750 Commando zerlegen

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Johannestiger
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750 Commando zerlegen

Beitrag von Johannestiger »

Hallo,

ich habe mir in England über ebay eine 750 Commando Roadster gekauft. Das ist zwar sehr abenteuerlich, aber mit der Abholerei in Begleitung von Weib und Tochter hat es riesig Spaß gemacht nebenbei Nordenglandetwas kenenzulernen.

Nun fahre und schraube ich schon etwas länger aber die Norton ist doch Neuland für mich und momentan beschäftigen mich zwei Fragen:

1. Welches Zoll-Werkzeug brauche ich ? Ich habe gehört, dass es englische und amerikanische Schlüssel gibt.

2. Ich denke dass ich die hintere Isolastikeinheit wechseln werde. In welcher Reihenfolge arbeitet man sich dorthin am besten vor ?

Ich freue mich auf eure Tips

Alexander
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Tim
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Tim »

Johannestiger hat geschrieben:ich habe mir in England über ebay eine 750 Commando Roadster gekauft. Das ist zwar sehr abenteuerlich, ....
Nö, in diesen Kreisen ist solches Verhalten völlig normal....;-) Okay, es soll total Bekloppte geben, die holen gleich drei.... :roll:
1. Welches Zoll-Werkzeug brauche ich ? Ich habe gehört, dass es englische und amerikanische Schlüssel gibt.
Grobe Richtlinie: Der Motor und das Getriebe sind noch meist BSF (viel 1/4"WW und 5/16"WW-Schlüsselweite), das Chassis meist UNF (3/8"AF, 1/2"AF....). Du brauchst also tatsächlich die doppelte Ausstattung. Ich habe meine grade zerlegt mit: Mittlerer Metrinch-Kasten, WW- und AF-Ringmaulsatz und noch WW-Nüssen, aber ganz oben auf der Liste stehen jetzt AF-Nüsse. Und ein metrischer Knarrenkasten war auch noch dabei, ein paar zöllige Sechskante sind sehr nah an metrischen Größen.

Noch ein paar Goodies: Der Pressure-release-Body (der große Sechskant unter der Hutnummer auf 9:00 am Primärdeckel) ist ausreichend nahe an 28mm und die fette Ritzelmutter an 38mm dran.

Um die beiden (und weitere...) Gewindesorten auseinanderzuhalten, brauchst Du eine Gewindelehre (ist bequemer als die TPI - Gänge pro Zoll zu zählen) und am besten eine Winkellehre, um die 60° von den 55° unterscheiden zu können - ich missbrauch da immer Drehstähle für, das geht super. Guxdu: http://www.schrauben-normen.de/amerikanisch.html und http://www.schrauben-normen.de/britische.html
2. Ich denke dass ich die hintere Isolastikeinheit wechseln werde. In welcher Reihenfolge arbeitet man sich dorthin am besten vor ?
Hm, ich würde sagen, dass da das ohne große Schrauberreien am Motor nicht gehen dürfte. Es könnte sein, dass Du den Engine cradle hinten soweit hochdrücken kannst, dass Du die Gummis wechseln kannst. Ich hab meine komplett zerlegt, insofern stellte sich die Frage nicht, und ich bin bei Commandos auch eher noch Frischling, und meine waren echt runtergeritten. Zu Reparaturen am Fahrenden Objekt gibt es Berufenere.
Ich freue mich auf eure Tips
Und ich mich auf die Details: Bj., Modell, Zustand, Fotos, wo in Nordengland.....;-)



Tim
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Johannestiger
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Johannestiger »

Hallo,

erst einmal vielen Dank für die Tips. Ich habe die Norton in Darlington abgeholt, das liegt zwischen York und Newcastle upon Thyne. Ehrlich gesagt war es ein Versehen. Ich wollte mir diesen lang gehegten Traum einer Commando erfüllen und auch gern ein Bike in England kaufen. Der mögliche Preisunterschied war nicht so sehr das Thema. In ebay uk gab es zahlreiche Maschienen im letzten August im Angebot und plötzlich hatte ich den Zuschlag und nicht darauf geachtet wo siie steht.

Es ist eine gelbe Roadtster mit Tommelbremse vorn, einer Boyer-Zündung einem Mikuni-Vergaser und einer Zubehörsitzbank von, glaube ich, Norvil- was kommodes für ältere Hintern - na ja. Die Norton sprang sofort an und ließ sich um das Vorstadtviertel fahren. Der Kollege, ein Ingenieur, musste sie " in due of divorce" verkaufen und gab mir alles mit was er zur Norton noch hatte. Eine Mick Hemmings CD für die Getriebeüberhohlung, weil er das gemacht hatte. Und diverse Werkzeuge zur Kupplung und Lima - Demontage. Im Ergebnis war es ein wunderschöner Kurzurlaub, wenn auch mit der Fährüberfahrt für Auto und Anhänger drei Leuten und vielen Kilometern recht teuer und daher sicher nicht das tolle Geschäft selbst wenn 4.000 Pfund im Verhältnis wohl so etwa in Ordnung sind.

Mängel sind augenscheinlich: Die fehlenden Blinker, es suppt etwas Öl aus dem Getriebedeckel am Kickstarter, wenn die Karre auf dem Hauptständer steht ist das Hinterrad auch am Boden, der Seitenständer hat sehr viel Spiel, die Gabelstandrohre müssen gewechselt werden, das Lenkschloss fehlt und das Zündschloss ist an der Gabelbrücke und nicht am Seitendeckel montiert ( ich hoffe auf nicht zuviel Kabelgemurkse). Die Speichen glänzen nicht mehr und wenn sie auf dem Ständer steht und man das Hinterrad nach rechts und links zieht, sieht man wie sich der Motor im Rahmen bewegt.

Sie spring aber gut an, hat einen stabilen Leerlauf, klappert nicht, nimmt nach wenigen Sekunden auch gut Gas an und hat einen super Nortoooon. Also, ich freue mich sehr darauf, mit der Commando hier um Göttingen herum über die Berge zu knattern und hoffe auf weitere Tips hier im Forum. Bilder konnte ich leider nicht hochladen. Das Tool konnte keinen Speicherplatz finden. Ich bin dann bei Yahoo gelandet und hab dann den Versuch abgebrochen.

Gruß


Alexander
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Martin
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Martin »

Johannestiger hat geschrieben: Das Tool konnte keinen Speicherplatz finden. Ich bin dann bei Yahoo gelandet und hab dann den Versuch abgebrochen.

Gruß


Alexander
Hallo Alexander.
Bilder hochladen ist ganz einfach. Du musst allerdings die Funktion "Bild hinzufügen" ignorieren und die Funktion "Dateianhang hochladen" nutzen.. Wenn Du eine Nachricht schreibst, etwas runterscrollen. Dann siehst Du es.

Gruß, Martin
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Tim
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Tim »

Johannestiger hat geschrieben: Es ist eine gelbe Roadtster mit Tommelbremse vorn, einer Boyer-Zündung einem Mikuni-Vergaser und einer Zubehörsitzbank von, glaube ich, Norvil- was kommodes für ältere Hintern - na ja. Die Norton sprang sofort an und ließ sich um das Vorstadtviertel fahren. Der Kollege, ein Ingenieur, musste sie " in due of divorce" verkaufen und gab mir alles mit was er zur Norton noch hatte. Eine Mick Hemmings CD für die Getriebeüberhohlung, weil er das gemacht hatte. Und diverse Werkzeuge zur Kupplung und Lima - Demontage.
Hm, die LiMa geht so ab, ich vermute mal, dass Du einen Motorritzel-Abzieher meinst. OldBritts hat eine Beschreibung mit Bild der wichtigsten Tools: http://www.oldbritts.com/ob_1950.htm
Mängel sind augenscheinlich: Die fehlenden Blinker, es suppt etwas Öl aus dem Getriebedeckel am Kickstarter,
Den Getriebedeckel kann man entweder auf einen RWDR umrüsten (lassen) oder statt des O-Rings einen Quad-Ring einbauen. Ich hab letzteres gemacht und den Quad-Ring mit Loctite RTV eingeklebt - mal schauen, ob das was kann. Es hilft in jedem Fall, beim Einbau den Spline des Kickers irgendwie abzudecken, damit die Längsrillen den Gummi nicht beschädigen.
wenn die Karre auf dem Hauptständer steht ist das Hinterrad auch am Boden, der Seitenständer hat sehr viel Spiel, die Gabelstandrohre müssen gewechselt werden, das Lenkschloss fehlt und das Zündschloss ist an der Gabelbrücke und nicht am Seitendeckel montiert
Zündschloss am Seitendeckel gab es nur bis 1970 AFAIK zusammen mit den etwas kantigeren Seitendeckeln, die Trommelbremse aber bis 71, kann sein, dass die Deckel korrekt sind. Wenn es -wie meine - eine 70er ist: Ich hab grade NOS-Deckel bei British Spares in Wellington/Neuseeland aufgetrieben, inkl. Versand knapp über EUR100,-, das ist günstiger als die Nachbauten der späteren Deckel. Kann sein, dass man auch welche auf dieser Seite des Planeten bekommt, aber bei dem Preis hatte ich keinen Bock mehr zu Suchen. Oder hast Du noch das Loch im Seitendeckel?
( ich hoffe auf nicht zuviel Kabelgemurkse).
Ganz ehrlich: Schmeiss den alten Kabelbaum raus und zieh selbst einen neuen rein, das ist kein großer Akt, wenn man es mit den richtigen Crimp-Werkzeugen macht.
Die Speichen glänzen nicht mehr und wenn sie auf dem Ständer steht und man das Hinterrad nach rechts und links zieht, sieht man wie sich der Motor im Rahmen bewegt.
War bei meiner Karre auch so, die Dinger brauchen dringend eine dritte Isolastic oben am Kopf, wie es ursprünglich auch vorgesehen war. Es gibt das von ziemlich vielen Anbietern inzwischen, Norvil, Hemmings, Norman White, OldBritts....alle irgendwie unterschiedlich, ob nun eins besser ist, keine Ahnung. Alternativ gibt es auch Head steadies mit einer Gelenkstange, z.B. http://www.commandospecialties.com/Prod ... &ProdID=45 Ist auch keine schlechte Idee.



Tim
Zuletzt geändert von Tim am Sonntag 31. Januar 2010, 11:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Johannestiger »

Hallo

vielen Dank für die Gebrauchsanleitung zu den Bildern . Ich habs nun nochmal versucht. Es sind die Fotos aus dem Ebay Inserat. Gruß

Alexander
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Tim
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Tim »

Johannestiger hat geschrieben: Es sind die Fotos aus dem Ebay Inserat. Gruß
Sieht doch schick aus. Die Seitendeckel sind die alten, aber dazu müsste sie eigentlich auch den Halo (Heiligenschein) um die Lampe haben, nur wann Norton was an welchem Modell wie geändert hat - pff, zehn Leute, elf Meinungen - mindestens. Dafür hat sie den frühen Öltank, insofern würde ich auf eine 70er mit ein paar späteren Teilen an der Gabel tippen.

Was etwas irritierend ist, ist die Hinterradnabe: Die Abdeckung hat die drei Öffnungen der alten Nabe, durch die man die drei Muttern der Bremstrommel-Befestigung erreichen konnte. Da die Commando aber keinen Ruckdämpfer mehr in der Kupplung hatte, hat Norton einen Ruckdämpfer (naja, einen Versuch eines solchen) in die Hinterradnabe reinkonstruiert. Statt der drei Flanschlöcher hat diese Nabe drei Taschen, in denen Gummi-Elemente saßen. Die Bremstrommel hatte entsprechend drei Mitnehmerfinger und keine Stehbolzen mehr wie noch bei den Federbetten.

Entweder ist da der flasche Deckel montiert (kleiner Schönheitsfehler) oder die flasche Nabe (grober Fehler). Ich hatte in der Atlas genau diese Kombination aus angewandter Doofheit ursprünglich drin und gehe davon aus, dass mein Getriebeschaden dadurch zumindest mit ausgelöst wurde. Das Problem ist, dass es die Commando-Nabe nicht mehr so ohne weiteres gibt, die sind entsprechend teuer. Allerdings mit Sicherheit nicht so teuer wie die Folgeschäden.


EDIT: Nochwas: Wahrscheinlich ist das ein GFK-Tank, da solltest Du vorsichtig sein. Die Dinger halten modernen Sprit nicht lange aus, der Ethanol-Anteil schafft die wohl recht schnell. Keine Ahnung, wo da die kritische Grenze ist.


Tim
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Johannestiger »

Hallo Tim

ich hatt vergessen zu erwähnen, dass das Baujahr 1970 ist. Der Tank ist zum Glück aus Blech.
Nach deiner Beschreibung sehe ich warscheinlich erst, ob ich die falsche Hinterradnabe habe, wenn das Rad ausgebaut ist.

Gruß

Alexander
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Tim
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Tim »

Johannestiger hat geschrieben:Nach deiner Beschreibung sehe ich warscheinlich erst, ob ich die falsche Hinterradnabe habe, wenn das Rad ausgebaut ist.
Nö, das ist recht einfach festzustellen: Prökel die Gummi-Abdeckungen raus und schau nach, ob direkt darunter Sechskante zu sehen sind. Dann ist es die flasche Nabe. Bei der Commando-Nabe erkennt man drei quaderförmige Angüsse.

EDIT: Wenn es eine 70er ist, hat sie jedenfalls die späteren Lampenhalter - ist wohl eher Geschmacksache, ob man das okinaal haben will.Ich bin grad noch unschlüssig, was ich für meine machen werde, dieser Heiligenschein-Lampenhalter ist schwer zu bekommen, und die Fernost-Nachbauten passen nicht. Schau mal spasseshalber unter die obere Gabelbrücke - wenn da neben den Standrohren zwei Gewinde sind, hat sie zumindest noch die okinaalen Gabelbrücken. VIN müsste mit 135 bis 137 anfangen, die 71er hatten schon VIN mit 141 am Anfang.


Tim
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Norton »

Hi.
Die frühen Commandos hatten die alte Nabe mit dem geschraubten Kettenrad. Zusammen mit der neuen Kupplung ohne Ruckdämpfer, dafür mit kürzerem Übersetzungsverhältnis, war das für das Getriebe keine gute Kombination. Die MkII Nabe mit dem gesteckten Ruckdämpfer ist selten und gesucht und deswegen auch teuer. In meiner Atlas habe ich eine drin (zusammen mit der Domikupplung, mit Ruckdämpfer), die Lastwechsel sind damit auch tatsächlich etwas weicher. Eine wirklich gute Lösung ist das aber auch nicht, die Bremse ist immer noch die gleiche (gleich schlecht) und die gesteckten Teflon (oder sowas ähnliches?) Dämpferelemente fallen beim Radausbau gerne raus.
Bevor Du für viel Geld eine MKII Nabe ergatterst, würde ich gleich etwas anderes einbauen. Suzuki hat in den 70ern schöne Hinterradnaben verbaut, hab ich schon in Commandos und Domis gesehen.
Auf dem Foto mit dem Vorderrad hab ich mir den Bremszug mal angeschaut. Der hat in Ruhestellung ja schon 90°. Beim betätigen wird der Winkel noch größer und damit der Wirkungsgrad schlechter. Ist nicht gut so. Beläge verschlissen, Hebel auf der Verzahnung falsch aufgesteckt, Gestänge falsch eingestellt, irgend sowas. Von solchen Dingen ist die richtige Funktion einer Trommelbremse abhängig!

Schönes Motorrad.

Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Higgins »

Moin Alexander !

So ein schönes Moped :lol: =D> =D> . Das könnte ja fast meine Commando sein.

Zum Kabelbaum: Das beste, Du strickst Dir selber einen aus Silikonkabel. Ich hatte einen originalen KB verbaut. Nachdem ich bei 30 C° das Mopped 15 km geschoben habe, griff ich mir den Seiten schneiderund habe dem Kabelbaum den Garaus gemacht. Die Kabel sind einfach zu dünn und zu wenig Masseanschluß.

Ansonsten kann mich den Empfehlungen meiner Vorgänger nur anschließen.

Viel Spaß beim Schrauben und beim Fahren-falls es mal so etwas wie Frühling gibt.

Hier in der Uckermark merkt man nix vom Klimawandel. :^o

Gruß

Matthias :mrgreen:
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Tim »

Norton hat geschrieben:Die frühen Commandos hatten die alte Nabe mit dem geschraubten Kettenrad.
Aber nicht mehr die 70er. Und wenn das nur ein flascher Deckel ist, würde ich das Rad nicht umbauen..

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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Johannestiger »

Hallo zusammen,

das ist ja super bei euch im Forum. Soviele Tips und spontane Antworten hatte ich nicht erwartet. Vielen Dank. Sobald die Temperaturen in meiner Werkstatt wieder einen mehr als zweiminütigen Aufenthalt zulassen werde ich mich an das Schätzchen heranwagen und berichten.

Gruß

Alexander
Norton
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von Norton »

Die frühen Commandos mit dem Blechdeckel am Motorgehäuse (wo früher das Zündungsläufergehäuse bzw der Magnet saß) hatten alle die alte Nabe. In meinem Bekanntenkreis sind drei solche Commandos (von allen hab ich die Motoren überholt und kenne deshalb die Motorräder) und die haben alle diese Nabe.
Laut Norton Twin Restoration wären die Ruckdämpernaben von 71 bis 74 verbaut worden und die Motorräder mit dieser Nabe haben dann auch andere Merkmale späterer Modelle wie das neuere Motorgehäuse, Gabelbrücken, Scheibenbremse etc...
Als Gebrauchtteil selten und gesucht.

Gruß. Martin.
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Re: 750 Commando zerlegen

Beitrag von jan »

Oh Mann, jetzt geht hier schon wieder so `n Privatgemetzel zwischen Tim und Martin (aus Abenberg, nicht aus Borgholzhausen) los.

Jungs, Ihr seid beide Spitze! So`n Riesen-Knowhow-Fundus!! Norton-Päpste!!!
Einigt Euch doch mal auf eine Version - der arme Alexander traut sich doch jetzt schon gar nicht mehr, hinter die Gummistopfen an seiner Hinterradnabe zu schauen!!!!
May our engines never run out of oil, fuel and sparks!
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