BSA B31 Zündmagnet

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BSAndy
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BSA B31 Zündmagnet

Beitrag von BSAndy »

Hallo liebe Freunde des Alteisens...!
Habe eine vielleicht komische Frage....
Meine B31 springt um die Burg nicht an. Alles schon gecheckt: Verdichtung, Vergaser, Zündungseinstellung, neue Zündkerze, Zündkabel incl.PickUp durchgemessen... Nicht mal ein Furz,,,
Was ich noch nicht weiß und doch vermute: Zündfunke...!
Kann mir wer von euch sagen, welche Zündstrecke beim Ankicken sein soll. Vermute mal den Zündmagneten. Funke ist zwar da, aber ich vermute zu schwach.
Tät mich da über Infos sehr freuen!!!
Oder wie prüft man den Zündmagneten...
Vielen lieben Dank!
Andy
Die häufigste Fehlerursache beim Alteisen sitzt meist im Sattel
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Henrik
Manxman
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Re: BSA B31 Zündmagnet

Beitrag von Henrik »

Hi,

https://youtu.be/5WlMsfplNxM?is=3iv2FpTzdSSHdnB7

Schau mal bei 15:44. Das ist ein satter Funke.

Den Test aus dem Video kannst du ja in abgespeckter Version nachmachen.
Kerze raus, Kerzenstecker ab, Zündkabelende in Metallnähe, kicken, schauen.

Zur Not kannst du dir auch eine Person zum kicken engagieren, damit du dich voll auf den Funken konzentrieren kannst.


LG
Zuletzt geändert von Henrik am Sonntag 15. März 2026, 23:10, insgesamt 1-mal geändert.
Norton
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Re: BSA B31 Zündmagnet

Beitrag von Norton »

Wieviel Elektrodenabstand hat denn deine Kerze.
0,3 mm bis 0,4mm.
Nicht zu groß machen.
Masse-Schleifbürste auch mal gecheckt.
Abstand am Unterbrecher auch nicht zu groß machen, sonst wird der Schließwinkel zu klein, schwächt ebenfalls den Funken.
Weitere Ursachen für schwachen Funken sind schlechter Kondensator (wahrscheinlichste Ursache), oder Wicklung (mit Tendenz zu keinem Funken).
Zum Thema Kondensator gibts die Möglichkeit auf einen EasyCap umzurüsten. Der ist dann leicht zugänglich unter dem Unterbrecher.
Oxidierter, oder verschlissener Schleifring ist auch nicht zuträglich.
Ansonsten ist Zündmagnet schon eine sehr eigene und auch komplexe Thematik für die Hintergrundwissen und auch etwas Werkzeug nötig ist.
Lucas oder BTH?
Lucas-Magnete kann man ohne weiteres zerlegen, bei BTH ist Vorsicht angesagt. Zerlegt man den ohne aussen eine Klammer zu setzen, wird das Magnetfeld mit dem Ziehen der Armatur unterbrochen und der Magnetismus ist zu einem erheblichen Teil weg und der Magnet muss zu allen anderen Instandsetzungsmaßnahmen auch noch neu aufmagnetisiert werden.


Gruß. Martin.
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jan
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Re: BSA B31 Zündmagnet

Beitrag von jan »

Norton hat geschrieben: Sonntag 15. März 2026, 22:46Wieviel Elektrodenabstand hat denn deine Kerze.
0,3 mm bis 0,4mm.
Nicht zu groß machen.
Das mit den minimalen Elektrodenabständen habe ich noch nie verstanden. 0,65 bis 0,70 mm funktionieren völlig problemlos, wenn ansonsten alles in Ordnung ist.
Ein viel größerer Hemmschuh können entstörte Kabel, Stecker, Kerzen sein - mit 1, 2 oder 5 Kilo-Ohm Widerstand tut sich der Magnet erheblich schwerer.
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Goldstar
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Re: BSA B31 Zündmagnet

Beitrag von Goldstar »

Hallo Andy,
mit dem Anspringen kam das langsam, dh das sie immer schkechter angesprungen ist oder war es nach längerer Standzeit?

Ein guter Magnet macht in ausgebauten Zusatnd bei einer halben Umdrehung d.h. du dreht den Magnet bei einer halben Umdrehung über die
Öffnungsrampe. Dabei entsteht ein Funke von mindestens 5mm, den man auch deutlich hört. Mit einem Akkuschrauber angetrieben macht ein Magnet
wenn alles ok ist ca 10mm Funke.

Grundsätzlich ist bei Magneten alles Möglich und die Ursachen für schwache Funken können Vielfältig sein.
Bei längerer Standzeit und auch ungünstigen Wittzerungsverhältnissen, können die Kontakte oxidieren, dann wird nur ein geringer Teil des erzeugten Stromes
induziert, was ein schwacher Funke ausmacht. Also mal Kontakte mit 400 oder 600 Schleifpapier abziehen. Wie sehen die Kontakte selber aus ( starker Einbrand)

Ist die Kontaktplatte richtig einegschraubt. Oft ist der Keil am Konus kaum noch da, dann eiert auch die Kontaktplatte etwas.

Pick ups sind auch so eine Sache, die kannst du zwae druchmessen, das ist aber keine Aussage über den ordnungsgemäßen Zustand eines Pick ups.
Dort liegen mehrere tausend Volt an und man sieht nicht bzw kann es nicht messen ob der nicht igendwo im Pickup seinen eigenen Weg sucht und nur ein Teil am
Zündkabel ankommt.

Wie sieht der Schleifring aus?
Weiche Kohlen hinterlassen einen Kohlespur auf dem Schleifring, das ist aber bei Einzylindern nicht so das Problem eher bei Twins dort ist ja der Schleifring unterbrochen.

Kontaktfeder:
Schau mal ob deine Kontaktfeder nicht beim Umlauf an den Schleifring kommt. :facepalm2: Du hast ja Facecam da sieht das anders aus.

Also Kontakte kontrollieren und auch wenn möglich den Pickup mal genauer anschauen.
Mal eine andere Zündkerze reinmachen, wobei auch neue manchmal ihre Macken haben, zumal wenn sie schon mal abgesoffen waren.

Läßt sich das Motorrad eventuell anschieben?
Je schneller ein Magnet dreht desto stärker ist der Funke.

Gruß Klaus
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Norton
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Re: BSA B31 Zündmagnet

Beitrag von Norton »

@ Jan
Wieviel Elektrodenabstand möglich ist kommt einerseits darauf an, wie kräftig der Funke ist, den der Magnet erzeugen kann und andrerseits vom Verdichtungsverhältnis. Je höher das Medium verdichtet ist, um so unwilliger springt der Funke.
Und man will ja einen heissen Funken. Die Schaltung im Magnet mit Spule, Unterbrecher und Kondensator erzeugt ja einen Schwingkreis, in dem der Funke mehrmals hin und her springt. Und grundsätzlich springt der Funke lieber vom heissen zum kalten, sprich von der Mitell- zur Masseelektrode, was wiederum von der Polung des Magnetfeldes und der Schaltung der Spule abhängig ist. Bei den Twin-Magneten wechselt das von einer zur andren Zylinderseite, was man am unterschiedlichen Abbrand der Kerzen auch sieht.
@Klaus
... womit wir wieder beim Thema NGK sind. Die wollen Treibstoffbäder, überfettetes Gemisch etc nicht so gerne.

Zündmagnet ist ein richtig komplexes Thema soll ein Magnet wirklich gut funktionieren, muss auch alles stimmen. Dinge an die man gar nicht denkt. Internal Timing ist auch wichtig, die Stellung von Wicklung zur Position vom Magnetfeld, in dem Moment, in dem der Unterbrecher aufmacht. Der sollte bei 90° sein, dann ist die Ladung in der Spule am höchsten und der Funke kann kräftig werden. Das ist wiederum abhängig von der Position des Nockenrings und des Unterbrecherabstands, sprich Schließwinkel. Woraus wiederum die Erkenntnis entspringt, daß Handverstellung über Nockenring genau genommen eine widersinnige Idee ist, wenn man zum Anlassen einen kräftigen Funken haben will!


Gruß. Martin.
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BSAndy
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Re: BSA B31 Zündmagnet

Beitrag von BSAndy »

Hallo Leute!
Danke für eure SUPER Inputs!!!
Also es ist alles bei der Mühle gecheckt. (Abstand Zündkerze, Abstand Unterbrecher, EasyCap hab ich schon ein paar Jahre) Den Magneten habe ich nun mit Akkuschrauber getestet. Der Zündfunke ist sehr Leistungsschwach, gerade mal ein paar Millimeter zur Masse.... also deutlich nicht so wie im erwähnten Video. Ist auch meine Vermutung. Hab die Mühle im Herbst abgestellt. Da war dann schon die Startprozedur unüblich mühsam. Jetzt beim "Auswintern" wie gesagt kein Huster. Natürlich geht man systematisch vor... ;o) rechter Oberschenkel ist deutlich umfangreicher...
Na, ich denke auch dass der Magnet einfach schon schwach ist. Werde den nun zu HistoTec schicken. Die haben EasyCap vor ein paar Jahren (2016!) eingebaut.
Danke mal an ALLE!!
Andy
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