Fräse am Start?

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Phil
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Fräse am Start?

Beitrag von Phil »

Hallo Leute,

hat einer aus der Ecke Celle/Uelzen/Hannover eine Fräse am Start und könnte mir damit aushelfen?

Ich hab' einen englischen Patienten hier mit Ölverlust am Kopf. Was mir aufgefallen ist, das sind die Auflager am Schädel, wo die dicken Unterlegscheiben sitzen. Das ist nicht wirklich plan, weil das Alu sich teilweise gesetzt hat. Da geht dann ein Gutteil des aufgebrachten Drehmoments drauf, die dicken Unterlagscheiben zu schüsseln, anstatt die Dichtung zu pressen.
Diese fünf Stellen hätte ich gerne mit der Fräse geplant.

Auf dem Bild sieht man ein so ein krummes Auflager, in ähnlicher Lage gibt es weitere 3, und es gibt noch eins im Stößeltunnel.

Kopf.jpg

Falls das klappt, wäre prima, zur Not muss ich den Kopp eben verschicken.

Schöne Grüße

Ph.
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Zuletzt geändert von Phil am Samstag 11. Mai 2024, 13:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Gerd
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von Gerd »

Statt fräsen, mit einem Flachsenker arbeiten.
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Phil
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von Phil »

Gerd hat geschrieben: Samstag 11. Mai 2024, 08:24 Statt fräsen, mit einem Flachsenker arbeiten.
Merci für den Tipp, Gerd.

Sachen gibt es, der Nichtmetaller staunt. :pfeiffen: Ich hab' mir jetzt so ein Ding bestellt, damit sollte es gehen.

Ich werde berichten, wie es geklappt hat.

Grüße

Ph.
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edwardturner
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von edwardturner »

Hi Phil,

falls es mit dem Flachsenker nicht zufriedenstellend klappt, kannze mir den Kopp schicken.
Meld Dich einfach bei Bedarf.

Gruß
Eddie
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Phil
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von Phil »

Merci für Dein Angebot, Eddie.

Ich bin aber ganz zuversichtlich, dass das mit dem Flachsenker klappen wird. Good young Marijan aka Mucks hatte sich gestern auch noch gemeldet, es gäbe einen BSA-Menschen hier in der Ecke, der auch eine Fräse habe.

Insofern wird die KLV (Kopp-Landverschickung) aller Voraussicht nach wohl nicht stattfinden müssen.

Schöne Grüße

Ph.
Zuletzt geändert von Phil am Montag 13. Mai 2024, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Gerd
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von Gerd »

Warum sollte es mit einem passenden Flachsenker nicht gehen? Das ist ja auch von Haus aus gesenkt worden und nicht gefräst. :roll:
Alexander
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von Alexander »

Würde nicht Freihand mit der Bohrmaschine versuchen den Rechten Winkel zu treffen . Zumindest eine Standbohrmaschine mit Stabilem Tisch , der sich nicht unter dem Druck des Werkzeugs "Verneigt"
Die Leute sind so ..
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Phil
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von Phil »

Das wird schon werden, ich mach' ein paar Phoddos, wenn das Ding eingetrudelt und der Kopp inner Mache ist.

Schöne Grüße

Ph.
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Phil
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von Phil »

Sooooo, liebe Leute.

Der Flachsenker ist heute eingetrudelt, und ich habe mit der Ständerbohrmaschine an den Auflagern rum gemüllert.
Ich bin ganz happy, wobei an allen 5 Auflagern irgendwas um einen halben bis einen ganzen Millimeter runter musste, bis das wieder plan war.

Bild

Hehehehehehe, zum Glück hab' ich den Kopf leer gemacht vorher. Kurzzeitig hatte ich gedacht, so schlimm könne das nicht werden mit den Aluspänen. Was für eine Sauerei... :shock:

Aber jetzt isser wieder sauber, der Kopp, und er harrt der Komplettierung und Montage.

Die Kopfbolzen habe ich alle schon einen Millimeter gekürzt, damit die nicht unten anstehen. Die Gewinde sowohl an den Bolzen als auch im barrel sind geputzt und wieder leichtgängig.

Anbei noch ein paar pics von der Ölerei vor der Zerlegung.

Bild

Bild

Bild

Am Ende denke ich, dass es verschiedene Faktoren waren, die zu dem Ölgesabbel geführt haben.

Vielleicht war die Dichtung nicht richtig weich geglüht, die Auflager nicht plan, die Scheiben geschüsselt, die Gewinde nicht leichtgängig, am Ende hat es eben nicht gereicht, dass die Kopfdichtung ihren Job gemacht gemacht.

Ich bin leidlich zuversichtlich, dass das wieder dicht wird.

Besten Dank nochmal für den Tipp, es mit einem Flachsenker zu machen.

Schöne Grüße

Ph.
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edwardturner
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von edwardturner »

Gerd hat geschrieben: Sonntag 12. Mai 2024, 09:33 Warum sollte es mit einem passenden Flachsenker nicht gehen? Das ist ja auch von Haus aus gesenkt worden und nicht gefräst. :roll:
ja, Gerd, sicher ist das original auch mit einem Senker gemacht. Es war halt die Frage welchen Senker Phil bekommen kann. Meine Bedenken waren ob der äußere Durchmesser groß genug ist um auch wirklich Platz für die großen Unterlegscheiben zu schaffen. Aber offenbar hats ja geklappt, Gratulation!

Gruß
Eddie
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Goldstar
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von Goldstar »

Hi Phil,
das selbe Problem gibt es ja auch bei der A10.
Ich habe mir dann extra Unterlegscheiben gedreht in 3,5mm dicke und gehärtet.
Wenn du normale Unterlegscheiben nimmst hast du irgendwann dasselbe Problem wieder.


Gruß Klaus
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Phil
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von Phil »

edwardturner hat geschrieben: Freitag 17. Mai 2024, 11:48 ... Es war halt die Frage welchen Senker Phil bekommen kann. Meine Bedenken waren ob der äußere Durchmesser groß genug ist um auch wirklich Platz für die großen Unterlegscheiben zu schaffen. Aber offenbar hats ja geklappt...
Hoi Eddie,

das hat ganz gut geklappt. Ich hab' eine Weile gesucht danach, aber es gibt einen Flachsenker für M12 in Kernlochausführung mit einem Führungszapfen von 10,2 mm, der senkt auf 20 mm Durchmesser. Die Unterlegscheiben haben ein Maß von 3/4" außen, gemessen 19 mm. Das geht also.

Zu Anfang hatte ich gedacht, den Führungszapfen auf der Drehe mit einer Wendeplatte auf das vorhandene Bohrungsmaß für die Bolzen von 3/8" runter zu kurbeln, das ging aber nicht. Ich bin in den Zapfen aus HSS nicht rein gekommen. Also habe ich die Bohrungen für die Kopfbolzen auf die Länge des Zapfens auf 10,2 mm aufgebohrt. Dann ging es leidlich gut, es sind nur sehr wenige Rattermarken zu sehen.
Goldstar hat geschrieben: Freitag 17. Mai 2024, 13:13 ... das selbe Problem gibt es ja auch bei der A10.
Ich habe mir dann extra Unterlegscheiben gedreht in 3,5mm dicke und gehärtet.
Wenn du normale Unterlegscheiben nimmst hast du irgendwann dasselbe Problem wieder...
Das mit den harten 3,5 mm Scheiben ist eine sehr gute Idee, Klaus.

Ich hatte in der Vergangenheit aber noch nie Malesten an der Stelle mit den stark 2 mm dicken U-Scheiben, die der Karsten liefert. Normale Scheiben hatte ich da noch nie genommen.
Mit den 2 mm-Scheiben gehe ich an den Start und denke, dass ich es dicht bekommen werde.

Schöne Grüße

Ph.
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Goldstar
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Re: Fräse am Start?

Beitrag von Goldstar »

Nein originalen waren alle Suppenteller und die Bohrung im Kopf nach innen eingefallen. Die Schrauben konne man nur rausdrehen.
Ich habe die Löcher mit einer konischen Reibahle wieder aufs Maß geriebenn und dann mit einem 20mm Fräser sauber gefräst.
Die dicken Scheiben machen ist halt auch richtig Arbeit.

Gruß Klaus
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