre bis zum Ende 1983.
