Wie jetzt, WTF is A65-Phil?
Der Hocker aus Petersberg gehört einem, der hier im Forum immer mal wieder eher erratisch aufgeschlagen war und dabei auch teilweise seltsame Fragen gestellt hatte.
Das Moped ist schon
länger inseriert, auch wenn sich der aufgerufene Preis mittlerweile um 10% reduziert hat, halte ich ihn immer noch für üppig bzw. nicht realisierbar. Wobei, vielleicht kommt ja einer umme Ecke und latzt die Kohle ab, kann man nicht sagen.
Der Preis einer Sache bestimmt sich am Ende nur über den Betrag, den ein Verkäufer dafür realisieren kann. Was der Verkäufer selber dafür bezahlt hat, ist dafür nur minder relevant.
Die Nachfrage nach alten englischen Mopeds ist überschaubar, insofern sind die erlösten Preise jetzt nicht super-hoch.
Für eine richtig gute A65, die perfekt fährt und ziemlich original ist, würde ich um die 5,5k oder 6k € als realistisch erachten.
Es ist mir durchaus bewusst, dass man wohl eher 10k € reinstecken muss, dass das Moped die obigen Kriterien erfüllt. Aber das ist eben so. Hobbies sind in den seltensten Fällen wirtschaftlich, oder?
Das Moped sieht aus der Ferne bzw. auf den Bildern jetzt nicht so schlecht aus, wobei es am ehesten ein Sammelsurium aus verschiedenen Baujahren ist, so à altes Modergehäuse und nachträglich eingebauter Öldruckschalter, die 69-iger Bremse, die aber ohne Frage eine gute Bremse ist, mit einer dazu halbwegs passenden Gabel und weiß der Kuckuck noch was.
Hier bei mobile kann man die Bilder auch in einer besseren Auflösung sehen, bei den Kleinanzeigen sieht man arg wenig da drauf.
Der FIN nach ist der Hocker aber ein 67-iger Modell, wenn man dem abgebildeten MOT test certificate Glauben schenken mag.
Ich glaube mich auch daran zu erinnern, dass an dem Hocker irgendwann eine Triumph-Gabel verbaut war, und entsprechend hatten die Gabelbrücken nicht zum Rahmen gepasst, also kein Lenkschloss und so weiter und so fort.
Stören würden mich an dem Moped die Hochschulterfelgen, die Aluschutzbleche, die sich IMHO ziemlich zügig zerschütteln werden und die unsäglichen Reifen.
Heidenau-Reifen sind nicht per se schlecht, aber die montierten Reifen sehen nach K67 aus, die sind meines Empfindens nach unheimlich kippelig und unangenehm beim Fahren. Ich komme mit denen nicht zurecht.
Aber ich bin da etwas seltsam, aber der Fokus sollte bei Reifen auf Funktion und Fahreigenschaften liegen, nicht auf Optik.
Die Bilder des Schädels, sind jetzt nicht superprall, aber man müsste sich das en détail ansehen.
Der Torsten bzw. hier im Forum torsten84 hatte den Hocker nicht allzu lange, wenn man sich die Kilometerleistung anschaut, dann isser auch nicht viel gefahren in der Zeit.
Und genau das ist es, was einen stutzig machen kann. Ein Moped, in das viel Kohle reingesteckt wird für den Aufbau, wird nach 500 km verkauft. Dann kommt der nächste Besitzer und macht nochmal 1.100 km drauf, und dann soll es wieder weg?
Wenn ich mich für ein Moped interessiere und es anschauen mag, dann ist die erste Frage, wie lange der Verkäufer es denn hat und warum er es verkaufen will.
Wenn da keine brauchbaren Antworten kommen, deutet das IME auf potentiellen Ärger, weil der Hocker nicht richtig läuft und Malesten macht.
Ein Umbau auf Nadellager ist eben insofern ganz nett, weil man das bottom end bei Bedarf auch selber mit Hausmitteln überholen könnte, bei der serienmäßigen Buchse ist das etwas schwieriger vom Aufwand her.
Aber einen Abschlag auf den Moder zu packen, weil der Rainer das gemacht hat, soweit würde ich nicht gehen. Dinge gehen manchmal schief, das liegt in der Natur der Dinge.
Auch wie man Dinge löst, das unterscheidet sich von Schrauber zu Schrauber. Manche Lösungen sind näher an der eigenen Philosophie bzw. wie man selber Dinge löst, andere Lösungen sind weiter weg.
Rainer unter Generalverdacht stellen, das scheint aber nicht wirklich nötig. Es fahren jede Menge seiner Umbauten herum, die anstandslos und gut funktionieren.
Schöne Grüße
Ph.