Beware of belts!

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Phil
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Phil »

bos´n hat geschrieben:25mm reicht doch der BSA Orgel ?...
Vielleicht schon, aber wenn die Flucht nicht stimmt, was durchaus sein kann, steht der 25 mm-Riemen auch an. Ich messe mal die Breite des pulley und des Zahnsegments auf dem Körbchen...

Nicht meine Baustelle. :pfeiffen:

Grüße

Ph.
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Phil
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Phil »

Gesagt, getan. Der pulley und das Körbchen haben die Verzahnung für den Riemen in 32 mm Breite, selbiges ergab meine Messung. :mrgreen:

Ich hab' den Primärtrieb heute wieder zusammengebaut, Das ging leichter, als ich gedacht hatte.
Es ist a weng fummeliger, als das mit der Kette der Fall ist, aber nicht dramatisch.

Mal schauen, morgen Abend die Kupplung zu Ende montieren, dann den magneto dran, und danach schauen wir mal, ob die Überschalterei Geschichte ist.

Grüße

Ph.
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Phil
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Phil »

Soooo, das Moped ist wieder zusammen geschraubt.

Ich hab' jetzt nach der Montage des Primärtriebs nochmal pics gemacht, wo man sieht, wo das Problem des angefressenen Riemens wohl liegen wird.
So wie ich das einschätze läuft das schräg, weil der pulley zu lang ist bzw. zu weit außen sitzt. Dem Riemen fehlen ca. 2 mm an die Anlaufkante außen, während der Korb leidlich zentrisch mitläuft.

Bild

Bild

Vielleicht hat einer der drei Künstler, die sich an dem end feed-Umbau ausgetobt hatten, ein anderes Distanzstück verbaut.

An der Schüssel sieht das so aus:

Bild

Normal ist da kein Absatz an dem engine sprocket distance piece, sondern es wird mit Passscheiben unterlegt, solange bis die Kettenflucht stimmt.
Meistens geht es sich aus, manchmal muss man was unterlegen, bei Jakobs Scrambler waren das 0,6 mm, IIRC.

Und die Schaltung geht auch wieder, comme il faut. :mrgreen: :mrgreen:

Für den (unwahrscheinlichen) Fall, dass es für Euch von Interesse wäre, erzähle ich es Euch.

Bei den A65 sitzt der Schaltquadrant unter dem inner timing cover. Wenn Du am Schalthebel ziehst, dann greifen die kleinen plunger in die camplate ein, und die in dieser eingespurten Schaltgabeln tun ihr Werk und verschieben die Getriebelosräder entsprechend.

Der Quadrant hat Wegbegrenzungen, die im inner timing cover auf Anschläge laufen, die dann den Gesamtweg/-hub des Quadranten begrenzen.
Der verbaute Quadrant war auf der Hochschaltseite mit einer vergleichsweise kleinen Wegbegrenzung ausgestattet. Wenn dann a weng Verschleiß bei den im Spiel befindlichen Bauteilen über die Zeit dazu kommt, kann das dazu führen, dass die camplate zu weit bewegt wird, und statt des 2. Gangs ist dann plötzlich der eh latent vorhandene Leerlauf zwischen 2. und 3. Gang drin. Das hatte ich mit Überschalten gemeint.

Auf dem Bild sieht man den Unterschied ganz gut, der linke ist der aus meinem Fundus nun verbaute, der rechte war drin gewesen.

Bild

Und so sieht das aus, im inner timing cover eingesteckt, die Stellung ist die Hochschaltstellung von innen mit dem Ersatz-Quadranten.

Bild

Nicht richtig hilfreich war sicher auch noch die Distanzierung des layshaft in die falsche Richtung. Dabei isses eigentlich recht deutlich im workshop manual beschrieben, wo zu finden ist:

Bild

Der layshaft war am Ende um 1,4 mm nach links distanziert/verschoben, und das hat auch mit dazu beigetragen, dass das Losrad auf dem layshaft nicht eingespurt ist, wenn man versucht hat vom 1. Gang in den 2. Gang zu schalten.

Aber egal, jetzt isses wieder fein. :mrgreen:

Schöne Grüße

Ph.
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Phil
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Se Dewill lörks in se ditejls

Beitrag von Phil »

Hallo Leute,

hmmmm... Heute war die A65 mit den Getriebemalesten wieder bei mir. Der Besitzer hatte sich beklagt, dass das Runterschalten kaum ging, und die Schüssel zwar nicht mehr überschalte, der erste Gang aber meistens fehle.

Auf der Bühne kalt, da ging das Schalten soweit gut. Ich bin nur 3 oder 4 km Probe gefahren, da war es auch unauffällig am Feiertag...

Ha, denke ich, das kann nicht so sein, ist doch alles prima gewesen, aber die heutige Probefahrt ergab justament jenes Fehlerbild.
Der Fehler war dergestalt, dass man im zweiten oder auch dritten Gang einfach nicht runterschalten konnte, so als sei der erste Gang schon eingelegt. Bei den A65-Getrieben isses so, dass man nach dem vierten Gang und vor dem ersten den Schalthebel einfach 'ins Leere' treten kann, kommt noch ein Gang davor oder danach, dann hast Du Widerstand am Schalthebel.

Ich erstmal geschaut, ob es an der Kupplung liegt, aber das geht soweit gut, kein Malheur auf der Seite. Also hab' ich dann das Ding nochmal abgeziert, weil es dann am Getriebe oder an der Betätigung desselben liegen muss. Die camplate war und ist gut und nicht ausgeschlagen, die Schaltgabeln und die Rollen daran fest. Nachdem die Distanzierung jetzt passt, liegt es ziemlich sicher nicht am Getriebe als solchem.

Aber jetzt kommt es.... Ich hatte ja einen Quadranten aus dem Fundus rausgezogen und den verbaut, um das Überschalten zu kurieren, was dem Grunde nach ja erfolgreich war. Und ich hatte das Ding unreflektiert einfach eingebaut, weil ich auf den Anschlag fixiert war.

Die neuerliche Begutachtung heute hat aber ergeben, dass der Quadrant durchaus in Ordnung zu sein schein, die camplate isses immer noch, einzig die kleinen plungers, die in die camplate-Fensterchen eingreifen und diese dann anheben oder runterschieben, die sind abgelatscht.

Auf dem pic sieht man es recht deutlich. Im Neuzustand sind die plungers leicht konvex, wie man auf dem pic aber sehen kann, ist der Plunger zum Runterschalten schon zart konkav. Sprich, der kann gar nicht richtig in die Fenster der camplate einhaken, wenn da etwas Temperatur und Ölnebelgedöns in dem Getriebeabteil präsent sind. Dann rutschen die mistigen Dingers einfach drüber, und der monierte Fehler tritt ein... Der plunger zum Hochschalten ist ein wenig besser, aber auch nicht viel.

Bild

Se Ihwell is olwejs and eweriewähr. Kein Wunder, dass das nicht klappt. :facepalm2: :facepalm2: Witzigerweise habe ich in den letzten 20 Jahren oder so genau einen Satz der plungers getauscht, IIRC an dem Moder der Freude für den Zurmus, weil die abgelatscht waren.
Und jetzt pisst es mich an, weil ich nicht richtig nachgesehen und geprüft hatte. ](*,)

Und die Moral von der Geschicht': ich werde wohl in Zukunft genauer hinschauen müssen und kann nicht davon ausgehen, was sich in meiner Grabbelkiste im Fundus befindet ist auch ohne weiteres Prüfen einbaubar.

Der Aufwand als solcher hält sich zwar in Grenzen, weil wenigstens der Primär drauf bleiben kann, aber so anne 3 h werde ich da schon verbraten insgesamt, und ich hab' das Einhängen und Spannen der Kickerfeder genauso vor mir wie das Einstellen der Zündung mit dem funky magneto, was beileibe kein Spaß ist... :shock:

Jetzt warte ich erstmal auf die bestellten Teile.

Merci fürs Zuhören, vielleicht nutzt die Info ja mal einem Foristo mit einem ähnlichen gearteten Problemchen.

Grüße

Ph.
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beaufort
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Re: Beware of belts!

Beitrag von beaufort »

Phil, es imponiert mir immer wieder, wie Du Deine Erkenntnisse an uns weitergibst...
Danke, Gruß, Klaus
Norton
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Norton »

... 50er Öl?
Macht auch nur jemand, der nix begriffen hat und sich alles erzählen lässt.

Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
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sumoler
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Re: Beware of belts!

Beitrag von sumoler »

Ab welchem Grad von Verschleiß etwas nicht mehr funktioniert, ist immer sehr schwer zu beurteilen. Hätte das Teil noch 10.000 Meilen gehalten, hätte sich keiner dadrüber einen Kopf gemacht. Wir müssen halt oft mit gebrauchten Teilen leben. Was willste denn immer alles im Vorfeld austauschen? Was hatte denn dein Bekannter zu dem Belt gesagt?
Gruß
Werner
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Phil
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Phil »

beaufort hat geschrieben:... Gruß, Klaus
Danke für die Blumen, Klaus.

Ich glaube ja fest an den sittlich-technischen Nährwert dieses Forums. Am Ende geht es ja um brätische Mopeds und die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen hiermit. Ich hab' die Befürchtung, dass da in den nächsten Jahren relativ viel verloren gehen wird, wenn die betagteren Händler und Werkstätten altershalber schließen werden. Das ist eh kein Spaß für die Leute gewesen in den letzten Jahren.
Norton hat geschrieben:... 50er Öl?...
Even worse, 50-iger Einbereichsöl auch noch mit einem Ölkühler kombiniert. Ich hab' mal vor ein paar Jahren an meiner ollen Lightning über einen Zeitraum immer wieder Öltemperatur gemessen. Ich bekomme an einem heißen Tag mit recht viel Last nicht mehr als 80° im Öltank.

Insofern ist die da verbaute Lösung eher suboptimal über die verwendete Ölsorte hinaus. :pfeiffen:
sumoler hat geschrieben:...Wir müssen halt oft mit gebrauchten Teilen leben. Was willste denn immer alles im Vorfeld austauschen? Was hatte denn dein Bekannter zu dem Belt gesagt?...
Jepp, schon klar, Du kannst nicht auf Verdacht alles austauschen, erst recht nicht, wenn wirtschaftlich nur das Verbauen eines gebrauchten Quadranten darstellbar ist. Mitch Klempf hat neue, der ruft 300.- $ dafür auf... Plus Fracht, plus Zoll... :shock: :shock: :shock:

Es ist halt die Kombination, die seinerzeit mit dem Quadranten verbaute camplate war halt darauf eingelaufen, die camplate von dem Getriebe jetzt ist es halt nicht. Deshalb geht es nicht. Nur beim nächsten Mal werde ich da genau hinschauen.
Der Besitzer des Mopeds war/ist auch recht entspannt gewesen. Ich glaube, er ist einfach froh, wenn das am Ende funzt, auch wenn es jetzt holprig ist auf dem Weg dahin.

Als meinen Bekannten würde ich den Typie nicht bezeichnen. Ein Händler mit Werkstatt hier aus der Ecke, den Du auch kennst, hatte den an mich verwiesen, wegen des ursprünglichen Getriebeproblems.

Das Drama an dem speziellen Moped ist, dass das alles Mögliche verbaut wurde, was sich dem Grunde nach erstrebenswert anhören könnte und auch mal richtig Asche gekostet hat, aber es wurde eben nur angebaut, ohne dass das dem Moped als solchem gut getan hätte.

Das geht los mit einer Gabel und Bremse, die zwar italienisch und hübsch ist, gleichzeitig gibbet kein Lenkschloss mehr. Federn und bremsen tut das aber nicht oder unmerklich besser als das originale Zeuch an meiner ollen Lightning.
Ein seit dem Einbau des funky magneto funktionsloser Kröber und ein Fahrradtacho, na ja, wer's halt mag.

Das mit dem nicht so hübschen end feed crank-Umbau und dem Weg dahin hatte ich schon geschrieben. Wenn da drei Jungs daran arbeiten, davon wird es nicht besser.

Da ist ein gusseisernes SRM big bore barrel drauf, gut, das Moped hat Mumm, aber so signifikant mehr als meine olle Lightning hat sie nicht.

Im Zuge des big bore-Dingens hat ihm wohl einer empfohlen, AMAL Concentrics Mk2 anzubauen. Die sind aber so schlecht abgestimmt, dass die Kerzen (zu allem Elend auch noch NGK :facepalm2: ) kohlrabenschwarz sind. Das Moped läuft viel zu fett, wenn sie dann mal anspringt, dann kannst Du sie kalt mit dem gusseisernen barrel sofort im Leerlauf tuckern lassen, ohne dass sie ausgeht. Das kann nicht sein.

Über die Vergasermalesten hinaus nicht hilfreich zu einem brauchbaren Startverhalten ist sicher auch noch der funky magneto. Eingestellt wird der mit einem pin (nachdem der verlustig ging, ersatzweise mit einem 1,5 mm Bohrer) durch den magneto body und den Rotor auf der vollen Frühzündungsmarkierung. Dann draufklopfen und gut. Der Rotor neigt aber durch das Magnetfeld im body sich bei der Montage zu verdrehen. Und dann könntest Du das zwar abblitzen, aber zur Korrektur muss der body und der Rotor wieder ab. Das ist so winzig und fummelig, dass Du auch den pin/Bohrer gar nicht reinschieben kannst beim Durchdrehen. So war das früher beim 2CV, da konntest Du die Kontaktzündung damit wenigstens nach der Montage nochmal überprüfen, hier geht das wirklich nicht.

So schaut das aus in natura:

Rotor mit der Bohrung für den pin

Bild

magneto body

Bild

Auch très chic ist das Abstellen des Mopeds. Der magneto wird wie immer gegen Masse gelegt, um den Moder zum Verstummen zu bekommen, leider hat es nicht dazu gereicht, das entsprechende Kabel zu einem Taster zu verlegen und da anzuschließen. Das Kabel baumelt rum, und zum Abstellen hältst Du es eben an den Moder. Dann geht das Ding aus. :pfeiffen:

Der Besitzer des Mopeds startet das Ding einfach immer mit Startpilot, was dem Moder auf Dauer auch nicht gut tut.

Der belt ist auch so eine Geschichte. Der Besitzer sagt, dass ihm das Ding zusammen mit einer Getriebedurchsicht von einem Schrauber hier aus der Gegend angebaut wurde, Argumente waren: '... leichter, schneller, leiser, besser usw. ...'

Wie gesagt, auf den ersten Blick sieht das nach einer falschen Distanzierung aus, die den Riemen frisst, was mich beim Anblick des distance piece und der dicken Scheibe nicht wundert. Normalerweise geht es um ein paar Zehntel und nicht um ganze Millimeter, die man unterlegen muss.
Den genannten Schrauber kenne ich vom Hörensagen, er ist eigentlich sehr gut beleumundet, man müsste ihn fragen, wie das war. Es ist immer heikel, sowas nur aus einer Perspektive zu hören. Erst recht, wenn die beiden dann noch anständig Streit hatten miteinander hinterher.

Wenn der Schrauber das Getriebe tatsächlich ausgebaut, durchgesehen und distanziert hätte, so wie vom Besitzer des Mopeds behauptet, dann wäre das schief gelaufen.
Wie gesagt, der layshaft war auf die falsche Seite distanziert, die verbaute Distanzscheibe links ist von einem anderen Hersteller und nicht so, wie sie sein soll. Die dogs waren rund, an dem Getriebe wäre der dritte Gang entweder jetzt schon oder in naher Zukunft rausgeflogen unter viel Last. Wohl dem, der in diesem Falle dann das Gas schnell genug zugedreht bekommt.

Whatever, Dinge gehen schief, Fehler machen wir alle, das ist eben so.

Eigentlich ist das alles eine traurige Geschichte. Der Besitzer hat da richtig viel Asche rein versenkt, und das Gesamt-Oeuvre funzt deutlich schlechter als der Ausgangspunkt.

Eigentlich muss man die ganzen Zubehörkomponenten demontieren und den Ursprungszustand wiederherstellen, dann wäre das Moped wenigstens vernünftig nutzbar...

Den Kack-magneto abzieren und eine Boyer oder Pazon ran, die Vergaser abbauen und normale 900-er Concentrics. Damit spränge das Ding wenigstens an, was zumindest IMHO eine Eigenschaft wäre, die den Nutzwert eines Motorrades doch deutlich nach vorne brächte.

Den belt als solchen kann man ersetzen und vernünftig distanzieren, dann muss man nur mit der ellenlangen Primärübersetzung leben, wenn man nicht gleich auf die originale Lösung zurück geht.

Aber das kostet alles viel Zeit und Asche, der Besitzer kann nicht selber schrauben, Platz und Werkzeug hat er auch nicht, und wenn er mit der Schüssel zum Profi geht, dann wird das erst recht teuer, weil das sind viele viele Sachen, die so nicht gehen.

Wie gesagt, ich hab' mich bereit erklärt, das mit dem Getriebe in Ordnung zu bringen, was ich teilweise ja schon erledigt habe, den Rest bekomme ich auch noch hin. Und Entwicklungshelfer oder Seelsorger für die Schüssel bin ich nicht. Das ist nicht mein Beritt, wie ich schon vorher mehrmals schrub.

Schönen Sonntag und viele Grüße

Ph., der Labersack.
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Uli
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Uli »

Oh Phil, armer Hund.
Ist immer das Gleiche.
"He, kannst mir mal bei Gelegenheit den elektronischen Tacho anschließen?"
Klar kann man.
Nebenher repariert man noch das wackelkontaktige Zündschloss, tauscht 70% der Kabelschuhe aus,
montiert Gummitüllen in die scharfkantigen Blechdurchfürungen, wechselt 3 durchgescheuerte Kabel,
entrostet den Massepunkt, etc.
Ist ja ´n guter Kumpel.
Und beim Montieren des Sensors sieht man noch, dass die Bremszange vorne Frazte ist.
Bei der Probefahrt merkt man, warum: Weil die Bremspumpe fest ist und das ganze genau so wenig Wirkung zeigt wie die hintere Bremse.
Drauf angesprochen, hört man, dass man schon weiß, dass die Bremsen "nicht so besonders" sind und man das gewöhnt ist... :facepalm2:

Kumpel hin, Kumpel her, irgendwann muss man eine Linie ziehen, sonst wird man nie fertig.

Aber es wurmt einen technisch; jedesmal, wenn man das blöde Ding wieder sieht.

Schön, dass du das hier so beschreibst. Das sind die Beiträge, von denen man lernen kann.
"Pure Vernunft darf niemals siegen!"
Tocotronic
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Phil
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Phil »

Uli hat geschrieben:Oh Phil, armer Hund.
Ist immer das Gleiche...
Hoi Uli,

oh oh… Ich hab' mich im Verdacht, schlecht/missverständlich geschrieben zu haben. :facepalm2: Ich bin gar kein armer Hund!
Phil hat geschrieben:... ich hab' mich bereit erklärt, das mit dem Getriebe in Ordnung zu bringen, was ich teilweise ja schon erledigt habe, den Rest bekomme ich auch noch hin...
Der in dem Zitat angesprochene Rest ist ausdrücklich nur, dem Getriebe eine vernünftige Schaltbarkeit anzuerziehen. Und dazu bedarf es eben der neuen plungers, die morgen auffe Reise zu mir gehen sollten.
Die anderen Malesten wie Vergaser und und und, von denen lasse ich sehr bewusst meine kleinen Pfötchen.

Schöne Grüße

Ph.
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Phil
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Phil »

Puuuuuuuuuuuuhhhhhhhhhhhhhhhh….

Feddisch, das Ding ist wieder zusammen und schaltet, comme il faut.

Die plungers sind neu, die Feder mit dem exzentrischen Napfdingens am Schaltärmchen ist sauber eingestellt, und jetzt kann man hoch- und runterschalten.

Nur der Weg zur Probefahrt war sehr sehr steinig. Das Ding ist ums Verrecken nicht angesprungen, auch nicht mit Startpilot. In meiner zunehmenden Verzweiflung hab' ich den funky magneto nochmal abgeziert und wieder montiert. Aber auch nicht so der Bringer... :shock: :shock:

Am Ende hab' ich die total schwarzen und mit dem Öl von Äonen verkrusteten Kack-NGKs raus- und Champion N3 reingeschraubt.

Et voilà, das war der Schüssel wohl genehm. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Das hat mich zwar dann nochmal anderthalb Stunden gekostet, aber das ist mir jetzt schnurz- Ich will das Moped fertig haben, auf dass es der Besitzer wieder an sich nehmen möge.

Schöne Grüße

Ph.
Zuletzt geändert von Phil am Donnerstag 28. Mai 2020, 22:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Moppedmessi
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Moppedmessi »

Phil, der A65 Flüsterer.[emoji1]
Schön das es geklappt hat.
Geht nicht gibt´s nicht!
Stimmt noch immer aber die Umsetzung wird immer schwieriger!!!
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Phil »

Hmmm… Ich weiß nicht, Ralph.

Am Ende fand ich es dann doch a weng nervig bzw. anstrengend. Vor allem, weil das Ding ziemlich verbaut und mit seltsamen, nicht wirklich montagefreundlichen Features ausgestattet ist. :facepalm2:

Aber egal, jetzt scheint es zu funzen.

Grüße

Ph.
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beaufort
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Re: Beware of belts!

Beitrag von beaufort »

Well done, Phil.
Auch wenn‘s phasenweise keine angenehme Arbeit war...
Gruß, Klaus
Ludwig
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Re: Beware of belts!

Beitrag von Ludwig »

beaufort hat geschrieben:Well done, Phil.
Schließe mich an.
Aber bitte im Titel des Threads
"belts" durch "BSAs" ersetzen.
Gruß Ludwig - bekennender Synchroflex-Nutzer
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