Das Ergebnis verblüfft mich. Wo kommen diese Unterschiede her? Da hätte ich bei einer elektronischen Box konsistentere Ergebnisse erwartet.Oberhalb von 2500 rpm war bei allen Zündboxen keine signifikante Verstellung des Zündzeitpunkts messbar. Deshalb wurden die Aufnahme der Messreihe jeweils bei 2500 rpm unterbrochen und eine weitere Zündbox zur Messung angeschlossen.
Interessant finde ich, dass die Abweichung zwischen der Zündbox „Phil 1“ und der Zündbox „Uli“ bei 1000 rpm bereits 4 Grad beträgt. Diese gemessene 4 Grad (Nockenwelle) entsprechen immerhin einem Unterschied von 8 Grad an der Kurbelwelle.
Ergo: Wenn ihre mal eine defekte Boyerbox durch eine neue Boyerbox ersetzt und nichts außer der Boyerbox selbst tauscht, müsst ihr dennoch abblitzen, da die Initialstreuung der Boxen untereinander ab Werk so groß ist, dass dies bereits einen merklichen Einfluss auf euer Motorverhalten haben kann.
Und ehrlich gesagt, sehen die Kurven ja auch gar nicht so aus als wäre nur der Offset verschoben. Sondern es ändert sich die Amplitude, also das Maß der Frühzündung. Phil1 kriegt maximal satte 14 Grad Frühzündung, während es bei Uli bei 11 Grad bleibt. Nicht, dass Phil das nicht verdient hätte,
Grüße
Oli
BTW: Ich bekomme immer Knoten im Kopf, wenn die Drehzahl oder der Drehwinkel der Nockenwelle und der Kurbelwelle verglichen wird ("irgendwas muss verdoppelt werden, aber was?!"). Deshalb danke, dass du das jeweils so deutlich dazu schreibst