Start procedure Atlas 750cc / 1965

The world's best road holder
Benutzeravatar
Knolle
Manxman
Beiträge: 1062
Registriert: Freitag 6. März 2009, 12:55
Wohnort: Wendland

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Knolle »

Moin Jens,
andere Atlasfahrer hätten ebenfalls Probleme mit dem
Kaltstart, so Deine Aussage. Als Atlasfahrer, der selbige seit
fast 40 Jahren zu seinem Eigentum zählt und sehr regelmäßig
bewegt, kann ich sagen, dass die alte Dame IMMER auf den
ersten, schlimmstenfalls zweiten Kick zum Leben erwacht, egal
ob warm oder kalt oder nach Monaten Standzeit im Winter.
Im Moment fahre ich immer noch die schwarze Uraltboyer und mittlerweile Amal Premium
Vergaser ( Phil, wir sind verliebt :gut: :love: )
Damit gabs noch nie Probleme. Auch mit ausgelutschten Amals 930er sprang sie immer sofort
an.
Einen Choke habe ich nie gebraucht. Tupfen, bis Sprit läuft, dabei die Schieber ein Stück heben,
dann mit etwas gehobenen Schiebern einfach durchtreten. Peng, sie läuft immer.
Es liegt bei Dir entweder an der Prozedur oder, wie der eine oder andere schrieb, ist irgendwas
nicht ok.
Beste Grüße aus dem Wendland von Knolle,der hofft, dass die Dame bei Dir auch in Kürze nach dem
ersten Kick losballert
Fast Bäck
Manxman
Beiträge: 123
Registriert: Donnerstag 17. Februar 2011, 12:50

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Fast Bäck »

Hallo Jens,
ich kann nur von meiner 650 SS berichten, aber die ist ja ähnlich. Ausgerüstet mit 2 30er Concentric und K2F Magnet Wenn ich mein Krad abstelle wird auf jeden Fall der Benzinhahn geschlossen.
Erster Start , nach Stillstand über Nacht oder länger, Benzinhahn auf , Krad auf die Räder stellen, Luftschieber schließen, tupfen bis Benzin austritt, auf OT stellen und dann bei leicht geöffnetem Gasschieber/Drehgasgriff herzhaft durchtreten und dann springt das Teil an. Auch nach langer langer Zeit, wenn das ganze Öl vom Tank im Kurbelgehäuse angekommen ist. Nach wirklich kurzer Zeit Luftschieber auf , aber das spürt und hört man auch.
Wenn der Motor nur kurz abgestellt wird, einfach wieder auf OT und durchtreten, natürlich auf den Rädern stehend. Sollte die Fahrpause länger dauern, so ab einer Stunde circa, kann man, zuerst auf OT stellen, Luftschieber zu und wieder locker durchtreten, oder auch ganz ohne Luftschieber, das wird wahrscheinlich etwas individuell vom Zustand der Bauteile abhängen. In jedem Fall Luftschieber ziemlich bald öffnen. Und wenn der Stopp nicht sehr kurz ist, immer Benzinhahn schließen, ist die sichere Seite.
Servus Phil, die 2 mm Benzin Stand unter Rand halte ich für zu hoch, kann man auch nachlesen und in der "Szene" die Ohren offen halten, aber wenn das bei dir so funktioniert auch gut.
Grüßle
Fast Bäck
Benutzeravatar
ekkeneckepen
Manxman
Beiträge: 90
Registriert: Freitag 25. Dezember 2015, 09:05
Wohnort: Am Ende der bewohnbaren Welt

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von ekkeneckepen »

Tim hat geschrieben:

"Die Idee mit der Leerlaufanhebung mit Flügelschraube hab ich an der HD gehabt und fand das sehr gut, wollte ich für die Norton immer mal machen."

Hallo Tim, die Flügelschraube zur Leerlaufanhebung ist für den Single gut, weniger gut für eine Doppelvergaseranlage finde ich weil man dann beim zurück drehen den Leerlauf neu synchronisieren muss.
An der Bemerkung von Olofjosefson mit dem Bein mag auch was dran sein, zumindest ist das eine Variable die man weniger genau reproduzieren kann.
Der Zündfunke des BT-H ist eigentlch über jeden Zweifel erhaben (kann man mit schweißen :gut: )

Zu Fast back: "Auch nach langer langer Zeit, wenn das ganze Öl vom Tank im Kurbelgehäuse angekommen ist. Nach wirklich kurzer Zeit Luftschieber auf , aber das spürt und hört man auch." Das finde ich nun etwas grob den Motor zu starten wenn das ganze Öl im Keller ist ? Dafür habe ich einen Absperrhahn, natürlch mit Zündunterbrecher für den Fall das dieser nicht geöffnet ist.

Jens
Benutzeravatar
Phil
SuFu Fetischist
Beiträge: 7954
Registriert: Samstag 5. August 2006, 16:20
Wohnort: Celle

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Phil »

Fast Bäck hat geschrieben:... auch nachlesen und in der "Szene" die Ohren offen halten, aber wenn das bei dir so funktioniert auch gut...
Hmmm...

Wie gesagt, ich bin in der Vergangenheit mit den 2 mm bzw. .080" ganz gut zurecht gekommen, sowohl bei den BSA, den Triumphen udn auch bei den Commandos, deren Vergaser ich in den Pfötchen hatte.

Grüße

Ph.
Benutzeravatar
Daniel
Manxman
Beiträge: 511
Registriert: Montag 7. August 2006, 16:59
Wohnort: Weissenfeld

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Daniel »

Fluten fluten fluten..vergiss den choke! Meine Commando gewinnt jeden first-kick contest, Startprozedur ist eben grosszügig fluten, Kicker auf OT und rums - an.

Viel Erfolg,

Daniel
Bones heal. Glory is forever.

Commando 850, T100 & n Paar andere..
Benutzeravatar
Tim
Commando Resterampe
Beiträge: 8930
Registriert: Dienstag 12. Mai 2009, 20:35
Wohnort: Das Dorf an der Düssel in der Nähe von Suppental

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Tim »

ekkeneckepen hat geschrieben:Hallo Tim, die Flügelschraube zur Leerlaufanhebung ist für den Single gut, weniger gut für eine Doppelvergaseranlage finde ich weil man dann beim zurück drehen den Leerlauf neu synchronisieren muss.
Och, da bin ich stumpf, ich dreh wenn dann kalt nur den einen Schieber etwas höher (Schraubendreher...) und dann nach ein paar km wieder zurück. Die Flügelschraube wäre nur eine Komfortversion dieses Vorgangs.

Tim
1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!
Benutzeravatar
jan
Julio Matchlesias
Beiträge: 11625
Registriert: Samstag 5. August 2006, 00:17
Wohnort: 65779 Kelkheim

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von jan »

Tim hat geschrieben:
ekkeneckepen hat geschrieben:...Flügelschraube...
...(Schraubendreher...)...Die Flügelschraube wäre nur eine Komfortversion dieses Vorgangs.
Rändelschraube rulez. :grinsevil: :pfeiffen: :pfeiffen:

Beim Lesen ging mir auch spontan durch den Kopf: Was sagt Dein BT-H im Leerlauf bzgl. des Zündzeitpunkts? Obwohl, ich habe beim Matchless-Twin auch die Erfahrung gemacht, dass der mit Früh- sogar besser anspringt als mit Spätzündung (Zündverstellung brauche ich eigentlich nur beim "Ziehen unter Last", da fängt der Twin zu klingeln an).

Ich bin bei all jenen hier (scheint auch die Mehrheit zu sein), die einen zu niedrigen Schieberanschlag für (mit-)ursächlich halten. Wie schon vielfach berichtet, war das sowohl bei meinem Twin als auch bei meinem Single anfangs das größte meiner Probleme. Ich hab´ mich auf deren Kickstartern schier totgehampelt beim Kaltstart - eine halbe Umdrehung Schieber anheben wirkte oft schon Wunder.
Wegen der Synchronisierung hat Tim bereits den Königsweg aufgezeigt. :mrgreen:
May our engines never run out of oil, fuel and sparks!
Fast Bäck
Manxman
Beiträge: 123
Registriert: Donnerstag 17. Februar 2011, 12:50

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Fast Bäck »

Haudi Jens,
du wolltest "was reproduzierbares", bei mir funktioniert das so, reproduzierbar. Zu den 2 mm, wenn es funktioniert eben auch gut. Ich find das einfach grober, andauernd Ablaßschraube rein raus, womöglich Öl ungefiltert zurück in den Öltank. Und Absperrhahn ist auch durchdiskutiert, kann man machen, muß man aber nicht.
Grüßle
Fast Bäck
Benutzeravatar
Nörtn ut stall
Manxman
Beiträge: 938
Registriert: Mittwoch 16. Januar 2008, 14:45
Kontaktdaten:

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Nörtn ut stall »

Wie ist das bei Deinen Concentrics, Jörg?
Moin Phil, ich schrub, dass ich Monoblocs (ohne Joker) verbastelt habe. Aber ich vermute trotzdem, dass Du Recht hast und mit dem Schwimmerstand irgendwas nicht stimmt. Nur was ? :-k

:halloatall:
Erfahrung ist die Summe des zerstörten Materials
Benutzeravatar
Phil
SuFu Fetischist
Beiträge: 7954
Registriert: Samstag 5. August 2006, 16:20
Wohnort: Celle

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Phil »

Nörtn ut stall hat geschrieben: ... ich schrub, dass ich Monoblocs (ohne Joker) verbastelt habe...
Ha, ein klassischer Fall von Jens-Jörg-Verwechslung. :facepalm2: :facepalm2: :facepalm2: Sorry für die Konfusion.

Ich hatte in der Tat vermutet, dass Dein Schwimmerstand im Monobloc zu niedrig sein könnte.

Aber ich hatte eigentlich den Jens fragen wollen, wie der Schwimmerstand an seinen Concentrics denn eingestellt ist und ob er ihn geprüft hatte.

Grüße

Ph.
Norton
Jehooova!!!
Beiträge: 4075
Registriert: Freitag 13. Juli 2007, 01:35
Wohnort: Ammerndorf

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Norton »

ekkeneckepen hat geschrieben:Tim hat geschrieben:

"Die Idee mit der Leerlaufanhebung mit Flügelschraube hab ich an der HD gehabt und fand das sehr gut, wollte ich für die Norton immer mal machen."

Hallo Tim, die Flügelschraube zur Leerlaufanhebung ist für den Single gut, weniger gut für eine Doppelvergaseranlage finde ich weil man dann beim zurück drehen den Leerlauf neu synchronisieren muss.
An der Bemerkung von Olofjosefson mit dem Bein mag auch was dran sein, zumindest ist das eine Variable die man weniger genau reproduzieren kann.
Der Zündfunke des BT-H ist eigentlch über jeden Zweifel erhaben (kann man mit schweißen :gut: )

Zu Fast back: "Auch nach langer langer Zeit, wenn das ganze Öl vom Tank im Kurbelgehäuse angekommen ist. Nach wirklich kurzer Zeit Luftschieber auf , aber das spürt und hört man auch." Das finde ich nun etwas grob den Motor zu starten wenn das ganze Öl im Keller ist ? Dafür habe ich einen Absperrhahn, natürlch mit Zündunterbrecher für den Fall das dieser nicht geöffnet ist.

Jens
Die Frage ist halt, ob der Funke auch beim Kicken wirklich gut ist?
Du hast halt fast keine Drehzahl und einen Schnapper, wie die Flugmotorenmagneten, gibt's auch nicht.
Magnete werden erst mit der Drehzahl gut.
Probier das halt einfach mal mit einem kleineren Elektrodenabstand.
Versuch macht kluch.

Gruss. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
Benutzeravatar
Rüdi
Manxman
Beiträge: 1706
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 10:54
Wohnort: Niederrhein(NRW)

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Rüdi »

Vielleicht muss der Magneto mal zum Doktor?
https://m.youtube.com/watch?v=95vU9hWWO1U
Benutzeravatar
ekkeneckepen
Manxman
Beiträge: 90
Registriert: Freitag 25. Dezember 2015, 09:05
Wohnort: Am Ende der bewohnbaren Welt

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von ekkeneckepen »

FIG 7.jpg
Martin schreibt:

" Du hast halt fast keine Drehzahl und einen Schnapper, wie die Flugmotorenmagneten, gibt's auch nicht.
Magnete werden erst mit der Drehzahl gut.
Probier das halt einfach mal mit einem kleineren Elektrodenabstand.
Versuch macht kluch."


Mit der niedrigen Drehzahl des Magneten beim starten ist das schon richtig (u = B*l**V) also direkt proportional zur Drehzahl, das ist bei der Spulenzündung genau anders rum. Aber der BT-H ist schon ein tolles Ding : Sehr, sehr starke Magnete, eingepresst in eine rotierende Aluscheibe erzeugen in den Ladespulen eine heftige Induktionsspannung die über einen Gleichrichter einen Kondensator auflädt, danach kommt die heute übliche CDI Zündung. Getriggert wird über die Triggerspule und den zugehörigen Finger (siehe Bilder).
Übrigens hatte ich eben einen First Kick Start: Kein Choke. heftig fluten, Gasgriff etwa 3/8 geöffnet. Meinen Kickstarter habe ich 2 Zähne vorgedreht und habe damit mehr Hub (vielleicht ist das der Grund gewesen ?)

Jens
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Tim
Commando Resterampe
Beiträge: 8930
Registriert: Dienstag 12. Mai 2009, 20:35
Wohnort: Das Dorf an der Düssel in der Nähe von Suppental

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von Tim »

Norton hat geschrieben:Die Frage ist halt, ob der Funke auch beim Kicken wirklich gut ist?
Ja, weil der BT-H kein BTH ist. Das ist kein richtiger Magnet wie die alten BTHs, sondern eine CDI mit eigenem Generator. Hatte ich an der Atlas auch, ließ sich völlig problemlos ankicken damit - daran wird es bei Jens nicht liegen.


Tim
1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!
Benutzeravatar
RoadRocket
Manxman
Beiträge: 1041
Registriert: Montag 6. Mai 2013, 19:07
Wohnort: Gallien-Süd

Re: Start procedure Atlas 750cc / 1965

Beitrag von RoadRocket »

ekkeneckepen hat geschrieben: Ich habe auf 32° vot OT eingestellt. Wie startest du denn deine Atlas? Gas, Choke, Flutung ?

Gruß Jens

Hi Jens

Ich habe den ZZP an meiner Atlas, als ich den BT-H Magnet eingebaut habe, auf 28° eingestellt. Verbaut sind Premier 32er Concentric.

- Starten wenn sie länger gestanden ist (1 Woche und mehr) = 3-4 x durch treten, dann beide Vergaser fluten, Luftschieber voll offen, 1 Kick und da ist sie.
- Starten wenn sie warm ist = Beide tupfer ganz kurz 3x antippen, Luftschieber voll offen,1 Kick und da ist sie.

Den Luftschieber brauche ich nur im Winter wenn sie wirklich mal 3 Wochen oder länger gestanden ist und es draussen sehr kalt ist. Kann diesen aber nach ein paar huntert Meter bereits wieder voll aufziehen.



Gruss
Phil/zwo
don't hide 'em - ride 'em

Matchless G12 CSR 1961 - Norton Atlas 750cc Special - Velocette Venom Clubman MkII
Antworten