Zündkerzen und -kabel Triumph T140E

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Manxman
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Zündkerzen und -kabel Triumph T140E

Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

02 Jul. 2005 20:50

Mal was für die Funker unter Euch:

Ein Bekannter hat an seinem Reiskocher die Original-Zündkabel
rausgeschmissen und durch Glasfaser-Kabel ersetzt und meint, es gäbe
nix leitfähigeres für einen Zündfunken.
Die Kabel gibt‘s in jedem Baumarkt am laufenden Meter, kann man sich
dann auf gewünschte Länge schneiden, Stecker draufdrehen und fertig.
Die Kiste lief auch ganz normal. Kabelfarbe war exakt passend zum
Kocher (was auch Sinn der Übung war...)

Frage also: Wer hat schon mal davon gehört bzw. Erfahrungen gemacht ?

Zweitens:

Ich hab‘ meine T140E (E !!!) von Mk2-Concentric auf Mk1-Versager
umgebaut. Wer hat das auch schon mal gemacht und kann mir einen
Zündkerzen-Tipp geben ?
Champion N3 traue ich mich nicht, bin mit N4C gefahren (kann auch
RN4C gewesen sein, aber auch da kann der Hase im Pfeffer liegen),
was im 5. Gang ab 80 mph zu permanentem Stottern geführt hat.
Dies aber nur bei Halbgas, bei Vollgas zieht die Kiste ab.
Hab jetzt 2 uralte N5 (ohne C) gefunden, damit lief sie fürs Erste
recht ordentlich.

Muss aber dazu sagen, außer Zündung einstellen ist noch nichts
Großartiges passiert, die Düsennadeln hab‘ ich hoch gehängt um kein
Risiko einzugehen. Alle wichtigen Anbauteile sind neu.

Über die Kerzenarten - C für Kupferkern , R für Funkentstört
und heiße bzw. kalte Kerzen hab‘ ich mich schon schlau gemacht.
Ich möchte auch vorerst nur kurzzeitig die Kiste heizen, weil die

Zylinder offenbar noch neu sind und ein wenig eingefahren werden
sollten.
Michael
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Manxman
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Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

Moin moin,
wieso hast Du´n die Mk II-Vergaser abgebaut? Ich hab mir mal so eine T140E neu gekauft und so gut, wie mit diesen Vergasern lief sie danach mit nichts wieder, was ich da drangeschraubt habe.
´nen Problem mit den Mk II ist, dass die ersten T140E mit .105er Nadeldüsen ausgeliefert worden sind, was sich im Fahrbetrieb aber als zu mager herausgestellt hat, so dass sogar die Jungs bei Triumph Anfang der 80er auf .106er umgerüstet haben, damit ging die Karre tierisch gut. Wenn man diese Vergaser umrüstet, dann muss man nur drauf achten, dass die Nadeldüsen viel länger, als die für die Mk-I sind und andere Bestellnummern haben. Alan Hitchcock - der Enfield-Dealer in GB - bietet noch passende an.
Ansonsten wurden die Maschinen damals serienmäßig für die Elektonikzündung mit Champion N5 !!! ausgerüstet, was sehr gut funktioniert hat. Diese Kerze entspricht meines Wissens in guter alter deutscher Nomenklatur einer 175er Kerze, also ´ner Kerze, die sehr früh mit der Selbstreinigung beginnt. Für die Kontaktzündungen hat Triumph fast schon über Jahrzehnte N3´s verbaut, die so etwa ´nem 260er Wärmewert entsprechen und voraussetzen, dass man entsprechend sportlicher unterwegs ist. N4 - Kerzen entsprechen etwa 225er Wärmewerten, Du siehst also, die liegt dazwischen. Ich denke mal, wenn Du nach wie vor die alte Lucas-Elektronikzündung (Respekt!!!)fährst, dann solltest Du auch bei der vermeindlich ’heißeren´ (quasi früher heißen) N5 - Kerze bleiben. Diese ganzen Zusatzbezeichnungen auf den Champignons verwirren eigentlich mehr, als dass sie nützen, nichtsdestotrotz hab ich bei meinen kurzen Ausflügen in die Welt der entstörten Kerzen meist wieder ´ne nicht entstörte reinschrauben müssen, um nach Hause zu kommen...aber um sowas zu analysieren müsste man mal ´nen Elekto-Fachmann fragen.
Letztlich war mir so, als müssten die Nadeln in den MK-I Vergasern in der ersten,obersten Nut eingesetzt werden. Wenn Du sie in den untersten Nuten fährst, dann überfettet der Motor im mittleren Drehzahlbereich total und kriegt Husten...ausserdem wäscht´s Dir - wenn´s ganz böse kommt - durch die zu hohe Spritmenge im Gasgemisch den Schmierfilm von der Zylinderwandung und erhöht die Klemmerneigung...bau man lieber wieder auf original zurück, is besser...
Soweit, so gut...ansonsten denke ich ´mal, dass die N5-Kerzen, die Du ausgegraben hast, wahrscheinlich noch aus der Erstausrüstung stammten, damit laufen die Ritas am besten.
Viel Spaß beim Rumbraten
Yours
Volker
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Manxman
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Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

Hallo Volker, vielen Dank für Deine Tipps !

Die Mk2 Concentric, hat mir mal ein Jemand, den ich hier und nirgendwo

sonst nennen möchte, seit 1983 vorgejammert, dass die Mk2 nur so viel

taugen, dass man mit Ihnen an einen Waldrand fährt und sie dort

möglichst weit in den Wald reinschmeißt, aber nur, weil er die Dinger

nie richtig einstellen konnte.

Meine damalige T140E (die Story hätte ich 1999 gerne beim CBBC

veröffentlicht) war beim Kauf (1983) 1 Jahr alt und schon keine "E"

mehr, sondern auf Kontaktzündung umgebaut, die lief mit N4, und bei

meiner Fahrweise brauchte sie die auch. Bei ständiger Kontrolle der

Versager/Kontakte/Kondensatoren/Kerzen waren letztere immer schön

dunkelbraun, nur der Verbrauch... konnte fahren, wie ich wollte, ob mit

80-100 über die Landstraße oder gnadenlos mit dem was ging, der

Verbrauch war immer bei 5,5 - 6 Liter/100 km. Lag vielleicht auch an den

(empfohlenen) 210-er Hauptdüsen, die ich in Verbindung mit den

Norton-Roadster-Tüten reindrehen sollte. Heute zweifele ich diese

Notwendigkeit etwas an.
Probleme gab‘s nur bei britisch-untypischem Wetter (über 30 Grad C

Lufttemperatur).
(Wenn Du mal ein Foto von der alten T140 sehen willst, wie sie heute

beim Nachbesitzer da steht, kann ich Dir schicken, halte aber schon mal

einen 30-er Pack Tempos bereit, zum Tränen abwischen....)

Die jetzige T140E hat den ganz originalen Elektronik-Blechkasten mit der

Gartenlandschaft drin (Wiesen, chromfarbene Hecken und Plastikhäuschen

:-)) ); in den Mk2 sind die 106-er Nadeldüsen schon drin (kann ich die

in die Mk1 reinschrauben oder sind die generell ganz anders gestaltet

bei Gewinde oder Länge wegen der Einbaulage ???).

Die Mk2 hatten keine Gummis in der Kaltstarteinrichung, weshalb normales

Fahren unmöglich war und die Kerzen kohlrabenschwarz (für mich der

willkommene Anlass, noch bevor ich den Grund wusste, warum es so war,

sie zu demontieren, aber nicht, sie im Wald zu verbuddeln..., ich hab‘

sie noch).

Dass ich die Vergaser von "vermutlich recht fett" (mittlere

Düsennadelstellung) auf "ganz fett" (Nadel hoch) gestellt habe, war nur

eine reine Vorsichtsmaßnahme, weil das Kerzenbild mit den neuen Kerzen

noch nicht so klar war (sahen halt immer aus wie neu), aber nach der

letzten Woche Fahrt mir einem 5-Liter-Kanister im Tank glotzte ich recht

ungläubig in den nach 45 Meilen fast wieder leeren Tank.

Und wenn man nur sachte fährt, braucht man die Kerze eigentlich nicht zu

kontrollieren, wenn die Vergasergrundeinstellung nach Vorschrift

vorgenommen wurde... die Kiste kann fast nicht zu mager laufen und das

Kerzenbild zeigt nicht das Wwesentliche an.

Sobald ich was Neues habe und nicht weiter komme, melde ich mich auch

wieder.

Nochmals, vielen Dank für die Tipps !

... und wenn noch jemand einen Hinweis für die Glasfaser-Zündkabel hat,

wäre prima !!! Ein Bekannter hat gemeint, es könnte vielleicht Probleme

wegen der hohen Spannungsunterschiede geben, ansonsten: "probiers doch

aus, nimm aber die Originoolen mit".
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Manxman
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Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

Moin moin,
nur mal so am Rande ... Du bist köstlich ... kennen wir uns von früher? Hoffentlich war ich nicht der Vogel, der Dir damals erzählt hat, dass Du die ’Scheiß-Mk-II´s am besten illegal im Wald entsorgst? ... wäre mir ja echt peinlich ...
Ansonsten sind die Nadeldüsen nur in der Länge des Mischröhrchen unterschiedlich, der Rest ist gleich, was mich daran erinnert, dass ich es damals mit den kurzen Düsen für die Mk-I probiert habe, was aber irgendwie nicht gefruchtet hat ...
So long
Volker
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Nee, Volker, das warst Du sicher nicht, es sei denn, Du schreibst unter Pseudonym, hast 2 Glasbausteine auf der Nase, bist seit ca. 12 Jahren keine Triumph mehr gefahren und hast meine erste Triumph gekauft.

Na ?!???!?
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Manxman
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Häch ... puuuhhhh!!!
Oh man ... da hab´ich ja echt Glück gehabt ...
Volker
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