kein Zündfunken!!!?

+ an Masse? Hier alles zu Elektrik und falsch fließendem Strom
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Manxman
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kein Zündfunken!!!?

Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

14.Oct.2004 12:16

Ich besitze eine Triumph Thunderbird (6T Motor).Das gute Stück steht nun schon lange Zeit unbenutzt. Beim letzten Versuch sie in Betrieb zu nehmen hatte Batterie keinerlei Spannung, nach wieder Aufladen derselben war zwar Spannung vorhanden,(Bremsleuchte war hell und deutlich) nur keinerlei Zündfunken. :(
Wo könnte das Problem liegen?
Ich hab bisher nur sehr geringe bis wenig Erfahrung mit dem Vogel, und daher auch wenig bis keine Ahnung... was ich aber gerne schleunigst ändern möchte.
Ich würde mich sehr über Vorschläge zur Problemlösung und Unterzütung freuen.
nice wishes
Björn
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Manxman
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Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

Hi Björn,

das Nachfolgende ist nicht böse gemeint, sondern soll ein offener & ehrlicher Tip für Dich sein.

Laut Deiner Mail liegen Deine schrauberischen Qualitäten bei Null, oder jedenfalls nur knapp drüber. Und Schrauben lernt man nun mal nicht über ein Internet-Forum. Nun hast Du Dir aber trotz dieser denkbar ungünstigen Ausgangslage ein Brit-Bike angelacht, da gibt´s dann drei Möglichkeiten:

1. = die denkbar schlechteste Variante
Du hast Geld ohne Ende und bringst Deine Karre jedes Mal in die nächste kompetente Fachwerkstatt Deines Vertrauens. Das ist aber nicht der Sinn der Sache, wenn man ’ne englische Lady sein Eigen nennt. Diese Methode gehört eigentlich mehr zu ’ner Honda, einem VW Golf oder ’nem Lamborghini. Also etwas besser...

2. = Eigenstudium
Es sollen schon Leute anhand (guter) Praxisbücher das Schrauben gelernt haben. Ich selber gehöre allerdings nicht dazu; aber falls Du so ein Genie bist, probier´s mal.
Damit will ich allerdings nix gegen ’ne gut sortierte Bibliothek gesagt haben! Ohne Werkstatthandbücher, Betriebsanleitungen, Teilelisten und sonstige Literatur geht gar nichts.

In Deiner Lage wäre mein Favourite

3. = Kumpels suchen
Auf Neudeutsch heißt das "Networking". Man sucht, z.B. über dieses Forum, nette Brit-Biker in seiner Nachbarschaft, die einen freien Platz in ihrer Halle, Zollwerkzeug und ’ne Engelsgeduld haben. Und die bringen einem dann - wenn sie nicht gerade selber über ihren Schrotthaufen brüten - nach und nach die nötigen Handgriffe bei (z.B.: Wie prüfe ich mit einem Spannungsprüfer die Ladung meiner Batterie? Wie checke ich die Zündeinstellung meiner Triumph mit T6-Motor? Wie erfahre ich, ob mein/meine Vergaser ein zündfähiges Gemisch produziert/produzieren? etc. pp.).
Da wird man im Laufe der Zeit selber ein passabler Schrauber, und irgendwann kann man sich bei den Kumpels dann auch mal mit ner helfenden Hand revanchieren.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Glück und viel Spaß mit Deiner Triumph. Und wenn Du Dein Problem wenigstens ETWAS präziser beschreibst, kriegst Du vielleicht sogar über dieses Forum den entscheidenden Tip...
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Manxman
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Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

Danke für die suuper "Aufklärung"... jetzt weiß ich ja wenigstens wo ich Deiner Meinung nach stehe.
Die gute alte Brit Lady ist offiziell seit ca. ‘97 in meinem Besitz. Nur da sie nicht bei mir zuhause steht, kann/konnte ich sie bisher auch nur sehr selten bewegen, und somit nur etwas Stiefmütterlich behandeln ASCHE AUF MEIN HAUPT...sorry.es wird sich ändern.
Während dieser Zeit hab ich mich aus Kosten und anderen Gründen mit einem Zweitacktosthobel (Schwalbe) über Wasser gehalten, was natürlich kein vergleich ist!...aber bei dem Ding macht mir keiner mehr was vor. (everything DIY)
darf man sowas hier eigentlich zugeben? - das sollte nur zeigen das ich eigentlich keine zwei linke Hände hab...denke ich... nur im 4takt bin ich evtl. nicht der Methusalem... allerdings Fahre seit über zehn Jahren Mini...also englische Technik hab ich auch mal gesehen.

Naja... Danke nochmal für die Hilfe... ich werd "sie" schon wieder hinkriegen.
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Manxman
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Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

He Björn!

Ich hab´ doch gleich gesagt, dass das nicht böse gemeint sein soll! Zweitakter-Schrauben ist mindestens so ehrenhaft wie Viertakter-Schrauben, also ziehe ich die Aussage bzgl. Deines "Null-Levels" sofort zurück.

Zündung ist ja bei 2- und 4-Takt prinzipiell identisch, außer dass es halt beim 4-Takter nur jede 2. Umdrehung sprazzelt. Wenn also der Zündfunke fehlt, kannst Du auf eventuelle Schwalbe-Erfahrungen durchaus zurückgreifen.

Wenn Du nicht gerade irgendwas Elektronisches (Boyer o.ä.) installiert hast, musst Du die üblichen Verdächtigen checken: Zündspulen, Unterbrecherkontakte, Kondensator, Batterie, Zündschloss inkl. aller Strippen, die dazu gehören. Und dann kommt´s halt noch auf die richtige Einstellung (Schließwinkel, Zündzeitpunkt) an. Denk auch dran, dass gerade bei einem Viertakt-Paralleltwin mit 360° Zündversatz gerne mal der Verteilerfinger genau gegenüber von dem Punkt steht, an dem er sich eigentlich aufhalten sollte... ;-) Also immer checken, welcher Kolben gerade im Zündungs- und welcher im Überschneidungs-OT (Auslass schließt, Einlass öffnet) steht.
Du hast doch Batterie-/Spulenzündung, oder?!

Nix für ungut, und weiterhin viel Spaß & Erfolg beim Tüfteln.
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Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

hi jan,
vielen dank für diese tipps, werd ich alle mal versuchen nacheinander abzuhandeln. wie kann ich denn eigentlich die funktionstüchtigkeit einer zündspule testen? (hab keine zum tauschen und vergleichen,... kann man doch eigentlich jede 6v spule nehmen, oder?) kann gut sein das da nur n kabel abgegammelt ist.
das mit dem 360‘ zündversatz hatte ich noch gar nicht auf der rechnung... aber sowas kann sich doch nicht einfach durch stehen verstellen...? vor paar jahren lief sie ja wie verrückt.
ist es eigentlich normal das der verteilerfinger leichten spiel hat? (seitlich)
braucht eine magnetzündung eigentlich eine batterie? hört sich für mich viel pflegeleichter an... was sind denn da die vor und nachteile?

schöne grüße
björn
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Manxman
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Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

Hallo Björn,

wenn vorher alles i.O. war, dann sollte es auch wieder funktionieren.
Klingt vielleicht albern aber....Plus an Masse?!
Schöner Wochenende
Ralph
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Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

Magnetzündung braucht keine Batterie. Aaaaber: es ist nicht (oder nur unter fürchterlichsten Anstrengungen)möglich, eine Batteriezündung auf Magnetzündung umzubauen.
Wilhelm
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Beitrag von Beitrag aus altem Forum »

Hi Björn Du Armer,
jetzt haben Dich alle schon ordentlich aufgemischt und ich muss meinen mehr oder weniger unqualifizierten Senf auch noch dazu abgeben ...
Also - getz stelle ma uns emal ganz dumm unn fragen uns: watt is ehn Dampfmaschin´ ...??? Hä??? Falsch!!!
Was hast Du überhaupt für eine 6T? Vierziger Jahre Baujahr? Fünfziger? Sechziger? Zündmagnet und Spulen??? Watt n´datt? Entweder hat Dein Brenner Spulen - also Kontaktzündung - oder ´nen Magneten und keine Kontakte, was bei Trumpet aber ziemlich steinalt ist (40er/frühe 50er) ... Soviel erstmal dazu, so. Bei der Marke unseres Vertrauens gabs ab Mitte/Ende der fünfziger Jahre ´ne 08/15-Lichtmaschine mit sechs Volt, dem typischen fetten Alu-Klumpen-Rotor und je zwei Spulen - in der LIMA!!! nicht für die Zündung!!! - für den Fahrsaft, Standlicht und alles zusammen inkl. Beleuchtung hintereinander durchgeschaltet. UND zusätzlich noch ´n Zündschloss - mit zwei möglichen Stellungen zum fahren (einmal standard ’all engines running´ und einmal Saft nur auf Zündung)irgendwo hingepfriemelt. Defekte an dem System - so es denn noch leidlich funktionsfähig aussieht - entstehen gewöhnlich als erstes durch Brüche an den Kabelschuhen resp. Steckverbindungen, als nächstes durch ´nen durchgeschossenen Gleichrichter Dann geht gewöhnlich gar nichts mehr, was mit Zündung zu tun hat, solche Probleme treten sehr oft bei original Plattengleichrichtern (kann man durch moderne Siliziumbrücken-Billigdinger mit 17 besser >25Amp Dauerbelastbarkeit und ´ner fliegenden max.17Amp-Sicherung aus ´m Elektronikladen ersetzen). auf, wenn man ´mal dagegen gekommen ist und sich die Sch... verdreht hat. Auch sehr beliebt ist ´nen gammelig gewordenes Zündschloss (hat mich und viele andere schon fast in den Wahnsinn getrieben), sowas kriegt man nur durch Durchmessen raus, dann aufmachen und chemisch/mechanisch säubern und wieder vernieten(geht halbwegs vorsichtig mit Poppnieten). Tausendmal ein und ausschalten hilft zwar vielleicht, um die Korrosion kurz abzukratzen, gewöhnlich bleibt man dann bloß irgendwo nachts doch wieder im Regen stehen... Besitzt Du ´ne Mühle mit ´ner derart aufgebauten Elektrik, dann kann evtl. auch noch Korrosion am Lichtschalter ´ne Rolle spielen, aber mit dem Ding solltest Du vorsichtig verfahren - hier hat man ruckzuck ´nen paar Kabel abgebrochen, so dass der Schaden deutlich über dem Nutzen liegt ... however ... liegt hier der Hase im Pfeffer rum, dann läuft die Kiste auf jeden Fall mit der Direkt-ign.-Stellung, aber check man erstmal Stecker, Zündschloss und Gleichrichter (und pack Dir schonma´n paar Schwalbenspulen anne Saate, wenn Du noch günstig rankommst, die gehen nämlich prima)
So ... so long und viel Spaß beim basteln
Yours
Volker
Ach und PS: Ich war übrigens nach Variante 1 - sehr zum Leidwesen meines damaligen Händlers (hüstel) - über Variante 3 (oft höchst gruselige Ergebnisse .. besonders nach ´m dritten Kasten gelbe Brause ...)irgendwann dazu gelangt, Variante 2 für mich zu entdecken, was die letzten zwanzig Jahre dann mehrheitlich zu sehr angenehmen Erlebnissen mit meinem englischen Ooliesen (platt für Alteisen)geführt hat ...
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Verdammt ...
wie hieß die Krankheit?
Dann gabs ja noch die Verteilermodelle ... und die Tatsache, dass ein durchgebrannter Kondensator absolut jeden Funken schlachtet ...und son Bruder verabschiedet sich durchaus schon mal durch einfach nur rumfaulen ... und datt so´n Vartaalerfinger inner Gegend rumschlabbert is jo nu ouk nich groode die faane englische ort ...
Ok, back on earth ... ´nen durchgebrannter Kondensator kann´s möglicherweise als erstes sein - ich habe grade kein Bild vor Augen, ob die Dinger direkt an den Kontakten oder irgendwo ausserhalb sitzen/saßen, auf jeden Fall tut´s irgendein anderer auch. Ich hab´mir z.B. mal nach längerem Schieben durch die Nacht mit ´nem Enten-Kondensator beholfen, die aus den Emmen gehen auch gut
Anyway... viel Erfolg
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Hallo Forum!!!
SIE FUNKT ! ! ! es hat geklappt...!!! Freu :)
vielen dank für Eure Tipps und Ratschläge, eMails,CD‘s, etc.
‘Bekannter von mir hat sich die kleine mal angeguckt, Unterbrecher Kontakt entkorodiert, etc. Dann ham wir Ihr noch neuen Sprit gegeben, alten abgelassen, aus Vergaser... Nach einigem Kicken seinerseits entlockten wir Ihr nur ein kleines "husten" nach anschieben meinerseits auch nicht der "bang".
Kleiner Kickversuch mit angeschlossenem Batterieladegerät... war schon ein kleinbißchen mehr als ein husten.
Also Batterie nochmal übernacht aufgeladen, und am nächsten Tag dann... ein kick und "BANG" sie lief... JIEPIEE!!!
war natürlich ausgerechnet dann echtes Pisswetter... also nur kleines "die100m Auffahrtraufundrunter" gerolle bis sie warm war. AWG= alles wird gut

MfG
Björn
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Hi Björn!

Na also - gratuliere! Ich war der erste, der gemeckert hat, also kann ich Dich auch gleich mal beglückwünschen.
Man freut sich ja über jedes Bike, das wieder Lebenszeichen von sich gibt...
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