6V Lucas Dynamo polarisieren

+ an Masse? Hier alles zu Elektrik und falsch fließendem Strom
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frankwienkemeier
Two Stroker
Beiträge: 1
Registriert: Dienstag 15. Mai 2007, 15:36

6V Lucas Dynamo polarisieren

Beitrag von frankwienkemeier »

Hallo Kollegen,
ich hab ´n großes Problem mit meinem Dynamo und dachte vielleicht kann mir hier jemand helfen.
Ich hab einen genaralüberholten Lucas Dynamo 6V für meine 650er pre unit Thunderbird gekauft. Der Verkäufer sagte mir dieser muss polarisiert werden damit er weiß wo plus und minus ist. Ich hab das dann probiert indem ich für ca. ne Sekunde eine 6V Rollerbaterie an die Kontakte gehalten habe aber anschließend beim Trokentest mit der Bohrmaschine (2000 umdrehungen) hab ich nur 1,5 Volt erreicht. Leider konnte mir bis jetzt weder der Verkäufer noch andere Leute erklähren wie es den richtig gemacht werden muss und ich hab wirklich schon ne Menge gefragt. :cry:
Ich wär wirklich sehr dankbar wenn mir jemand erklären könnte wie das vor sich geht und welche Parameter (Spannung, Stromstärke usw..) man einhalten muss.
Ohne Licht kein TÜV, ich brauch also wirklich dringend Hilfe!!
Gruß Frank
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n.c. Dieter
Manxman
Beiträge: 83
Registriert: Samstag 12. August 2006, 22:50

Beitrag von n.c. Dieter »

´n Abend Frank !

Wenn ich mich richtig erinnere muss beim Test der Regler angeschlossen sein, vielleicht liegt der Fehler im Regler ?
Wiener Wilhelm

Beitrag von Wiener Wilhelm »

Verbinde die Anschlüsse der Lima D und F mit einem Bügel, und auf diesen Bügel legst Du den einen Pol der Testbatterie, z.B. Minus.
Den anderen Pol der Batterie , z.B Plus, hältst Du an den Körper der Lima (Masse, blankes Metall, nicht lackiert)
Jetzt wird sich (solte doch) die Lima wie ein Elektromotor drehen. Dreht sie sich in die andere Richtung als sie im Motor angetrieben wird, musst Du die zwei Anschlüsse des Feldes vertauschen. Das Feld ist die Wicklung, die fix im Aussengehäuse der Lima montiert ist.

Wenn Du die Lima mit der Bohrmaschine antreibst, beachte die Drehrichtung , wie im Motor soll, muss sie sein.
Messen musst Du wie folgt:
Wieder den Bügel zwischen D und F klemmen.
Messpunkte mit Voltmeter Gleichstrom: Bügel (D und F gebrückt) und Masse (Aussengehäuse, blankes Metall) der Lima.
Mach Dir ein Bier auf, wenn sie lädt.
Ewige Verdammnis dem Erfinder der Finsternis!!!!
Grüsse
Wiener Wilhelm

Beitrag von Wiener Wilhelm »

Noch was:
Mach Dir nicht ins Hemd, wenn das Voltmeter 8, 10, 12, 14 Volt anzeigt.
Das ist normal, je nach Drehzahl mehr oder weniger Anzeige. Für die Überspannung hast ja den Regler.
Grüsse
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Goldstar
SCHRÄGLAGENKÖNIG!
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Registriert: Montag 8. Januar 2007, 08:00
Wohnort: Gießen

Beitrag von Goldstar »

Testen mit der Bohrmaschine bei 2000 Touren, das funzt net. Ob die Lima ordentlich Strom abgibt kannst du nur in eingebautem Zustand testen. Dazu schließt du eine 12 V Birne kann ruhig 50 /60 Watt haben einfach zwischen D und F an. Motor anschmeißen, die Birne muß hell brennen ja sogar fast durchfliegen. Deshalb auch die 12V weil 6V sind garantiert hin.
Da ja kein Regler angeschlossen ist und sich die Lima selbst erregt, wenn sie das tut? bringt diese kurzzeitig bis 60 Volt.

Grüße Klaus
Wiener Wilhelm

Beitrag von Wiener Wilhelm »

Hallo, B 34 DBD
ich will da ja keinen Fachstreit vom Zaun brechen, aber Du hängst beim Lima-Prüfen die Lampe zwischen Feld und Dynamo?
Sonderbar.
Und mein Prüfstand hat einen E-Motor, der dreht 880 U/min, Übersetzung zur Lima 2:1, oder besser 1:2, also drehen meine Limas beim Prüflauf ca. 1800 Umdrehungen.

Schon der selige Sankt Lucas, der Erfinder der Finsternis, schreibt in seinen Unterlagen (Lucas Workshop Instructions 1953, for Dynamos E3L, E3LM, E3N):
Remove the cables from the generator terminals "D" and "F" and connect the two terminals with a short length of wire....
It is sufficient to run the generator up to a speed of 1000r.p.m.........

Man spricht hoffentlich Englisch, sende gerne eine Datei zu.

Also nix mit Lampe zwischen D und F, und 2000 Touren genügen zum testen.
Weitere Fragen gerne offlist.
Grüsse
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